Was bringt mir das Medikament Straterra

Straterra wirkt etwas weniger gut als Methylphenidat bzw. Ritalin. Etwa 30 Prozent der Symptome werden besser. Bei mir konkret sind das zu allererst die großen Stimmungsschwankungen, die niveliert Stratterra. Und die Konzentration wird dauerhaft besser ich kann zum Beispiel besser lesen und habe mehr Freude daran. Auch die Impulsivität ist dauerhaft weniger geworden.

Nun zu einem Nachteil. Stratterra wirkt nicht so gut auf den Dopaminhaushalt im Gehirn. Ein höherer Dopaminspiegel  ist aber für den Antrieb und die Motivation wichtig. Der Antrieb hat sich bei mir nicht verbessert. Im Grunde muss ich täglich mit meinen inneren Schweinhund kämpfen. Durch Sport wird das aber etwas besser.

Unterschwellige Depressionen können auch durch die Medikation durch Stratterra hochkommen. Das liegt daran dass man den Scherbenhaufen des Lebens bewußter wahrnimmt in all seinen Teilen. Bewußtheit bringt halt auch mehr Bewußtsein für die eigenen Probleme mit. An sich macht das Medikament aber nicht depressiv es wirkt aber eher Stimmungsausgleichend als dauerhaft Stimmungsaufhellend. Eventuell kann da Coaching oder eine Psychotherapie helfen. Ich nutze den  Blog für eine Psychohygiene in dem ich über all meine Schwierigkeiten schreibe.

Ein Problem dass bestehen bleibt und das auch eher Methylphenidat verbessern soll sind die Mißempfindungen bei der Sexualität. Das liebevoll gemeinte Berührungen durch den Partner als unangenehm erlebt werden können. Das ist aber generell ein Problem beim hypoaktiven Subtyp. Die Berührungsempfindlichkeit durch Zärtlichkeiten ist ein Symptom des ADS. Als schwuler Mann nehme ich daher auch gerne die aktivere Rolle ein so dass ich das dadurch umschiffe. Früher habe ich Martin  meinem Lebensgefährten die Schuld daran gegeben. Aber es liegt an mir.

An Nebenwirkungen  habe ich entzündete Gesichtshaut die sich aber gut mit einer Ringelblumen- und Sanddorngesichtscreme behandeln läßt. Diese Creme habe ich bei Kodi gekauft. Und ich habe Bauchschmerzen wenn ich zum Stuhl absondern auf die Toilette muss. Sonst habe ich keine Nebenwirkungen.

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Vom Film im Kopf!

Martin und ich sind Fans der sehr martialischen Fernseh-Serie „Game of Thrones“. Früher, vielleicht noch vor 2 Jahren hätte ich mich noch in die Welt dieser Phantasieserie reingeträumt. Damals träumte ich etwa davon im römischen Reich  zu leben oder auf die Prince Edward Island im St. Lorenz Golf in Kanada auszuwandern. Jetzt träume ich nicht mehr von der  Heimat von Anne  of Greengables.

Meine Tagträume handeln eher  von alltäglichen Dingen. Heute habe ich mich ausnahmsweise von meiner  perfekten Hafenstadt  träumen erwischt. So ein Art Paradies an einem schiffbaren Fluss der auch für Seeschiffe schiffbar ist. Nein diese Stadt gibt es nicht ich meine weder Hamburg noch Bremen. Eine kleinere Stadt mit ländlichem  Umland.

Im Grunde träume ich kaum noch tagsüber dafür mehr und intensiver nachts.

Also wirkt Stratterra schon sehr gut. Zumindest was die Tagträume angeht.

Der träumt schon wieder!

Heute wurde ich wieder ertappt. In der Altentagesstätte habe ich mit 3 älteren Herrschaften „Mensch ärgere Dich nicht“ gespielt. Ich habe häufig meinen Einsatz beim Würfeln und mitspielen verträumt, so dass Frau B. diesen Kommentar dazu abgab. Ich glaube mir dauert das zu lange bis ich dran bin und dann tagträume ich zwar nicht aber ich denke viel nach.

Auch meine Vergesslichkeit ist ein großes Manko. Es wäre ganz gut wenn ich mir einige Grunddaten zu den Gästen der Altentagesstätte aufschreiben  würde. Zum Beipsiel wer Diabetiker ist und wer einen Rollstuhl oder nur einen Rollator beim gehen braucht.

Das ist ärgerlich wenn ich etwa beim Essen austeilen einem Diabetiker auch Kuchen gebe oder beim Hilfsmittel holen das falsche Hilfsmittel reiche. Solche Sachen passieren zwar nicht häufig aber ab und an schon noch.

