Faszination Katzen

Im Moment dreht sich alles um Katzen in meinem Leben. Ich lese „Bob der Streuner – alle lieben Bob“ und versorge den Norweger-Waldkater einer Freundin.

Ich mag Katzen wir hatten lange eine Katze die schwer krank geworden ist und dann verstarb. Unsere letzte hat auch bei mir im Bett geschlafen und war sehr anhänglich ähnlich wie Bob der Streuner. Ich habe sie aber nie nach Draußen genommen. Ich denke dass Katzen für Menschen mit psychischen Erkrankungen gute Gefährten sind. Es tröstet ungemein sie streicheln zu können oder etwa die Hand abgeleckt zu bekommen. Das tat unsere Nia tatsächlich in etwa wie ein Hund. Die Behandlung von Nia hat sehr viel Geld gekostet sie hatte mehrere Sachen gleichzeitig. Die Blase war ständig entzündet obwohl wir auch ihre Ernährung auf Feuchtfutter umgestellt haben, dann hatte sie noch ein Gewächs am Mund und zu letzt hatte sie Parasiten an den sie eingegangen ist.  Dabei haben wir sie entwurmen lassen. Die dauernde Behandlung hat uns viel Geld und Nerven gekostet, weil Nia auch ihren Urin nicht mehr halten konnte. Was genau der Auslöser für ihre Erkrankung war weiss ich nicht. Sie hatte ursprünglich Harngrieß, das wurde dann einfach nicht besser. Das war damals eine schwere Zeit für uns schon allein wegen der Unsauberkeit der Katze. Wir wollen wieder eine Katze haben, aber dafür brauchen wir Rücklagen falls sie krank wird. Also muss ich arbeiten gehen.

Ich hätte gerne eine sog. Patchwork Katze. Eine europäische Kurzhaar die ganz wild gemustert ist. Und eine jüngere Katze weil sie häufig gesünder sind. Die Krankheiten von Nia haben uns über 2000 Euro gekostet. Vielleicht legen wir uns auch ein Katzenpaar zu. Katzen brauchen nicht unbedingt einen Partner aber wir können keine Freigängerin halten daher wäre ein Katzenpaar wahrscheinlich besser.

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Psychoanalytische Erklärungsmodelle zu ADHS – meine Meinung dazu!

ADHS ist eine sehr komplexe neurologische Störung. Sie wird nicht durch eine bildgebendes Verfahren, etwa einer Computer Tomografie oder einem Hirnstrommessung festgestellt sondern über die Symptome.

Diese lassen sich aber exakt messen. Es gibt Konzentrationstest die sehr zuverlässige Aussagen über die Konzentrationsnfähigkeit des Probanden geben. Dies wird in Deutschland bei Erwachsenen mit ADHS so praktiziert. Im Grunde ist es ein Ausschlußdiagnose. Eine ausführliche Anamnese, das heißt Aufnahme der Krankengeschichte plus der Ausschließung von körperlichen Krankheiten etwa Beschwerden durch Krankheiten der Schilddrüse. Bei Erwachsenen werden auch die Grundschulzeugnisse eingefordert um sicherzustellen dass die Krankheit schon seit der Kindheit besteht.

Psychoanalytische Ansätze erklären das ADHS als Folge eines Traumas. Nur dies ist bei dem Krankheitsbild schwierig weil die Krankheit auch traumatische oder auch einfach verletzende Situationen heraufbeschwört. Nicht nur Eltern die aus Überforderung ihr Kind misshandeln können ein Thema sein sonder auch sexueller Mißbrauch. Das kommt dadurch zu stande dass diese Kinder und Jugendlichen sehr aufgeschlossen und neugierig ihre Welt entdecken und beinflußbarer sind als gesunde Kinder.

Gerade die Psychanalyse reduziert psychische Störungen auf das Verhältnis Eltern und Kind und bedient sich häufiger des Ödipus-Komplexes. Ich weiß dass es in Psychoanalysen etwa von Homosexuellen Männer zu wirklich gewagten und auch sehr problematischen Schlussfolgerungen kommen kann.

