Messieprobleme und Antrieb

An diesem Wochenende habe ich versucht ein wenig Ordnung in der Küche zu schaffen. Ich habe zwei Vorratsschränke entrümpelt und sauber gemacht. Die Spülmaschine habe ich auch ausnahmsweise ausgeräumt. Normalerweise räumt mein „Mustergatte“ die Spülmaschine aus. Er war etwas krank am Sonntag. Ich merke wie schwer es mir fällt am Ball zu bleiben und mich nicht ablenken zu lassen. Ach so ein helles Dinkelbrot habe ich auch gebacken. Also war ich doch recht aktiv an diesem Wochende. Irgendwie gibt mir das ein gutes Gefühl das ich nicht ganz untätig geblieben bin. Letzte Woche war ich depressiv weil mich ein Bekannter etwas irritiert oder auch getriggert hat. Aber die Geschichte ist jetzt zu kompliziert um sie zu schildern. Ich bekam aber schlimme Kopfschmerzen und da ging dann gar nichts. Das war in diesem Wochende nicht so.

Ich habe überlegt was ich noch gegen das Messietum noch machen kann. Eine Idee ist alles was offensichtlicher Müll ist beim durchgehen der Wohnung in Mülltüten zu packen und weg zu werfen. So einfach ist das aber nicht. Ich müßte Zimmer für Zimmer durchgehen. Ich könnte in meinem Zimmer morgen entrümpeln. Ich habe noch im Online Katalog der Stadt- und Landesbibliothek ein Selbsthilfebuch für Messies gefunden. Vielleicht stehen da einige Anregungen drin. Ich werfe schon beschlossene Pläne immer wieder um. Auch das Kaffeetrinken mit Freunden bei mir ist so ein Thema. Ob das noch etwas wird bis zum Ende des  Monats. Ich glaube ich werde eher am Anfang September das Kaffeetrinken machen.  Ich habe eine realistische Belohnung fürs entrümpeln gefunden. Es ist ein Häkelbuch mit Ponchos. Wann ich mir das Buch kaufen soll weiss ich nicht. Es kostet 16 Euro. Vielleicht wären da 8 Stunden Hausarbeit angemessen. Das kann man in acht Tagen verwirklichen. Ob ich noch einmal eine Psychotherapie mache weiss ich nicht. Bisher hat das nicht viel geholfen. Die Sexsucht ist nicht mehr so schlimm, zumindest mache ich keinen Telefonsex mehr. Ich habe aber immer noch heimlich die Sehnsucht nach einem sensiblen Traumprinzen. Das habe ich nicht ständig weil ich keine Tagträume über das Thema habe. Bei dem müden Krieger den ich abbekommen habe ist das vielleicht auch verständlich.

Ich muss mich neu erfinden

Da ich nicht mehr tagträume muss ich mich neu erfinden. Was früher wichtig war ist nicht mehr so wichtig. Meine alten Interessen taugen zu nichts mehr. Ich habe ja z. B. gerne historische Romane gelesen weil ich mich gerne in diese Welten hinein geträumt habe. Im Grunde will ich aber etwas lesen was mit der Gegenwart zu tun hat. Was mit meinem Leben und  mit mir zu tun hat. Ich bin viel egozentrischer geworden. Ich stehe viel mehr im Mittelpunkt meines Kosmos. Ich fand den Roman von Mina Teichert „Neben der Spur aber auf dem Weg“ ganz gut. Vielleicht lese ich noch „Emily auf der Moon Farm“ obwohl es ein Jugendroman ist, weil es da um eine Tagträumerin geht ähnlich wie bei „Anne auf Green Gabels“.  Von Indianer Abenteuern will ich nicht mehr träumen. Es gibt Erwachsene die das wirklich noch kultivieren wie etwa der Stiefvater meines Patenkinds Emilia. Salvador Sobral ist mir langhaariger Held genug. Und seine Musik bewegt  mich jedenfalls. Es ist aber so das ich mich neu finden muss. Ich weiß nicht mehr was mir wichtig ist. Ich möchte in der Gegenwart und in der Realität verwurzelt sein. Scince Fiktion und Fantasieabenteuer wie bei Martin fallen da schon weg. Bin ich da zu streng  mit mir?

