Die Depression aus dem letzten Jahr hat mich eingeholt

Meine Depression aus dem letzten Jahr hat mich eingeholt. Ich grübel unheimlich viel über meine Sexualität nach. Warum ich auf ganz andere Männer abfahre als die meisten Schwulen. Und das ich mich sehr einsam fühle, obwohl sich meine Beziehung zu Martin etwas verbessert hat. Gestern bin ich sogar was meine Telefonsexsucht angeht ein wenig rückfällig geworden. Nichts tröstet mich dauerhaft. Ich war auch mal vor langer Zeit in einer Psychotherapie deswegen, aber gebracht hat das nachhaltig nichts. Vielleicht ist ja reden auch nicht der richtige Weg. Vielleicht muss ich aktiv etwas tun damit es mir besser geht. Mir fällt nichts, wirklich nichts dazu ein. Irgend etwas ist bei mir nicht in Ordnung. Vielleicht ist es ja auch ein ADS-Geschichte. Manchmal habe ich den Eindruck als würde ich die Welt durch ganz andere Augen sehen als andere Menschen. Das was für andere attraktiv ist, ist in meinen Augen eher unnatürlich oder manchmal auch hässlich.

Das ist schon sehr auffallend. Wenn ich daran denke dass ich Salvador Sobral attraktiv finde dann wird mir einiges klar. Ich mag seine Haare und ich mag seine Zerbrechlichkeit. Nur Zerbrechlichkeit gilt für Männer nicht als attraktiv. Erotik hat bei mir etwas mit beschützen wollen und umsorgen zu tun. Das klingt so bizarr aber für mich ist das normal. Wer soll solche Gefühle bei einem muskulösen Typen bekommen, das ist doch nicht vorstellbar. Irgendwie komme ich mir krank und morbide vor. Ich denke schon dass ich eher zu Außenseitern tendiere als zu Männern die eine Mehrheit attraktiv findet. Ich glaube ich muss mich damit abfinden dass das so ist. Es wäre schön wenn es ein Wort dafür geben würde.

Ich kenne da keines für! Vielleicht muss ich da eines für erfinden?

 

Was bringt mir das Medikament Straterra

Straterra wirkt etwas weniger gut als Methylphenidat bzw. Ritalin. Etwa 30 Prozent der Symptome werden besser. Bei mir konkret sind das zu allererst die großen Stimmungsschwankungen, die niveliert Stratterra. Und die Konzentration wird dauerhaft besser ich kann zum Beispiel besser lesen und habe mehr Freude daran. Auch die Impulsivität ist dauerhaft weniger geworden.

Nun zu einem Nachteil. Stratterra wirkt nicht so gut auf den Dopaminhaushalt im Gehirn. Ein höherer Dopaminspiegel  ist aber für den Antrieb und die Motivation wichtig. Der Antrieb hat sich bei mir nicht verbessert. Im Grunde muss ich täglich mit meinen inneren Schweinhund kämpfen. Durch Sport wird das aber etwas besser.

Unterschwellige Depressionen können auch durch die Medikation durch Stratterra hochkommen. Das liegt daran dass man den Scherbenhaufen des Lebens bewußter wahrnimmt in all seinen Teilen. Bewußtheit bringt halt auch mehr Bewußtsein für die eigenen Probleme mit. An sich macht das Medikament aber nicht depressiv es wirkt aber eher Stimmungsausgleichend als dauerhaft Stimmungsaufhellend. Eventuell kann da Coaching oder eine Psychotherapie helfen. Ich nutze den  Blog für eine Psychohygiene in dem ich über all meine Schwierigkeiten schreibe.

Ein Problem dass bestehen bleibt und das auch eher Methylphenidat verbessern soll sind die Mißempfindungen bei der Sexualität. Das liebevoll gemeinte Berührungen durch den Partner als unangenehm erlebt werden können. Das ist aber generell ein Problem beim hypoaktiven Subtyp. Die Berührungsempfindlichkeit durch Zärtlichkeiten ist ein Symptom des ADS. Als schwuler Mann nehme ich daher auch gerne die aktivere Rolle ein so dass ich das dadurch umschiffe. Früher habe ich Martin  meinem Lebensgefährten die Schuld daran gegeben. Aber es liegt an mir.

