Keine falsche Bescheidenheit

Es ist einfach so das ich durch das ausgeprägte ADS   und ein ausgeprägtes Mitleid mich mit Außenseitern umgeben habe. Zum anderen habe ich durch das ADS auch einen schlechtes Selbstwertgefühl entwickelt und traue mich nicht auf „normale“ Leute zu zu gehen. Auch so bin ich furchtbar bescheiden und zurückhaltend. Dabei wäre es sicher mal gut ein größeres Stück vom Kuchen zu verlangen. Mal mit gesünderen Leuten befreundet sein oder tatsächlich mehr vom eigenen Leben zu verlangen. Ich muss mir klarer werden über meine Stärken, vielleicht kann der Aufenthalt in einer Reha-Klinik dazu beitragen. Was schlecht war das ich vom Arbeitsamt bisher einfach so niedergemacht wurde, insbesondere was meine Belastbarkeit angeht.

Ich denke es ist gut das ich mir ein weiches Herz bewahre aber es muss aber auch möglich sein dass ich auch Forderungen an mich und die anderen Stelle. Und das fällt mir halt schwer.

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Manchmal mache ich mich selber runter!

Im letzten Beitrag habe ich mich selber zu sehr runter gemacht. Aber ich fühle mich schon isoliert. Ich glaube dass ich als schwuler Mann so feminin bin sehe ich schon als Makel. Bin ich geoutet haben viele Verständniss dafür dass ich anders bin.

Und nun zur Literatur von Lucy Maud Montgomery. Sie hatte von Anfang an männliche Leser. Auch einige große Staatsmänner haben etwa „Anne auf Greengables“ gelesen und die polnischen Soldaten haben „Annes Haus der Träume“ mit in den zweiten Weltkrieg genommen. Das ist nicht nur Kinder- und Jugendliteratur. Ursprünglich hat Lucy Maud Montgomery für ein sehr breites Publikum geschrieben. Auch Erwachsene finden die Geschichten um Anne amüsant. Erwachsene lesen die Geschichten ganz anders als Kinder oder Jugendliche. „Anne in windy Poplars“ und „Annes Traumhaus bzw Haus der Träume“ richtet sich auch an ein erwachsenes Publikum.

O. K. ich kann wegen dem ADS kaum kompliziertere Muster stricken oder häkeln. Ich bin halt ein Prozeßstricker bei dem es eher ums Stricken geht als um das Projekt an sich. Es entspannt mich ungemein. Ich kann dreieckige Halstücher ganz gut, auch kann ich verschiedene Muster mit halben Stäbchen häkeln. Außerdem kann ich  Mützen von unten aus häkeln und eine Mütze habe ich mal  mit Reliefstäbchen und Schrim gehäkelt.

Also mache ich auch durchaus auch anspruchsvollere Sachen als nur schlichtweg gerade in Reihen zu häkeln.

Und Männer haben schon immer gestrickt. Nur seit dem man mit dem Handstricken kein Geld mehr verdienen kann ist es ein Frauenhobby geworden. Guckt mal bei Facebook da gibt es eine eigene Gruppe für  Männer die stricken und häkeln. Also muss dass nicht peinliches sein.

Unter dem fehlenden Antrieb und unter dem Chaos hier leide ich selber. Das ist schon ein Problem aber ich bin auch psychisch nicht gesund, daher kann das auch mal o. k. sein. Ich kämpfe ja mit dem inneren Schweinehund und diese Kämpfe könnt ihr ja auch auf dem Blog mitverfolgen. Es ist einfach alles schwer für mich weil ich mich zu kaum etwas aufraffen kann.

Ich bin immer relativ introvertiert

Ich weiß nicht was ich im Gemeindecafe oder bei Handarbeiten so erzählen soll. Ich schweige viel. Mich interessieren ja schwule Themen ungemein. Daher lese ich täglich Queer.de und kaufe mir regelmäßig das Mannschaft Magazin. Außerdem interessiere ich mich für Selbstversorgung in der Stadt und Hühnerhaltung. Ich häkel und stricke auch.

