Heute war ein guter Tag

Heute war ich für einen Donnerstag erstaunlich aktiv. Ich war im Park/Wald spazieren und habe unser Gewürz- und Backzutatenschrank ausgemistet und geputzt. Da waren noch Gewürze von meiner Schwiegermutter drin die vor ungefähr 10 Jahren verstorben ist. Am Schluss war eine Supermarkttüte voll mit abgelaufenen Gewürzen und Hefe und Backpulverpäckchen. Habe alles auch sauber gemacht und mit Essigessenz abgewischt. Endlich habe ich genug Platz für die neuen Gewürze. Habe in einem Buch von John Seymour gelesen das man aus getrockneten Kapuzinerkresseblättern die gemahlen werden eine Art Pfeffer herstellen kann. Werde das auf jeden Fall ausprobieren wenn meine Pflanzen groß genug sind. Zur Belohnung kaufe ich mir Pfefferminze und Zitronenmelisse als Pflanze. Einen Tee aus diesen Kräutern zu trinken tut mir abends sicher mehr gut als der dauernde Schwarze Tee.

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Radikales entrümpeln

Ich habe ja schon mal etwas über ein  ADHS-Aufräumbuch geschrieben. Dort wird radikales entrümpeln gepredigt. Wie wahr das doch ist. Heute habe ich Töpfe gespült die wir die Woche über gebraucht haben. Warum zum Teufel haben wir 5 große Kochtöpfe wo zwei doch sicher reichen würden. Sie verstopfen unsere Küche und unsere Schränke das muss wirklich nicht sein. Bei den Tellern macht das nichts das wir viele haben, die Spülmaschine muss gefüllt werden Gäste bewirtet. Aber warum haben wir zum Teufel wirklich 4 oder 5 große Kochtöpfe. Auch das Gewürzfach könnte ich entrümpeln. Da sind sicher noch Altlasten von Martins Mutter drin die schon 10 Jahr oder so tot ist. Bei meinen Büchern könnte ich sicher entrümpeln und bei der Kleidung sicher auch. Ich ärger mich so sehr über das Gerümpel. Ich denke mein Bruder muss wieder etwas auf die Müllkippe tun. Er hat ein Auto das ist ganz praktisch. Ich ersticke hier an Sachen und die Tuppertöpfe von Martins Mutter nerven auch.

Wenn sich nichts ändert, verändere Dich selbst und es ändert sich alles

Irgendwie gefällt mir der Spruch den ich in einem ADHS Forum gelesen habe sehr gut.

Von eigenen Veränderungen kann ich nicht so viel berichten. Ich bin nach wie vor der antriebsschwache und aufschiebende ADSler. Weil jetzt nichts beruflich geht, habe ich eine Kleinanzeige im Internet aufgegeben dass ich Treppenhäuser putze. Mein Gedanke ist Kleinvieh macht auch Mist. Als Arbeitsloser darf man ja bis zu 100 Euro dazuverdienen.

Mir fällt es sehr schwer mich zu ändern. Ich denke das meine Antriebsarmut tatsächlich Aufschieberitis ist gepaart damit das ich Hausarbeit langweilig finde. Im Moment interessiert mich nichts richtig. Ich habe etwas über die medizinische Verwendung von Ringelblumen gelesen. Als Tee helfen sie in Verbindung mit Zitronenmelisse und Honig auch gegen Nervosität. Wir nutzen Ringelblumencreme zur Gesichtspflege.

