Mir hängt die Stadt zum Hals heraus

Ich bin und bleibe ein „Small-Town-Boy“. Ich bin nicht sehr glücklich in der Großstadt.  Der ganze Straßenverkehr und dieses Häusermeer geht mir in Dortmund auf die Nerven. Als schwuler Mann habe ich geglaubt nur in der  Großstadt leben zu können. Ich weiß nicht ob das so eine natürliche Gesetzmäßigkeit ist. Ob die Agrarwüste etwa des Münsterlandes besser für mich wäre. In Lünen-Brambauer zu leben, wie meine Eltern kann ich mir auch nicht vorstellen. Kulturell ist da nichts los und zum einkaufen haben sie es auch weit.

Martin und ich können uns keinen Umzug leisten. Und die Stadt vertröstet uns auch nur was die Ansiedlung eines Supermarktes am Borsigplatz angeht und den Grünzug über die Westfalenhütte zum Fredenbaumpark angeht. Ich vermisse so sehr den Wald meiner Kindheit. Aber ich war auch sehr einsam in Lünen. Das ist in Dortmund nicht so.

Es bleibt mir nichts anderes übrig als mich mit dem Leben hier zu arrangieren. Hier am Borsigplatz gibt es wenigstens Hoffnung das wir in der Nähe einen Grabelandgarten pachten können.

Ich muss mich einfach häufiger im Grünen aufhalten. Zur Not im Hoeschpark und im Freibad Stockheide. Das der Wald im Hoeschpark so vernachlässigt wird ist einfach auch eine Schande. Der bot doch etwas an Rückzugsmöglichkeiten. Ich war da lange nicht mehr ich weiss tatsächlich nicht wie es dort aussieht. Ob der Teil um den Teich noch sehr sumpfig ist. Vielleicht hat sich die Lage dort verbessert?

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