Aber das wars dann auch. Heute war das beim Gemeindecafe etwas anders. Thomas, ein Arzt aus Hagen will für seinen Sohn Hühner anschaffen. Da konnte ich mal etwas mehr erzählen. Und glaube ich brauchbare Tipps geben.

Ich traue mich nur selten ein Thema anzufangen. Ich hätte auch vom queeren Homochrom  Film -Festival erzählen können. Das war doch sehr interessant. Über die be Happy Bewegung von Leonhard Porkshop könnte ich erzählen. Vielleicht bestelle ich mir die Aufkleber mit dem gelben lächelnden Roboterkopf selber mal, die dieser Künstler entworfen hat und vertreibt.

Und ich lese viel. Aber kann man ehrlich gesagt zugeben das ich als 42jähriger Mann Bücher aus der Anne of Greengabels Reihe lese. Ich müßte selbstbewußter werden. Ich schäme mich einfach zu schnell wegen der Dinge die mich ausmachen. Außerdem mache ich aktiv gar nicht so viel. Aber mache ich weniger als andere Menschen. Ich weiss es nicht.

Was für meinen Sinn hat mein Leben?

Außer in der Ausbilung und einige Wochen im  Callcenter habe ich noch nie in meinem Leben richtig gearbeitet.

Im Grund habe ich nur meine Träume für die ich Lebe doch sind diese weit weg entfernt.

Ist mein Leben sinnlos? Manchmal habe ich schon den Gedanken dass ich nur wenig wert habe.

Ich denke aber dass ich für Jemanden auch ein Schatz bin, wenn es nur Martin mein Lebenspartner ist. Und ich leiste ihm Gesellschaft, koche für ihn und baue ihn auf. Ich denke nicht dass das mein Leben keinen Sinn hat. Auch wenn man mal hingefallen ist muss man nicht liegen bleiben. Vielleicht hat mein Leben mehr Sinn als das von meinem Bruder der Singel ist und in einer Großbäckerei   durch ein Zeitarbeitfirma beschäftigt ist.

Hat man nur einen Wert  wenn man seinen Lebensunterhalt selber verdienen kann? Sicher nicht. Vielleicht sollte ich das Arbeitslosengeld II auch als Grundsicherung wahrnehmen bis ich auf die Beine komme. Und das ich wieder auf die Beine komme, dass ist auch mein Verdienst.

Ich habe heute viele Bücher entrümpelt und meinen Computertisch aufgeräumt. Ja ich habe nur Convience Produkte aufgewärmt aber ich war für Martin da und habe ihn in den Arm genommen als er sagte das er depremmiert ist.  Ich denke ich habe wert aus mir selber. Und wer weiss vielleicht wird das ja noch etwas mit der Erwerbsarbeit. Ich bemühe mich ja dass das etwas wird mit der Arbeit. Ich investiere sogar gespartes Geld in einen Kurs bei den Maltesern.  Vielleicht sollte ich akzeptieren dass ich eine Behinderung habe und dass die durchaus keine  Lapalie für mein Leben ist. Beim Test in der ADHS-Ambulanz in Bochum hatte ich einen Scorwert von 68 was sehr hoch ist. Ich muss akzeptieren dass ich mit mehr Dingen zu kämpfen habe als andere. Dafür geht es mir aber durch die Medikation schon besser als vor Jahren. Und das ist auch ein Fortschritt. Ich lese gleich noch etwas vielleicht bringt mich das auf andere Gedanken.

Ich bin leicht depressiv

Wieder bin ich in dem Grübel Modus. Das Arbeitsamt hat mir einen Call-Center Job angeboten. Ich habe vor mich hinter dem Amtsarztgutachten zu verstecken und den Job abzulehnen. Ich darf nicht unter Zeitdruck arbeiten und auch nur 6 Stunden. Ich denke schon dass das   o. k. sein wird.

Ich fühle mich so unfähig.  Alle meine Sünden  und Fehler fallen mir plötzlich ein. Und ich stelle fest was ich alles tue um zu Verdrängen. Das ist essen, sind bestimmte romantische und erotischen Phantasien und das fast  tägliche baden in der Badewanne.