Ich fand auch interessant das bei E-Bay Kleinanzeigen auch Kleingärten angeboten werden. Ich träume schon lange von einem Grabelandgarten in meiner Nähe wo ich auch ein paar Hühner halten kann. Früher hatten wir eine alte kranke Katze die uns verstorben ist. Eine neue können wir uns nicht leisten denn falls die wieder krank wird können wir die Tierarztkosten nicht über längere Zeit tragen. Es ist so frustrierend arm zu sein. Ich habe auch überlegt dass mich der Psychiater auf Amphetamine einstellen könnte. Doch so eine Medikation würde off-label geschehen, das müßte ich selbst bezahlen. Obwohl ich hätte auch Angst davor das Medikament über zu dosieren. Die Gefahr besteht nach wie vor. Wenn Martin mir die Tabletten nicht einteilen würde hätte ich sie vergessen oder doppelt genommen. Die einzige anregende Droge die ich viel konsumiere und die nicht teuer ist, ist Kaffee. Das ist ganz typisch für ADHSler und ADSler. Es ist zwar schon etwas spät aber ich habe noch vor den Flur etwas aufzuräumen. Dort sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa. Ich glaube der Vergleich mit meinem Bett wäre schlimmer, ich lasse das mal. Die Fläche unter meinem französischen Bett ist besonders hempelig.

Ich meditiere jetzt regelmäßig

Demnächst mache ich eine Gruppenpsychotherapie. Ich weiss nicht ob dass das richtige für mich ist. Eigentlich bräuchte ich ein coaching. Mein Chaos in der Wohnung und meine lange Arbeitslosigkeit sind die Hauptprobleme. Ich weiß nicht welchen Job ich machen kann bei dem meine Flüchtigkeitsfehler und meine Vergesslichkeit nicht so eine Rolle spielen. Ich denke immer noch das dies vielleicht noch am ehesten im Beruf des Alltagsbegleiters gegen sein würde.

Zu der Psychotherapie gehört auch dazu dass ich regelmäßig meditiere. Ich mache jeden Abend für 20 Minuten eine angeleitete Körpermeditation die ich auf mein Smartphone geladen habe und abends im Bett höre. Man konzentriert sich dabei im wesentlichen auf die Körperempfindungen. Dies soll auch bei ADS helfen.

Im Grunde bräuchte ich einen guten Putz und Aufräumplan für  unsere Wohnung Martin mein Mann ist auch sehr antriebsschwach so dass ich in ihm kaum eine Hilfe habe. Außerdem geht er halbtags arbeiten. Unsere Wohnung müßten wir dringend entrümpeln. Kein Wunder das bei uns Chaos ist. Wir haben einfach zu viele Sachen.

Übrigens das Messielied von Silbermond habe ich auch angeregt. Ich habe von den vielen Tuperwaren geschrieben die Martins Mutter gehortet hat und die wir einfach nicht los werden.

Ich bin eigentlich immer sehr rege gewesen was Ideen angeht. Auch das Lied von Tim Bendzko wo ein Programmierer mit sozialen Ängsten vorkommt ist auf meine Idee hin entstanden. Ich habe ihm das mal gemailt. Martin mein Mann hat eine schyzoide Persönlichkeitststörung ist auch Programmierer.

Ich weiss nicht wie es weiter gehen soll

Die berufliche Reha verläuft sehr schwierig. Bei den praktischen Aufgaben habe ich Angst zu versagen. Ich denke dass ich vieles fasch mache. Im theorethischen Teil bin ich ganz gut. Auf dem Anrufbeantworter hatte ich jemanden vom Arbeitsamt. Es geht da um eine geförderte Stelle für Langzeitarbeitslose. Vielleicht wäre das was für mich. Unsere Wohnung ist nach wie vor chaotisch. Mir fällte es schwer Ordnung zu halten und die Wohnung zu putzen. Mein Mann ist depressiv und daher auch keine große Stütze. Ich vermute das er so etwas wie eine Dysthemie hat. In dem Aufräumbuch für ADSler das ich in einem der letzten Post´s erwähnt habe wird radikales entrümpeln gefordert.

Dazu fehlt mir aber immer noch der Antrieb. Es ist aber auch vertrakt. In der beruflichen Reha gelingt es mir mich aber so halbwegs zu fokussieren wenn auch Hintergrundgespräche nerven. Ich werde wohl die Maßnahme zu Ende machen müssen. Ich denke das ich das psychisch durchstehe. Ich weiss aber nicht ob ich für die Anschlussmaßnahme geeignet bin. Das wird sich ja sicher bald herausstellen.

