Ich habe am Sonntag den finnischen Film „Die Hütte am See“ gesehen

In diesem finnischen Film geht es um zwei schwule Männer die ein Wochendhaus in Finnland renovieren und sich dabei näher kommen. Der eine ist Student der Literaturwissenschaft in Paris der andere ist syrischer Flüchtling und schlägt sich als Bauhandwerker durch. In dem Film geht es im wesentlichen um das Thema Heimat aber auch um Landflucht aus einem schwulen Blickwinkel heraus.

Mit dem Thema kann ich viel anfangen. Ich bin nicht ganz freiwillig Bewohner einer Großstadt. Ich mag das kulturelle Angebot hier wie etwa auch die homochrom Filmreihe in der der Film gezeigt wurde. Dennoch sehne ich mich auch nach der Kleinstadt in der ich aufgewachsen bin. Ich überlege auch wieder zurück in diese Stadt zu ziehen. Zumindest aber im Alter wenn mein Mann in 11 Jahren Rentner ist. Aber es kann sein das es schwer sein wird dort Anknüpfungspunkte zu finden. Hier habe ich meine tolerante altkatholische Gemeinde, viele kulturelle Angebote, und meinen Handarbeitskreis in einem alternativen Cafe. Das ist in dieser Kleinstadt schwieriger. Ich würde dort sicher regelmäßig schwimmen gehen, viel mit dem Fahrradfahren und ein Theaberabonnement haben um wenigstens etwas Kultur zu haben.

Brauche ich die Subkultur aber noch. Die schwule Zeitschrift die ich lese könnte ich abonnieren und Kontakte zu anderen Schwulen halte ich über facebook. Vielleicht reicht das ja. Und einmal im Monat könnte ich auch in der Großstadt in die Filmreihe gehen. Das würde  mir total reichen. Dafür hätte ich ein viel schöneres grünes Umfeld und das vermisse ich an meinem Wohnort schon.

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