Meine kleine Farm Fantasien finde ich nicht so verkehrt. Ich träume noch vom Grabelandgarten mit der Zwerghühnerschar. Das würde mir auch gut tun. Ich glaube der Umgang mit Tieren würde mir wirklich gut tun und die Gartenarbeit. Den Topfgarten habe ich aufgegeben. Die Amseln haben zu viel Schaden angerichtet. Dafür habe ich viele Pflanzen auf dem Balkon. Ich habe auch Gemüsepflanzen dort. Und zwar Prunkbohnen und Radieschen. An Kräutern haben ich Pfefferminze und auf dem Hof noch Winterheckenzwiebeln.

Ich glaube aktiv zu sein ist mir wichtiger als nur der passive Träumer. Ein besserer Koch möchte ich auf jeden Fall werden und einige kompliziertere Häkelmuster und Projekte möchte ich umsetzen. Auf jeden Fall mehr als nur halbe Stäbchen in Reihen.

Das sind ja Ziele genug. Aber was könnte ich denn noch lesen was mich in die Gegenwart führt. Vielleicht sollte ich mich mal von Dominic oder Karin vom Litfass beraten lassen. Das wäre sicher sinvoll.

 

 

Wie soll ich nur meine Träume erreichen

Es kann sein dass ich doch noch eine Arbeitsstelle vom Arbeitsamt vermittelt bekomme. Ich würde sehr gerne Senioren bei ihren alltäglichen Besorgungen begleiten.

Was den Haushalt angeht, ist das Chaos immer noch sehr groß. Ich habe keinen Antrieb da etwas zu verändern. Gleich will ich wenigstens in der Küche noch Ordnung schaffen.

Meine Beziehung zu Martin war schon immer schwierig. Seine sozialen Ängste und sein fehlender Antrieb frustrieren mich schon. Ich kann kaum etwas gemeinsames mit ihm machen.

Ich überlege mich mit schwulen Liebesromanen zu trösten. Mir gelingt es nicht mehr in meine romantischen Tagträume abzutauchen. Es wäre gut wenn ich einen Garten hätte mir fehlt ehrlich das Grün in der Umgebung. Ich habe solche Sehnsüchte nach Grün und Landschaft dass ich es nicht mehr Aushalte. Und ich merke dass mir die Parks in der Umgebung nicht reichen. Wir fahren auch nie weg, wir bleiben immer vor Ort in Dortmund.

Manchmal ist mein Leben außerordentlich schwer finde ich. Vielleicht sollte ich wenigstens mal nach Dortmund Brechten ausfliegen. Da weiden sogar Richtung Lünen Kühe.

 

Ich bin dauernd in Gedanken

Mein Eindruck ist dass sich die ADS Symptome verschoben haben. Ich bin ein sehr nachdenklicher Mensch. Ich gehe jeden Tag in die Badewanne oder fahre eine längere Strecke mit der Straßenbahn um nachzudenken.  Gerade das warme Wasser in der Wanne oder die Fahrgeräusche der Straßenbahn bieten mir die Möglichkeit in meine Gedanken abzutauchen.

Manchmal denke ich dass nachdenken auch Probleme lösen hilft.  Ich habe gehoft dass das Medikament Risperidon auch das Grübeln unterdrückt. Leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt. Ich Grübel über so Vieles nach. Auch über die Situation in der Schulungsstätte in der ich zum Seniorenbetreuer ausgebildet werden sollte. Ob es falsch war mich als ADSler zu outen und mich mit den Dozentinnen anzulegen.

Dann habe ich wieder Phantasien in denen ich Bekannten etwas persönliches erzähle oder auch mit meinem Nervenarzt spreche. Ich überlege was ich ihm  beim nächsten Termin erzähle oder auch nicht.

Auch Handarbeiten tue ich gerne. Ich verwende immer sehr einfache Muster bei denen ich mich nicht sehr konzentrieren muss und auch abschweifen kann. Dagegen gelingt es mir mich beim Lesen zu fokussieren. Ich lese auch jetzt mehr erzählende Literatur als früher. Früher habe ich mehr Sachbücher gelesen oder durchgeblättert.

Ich denke dass ich in Worten tagträume. Auch meine Hühnerhaltungsphantasien äußern sich dadurch dass ich in Gedanken über Hühnerhaltung spreche. Ich schweife doch noch häufiger in Gedanken ab als dass es  mir überhaupt bewußt gewesen ist.

Als Kind träumte ich davon Schriftsteller oder Bauer zu werden

Außer dass ich mit einem Indianer befreundet oder gar zusammen sein wollte, träumte ich als Kind davon Bauer oder Schriftsteller zu werden.  Inspiration dafür fand ich bei meinen Eltern die einen Selbstversorgungsbauernhof  hatten bis ich 4 war. Das war damals in Polen im ehemaligen Ostpreußen.