Stratterra unterdrückt nur ein Drittel der Symptome, nach klinischen Studien. Ich vermute das Methylphenidat oder Medikinet besser wirkt nur verschlimmert es bei mir die Stimmungsschwankungen. Gerade retardierte Medikamente, wie Medikinet, haben vor allem gegen Abend einen starken Wirkungsrückgang. Das führte bei mir zu depressiven Episoden. Stratterra wirkt leicht antidepressiv und wesentlich regelmäßiger. So dass es zu kaum Wirkstoffschwankungen bei der Einnahme kommt. Im Grunde wäre Amphitaminsaft für mich eine bessere Option, weil ich durch das sog. „Sluggish cognitive Tempo“ viel phlegmatischer und teilnahmsloser bin als Menschen mit normalem hypoaktiven ADHS.

Sluggish meint zäh und cognitive das Denken betreffend. Ich denke sehr langsam aber dafür sehr viel. Mir fällt es auch schwer Gedanken und Gefühle sinnvoll zu beschreiben. Als ich im Krankenhaus war wegen eines Nabelbruchs operiert wurde konnte ich den Ärzten nur schwer meinen jeweiligen Gesundheitszustand beschreiben. Ich habe dafür nicht so ein Bewußtsein wie andere Menschen. Auch Schmerzen  spüre ich  nicht so sehr wie andere. Daher verbrenne ich mich  auch häufiger beim backen die Finger wenn ich den  Kuchen oder auch einen Braten aus dem Ofen hole. Daher bin ich fast schon hyperhondrisch wenn es um Schmerzen geht und gehe jetzt etwas häufiger zum  Hausarzt wie andere weil ich nicht genau einzuschätzen weiss wie schwer die Beschwerden  sind.

 

Antriebsarm und uninspiriert!

Seit fast einem Jahr nehme ich jetzt Strattera. Ich fühle mich häufig ausgeglichner und habe viel weniger Tagträume als früher. Im Grunde ist mein Kopf häufig merkwürdig leer. Ich fühle mich dauernd müde weil ich durch meinen 1 Euro Job als Seniorenbetreuer zu wenig schlafe.

Ich werde erst spät abends oder eher in der frühen Nacht richtig müde und muss dann dafür viel  zu früh aufstehen. Ich muss meinen Wach und Schlafrythmus verändern. Ich könnte einfach das Neuroleptikum das ich zum schlafen einnehme, früher nehmen und dann auch früher schlafen.

Manches wirkt auf Aussenstehende sicher als hätte ich eine leichte Depression. Zumal mich auch viel weniger Dinge interessieren als früher. Früher habe ich sehr viele Dinge im Internet  oder auch in Sachbüchern zu meinen Hobbys und Interessen gelesen und auch immer viele Bücher aus der Stadtbibliothek ausgeliehen. Mittlerweile geht das etwas zurück und ich lese nur noch wenig besuche nur einige wenige Blogs im   Internet und Leihe auch viel seltener Sachbücher aus der Bibliothek aus.

Ich habe viel mehr Spass am Handarbeiten und häkel und stricke mehr und höre viel mehr Musik. In meinem Topfgarten auf Balkon und  Hinterhof ziehe ich jetzt  mehr Blumen und weniger Gemüse. Obwohl noch Gemüse und Kräuter knapp die Hälfte des Gartens ausmachen. Ich habe viel mehr Freude an Blumen. Besonders stolz bin ich auf die Petunien und die Ringelblumen die den Winter überlebt haben.

So kreative Schübe habe ich ab und an wenn es zum Beispiel darum geht Ideen für Benefizveranstaltungen für die neue Heizung der neuen altkatholischen Kirche in Kley zu organisieren. Da ist u. a. ein Orgelkonzert mit Stücken von Gerhart Bunk der auch Organist in der altkatholischen Kirche in Dortmund war und auch ein „Baustellenkonzert“ eines schwul-/lesbischen Chores dabei. Ich hoffe der Gemeindevorstand kann etwas mit den  Ideen anfangen.

Um etwas aus der Lethargie zu kommen will ich wenn die Maßnahme durch das Jobcenter beendet ist zur Wassergymnastik in einem Hallenbad gehen. Ich hoffe dass mir das Jobcenter nach einer guten Beurteilung von der Einsatzstelle mir eine Umschulung zum Seniorenbetreuer für Demenzerkrankte bewilligt. Also habe ich endlich eine berufliche Perspektive gefunden.

 

Studie zu Wirksamkeit von Stratterra bei web for health einzusehen !

Die Website „web for health“ veröffentlicht eine neue Studie zur Behandlung von Erwachsenen mit Stratterra.

Dabei wird berichtet das etwa 33 Prozent der Symptome durch die Behandlung durch das den Wirkstoff Atomoxetin beinhaltende Medikament Stratterra beseitigt werden.

Web for health ist zusammen mit der ADHSpedia eine sehr gute gemachte Website zu Gesundheitsthemen beziehungsweise zu ADHS.

Hier wird auch auf die schwere Abgrenzbarkeit zur bipolaren also manisch-depressiven Störung bei Kindern und Jugendlichen eingegangen als auch auf das verringerte Längenwachstum bei von ADHS-Betroffenen Kindern.