Neuer Schlachtplan gegen das Chaos

Es hat sich bewährt das ich Donnerstags entrümpel. Obwohl ein wenig das Chaos in meinem Schlafzimmer stagniert. Ich weiß einfach nicht was ich mit manchen Sachen machen soll. Gestern habe ich dann ausnahmsweise den Kühlschrank entrümpelt und sauber gemacht anstatt in meinem Zimmer weiter zu machen.  Der Kühlschrank ist jetzt sauber. Hähnchen haben wir dann auch gegessen und ich war auch schwimmen.

Ich überlege zwei weitere Tage zum Aufräumen und Putzen zu nutzen. Ich putze sonst sehr unregelmäßig. Ich weiß das ich neue Gewohnheiten mir nur langsam angewöhne. Ich denke da an den Sonntag und den Montag. Ich denke das ich am Sonntag die Küche intensiv aufräumen und putzen könnte und am Montag  das Wohnzimmer und den Flur. Das maximal für eine Stunde. Am Sonntag könnte ich das direkt nach der Messe machen.

Am Montag weiß ich noch nicht genau wie ich das mache. Vielleicht nach dem Frühstück.

Ich denke das Belohnungen gleich an dem Tag erfolgen könnten. Aber was ich dann  mache ist eine gute Frage. Am Sonntag könnten wir Croissants zum späten Frühstück essen. Martin schläft sehr lange so dass wir gegen 14 Uhr „Frühstücken“. Martin backt sie selber aus Fertigteig.

Am Montag ist das schwieriger. Montag ist so ein richtiger toter Tag. Mit wenig Geld kann man auch kaum was schönes machen. Ich könnte zum zweiten Frühstück in das türkische Cafe an der Stadtbibliothek gehen. Cay trinken und ein Blätterteigteilchen  mit Sesampaste essen. Das klingt gut, das kann ich immer machen.

Ich versuche das nächsten Sonntag umzusetzen.

 

 

Gelassener nach der Lektüre von “ Wie man Dinge geregelt kriegt ohne einen Funken Selbstdisziplin“.

Durch die Einnahme von Risperidon wegen der psychotischen Episode bin ich irgendwie noch langsamer und chaotischer geworden.  Dennoch geht es mir ganz gut.

Ich habe für Ostern nur das notwendigste getan. Also ich habe eingekauft und gekocht. Aufgeräumt oder geputzt habe ich nicht. Ich habe den Anspruch an  mich selber etwas tiefer gehängt. Schuld daran ist auch das im Titel des Beitrags erwähnt Buch von Sascha Lobo und Kathrin Passing. Irgendwie habe ich mich etwas damit abgefunden dass ich chaotisch bin und wenig Antrieb habe. Ich gehe dafür meinen   Hobbys mehr nach. Ich lese zur  Zeit eine Liebesgeschichte von Lucy Maud Montgomery, es ist mehr eine Novelle als ein Roman. Der Titel lautet „Kilmeney of the Orchard“ auf deutsch „Kilmeney im  Obstgarten“.  Ich denke ich sollt auch wieder etwas ernsthafteres Lesen aber zur Zeit fühle ich  mich halt sehr sentimental. Das ist der Makel der Lucy Maud Montgoerys Literatur anhaftet. Irgendwie ist mir aber wirklich nicht nach ernsthafter Literatur zu mute. Die Hälfte des Ponchos den ich machen will ist fast gehäkelt. Es fehlen nur drei Reihen.

Manchmal bin ich  regelrecht verbissen wenn es um ein  Ziel geht. An dem Poncho häkel ich wie  wild. Es kann sein das er in einer Woche oder etwa  10 Tagen fertig ist.

Ein Bekannter hat mir neulich geschildert wie chaotisch ein   Umzug von statten gehen kann, wenn man zu sehr aufschiebt.  Das läßt mich ernsthaft von irgendwelchen Umzugsplänen abstand nehmen. Manchmal ist Veräderung auch nicht notwendig.  Ich hätte schon gerne eine vorzeigbarere Wohnung, doch im  Moment habe ich keinen Elan dafür.  Martin und ich halten aber an den Entrümplungsplänen für seinen Urlaub fest. Es geht aber alles nur langsam voran. Ich müßte viel radikaler entrümpeln als ich es tue.