An Nebenwirkungen  habe ich entzündete Gesichtshaut die sich aber gut mit einer Ringelblumen- und Sanddorngesichtscreme behandeln läßt. Diese Creme habe ich bei Kodi gekauft. Und ich habe Bauchschmerzen wenn ich zum Stuhl absondern auf die Toilette muss. Sonst habe ich keine Nebenwirkungen.

Zur Kopftuchdebatte eine Analyse

Gerade bei der Islamophobie wird die Kopftuchdebatte auch von sehr konservativen Männern bis hin zur CSU und nicht nur von liberalen Feministen bestimmt. Manchmal habe ich das Gefühl dass viele Männer die über das Kopftuchgebot im Islam schimpfen, eine Unsicherheit haben was ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse und ihr Frauenbild angeht. Manche Männer behaupten steif und fest dass sie sich diskriminiert fühlen durch das Männerbild das Muslime  von christlichen Männern haben, dass sie zu triebgesteuert sind.

Ich vermute dass da eine Ambivalenz besteht zu dem was sie sagen und dem was der Beweggrund für diese Kritik am Islam ist. Ähnlich wie Islamophobie bei homosexuellen Mitmenschen mit verdrängten Schuldgefühlen für ihre sexuelle Orientierung zu tun haben kann, kann es sein dass die konservativen heterosexuellen Kopftuchkritiker sich doch heimlich als Sexisten entlarft fühlen, weil sie sich  zu gerne von der Erotik des weiblichen Körpers einfangen lassen.

Wie gehe ich mit diesen Gefühlen um. Fühle ich mich als Schweinigel wenn ich etwa Männerakt-Blogs im Internet besuche oder  habe ich den Eindruck dass meine Homosexualität nicht richtig zu akzeptieren wenn ich auf Homophobie im muslimischen Lager treffe.

Ich denke schon dass ich mich verletzt fühle. Doch trenne ich die Gebote von den Menschen die diese Religion ausüben. Ich fühle mich von der frommen türkischen Kollegin Byshra nicht bedroht. Ich weiss dass ihre Überzeugung ist dass sie sich mit Kopftuch besser fühlt. Ich denke dass dies auch ein Vorteil des Homosexuellen ist. Mein Eindruck ist dass viele Heteros die Lust der Frauen verneinen. Frauen gelten für sie als lustlos die man erst verführen und überreden muss damit sie sich hingeben. Ich als schwuler Mann erlebe die passive Rolle hingegen als lustbesetzt und habe weniger ambivalente Gefühle weil ich perse einen Mann nicht als Heilligen oder Madonna wahrnehme. Im Grunde sitzen diese Männer den gleichen Weiblichkeitsklischees auf wie es die konservativen Muslime tun.

Warum sollten Sie sich  sonst so von den Kleidervorschriften des Islam provoziert fühlen.

Wie gehe ich mit meiner Identität um die ja auch durch konservative Muslime und fundamentalistische Christen in Frage gestellt wird. Ich diskutiere mit ihnen und studiere Texte zum Koran und Christentum um dann festzustellen dass der Islam noch weit ins 19 Jahrhundert wesentlich toleranter war als die christliche Welt. Zu einer Anklage kam es nach Islamischen Gesetz selten da ja 4 männliche Zeugen notwendig waren um eine Verurteilung wegen praktizierter Homosexualität herbeizuführen. Im Grunde ist dies ein Gebot was zur Mäßigung aufruft und lediglich die zur Schaustellung von Homosexualität verbietet.

