Ich bin doch ganz glücklich altkatholisch zu sein

Gestern war ich auf einer Vortragsveranstaltung zum historischen Jesus in unserer Gemeinde. Der Referent unterschied bewusst zwischen historischen Tatsachen und einer literarischen Legendenbildung. Eine solche Legende ist etwa die Geburt im Stall von Bethlehem. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl dass mein Glaube dadurch geschmälert wird. Denn auch die erfundenen Geschichten über Jesus haben zwar keine wahrheitsgemäße Aussage aber eine theologisch bedeutsame. So dass der Herr Heidrich den Glauben der Kirche mit den Tatsachen verband. Ich fand das sehr schön.

Ich glaube kaum dass es häufiger solche Veranstaltungen in römisch katholischen Gemeinden gibt.

Hat mein Glaube auch Auswirkungen auf das Leben als ADSler oder Psychiotiker. Ich kann mich als von Jesus angenommen fühlen. Weil er damals psychotische und psychisch Kranke, die von einem „Unreinen Geist“ besessen angesehen wurden und ausgegrenzt wurden,  resozialisiert hat und wohl auch geheilt hat. Das war alles kein Thema der Vortragsveranstaltung. Ich denke das Spiritualität vielleicht bei den Selbstwertproblemen die ich als ADSler habe helfen kann. Das wir Menschen alle von Gott geliebt werden und das Jesus wie schon erwähnt auf der Seite der psychisch Kranken war und ist.

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Was gibt mir Halt im Leben

Ich lese jetzt ja doch noch „Bob den Streuner, die Katze die meine Leben veränderte“ und überlege wer mir Halt im Leben gibt, denn eine Katze wie James in dem Buch habe ich nicht mehr.

Zu aller erst ist da mein „Mustergatte“ Martin. Er hilft mir in allen Lebenslagen. Unter anderem befüllt unter anderem auch die Tablettenboxen für die Woche damit ich mich beim einnehmen meiner Medikamente nicht vertue. Er hat mich auch als er mir schlecht ging mitten in der Nacht in das psychiatrische Landeskrankenhaus begleitet. Er wäscht übrigens auch meine Wäsche. Dafür koche ich das Abendessen für uns beide täglich bis auf dienstags da koche ich etwas was nur mir schmeckt. Meistens koche ich dann dienstags etwas mit Kartoffeln die Martin nicht gerne isst. Ich versuche auch die übrigen Arbeiten im Haushalt wie aufräumen und putzen zu erledigen, allerdings bin ich kein guter Hausmann. Außerdem kriege ich meine Schmuseeinheiten bei Martin was man ja auch nicht vergessen darf.

Dann gibt es da noch meine Eltern mit denen ich sehr häufig telefoniere.

Und ich fühle mich in der altkatholischen Gemeinde wohl. Da kann ich über viele Dinge die mich bewegen reden. Über die Psychose rede ich aber nur wenig.

Dem Pastor schreibe ich ab und an eine E-Mail auch über meine psychotischen Erlebnisse.

Beten tue ich nur wenn es mir sehr schlecht geht. Ich wende mich an Gott so wie an die Feuerwehr oder den Notarzt.

Dann entspannt mich häkeln und stricken ungemein. Das entspannt mich so dass ich alles um mich herum vergesse.

Ich denke dass James auch mehr Halt hatte als nur Bob den Kater. Ich denke dass Bob ihm für seinen Selbstwert ungemein gut getan hat. Er wurde für etwas beneidet was ihm gehört. Und da sich Bob der Kater James zum Freund ausgesucht hat tat dass sicher auch unheimlich gut.

 

Formen psychischer Erkrankung

Ich weiß nicht ob meine Definition jetzt dem eines Psychiaters entspricht.  Aber es gibt verschiedene Formen von psychischen Erkrankungen. Viele Menschen haben sehr wenig Ahnung über diese Themen. Ich will versuchen dem ein wenig entgegenzuwirken, obwohl ich selber auch Wissenslücken habe.

Es gibt zum einen Depressionen und einige Persönlichkeitsstörungen die durch Verletzungen durch andere Personen bedingt sind. Darunter fallen etwa die „posttraumatische Belastungsstörung“  oder auch die „Depressive Reaktion – auch unter dem irreführenden Begriff Anpassungsstörung bekannt.

Dann gibt es psychiatrische Störungen für die eine genetische Disposition besteht. Dazu gehören etwa Schyzophrenie ( das hat nichts mit gespaltener Persönlichkeit zu tun sondern Wahnerleben) oder auch die bipolare Störung veraltet Manisch-Depressive Erkrankung. Hier besteht eine angeborene Verletzlichkeit die durch ein belastendes oder extremes Ereignis, sowohl positive als auch negative können der Fall sein, ausgelöst wird.

Dann gibt es noch welche die neurologische Ursachen haben aber angeboren sind, wo der Hirnstoffwechsel verändert ist. Da zu gehört eine Wahrnehmungsstörung wie ADHS die eine Störung der Aufmerksamkeit ist.

Die psychostische Dekompensation die ich hatte ist ähnlich der Schyzophrenie aber ich denke die Ursachen sind da etwas andere.

Schyzophrenie heilt in 30 Prozent der Fälle komplett aus. Weitere 30 Prozent können mit Medikamenten gut behandelt werden und die Störung ist beherrschbar ein letztes Drittel der Fälle ist die Krankheit chronisch und die Betroffenen Patienten sind sehr stark beeinträchtigt bis hin zur Verrentung.

Medikamente zur Behandlung von Schyzophrenie nennt man Neuroleptika, sie sedieren sehr stark, hier kann  von Ruhigstellen schon die Rede sein. ADHS-Medikamente wirken antriebsfördernd, man nennt sie Stimulanzien, sie machen sehr wach und steigern daher die Aufmerksamkeit. Sie sind häufi ähnlich Amphetaminen. Bei ADHS-Betroffnen führt das aber zu  einer konträren Wirkung.  Durch die verbesserte Aufmerksamkeit werden sie ruhiger sprich konzentrierter. Hyperaktive gleichen durch Bewegung den Mangel an Dopamin im Kopf aus. Aber ich leide unter ADHS vom vorwiegend unaufmerksamen Typus. Ich bin eher geistig abwesend und verträumt, so als würde mich eine  Nebelwand umgeben. Ich denke bei mir kommt noch eine weitere Form des ADHS vor. Man nennt das „sluggisch cognitive tempo“. Ich bin sehr stark abwesend so wie unter einer milchfarbenen Käseglocke. Daher reagiere ich auch sehr spät auf äußere Reize oder ich muß mich erst einmal sammeln wenn ich angesprochen werde.  Ich hoffe dass ich das richtig beschrieben habe, die Nervenärzte unter den Besuchern und Follownern, wie Herr Dr. Winkler mögen mich dann bitte korrigieren.