Die Entstehung von Homosexualität wird mit dem Fehlen der Vaterfigur in Verbindung gebracht. Dass kleine Jungs von ihren Müttern erzogen werden und daher den Vater als Fremd wahrnehmen und ihn dann quasi erotisieren. Meine Meinung zu dem Thema ist dass dies grober Unfug ist. Mein Bruder ist zwar 7 Jahre älter doch haben wir ja den gleichen Vater. Und er ist heterosexuell.  In der Psychoanalyse eines Bekannten von mir hat die Analytikerin die Schlussfolgerung gezogen dass er sich eine sexuelle Vereinigung mit seinem Vater gewünscht hätte, Psychoanalytiker meinen damit aber nicht unbedingt Verkehr. Es geht um Anziehung und Aufmerksamkeit. Doch er litt darunter und formulierte in der Analyse dass er es gewünscht hätte dass er diese Vereinigung, also quasi Missbrauch erfahren hätte.  Ich weiss nicht ob das wirklich hilft die Psyche eines verletzten depressiven Schwulen Mannes zu heilen. Ich halte das für gefährlichen Unsinn.

Noch vor einiger Zeit hatte die Psychoanalyse Homosexualität als Entwicklungsstörung bezeichnet und bekennende Homosexuelle durften diesen Zweig der Psychotherapie nicht ausüben. Ich finde diese Therapieform daher als sehr problematisch und eher als mystisch und fast schon als Ersatzreiligion. Verhaltenstherapie etwa ist viel wissenschaftlicher.

Zur Medikamentösen Behandlung von ADHS im Kinder und Jugendalter kann  ich nicht  viel sagen. Ich habe ein retardiertes „ritalinhaltiges“ Medikament ausprobiert und mußte die Behandlung wegen massiver psychischer Beschwerden abbrechen. Insbesondere bei dem Wirkungsrückgang gegen Abend bekam ich starke Depressive Stimmungen. Daraufhin wurde mir Stratterra angeboten. Dies ist eines von mehreren möglichen Antidepressiva die bei ADHS verschrieben werde können. Es hat zwar nur die Zulassung für die ADHS-Behandlung wirkt aber auch antidepressiv und angsstillend. Es muss wie ein klassisches Antidepressivum aufdosiert werden hat aber danach eine wesentlich regelmäßigere Wirkung.

Ich habe gerade einen Beitrag auf Arte gesehen zu dem Thema Psychoanalyse und ADHS und fand das sehr problematisch und unseriös. Dies ist nun meine Reaktion darauf.

Ursachen für vermehrte Depressionen bei ADHS in Zusammenhang mit Homosexualität

Wie ich festgestellt habe wird ein Blog-Post der sich um ADHS und Homosexualität dreht und nur eine Antwort auf ein youtube Tondokument war, häufiger in den USA aufgerufen.

Nur leider behandelt dieser Post das Thema nur eher am Rande.

ADHS ist eine neurologische Filterschwäche die Sinnesreize schlecht kanalisieren kann. Das heißt dass es ständig zu Reizüberflutungen kommen kann.

Homophobie ist nicht so sehr verbreitet wie Schwule und Lesben es oft vermuten. Im Grunde werden in  unserer Umgebung  häufig irgendwelche Bemerkungen über das Thema gemacht, oft achtlos, aber häufig in einem verletzenden Unterton.

Das bekommen ADHSler  aufgrund der leichten Ablenkbarkeit viel stärker mit als es gesunde Menschen tun. Dies kann zu  vermehrten Depressionen bei schwulen  Männer führen. Dieses subjektive Gefühl dass dauernd über einen gesprochen wird, entspricht aber nicht der Realität. Es  beruht auf den eigenen Ängsten und Befürchtungen.

Auch in der Szene haben es manche schwulen Männer schwer. Psychische Beeinträchtigungen und Sensibilität können dort auch ein Problem sein weil Andere das eigene Verhalten nicht verstehen können. Dies führt zu Selbstwertproblemen und kann auch zu psychischen Beschwerden wie Depressionen und Ängsten führen.

Die Stärken der eignen Persönlichkeit sich klar zu machen kann bei Selbstwertproblemen helfen. Ein Satz von Oskar Wilde hilft mir manchmal über den Frust an der eignen Sexualität zu stehen. Er sagte einmal „alles was ein Mann tut ist männlich“.

