Sascha Lobo über Aufschieberitis

Ich habe Sascha Lobos und Kathrin Passings Buch „Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin“ gekauft und passagenweise gelesen. Es ist ein angagiertes Buch dass das Aufschieben versucht zu rechtfertigen. Auf der einen Seite hilft es mir die Dinge gelassener zu sehen aber auf der anderen Seite werde ich dadurch nicht glücklicher. Mir ist bewußt dass ich nur unter Druck wirklich Leistung bringen kann. Etwa durch eine Frist oder Deadline. Das Strattera doch etwas geholfen hat disziplinierter zu werden weil ich Prioritäten besser setzen kann.  Ich kann die Argumentationsweise der Autoren nur schlecht selber wieder geben, dennoch scheint Aktionismus nicht immer die beste Lösung zu sein.

Es ist  halt schwierig für mich sich auf langweillige Sachen zu konzentrieren. In dem  Buch wird auch die Wirkung von Methylphenidat auf die Selbstdisziplin beschrieben die sich durch die  Einnahme verbessert. Bei Stratterra ist das nicht so einfach. Ich  muss den  Dopaminmangel der mich so schrecklich faul macht durch Sport ausgleichen.

Was interessant ist, dass bei der Haushaltsführung dazu geraten wird radikal zu entrümpeln. Es ist einfacher aufzuräumen wenn nicht so viele Dinge herumliegen können. Und ein aufgeräumter Schreibtisch nicht immer die  Leistung fördert. Weil man beim  aufräumen wunderbar aufschieben kann weil das sehr ablenkt. Und auch Mülleimer in jedem Raum sollen das Chaos bändigen.

Den Stein der Weisen hat er auch nicht gefunden. Wenn dann ist es eine Medikation mit Methylphenidat bzw. Ritalin bei vorliegen eines ADS bzw. ADHS. Nur wie gesagt ich vertrage das Medikament nicht und ich vermute dass ich ein Non-Responder bin. Meine unterschwellige Depression kam durch Methylphenidat erst richtig zum Vorschein. Also glüchlicher war ich damit nicht. Strattera wirkt auch etwas antidepressiv, aber trotzdem  bin ich etwas depressiv.

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