Und das mit der Schriftstellerei kam durch die Serie die Waltons, wo der älteste Sohn der Familie schrieb.

Die Bauernhofträume habe ich heute immer noch. Ich träume davon Hühner in einem Grabelandgarten zu halten. Außerdem habe ich einen größeren Topfgarten auf dem Hinterhof mit Kräutern, Blumen und Gemüse.

Auch von der Schriftstellerei träume ich hin und wieder. Gerne würde ich einige Begebenheiten aus meinem Leben in einem Roman oder einer Novelle aufarbeiten.

Gerade die psychische Krise um mein Coming Out habe ich versucht aufzuarbeiten. Aber ich habe schnell das Intresse daran verloren. Ich denke ich sollte es vielleicht mir einer Kurzgeschichte versuchen. Ich könnte sie ja auch auf den Blog posten.

So richtig spannende Geschichten habe ich nie geträumt. Das waren nur so kurze alltäglich Episoden.  Als Kind habe ich unzählige male einen Indianerkrieger den ich verletzt gefunden habe und versteckt habe, im Traum gepflegt. Und als Erwachsener träumte ich häufig, also noch vor 2 Jahren auf der Prince Edward Island, der  Heimat der Jugendromanfigut Anne of Gree Gables zu leben. Dann auch verheiratet mit einem Indianer und eine kleine Farm bewirtschaftend. Manchmal träume ich noch von einem Radiointerview als Neubürger auf PEI, in dem ich gefragt werde wie mir das Leben auf der Insel gefällt. Doch sind diese Träume selten. Ich träume dagegen häufig davon mich mit Jemanden aus meinem Bekanntenkreis zu unterhalten. Ich glaube das ist meine Art nachzudenken.

Träumonkel und Trödelheini

Mich nannte meine Grundschulfreundin Tanja immer Träumonkel. Ich war immer in Gedanken und sehr verträumt. Das ist mittlerweile nicht mehr so der Fall.  Dafür bin ich ein ausgesprochener Trödelheini. Also Aufschieberitis und trödeln gehören fest bei mir zur Persönlichkeit. Früher wurde ich immer mit meinem früh verstorbenen Patenonkel verglichen. Er hatte wohl auch als Jugednlciher psychische Probleme und war auch sehr langsam. Ich vermute auch das er ADS hatte. Ich weiss gar nicht wie es mir jetzt in dem 1-Euro Job gelungen ist so angagiert zu sein. Ich habe da in der Altentagesstätte richtig in die Hände gespuckt weil ich auch ein gutes Zeugnis haben wollte. Aber wahrscheinlich hat es mir einfach auch Spass gemacht. So Hausarbeit macht eigentlich keinen Spass und ich drücke mich so erfolgreich wie ich nur kann vor ihr.

Mittlerweile tagträume ich kaum noch seit dem ich Strattera einnehme. Das ist bizarr selbst vor dem einschlafen gelingt es mir nicht in meine luzinden Tagträume abzugleiten. Meine Wild West Phantasien oder das Leben im  antiken römischen Reich haben aufgehört. Auch die Tagträume von der Auswanderung auf die Prince Edward Island im  St. Lorenz Golf vor der Küste Kanadas haben aufgehört. Fernweh habe ich trotzdem. Ich wohne nicht gerne in  Dortmund. Bonn finde ich im  Moment faszinierend als Stadt. Es gibt dort viele Museen und mehr öffentliches Grün als in Dortmund. Und dann noch die Lage am Rhein das gefällt mir schon ganz gut.

Was vermisse ich in Dortmund am meisten. Also im  Moment bei dem schönen Wetter schöneres Pantoffelgrün. Der Hoeschpark Wald ist ja in einem  jämmerlichen Zustand. Und auf den Grünzug zum Fredenbaumpark herunter können wir hier lange warten. Bis dass mal etwas wird. Und ein Museum mit archäologischen Ausstellungen fehlt in Dortmund. Ab und an gibt es mal etwas in der Richtung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte und das wars dann auch.  Dortmund ist wirklich eine etwas frustrierende Stadt.

 

Sissy-Boy-Syndrom und Phantasie

In einem psychologischen Forum habe ich von einem jungen Mann gelesen der wohl ein reges Phantasieleben hat und viele weibliche Züge an sich hat, die er als Sissy-Boy-Syndrom beschreibt.

Von der sexuellen Orientierung pendelt er zwischen Bi- und Hetereosexualität. Ich weiss nicht ob er ADS hat. Was ich aber vermute ist dass er sehr sensibel ist. Er wünscht sich u. a. eine friedliche Welt. Wie ich finde ist das sehr sympathisch.