Ich weiß nicht was ich tun soll. Vielleicht ist abwarten das klügste im Moment.

Abnehmen und entrümpeln

Ich bin stark übergewichtig und ich bin Messie. Das sind Wahrheiten denen ich ins Auge sehen muss. Ich will meine Frühstücksgewohnheiten umstellen. Anstatt ein Teilchen vom Bäcker will ich eine Banane essen. Das ist auch süß und gesünder als  die süßen Teilchen die mir der Bäcker verkauft. Und ich will wieder einmal die Woche wieder schwimmen gehen. Abends will ich auf Schokolade verzichten und anstatt 1 bis zwei Äpfel essen. Ich hoffe das hat weniger Kalorien als die Schokoriegel die ich sonst esse.

Was das entrümpeln angeht weiss ich mir nicht so recht zu helfen. Wir haben einfach zu viele Sachen. Dabei haben wir schon viel weggeworfen. Ich muss noch radikaler werden. Auch Sachen die man noch gebrauchen kann wegwerfen. Einfach wegwerfen den zum verkaufen oder verschenken habe ich keinen Elan. Martin soll nur paar teure Aktbildbände versuchen bei ebay los zu werden. Obwohl er hat auch einen schlechten Antrieb das nervt an der Stelle auch. Ich weiß nicht wie ich mir helfen soll. Kaufen tue ich nicht mehr so viel. Doch Samentüten, Wolle und ab und an ein gedrucktes Buch.

Die dicken Wollreste will ich für einen Afghanen eine Häkeldecke verwenden und außerdem will ich mehr gärtnern dieses Jahr. Und im Bücherregal ist noch Luft weil ich vor einer Weile ziemlich ausgemistet habe. Also habe ich meine „Kaufsucht“ relativ im Griff.

Aufräumbuch für ADHSler

Gestern habe ich dieses Buch auf englisch bei Amazon als E-Book runtergeladen:

Organizing Solutions for People with ADHD, 2nd Edition-Revised and Updated: Tips and Tools to Help You Take Charge of Your Life and Get Organized Kindle Edition

Es wirkt vielversprechend und ist von einer Frau die sich professionell mit Haushaltsorganisation beschäftigt geschrieben. Sie ist selber Mutter einer Tochter mit ADHS und hatte auch einige ADHS Klienten. Oberste Priorität in ihrer Fünf Stufen Methode hat die Effizienz und berücksichtigt die besonderen Probleme und Symptome von ADHS. Ich werde von möglichen Erfolgen berichten.

Der Antrieb ist sehr schlecht

Ich mache nicht gerne Hausarbeit, ich glaube das wird sich in diesem Leben auch nicht mehr ändern. Und ich bin relativ chaotisch. Der Antrieb ist nach wie vor schlecht. Gerade vor den großen Weihnachtsfeiertagen möchte ich doch die Wohnung schöner haben. Die Küche und mein Schlafzimmer sind die Problemzonen. Ich muss mir wieder etwas einfallen lassen um mir die Hausarbeit schmackhafter zu machen. Im Grunde geht es nur mit Bestechung. Ich habe auch ein Messiebuch aus der Bibliothek ausgeliehen das helfen könnte. Bisher habe ich mich damit noch nicht sehr beschäftigt.

Was viel herumliegt sind Bücher und Papier und meine Wolle fürs Handarbeiten. Ich weiss nicht wo ich sie hin tun soll. Ich müsste einen geeigneten Behälter dafür finden. Vielleicht kauf ich dafür einen Wäschekorb oder etwas ähnliches. Die Wolle ist auf mehrere Körbe verteilt und liegt auch so mal herum. Ich bin nicht gut im Aufräumen. Und einige Dinge müssten tatsächlich auf den Müll. Außerdem muss ich meine Wollsachen irgendwo lagern können. Mittlerweile habe ich für jede Woche im Herbst und Winter einen Schal. Ich habe sehr häufig Schals und Loops gestrickt und gehäkelt.