Ich bin gut im Verdrängen meiner Probleme. Das ich relativ ungeschickt bin und viele Flüchtigkeitsfehler mache. Martin meint so dass ich nicht mehr so viele Flüchtigkeitsfehler beim schreiben mache. Das ist an der Stelle schon gut.

Ich fühle mich miserabel und ich habe Kopfschmerzen. Mir geht es psychisch nicht gut.

Allerdings stelle ich mich meinen Problemen mittlerweile. Ich entrümpel ja meine Wohnung und versuche mir einen gesünderen Lebensstil anzugewöhnen. Ich esse z. B. weniger  Süßes und mache auch  mehr Sport.

Ich mache mir halt dauernd Sorgen ob mein Leben mit fast 42 Jahren noch richtig in Fahrt kommt. Ich arbeite ja daran. Auch um  eine Umschulung zum Seniorenbetreuer bemühe ich mich. Zur Not will ich sie als Abendkurs machen  und selber bezahlen. Ich denke dass ich Fortschritte mache. Das ich doch nicht ein hoffnunsloser Fall bin.

Arbeitslosigkeit und Übergewicht

Meine Mutter bekommt in unregelmäßigen Abständen Anrufe einer alten Schulfreundin. Sie hat selber einen stark übergewichtigen und schon lange arbeitslosen Sohn. Sie fragt dann auch nach mir  und meinem Bruder. Ich schäme mich dafür dass ich auch nicht besser bin als ihr Sohn. Meine Wampe stammt aber weniger von Frikadellen und Bier als von Hefeteilchen und Süßigkeiten.

Ich kenne einen  ADSler die sich sehr mühsam durchwurschtelt und lieber eine selbstständige Tätigkeit ausübt in der theoretisch aufstocken müßte, als vom Arbeitsamt abhängig zu sein. Ich würde mir ehrlich wünschen dass es mir gelingt wenigstens einen Teil meines Lebensunterhalts zu verdienen. Es gibt ADSler die durchaus erfolgreich sind wie etwa der Fernsehkoch Jamie Oliver  oder auch der Kaberettist Eckhard von Hirschhausen. Aber die sind auch nur leichter betroffen. Ich denke aber dass ich als Seniorenbetreuer bestehen würde, so fern mich Jemand einstellt.

Ich hoffe das klappt nach der Vorstellung beim Amtsarzt mit der Umschulung. Aber mein Übergewicht schockiert mich schon. Ich wiege in Kleidung 117,5 kg. Ich weiss wie man abnimmt aber die Selbstdisziplin ist für mich schwierig umzusetzen. Ich denke ich muss mich durch Tätigkeiten die Freude machen  motivieren, anstatt mich mit Süßigkeiten zu trösten. Ich lese im Moment viel und handarbeiten tue ich auch wieder.  Morgen gehe ich  zur Aquafitness.

Ich denke ich  wäre ein  glücklicherer Mensch wenn ich nicht so lethargisch sein würde.

Im Grunde macht ja Aktivität auch Spass. Auch Aquafitness. Aber mich aufzuraffen ist sehr schwer. Genauso ist das auch mit der  Hausarbeit. Das wird mit der  Zeit aber schon besser.

Ich bin schon nicht mehr ganz so lethargisch. Ich putze regelmäßiger. Aber das aufräumen ist nicht so meine Ding.  Ich versuche es aber mit der Tokenmethode wieder. Ich möchte einen Ausflug nach Düsseldorf machen. Und dafür will ich mindestens 4 Stunden entrümpeln. Das ist doch eine gute Idee.

Mein Selbstwertgefühl ist im Keller

Heute fühle ich  mich einfach nur unfähig. Alles was ich mache erscheint mir fehlerhaft zu sein. Wie etwa auch meine  Blogbeiträge mit den vielen Rechtschreibfehlern in der Groß- und Kleinschreibung.

Meine Handarbeiten sind auch immer etwas fehlerhaft. Nichts was ich mache ist so perfekt wie auf dem Foto im Anleitungsbuch oder Magazin. Und kochen tue ich überwiegend Convienence-Produkte weil mir der Elan für kompliziertere Sachen fehlt.