Aber wie löst man das vermutete Dilemma der heimlichen Pornogucker und Playboyabonnenten auf. In dem  sie sich tatsächlich eingestehen dass sie Frauen als Objekt sehen dies aber Frauen sich in  einem respektvollen Rahmen durchaus wünschen. In dem  sie sich eingestehen dass sie selber lüstern sind und das dies manchmal auch kritisierbar ist. Das verändert aber durchaus die Diskussionsgrundlage. Hier könnten sie anfangen sich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Wie gehen sie mit ihrer Frau um und welche Rechte räumen sie ihr ein. Das würde zumindest die Diskussion versachlichen als nur schlichtweg den Eindruck der beleidigten Leberwurst zu erwecken.

Ich denke es ist immer wichtig die persönlichen  Gründe zu kennen warum einen etwas an dem Anderen stört.

Wie sehe ich die Gebote des Islam zur Homosexualität. Ich sehe sie als diskutierbar ein. Ich wünsche mir mehr Toleranz von konservativen Muslimen und fundamentalistischen Christen. Ich wünsche mir mehr Kenntnisse der eigenen religösen Wurzeln und die ganze Wahrheit zu der auch homosexuelle, bisexuelle und Transgender Helden in Koran und Bibel gehören wie auch eine historisch kritische Auslegung ihrer Theologie. Liberale Muslime fordern kein Kopftuch und verdammen keine Homosexuellen. Dennoch halte ich die Freiheit hoch, in dem ich Byshra gestatte ihre religöse Überzeugung zu leben wenn Sie auch nicht die meinige ist.

Dies nennt man übrigens Toleranz – einfach Leben und Leben lassen.

 

 

 

 

 

Die ästhetische Diktatur der schwulen Subkultur

Im Grunde sollte die schwule Szene den Angehörigen so viel Freiheit bieten wie sie es nötig haben. Tatsächlich schränkt sie viele schwule Männer ein.

Wenn man als Schwuler so wie ich nicht so recht in die Schublade passt hat man es schwer. Wenn man etwa keinen Schlager oder House mag kann ein Kneipenbesuch manchmal schwer erträglich sein. Klar hört man da auch normal „Kneipenpop“ aber in den angesagten Bars wummert Vocal-house von der extremsten Sorte.

Das gleiche kann auch bei der Sexualität der Fall sein. Ich mag ältere Männer, doch wer ältere Männer mag sollte entweder auch Leder oder SM mögen oder halt ganz brachial oder derb wirkende Männer. Schönheit ist in gewisser weise nur den Jugendlichen vorbehalten, die müssen möglichst haarlos und schlank oder muskulös sein.

Manchmal frage ich mich tatsächlich ob ich noch als schwul gelten kann wenn ich diese Kategorien nicht erfülle. Klar verkürze ich viel und spitze zu. Aber für einen richtigen Mann ab 30 sind Muskeln  irgendwie Pflicht. Ich finde eigentlich dass das nicht der Fall sein muss.

Schwule Männer haben viel Neurosen und Komplexe die sie durch unterschiedliche Dinge auszugleichen versuchen. Zum einen dient Jugend- und Schönheitswahn und eine enthemmte Sexualität dazu. Das Motto könnte auch bedeuten ich ficke also bin ich.  Sicher gibt es in der jüngeren Generation schon einen Wandel der aber von einigen Älteren bedauert wird und ein Dortmunder Funktionär scheinen Liebe und Freundschaft gar ein Graus zu sein.

Ich denke die Wahrheit liegt in der Mitte. Wir brauchen beides Liebe aber auch Abenteuer. Beides muss möglich sein. Und dass auf die Weise wie jeder es braucht. Ich glaube dass eine neue Bigotterie auch der falsche weg ist. Aber auch diese entfremdete also anonyme Sexualität ohne Verantwortung  zu propagieren führt auch zu nichts. Ich denke Schwule müssen auch lernen zu lieben und zärtlich zu sein. Sie müssen lernen sich zu akzeptieren, dazu gehört sicher auch die eigenen ausgefallenen sexuellen Bedürfnisse. Und nicht jeder der viel Sex hat ist auch pathologisch sexsüchtig. Aber ich brauche auch Vertrauen, Intimität und Nähe. Die Jahrtausende alte Diskrimminierung  hat uns als krankhaft und triebhaft abgestempelt, obwohl wir nicht anders sind als andere Männer auch nur ohne moralischen Hemmschuh aus eigenen Reihen.