Ich weiß gar nicht wo mit ich mich bestechen soll. Am ehesten geht es wohl mit Essen oder Wolle beides Dinge die kontraproduktiv sind. Mit einem Wannenbad könnte ich mich auch bestechen. Das geht ganz gut. Ich könnte ein Lavendelbad mit machen. Das geht schon. Für 3 Stunden Hausarbeit einmal ein heißes Lavendelbad machen. Das klingt gut. Da leidet meine Figur kaum drunter und mein Portmonaie auch nicht so sehr. Und Platz verschwende ich auch nicht. Das klingt gut.

Ich probiere das vor Weihnachten aus.

 

Vergesslich und immer noch chaotisch!

Ich hätte gestern fast vergessen dass ich heute am Nachmittag meine Eltern bei der Hausarbeit unterstützen soll. Meine Mutter und mein Vater, beide Mitte 70 sind sehr gebrechlich geworden. Ich hänge ihnen eine Gardine auf und sauge die ganze Wohnung.

Auch an die Bewerbung für meinen Bruder die ich ihm mit dem Computer schreiben sollte habe ich danach noch gedacht. Dabei haben wir letzte Woche den Termin erst vereinbart.

Irgendwie fällt es mir leicht diese Arbeit zu machen. Sie ist klar umrissen und überschaubar. Bei meinem eigenen Haushalt verliere ich den Überblick. Außerdem finde ich Hausarbeit nicht gerade spannend. Um wenigstens etwas Anreiz zu haben höre ich dabei Musik. Ich glaube auch das ich Hausarbeit langweilig finde ist auch ein großes Problem. Ich muss sie mir spannender machen. Generell fällt mir putzen eher leicht als aufräumen. So Sachen sortieren kann ich gar nicht gut. Ich finde aufräumen ist ein kompliziertes unterfangen. Ich habe eine zündende Idee. Warum Räume ich nicht einfach jeden Tag so einen Fleck in der Wohnung intensiv auf. Ein Regalbrett oder in meinem Zimmer vielleicht ein Quadratmeter vom Boden. Aber wo fange ich an und wo höre ich auf. Im Grunde kann ich nur Zimmer für Zimmer an den Tagen wechseln vorgehen. Vielleicht reicht ja auch eine halbe Stunde am Tag. Wann mache ich das?

Oder soll ich nach dem Messiebuch vorgehen. Das muss ich in der Bibliothek noch verlängern. Ich versuche mal nach dem Messiebuch vorzugehen. Ich werde davon berichten.

Was an sozialen Bedürfnissen kommt bei mir zu kurz?

Mir ging es im letzten Jahr psychisch ja sehr schlecht. Es gab Mobbing in der Schulungsstätte und meine Telefonsexsucht waren sicher auch wichtige Probleme die zu depressiven Symptomen geführt haben. Dann gibt es noch ein Problem dass noch weiter besteht. Ich bin relativ sozial isoliert. Ich habe nur sehr wenige enge Freunde. Zum einen liegt das an der Messieproblematik, dass ich kaum Besuch habe. Zum anderen bin ich schüchtern. Ich hätte gerne noch eine zwei  Freunde mehr. Jetzt wo mein Kumpel Marc noch wegzieht wird die Luft echt dünner. So ein mal bis zwei mal im Monat würde ich gerne wo hingehen. Zum Beispiel in ein schönes Konzert oder eine Lesung. Ich gehe selten aus. Ich glaube ich brauche auch mal Auszeiten von meinem Alltag. Martin mein Lebensgefährte ist ja ein Stubenhocker, mit ihm kann ich also nichts unternehmen.

Ich könnte auch alleine wohin gehen. Es ist doch besser als zu Hause zu versauern. Vielleicht ist das auch eine gute Idee.