Anne in Windy Poplars – Mann der häkelt

Gestern war ich etwas depressiv. Ablenkung hilft da immer etwas. Ich habe Anne in Windy Poplars auf deutsch heißt es glaube ich Anne in Windy Willows weiter gelesen.

Dort kommt ein Mr. Cyrus Taylor vor der damit aufgezogen wird dass er während eines Hexenschusses ein „doily“ also ein Deckchen gehäkelt hat das sogar ein sogenanntes „center piece“ auf einem Tisch ist. Mit center piece ist wohl etwas hervorragendes gemeint.

Ich musste schon sehr schmunzeln darüber. Anne gefällt mir doch als Person. Sie ist immer noch etwas verträumt geblieben. Ich habe mich gestern noch in die Wanne gesetzt und da geträumt das alles gut wird was die Umschulung und die Reha angeht und ich erfolgreich sein werde. Um die Reha mach ich mir viele sorgen. Und ich bin etwas verbittert was das Mobbing durch die Dozentinnen vom EWZ angeht. So weit ich weiß unterrichten die aber keine Alltagsbegleiter Kurse mehr. Vielleicht hat es etwas gebracht das ich diesen Blog schreibe und ich mich beim Arbeitsamt beschwert habe.

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Das Arbeitsamt zerstört meine Zukunftspläne

Das Jobcenter hat sich wieder etwas einfallen lassen um mich zu ärgern. Ich habe mich von der Berufspsychologin derart ins Bockshorn jagen lassen dass ich eingewilligt habe noch mal zur Amtsärztin zu gehen und wegen beruflicher Reha anzufragen. Eigentlich lief es gar nicht schlecht. Die Amtsärztin meinte ich sollte berufliche Reha machen und Alltagsbegleiter lernen. Das ist schön und gut, aber wenn ich in einer Rehamaßnahme feststecke kann ich nicht mehr den Kurs zum Alltagsbegleiter, den ich selber finanzieren will machen. Das schaffe ich einfach nicht mehr. Und das Jobcenter gibt mir auch keinen Bildungsgutschein mehr weil ich während einer Umschulung zum Alltagsbegleiter im letzten Jahr psychisch krank geworden bin. Ich weiss nicht was ich da machen soll. Ich muss mal einen Termin mit der Sachbearbeiterin machen. Wahrscheinlich schickt die mir einen Termin zu doch die Zeit drängt im September würde der Kurs los gehen.

Egal wie ich mich winde ich bin nur vom Pech verfolgt. Das ist schon ziemlich schlimm für mich. Ob ich einfach mal hingehe und das kläre beim Jobcenter. Bis die mir einen Termin zuschickt ist der Zug auch abgefahren. Noch sind da Plätze frei in dem Kurs der Malteser in Bochum. Ich habe vorsichtshalber die Kursanmeldung schon storniert. Ich bin ziemlich endtäuscht von mir, dass ich mich nicht mehr gewehrt habe. Aber ich bin halt so.

 

Ich bin müde und lustlos

Gestern Nacht musste ich eine weitere Tablette von dem niedrigpotenten Neuroleptikum nehmen um zu schlafen. Ich habe sehr lange geschlafen und komme nicht in die Gänge. Dabei wartet ein hungriger Kater auf mich dass ich ihn füttern soll am anderen Ende des Stadtteils. Ich muss mich nicht übermäßig beeilen weil der Kater heute früh noch von der Bekannten gefüttert wurde, sie fliegt erst heute in den Urlaub nach Mallorca.

Ich schreibe im Moment fast täglich einen Blogbeitrag. Wer soll das alles lesen? Es erstaunt mich schon sehr wie viel Mitleid ich mit James aus Bob der Streuner habe. Vielleicht erinnert er mich ein wenig an meine eigene schwierige Lebenssituation, die doch immer um Längen besser war.