Und wenn er einen Mann liebt gehört dass auch dazu. Aber auch wenn er weicher ist als andere dann bleibt er ein  Mann. Und Sensibilität  ist eine große Stärke die wir neuronormalen Männer voraus haben. Das sollten wir kultivieren etwa durch kreative Projekte oder  als soziales Angagement auch in der Szene.

Wichtig ist glaube ich aus eigener Erfahrung nicht jede Bemerkung ernst zu nehmen die über Homosexualität gemacht wird. Häufig geschieht das acht- bzw. gedankenlos.

Im Deutschen bedeutet das Wort Schwul in der Jugendsprache auch nervig oder langweillig und meint gar nicht die Liebe oder Sexualität zwischen Männern.

Auch der  spezielle Humor in der Szene  ist anstrengend für uns, diese „liebevollen“ Frotzeleien, als wäre das Leben eine „Golden Girls“ Episode, sind für uns hochgradig anstrengend. Wir sind häufig nicht in der Lage schnell genug zu Antworten und bleiben verletzt und beschämt und vor Allem sprachlos stehen.

Der ausgesprochene Gerechtigkeitssinn von ADSler und ADHSlern kann zu Konflikten in der Szene führen, da sie ja sehr oberflächlich ist und z. B. bodyshaming in der Szene sehr verbreitet ist.

Gelassenheit bringt in gewisser Hinsicht auch die Medikation, da störende Reize besser herausgefiltert werden können. Auch an der Scham für die eigene Sexualität muss gearbeitet werden. Sexualität ist etwas natürliches und jeder Mensch hat das Bedürfnis sexuell aktiv zu sein.

Was auch depremmierend in diesem Zusammenhang sein kann ist das Empfinden der eigenen Sexualität. Mitunter kann es sein dass der Körper durch die Reizfilterstörung sehr empfindlich auf Berührungen und Zärtlichkeiten reagiert. Bei anonymen Kontakten kann es dazu führen dass diese als unangenehm  und wenig befriedigend erlebt werden. Bei schwulen ADHSlern mit gleichzeitiger SM-Neigung kann das Risiko für ernsthafte Verletzungen bei SM-Praktiken bestehen, da das Schmerzempfinden bei vielen ADHSlern durch die fehlende Konzentrationsfähigkeit geringer ist.

Bei mir ist der Wunsch nach Zärtlichkeit ausgeprägter als nach genitaler Sexualität, dies ist aber eher in einer romantischen Beziehung möglich als bei spontanen Kontakten.

Ich selber lebe als hypoaktiver ADHSler in einer eingetragenen Partnerschaft (civil union).

Auch dort mußte ich erst lernen wie ich trotz des ADHS ein glückliches Sexualleben haben kann. Die Symptome sind übrigens schwankend. Manchmal ist man sehr fokussiert bei der Sexualität, zum Beispiel wenn man verliebt ist, und manchmal empfindet man wenig Lust und Langeweile. Darüber sollte man aber mit dem Partner durchaus reden ihm aber nicht die Schuld dafür geben. Dies ist in meiner Beziehung passiert und ich habe mich endschuldigt als mir klar wurde dass ich ein Problem habe und nicht Martin mein Mann.

Was noch hin und wieder in Zusammenhang mit ADHS und Sexualität auftritt ist Frühreife. Ich hatte mit etwa 6 Jahren meine ersten romantischen Phantasien mit Männern die mit zunehmenden Alter immer stärker sexuell gefärbt wurden. Mit 14 war mir dann klar dass ich mit einem Mann zusammen leben will. Das kann ein Problem sein weil die Betroffenen leichter Opfer von sexuellen Missbrauch werden können. Natürlich geht die körperliche Reife nicht unbedingt mit der geistigen Hand in Hand. So dass auch durch die Impulsivität risikoreiches Verhalten auch als Erwachsene im Bezug auf safer Sex vorkommen kann.

Ich will Euch ermutigen selbstbewust zu sein und auch medizinische Angebote anzunehmen. Auch kann eine Psychotherapie bei einem toleranten Therapeuten helfen.

Steckt den Kopf nicht in den Sand und spricht auch mit Freunden über eure Probleme, zu denen ihr Vertrauen habt.