Doch bleiben wir im Endeffekt in der Pubertät stecken und experementieren bis ins hohe Alter. Ankommen ist eine Perspektive die für mich wichtig ist. Ankommen in einer Situation wo man aufgehoben ist in einer verbindlichen Beziehung die aber sexuelle Bedürfnisse toleriert und Freiräume läßt. Vielleicht ist das der gangbare weg. Und natürlich dass die Anzahl der Schubladen größer werden muss. Das es o. k. sein kann Bi zu sein oder auch wie ich schlanke reife Männer zu  mögen die nicht trainiert sind und aussehen wie der Flokatiteppich  in einem bürgerlichen Haushalt.

Ich wünsche mir einfach viel mehr an Variationen und mehr Staunen wie man Leben kann und weniger Pfui und Ausgrenzung. Für das  brüchige Selbstbewußtsein vieler schwuler Männer scheint das schon zu viel zu sein – schade!!!

ADHS und Sexualität

Eine Wahrnehmungsstörung wie ADHS wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Deshalb ist es auch verständlich dass es auch die Sexualität betrifft.

Hier kann Hypersensibilität zum Problem werden, so dass Berührungen nur schwer ertragbar sind.

Anscheinend gibt es auch Hypersexualität, umgangssprachlich Sexsucht genannt, häufiger in Zusammenhang mit ADHS. Zum einen wird diese Verhaltenssucht als „Schmerzmittel“ missbraucht um über ein schlechtes Selbstwertgefühl hinweg zu trösten. Zum anderen regt sexuelle Aktivität auch den Hirnstoffwechsel an.

Bei mir trat die Pubertät auch sehr früh ein. Die erste Pollution, also den ersten feuchten Traum, hatte ich etwa mit 9 Jahren. Diese Frühreife wird einigen Betroffenen auch zum Verhängnis. Sie macht sie in Zusammenhang mit der Störung leichter Opfer für Missbrauch.

Manchmal kann aber der Eintritt in die Pubertät verzögert sein. Dies scheint auch durch die neurologische Störung bedingt zu werden.

Ich kenne kaum andere ADHSler. Bei mir war das größte Problem in der Partnerschaft die angeborene, das ADHS begleitende Hypersensibilität. Mein Lebenspartner und ich mußten damit umgehen lernen. Daher möchte ich Betroffene Leser anraten mit sich und seinem Partner Geduld zu haben. Auch sollte man diese Probleme in der Partnerschaft ansprechen und dem Partner keinen Vorwurf machen. Er kann nicht wissen wie wir empfinden. Dennoch genieße ich Sexualität wenn es auch Hürden auf dem Weg zum Genuss gab.

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Jugendwahn und Sexualität – was sagte man in der Steinzeithöhle dazu?

Immer wieder wunder ich mich das Männer wesentlich jünger Partner bevorzugen. Für mich spielt bei erotischer Anziehung Reife eine Rolle. Daher dachte ich als schwuler Mann dass ich da die Norm bin.

Immer wieder traf ich in der Schwulenszene auf Männer die wesentlich jüngere Partner bevorzugen. Beim britischen  Schauspieler Stephen Fry und seinem Partner liegen da sogar 30 Jahr Unterschied dazwischen. Fry ist jetzt 57!

Nun ich denke da schon dass dies eine Liebesheirat ist, da es durchaus jüngere Männer gibt die einen eher väterlichen Partner suchen. Bei mir ist das ähnlich nur das mein Attraktivitätsschema doch etwas anders ist.