Ich habe wieder etwas Fernweh. Ich würde gerne in einer anderen, kleineren Stadt leben. Vielleicht liegt es wirklich daran dass ich mich etwas einsam fühle. Ich habe nur wenige regelmäßige soziale Kontakte. Ich telefoniere täglich mit meiner Mutter und spreche mehrmals die Woche mit dem Verkäufer von unserer Stadtteilbuchhandlung wo ich hin und wieder auf einen Gratis Kaffee hingehe.

Martin sehe ich erst abends. Ich brauche wirklich einen Job. Das ist schon klar warum ich mich so einsam fühle. Im September mache ich aber dann die Umschulung zum Seniorenbetreuer bei den Maltesern.

 

Ich lasse mich nicht ins Bockshorn jagen!

Ich habe über das berufspsychologische Gutachten nachgedacht. Im Grunde sagt es nichts über meine Eignung für den Beruf des Seniorenbetreuers aus. Ich kann bestimmte Aufgaben die logisches Denken erfordern nicht lösen, das ist alles. Es kann sein dass ich eine Wahrnehmungsstöung habe und daher nicht so gut  mit diesen Aufgaben klar komme. Auch egal !!! Die Berufspsychologin hat  mich nichts zu dem Beruf des Seniorenbetreuers gefragt.

Aus diesem einen Teilbereich des Tests will sie also schließen dass ich nicht für den Beruf geeignet bin? Das ist  Unsinn! Ein ähnliches psychologisches Ergebnis habe ich schon mal für eine andere Maßnahme geliefert. Und trotzdem habe ich die kaufmännische Maßnahme genehmigt bekommen. Außerdem habe ich ein sehr gutes Zeugnis von der Alltentagesstätte bekommen und die haben  mir sogar angeboten für das Praktikum wiederzukommen und mir auch ein Empfehlungsschreiben zu schreiben.

Wenn dass nicht genug an Eignung ist dann weiss ich auch  nicht. Außerdem bekomme ich ja so wie so keine neue Umschulung finanziert weil ich keinen Anspruch mehr habe. Es gibt keine Umschulung zum Seniorenbetreuer nur mit Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Also muss ich doch die Umschulung bei den Maltesern machen. Das Geld dazu habe ich,  also gibt es da auch keine Problem.

Das sagt die Amtsärztin zu meiner Arbeitsfähigkeit

Ich war bei der Amtsärztin. Sie bestätgite dem Arbeitsamt dass ich bis zu 6 Stunden leichte Arbeit machen kann. Ich weiss nicht ob dass für eine Umschulung reicht. Die Umschulung die ich im Auge habe und für die ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein ausreichen würde ist ganztags.

Ich habe mir überlegt falls alle Stricke reißen dass ich im Herbst einen Abendkurs als Seniorenbetreuer bei den Maltersern mache. Ich finde die Malteser deutlich sympathischer als etwa das EWZ in Dortmund.

Ich habe etwas Geld gespart durch den 1 Euro Job und weil wir sehr sparsam leben. Durch die Behandlung mit Risperidon sind auch manche Zwänge und Verhaltenssüchte besser geworden, wie etwa auch meine Sexsucht. So dass ich  im   großen und ganzen zufriedener bin. Ich komme mir nicht mehr so wie ein Außenseiter in der Szene vor. Gerade das lesen von dem Magazin Mannschaft hat mir geholfen mehr Selbstwertgefühl zu erlangen.

Das Outing eines schwulen christlichen Rockmusikers  und auch der Bericht über die christkatholische Kirche, so heißen die Altkatholiken in der Schweiz, hat mir doch das Gefühl gegeben als religöser Mensch kein bloßer Spinner zu sein. Auch ein Bericht über schwule Dandys hat mir geholfen mich wohler in miner Haut zu fühlen. Ich kleide mich ja durchaus ausgefallen. Insbesondere meine Hemden sind meistens sehr elegant und ich trage nie Kapuzenpullover. So dass mir das Label Dandy für mich gut gefällt. Im Sommer trage ich meistens Strohhüte und gestern  ist ein  Häkelhut fertig geworden der etwas von einem Anglerhut hat.