Ich denke dass unsere Kategorien von Männlich-und Weiblichkeit zu eng sind. Ich denke nicht dass gegengeschlechtliches Rollenverhalten immer etwas mit Homosexualität zu tun haben muss. Es kann schlichtweg Sensibilität sein.

Irgendwie habe ich mich in dem jungen Mann aber wiedererkannt. Auch in seinen romantischen Tagträumen von der großen Schwester oder der perfekten Frau. So ähnlich war dass ja auch bei mir mit dem Indianerkrieger der mutig aber auch sensibel ist.

Meinen Bruder fand ich damals langweillig und  einfältig.  Ich denke das Sexualität und Geschlechtsrollenverhalten zwei unterschiedliche Ebenen sind. Das wir die Geschlechtsrolle erst lernen und das sie ein kulturelles Konstrukt ist. Es gibt Stammeskulturen in  Ozeanien oder Afrika in denen Frauen agressiv und aktiv sind.

Viel hat das mit unserer Lebensweise  und Wirtschaftsweise zu tun und der Stellung der Frau in der Gesellschaft. Auch unsere Religion spielt da mit rein.

Ich kenne viele schwule Männer die das Klischee des Sissy-Boys oder der Tunte nicht erfüllen. Mein Mann ist z. B. Computernerd, ein anderer Freund wandert gerne und ist ebenfalls in der EDV-Branche. Meine erste große Liebe bastelte gerne an alten Radios herum.

Es gibt durchaus heterosexuelle Männer die sehr sanftmütig sind und auch z. B. häkeln oder stricken. Viele halten sie dann für exzentrisch doch gehören sie fest zu normalen Männlichkeitsspektrum das eben sehr weit sein kann. Wir sprechen daher auch von Gender und dies meint die soziale Geschlechterrolle die unabhängig vom Sex, also dem biologischen Geschlecht seine kann. Es gibt auch heterosexuelle Altenpfleger oder mitunter auch Floristen.  Daher ist auch Genderpolitik so wichtig. Nicht jede Normabweichung muss bedenklich sein. Und der Begriff Sissy-Syndrom ist stigmatisierend und daher abzulehnen.

Wir sind halt alle verschieden und die Bandbreite kann sehr groß sein und das ist auch gut so.

Ich hatte immer schon Fernweh

Heute habe ich seit langer Zeit wieder mir fremde Städte im Internet angeschaut. Ich surfte nach Deventer und Delft in den Niederlanden.

Eigentlich hatte das immer etwas mit Fernsehserien, Spielfilmen und Romanen zu tun.  Ich wollte in die Welt der Protagonisten eintauchen. So ähnlich ist auch meine Prince Edward Island Manie entstanden.

Lange Zeit wollte ich auch  in eine kleinere, schönere Stadt ziehen. Mir schwebte z. B. Landau in der Pfalz vor weil die Stadt eine sehr gebildete Bevölkerung hat und eine altkatholische Gemeinde.

Wäre ich  mit meinem Wachleben zufrieden würde ich nicht so viel tagträumen? Oder bin ich nicht mit meinem Wachleben zufrieden weil ich so viel tagträume? Wahrscheinlich stimmt beides.

Man muss aber auch zugeben das man als Mensch aus dem Ruhrgebiet schnell Fernweh bekommt. Also Dortmund ist ja nicht gerade das Florenz an der Emscher.

Mit der Realität sich abfinden

Manchmal fällt es mir noch schwer mich  mit der Realität abzufinden. Ich würde doch noch gerne mehr meiner alten Träume verwirklichen. Die Träume die mir geblieben sind, sind schon schwer zu erreichen. Ich fühle mich einfach  unfähig an meinen  Zielen kontinuierlich zu arbeiten. Der mangelnde Antrieb ist schon noch ein Problem.

In meinen  alten Träumen lebte ich auf einem kleinen Bauernhof auf der Prince Edward Island und war mit einem Indianer verheiratet. Schwule und Lesben können in Kanada ganz normal heiraten. Mein Mann war Förster und ich war in seine Familie eingebunden. Wir hatten in dem  Traum eine Adoptivtochter mit Down Syndrom.  Ich hielt Schafe und spann Wolle und häkelte Strümpfe für die langen Winter.  Wir bauten Kartoffeln an und brannten Wodka daraus. So wie die zwei Frauen die den Prince Edward Wodka jetzt brennen. Und Rhodeländer Hühner hatte ich und Katzen und einen Hund.