Bei Heterosexuellen ist es ein alt bekanntes Muster. Ich denke das es bereits in der Steinzeithöhle existierte. Bei steinzeitlichen Völkern, etwa den Indianern Nordamerikas waren Mädchen heiratsfähig wenn sie regelmäßig ihre Periode bekamen.  Dies war nicht so früh wie jetzt in der Moderne, es konnte aber sein das eine 16 oder 17jährige verheiratet wurde.
Männer über 40 galten da allerdings schon als Greise, weil die Lebenserwartung geringer war als bei uns. Heute liegt die Lebensmitte in einem deutlich höheren Lebensalter.

Also langsam beschleicht mich der Eindruck dass die viel gescholtenen Ephebophilen oder bei heterosexuellen Männern Pathernophilen doch normaler sind als ich dachte.

Viele unserer steinzeitlichen Instinkte haben wir noch nicht  überwunden. Xenophobie also Fremdenfeindlichkeit gehört auch dazu. In einer emanzipierten Welt und im globalen Dorf sind das aber Eigenschaften die problematisch sein können.

Bei homosexuellen Männern kann dies besonders fatal werden wenn die Fixierung auf Jugendlichkeit sehr groß ist. Ich glaube aber dass dies wirklich mit dem Hedonsimus der Subkultur zu tun hat. Es gibt kaum alternative Lebensentwürfe für schwule Männer außer etwa Karriere und Party. Bei gebildeteren Schwulen und Traditionalisten sieht es anders aus.  Sie üben sich in der Selbstverwirklichung , vielleicht gibt es daher so viele homosexuelle Männer in sozialen und kreativen Berufen und natürlich als jüngste Option die Regenbogenfamilie. Dies scheint mir allerdings eine menschenwürdigere Lebensform zu sein als der Jagd nach dem nächsten coolen Boy für eine Nacht!

Christ sein in der Gegenwart

Seit Jahren  bin ich altkatholisch und ich bin es gerne und mit Freude. In unserer Gemeinschaft wird das Urchristentum gelebt und Ausgrenzung gibt es nicht, weder für Frauen, noch für geschiedene Wiederverheiratete oder Homosexuelle oder andere getaufte Christen bei der Kommunion.

Konservative Christen vergessen zu schnell die wahre Botschaft Jesu, die wir auch an Weihnachten feiern. Es ist das Licht , eine aufgeklärte, menschenfreundliche Haltung die er uns gebracht hat im Verhältnis zu Gott.

Christus hat nichts verlangt was unerfüllbar ist. Er hat sich mit den Pharisäern gestritten die Gottes Wort nicht verstanden haben wie es jetzt konservative und reaktionäre Christen tun in dem sie unmenschliches Verlangen das nicht einmal immer biblischen  Ursprungs ist.

Christus war auch Mensch und kannte uns Menschen und ihre Fehler. Er mahnte zu Vergebung und Mitgefühl. Er heilte Aussätzige die genauso geächtet waren wie die Aids-Kranken unserer Tage. Die die  Homosexuelle deffamieren will ich daran erinnern das wichtige Helden der Bibel homosexuell oder auch bisexuell waren. Nicht nur David und Jonathan sind da zu nennen, auch der alttestamentarische Josef und viele Andere, deren Lebensweise vermeintlich fromme Christen mitrügen wenn sie Homosexuelle verdammen.

Frauen waren  ganz selbstverständlich Jesu Jünger und es war auch eine Frau die als erste Zeugin seiner Auferstehung war. Er schätzte die Klugheit der Frauen und ließ sich von ihnen inspirieren.

Denen die als Wächter über die Moral sich aufspielen und die Dinge die im Schlafzimmer passieren wichtiger nehmen als wahre Ungerechtigkeit die Menschen durch Christen erfahren, sage ich sie irren und vergessen den historischen Kontext vieler biblischer Forderungen, die genauso wenig gelten wie „Du sollst keine Blutwurst essen“, das gilt auch als Sünde wenn man die Bibel wortgetreu auslegt!!!