Was mich noch nervt ist mein hohes Übergewicht und das Chaos in meinem Schlafzimmer.

Ich will morgen mit dem entrümpeln beginnen. Heute ist es schon recht spät. Ich versuche mich mit der Ausflugsidee nach Düsseldorf zu belohnen. Ich glaube das ist eine gute Idee.

 

 

 

 

Mein Nervenarzt ist wirklich rührend

Heute war ich bei meinem Nervenarzt. Wie erwartet wurde die antipsychotische Medikation weiter reduziert. Auch das Schreiben für das Arbeitsamt hatte der Nervenarzt schon fertig.

Er wirkte heute so rührend besorgt. Zum Abschied nahm er sogar meine Hand in beide Hände.

Und vorher hat er sich für mich den Kopf  zerbrochn wer mich anstellt. Ich erklärte ihm dass ich gerne für die AWO arbeiten würde, weil ich dort schon einen 1 Euro Job gemacht habe.

Ich weiss nicht was mit ihm heute los war, aber er war seltsam bedrückt.  Ich kann nur mutmaßen was ihn so bedrückt hat. Vielleicht denkt er dass ich es als schwuler Mann schwerer haben eine  Stelle zu finden. Das ich vielleicht mich komisch fühle als Hahn im  Korb in der Umschulung. Aber im Grunde bin ich das gewohnt. Und die Wohlfahrsverbände wie die AWO und der Paritärische Wohlfahrtsverband sind sehr faire Arbeitgeber insbesondere auch bei schwulen Angestellten.

Bei der katholischen Caritas hat sich das kirchliche Arbeitsrecht verändert. Schwule Männer werden auch wenn sie verpartnert sind nicht mehr entlassen. Außer in Bayern, da halten die Bischöfe an der alten Regelung fest.

Außerdem will ich die Umschulung nicht mehr beim EWZ machen, weil ich dort sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Die Dozenten sind nicht gut genug ausgebildet.

Wissenschaftliches Arbeiten ist ihnen fremd. Es ist schon komisch wenn man psychatrische Inhalte von einer Heilpraktikerin lernt. Allerdings sind meine Ansprüche an die Dozenten höher.  Ich erwarte da mehr wissenschaftlichen Hintergrund. Und Ihr Nichtwissen  zum Thema ADHS war schockierend. Also eine der Damen hat doch tatsächlich behauptet das käme von zu vielen Fertiggerichten mit Glutamat. Und diese Frau  arbeitet bei der Suchtkrankenhilfe im LWL:-Klinikum Aplerbeck. Das ist wirklich eine Schande. Dabei gibt es viele ADHSler die komorbid eine Suchterkrankung haben und Methylphenidat bei ihnen deutlich den Suchtdruck lindert.

Es geht mühsam voran

Ich habe mich heute bei einem Umschulungsträger vorgestellt. Das Angebot scheint in Ordnung zu sein. In fünf Monaten bilden sie dort „Alltagsbegleiter“ aus. Die Ausbildung hat auch einen kleinen Pflegeanteil.

Ich muss nur noch den Bildungsgutschein besorgen und könnte dann im Dezember anfangen.

Ansonsten fällt es mir schwer die  notwendig Tagesstruktur mir zu schaffen. Auch war ich noch nicht mich für den Wassergymnastikkurs anmelden. Ich denke dass dies sehr wichtig ist.

Mein Zeugnis von dem 1 Euro Job habe ich verkramt. Dabei ist es für meine spätere Laufbahn schon wichtig. Ich werde versuchen am Wochende Ordnung in den Papierkram zu bringen und auch meinen Schreibtisch aufzuräumen und sein Umfeld.

Für Zeugnisse und Bewerbungen werde ich einen extra Aktenordner anlegen.

Ich koche heute Abend einen Blumenkohlauflauf. In der Zwischenzeit wo der Auflauf im Backofen gart, kann ich dann die Küche etwas putzen und aufräumen.