Ich glaube ich hätte gerne noch so ein Leben. Ganz abgesehen von einem Indianer als Mann mit dunklen Augen und schwarzen Haaren.

Aber die Wolle spinnen könnte ich auch in Dortmund auch ohne eigene Schafe. Rohwolle ist billig. Vielleicht lerne ich das ja mal im nächsten Winter von  meiner Mutter.

Meine Begrenztheit zu akzepieren fällt mir immer noch schwer. Zu akzeptieren dass Dortmund und die Nordstadt ein guter Platz für mich ist, ebenfalls. Ich sehne mich so sehr nach Grün. Wir fahren ja nicht  mal in Urlaub, Martin und ich. Ich sehne  mich so sehr nach dem Land, wie viele Städter. Woher kommt sonst der Urban Gardening Trend. Arbeit gibt es halt in  der Stadt und nicht auf dem Land. Aber das Grün vermissen wir  Städter schon.

Ich wohne auch gerne in der Dortmunder Nordstadt. Vieles ist hier unkompliziert und erschwinglich. Wolle kaufe ich bei Zeeman oder auch bei Tedox. Kontakte knüpfen geht auch leicht, bei den vielen Gruppen und Vereinen. Dennoch sehne ich mich nach so etwas wie der  Prince Edward Island. Und Martin mein Mann ist  zwar lieb, aber auch nicht gerade ein Naturbursche mit dem man am Wochende irgend welche Outdooraktivitäten macht.

Ich überlege mir irgend wann mal ein aufblasbares Kanu zu kaufen. Ich möchte damit auf der Körne oder vielleicht mal auf dem Regenrückhaltebecken in Mengede paddeln, Das würde mir gefallen.  Vielleicht sind das ja realistischere Ideen, das mit dem Kanu  und dem Wolle spinnen. Das ist leichter zu erreichen als das mit dem Indianer-Ehemann auf PEI.

Irgendwie muss ich mich ja trösten.

 

 

 

Was habe ich noch an Träumen

Gerade habe ich die Geschichte des „Weißen Indianers“ Grey Owl auf Video gesehen. Und schon als Kind hat mich der wilde Westen und die Kultur der Ureinwohner Nordamerikas fasziniert.

Der Stiefvater meines Patenkindes ist ebenfalls ein großer Kindskopf der regelmäßig zu Treffen von sog. Weißen Indianern fährt und dann in seiner Freizeit Indianer spielt. Das wäre nicht so mein Ding.

Ich würde gerne eines der Indianerreservate auf der Prince Edward Island in Kanada besuchen. Dort kann man ganz regulär Urlaub machen. Das würde mich schon intressieren, wobei mir klar ist dass ich nie Teil der Gemeinschaft dort sein werde.

Und dann habe ich noch einen großen Traum seit meiner Kindheit. Ich möchte etwas in  Richtung Selbstversorgung machen. Ich habe auf einem Nebenerwerbsbauernhof in Polen der meinen Eltern zu Versorgung mit Lebensmitteln diente, meine ersten vier Lebensjahre verbracht.

Davon schreibe ich immer wieder, aber es ist eine ganz fixe Idee die nicht aus meinem Kopf heraus will. Ich möchte hier in der Stadt einen Grabelandgarten pachten und Gemüse anbauen und dort drei Hühner halten. Damit die fleißigen gefiederten Damen nicht geschlachtet werden müssen, werde ich wohl eine klassische nordwestdeutsche Rasse zur Haltung aussuchen. Ich denke da an Zwergrheinländer oder Krüper. Die legen noch im höheren Alter einige Eier. Etwa achte Jahre legen diese  Hühner noch Eier. Das ist immens, Legehybriden erschöpfen sich im zweiten Jahr und andere Rassehühner außer vielleicht noch Rhodeländer, müssen schon im  dritten Jahr geschlachtet werden weil sie nicht mehr viel legen.

Von einer Auswanderung nach Prince Edward Island träume ich  nicht mehr. Auch einen Indianer in Kanada zu ehelichen auch  nicht mehr. Und davon mit Martin einen kleinen Resthof zu pachten ebenfalls nicht. Aber der Grabelandgarten und ein Urlaub auf Prince Edward Island spuken noch in meinem Kopf herum. PEI ist die  Heimat von Anne of Greengables, einem verträumten impulsiven Mädchen das einem Roman von Lucy Maud Montgomery stammte, und das so viel mit mir gemeinsam hat wie keine andere Kinderbuchfigur auf der Welt.  Und ihre Heimat mal zu sehen das wäre schön.