Die Gewalt gegen Andersgläubige etwa oder auch der Hass auf Frauen und die eigenen Begierden und Leidenschaften steht  konträr zur Liebe Gottes und seines Sohnes Jesu Christi.

Man könnte meinen das Christen die Lust Anderer eher ein Dorn im Auge ist als das was falsch läuft in unserer Welt. Die Bewahrung der Schöpfung, das Teilen mit den Armen dies alles hat kaum Bedeutung für Konservative unter uns!!! Und der Mammon regiert in so manchem Herzen eines Klerikers. Verstehen wir Christ sein so, dann entfernen wir uns von Gott und seiner Schöpfung mehr als wenn wir tolerant und aufgeklärt sind.

Das sind die Mißstände die Menschen aus den Kirchen treiben, die sie ver- und auch abstoßen. Für diese Kirche ist Christus nicht auf die Welt gekommen.

In diesem Motto: Frohe Feiertage!!!!

ADS und Schönheitsideale

Klar ich liebe Männer – was ja für einen schwulen Mann nichts ungewöhnliches ist ;-). Manchmal habe ich da den Eindruck dass da die Gemeinsamkeiten mit der Subkultur schon aufhören.

Es gibt sie die klischeehaft schönen schwulen Männer, da ist kein Zweifel dran. Doch haben mich „nur“ schöne Männer nie begeistert.

Es ist noch schlimmer ich bin ein wenig immun gegen das schillernde Gefieder der meisten stolzen Pfauenartigen Wesen unserer Subkultur.

Lange Zeit dachte ich dass dies vielleicht das die weiblichen  Anteile meiner Persönlichkeit sind die mich immun gegen den üblichen Reizen männlicher Schönheit machen.

Nein es liegt am ADS. Nie habe ich verstanden dass ich manchmal eine Bar oder eine Party besucht habe und kein (!) Mann hat mir gefallen.

Ich merke aber das bei Wirksamkeit der Medikamente da eine Veränderung stattfindet. Mir fällt Schönheit an Männern dann bewußter auf die mir sonst entgeht. Nicht dass ich dann zu oberflächlichen Husche mutiere, nein meine Wahrnehmung normalisiert sich.

Früher gefieln mir nur Männer die ich mir auch als  festen Partner vorstellen kann, da sprach eher das Herz als das Auge.

Nichts desto Trotz halte ich den Jugend und Fitnesswahn der Subkultur für anstrengend und ausgrenzend.  Das Herz endscheidet doch immer noch nach anderen Parametern als nach körperlichen  Idealmaßen und ich bin mit Martin als Lebenspartner zufrieden.

Doch fühle ich mich jetzt ein Stück weit normaler und verstehe die anderen besser die ich häufig als Huschen bezeichnet habe.

Und das gibt mir ein wenig Wohlbefinden zurück was ich früher vermißt habe und das fühlt sich gut an.

Dennoch stört es mich nicht so sehr wenn ein Typ etwa rote Haare hat  oder auch eine leichte Lippenspalte.

Mir fällt das zwar deutlicher auf – doch nehme ich weiterhin keinen Anstoß dran.  Die Männer vor Martin die mich intressiert haben waren auch eher Außenseiter, teilweise auch wegen ihrem Äußeren. Was gut an  meiner Art der Wahrnehmung ist dass ich doch Männer die ich mag, sie nie ausschließlich wegen ihren Äußeren mag. Ich mag ihren Charakter und das hat sich nicht geändert. Ich hadere auch nicht mit der Tatsache dass ich übergewichtig  bin und Martin einen Rundrücken hat.

Für mich sind im Grunde solche Dinge nicht  wichtig. Was bei schwulen Männern dagegen aber sehr nervig ist das ihre Ideale so extrem sind. Der Waschbrettbauch muss wie aus Granit gehauen sein, ich hingegen mag ihn wenn er angedeutet ist oder der Bauch einfach nur flach ist.