Meinen Lebensunterhalt verdiene ich auch nicht selber und bin schon lange auf Transfairleistungen vom Staat angewiesen. Unser Haushalt ist immer sehr chaotisch und etwas schmuddelig.

Was mich tröstet ist ein Buch dass ich heute zugesandt bekommen habe. Das heißt häkeln für Männer und gibt mir viele Anregungen die auch wirklich einfach und schön sind. Wie etwa Fingerhandschuhe und einen gehäkelten Hut und gehäkelte Spültücher. Diese Tücher aus Polyacrylgarn müssen ein wahres Wunder beim abwaschen sein weil sie sehr gut reinigen.

Auch habe ich endlich auch Samen für Topfpaprika im Supermakt gefunden. Ich wollte schon immer mal Paprika im Kübel züchten.

Martin mein Lebensgefährte hat früher noch mit seiner Mutter  zusammengewohnt. Als sie verstarb bin ich dann in die Wohung gezogen. Wir haben schon viel entrümpelt aber sie hat auch viel gehortet. Und ich bin auch eher ein Hamster als dass ich ein zwanghafter Ordnungsfanatiker bin wie mein Bruder Andreas.

Mir geht es jetzt ein wenig besser. Der Blog entlastet mich etwas. Ich hoffe dass ihr ihn nicht zu frustrierend findet. So Psychoblogs sind immer sehr anstrengend für den Leser.

 

 

 

Die Tiefe meiner Depression hat sicher geschockt!

Viele meiner Follower wird meine Depression sicher geschockt haben. Geweint habe ich immer viel. So genau kann ich dass nicht festmachen was dass Problem ist. Ich glaube ich fühle mich einfach häufig auch einsam.  Der Nervenärztin in der Ambulanz konnte ich auch nicht genau erklären was los ist.

Ich glaube ich fühle mich so tief isoliert. Etwa 75 Prozent der schwulen Männer haben Ängste und Depressionen. Und etwa 9 bis 19 Prozent aller ADHS-Betroffenen.

Was ist an meinem Leben nicht in  Ordnung? Äußerlich betrachtet geht es bergauf. Einige Leute nerven mich aber das ist ja immer so. Was vermisse ich in meinem Leben? Ich denke am ehesten Anerkennung. Auf mir wurde so viel herumgehackt, dass mein Selbstwert ins bodenlosen sinkt. Und mich selber zu trösten gelingt mir nur eingeschränkt. Ich sprach bei der netten Nervenärztin  in der ADHS-Ambulanz von einem Verbitterungssyndrom.

Das sind solche Sachen wie etwa der Männerkreis der Gemeinde. Ich interessiere mich nicht so sehr für Smartphones und Computer. Und selber traue ich mich nicht ein Thema anzufangen. Ich könnte von den Plänen für ein Wasserkraftwerk an der Kanalschleuse in Datteln erzählen.  Ich finde die Idee gut die ich mit Jemanden aus Datteln erörtert habe. Im Grunde bräuchte man eine Software die die Speicherbecken von mehreren Schleusen bei Stromüberproduktion füllt. So dass man sie bei Bedarf ablassen könnte und das Wasser über eine Turbine laufen zu lassen. Dies müßte man mit dem Verkehr auf dem Kanal abstimmen. Das wäre eine Kette aus Pumpspeicherkraftwerken.Das geht sicher. Das fehlt auch noch dass der noch auf meinen Depriblog stößt.

Leonardo da Vinci war hyperaktiv, ich bin ja hypoaktiv, das heißt ich bin ein Träumer. Leonardo Da Vinci und auch Heinrich von Kleist waren beide schwul und hatten ADHS.

Zumindest vermuten dass einige Historiker. Aber Leonardo liebte Salai und der war wesentlich jünger als Leonardo. Mir fehlen auch einfach die Vorbilder. Ich fühle mich einfach fremd überall  obwohl mich die Jungs im Männerkreis schon akzeptieren.

Ach was solls. Ich muss den Tratsch in der Schulungsstätte erst einmal überleben. Und dann ergibt sich der Rest.