Manche Bücher in die ich nicht mehr reinschaue sollte ich endlich verkaufen oder wegwerfen. Und einige zu klein gewordene Kleidungsstücke. Ich habe ganz schön zugenommen. Etwa 7kg  habe ich wegen der Einnahme von Risperidoch zugelegt.

Das ist schon eine enorme Belastung für mich. Durch das Übergewicht bin ich auch nicht mehr so beweglich wie ich es mir wünsche. Es fällt mir aber auch schwer meine Ernährung umzustellen. ADS ist tatsächlich auch  ein Riskofaktor für Übergewicht. Ich esse im Moment gerne Jonagred Äpfel. Die sind lecker. Vielleicht könnte ich dadurch etwas abnehmen in dem ich Süßigkeiten durch  Obst ersetzte.

Entrümpeln und schwimmen

Das Donnerstags entrümpeln und schwimmen gehen hat sich bewährt. Ich entrümpele jeden Donnerstag mein Zimmer und gehe auch abends schwimmen. Meinem Rücken geht es besser und das Chaos in dem Zimmer wird nach und nach weniger.

Den zweiten Termin zum schwimmen einhalten fällt mir dagegen schwer. Auch die übrige Hausarbeit zu machen gelingt mir nicht so wo ich es mir wünsche. Ich überlege einen reinen Haushaltstag einzulegen. Und zwar den Mittwoch. An diesem Tag gehe ich nicht einkaufen, was ich täglich mache um etwas rauszukommen und ich will dann zwei Stunden aufräumen und putzen.  Das ist erst einmal wenig, aber ein Anfang. Ich will noch mal am Freitag noch eine Stunde Hausarbeit machen. Zur Belohnung hole ich mir ein Knäuel Wolle von Tedox für den Poncho den ich häkeln will. Und gehe da auch ein Teilchen essen in der Bäckerei bei Rewe. Ich denke das ist wirklich gut.

Und Sonntags will ich nach der Kirche schwimmen gehen. Diesen Sonntag  nach dem Besuch meiner Mutter im Krankenhaus.

Entrümpeln und ADHS

Heute habe ich versucht einen Teil unserer Wohnung zu entrümpeln. ADSler sind ja prädestiniert dafür überall wo sie hinkommen für Chaos zu sorgen.

Ich war förmlich entsetzt wie viele Dinge in unserem  Haushalt gehortet werden. Einige Dinge haben wir doppelt. Aber der Wußt an Büchern ist mir ein besonderes Dorn im Auge. Viele meiner Kinderbücher habe ich behalten und viele der Bücher sind mittlerweile doppelt da weil Martin auch eine Ausgabe davon hat.

Einige Sammlungen stehen auch für Pläne und Träume die man hat. Unter anderem habe ich eine große Sammlung von Büchern zum Gartenbau und zur selbstversorgenden Landwirtschaft. An vielen diesen Büchern hänge ich auch. Manche sind recht abstruß, wie etwa der zum Getreideanbau im Garten.

Ich habe sehr viele Sachbücher, weil mich so viele Dinge intressieren. Das ist glaube ich wirklich typisch ADS.

Auch die Impulsivität sorgt für riesige Sammlungen an Gegenständen. Das Chaos im Kopf spiegelt sich häufig auch in der Umgebung wieder. Regelmäßig verlege ich wichtige Sachen. Im Grunde muss man unseren Haushalt eindampfen. Wir haben einfach zu viele Sachen und es sind noch Sachen von Martins Mutter hier.

Dafür habe ich die Knöpfe gefunden die ich zur Fertigestellung einer Strickjacke brauche. Aber das Bücherproblem ärgert mich schon. Generell neige ich zum Horten von Hobbyartikeln wir  etwa auch Handarbeitsgarn und Anleitungen.  Ich muss wohl Stück  für Stück streng systemathisch entrümpeln.

Meine Ausdauer ist nicht sehr groß. Aber ich habe ein ganzes Bücherregal entrümpelt und sortiert, was nicht viel ist angesichts unseres riesigen Haushalts.

Es ist wirklich wichtig sich genaue Pläne zu machen sie auch schriftlich zu fixieren. Feste Plätze für die einzelnen Sachen festzulegen und dieses Unternehmen in möglichst kleine bewältigbare Schritte einzuteilen.

Mehr als eine Stunde schaffe ich im Moment nicht mich darauf zu konzentrieren. Ich hoffe das wird besser. Es gibt auch gute Ratgeber zum Entrümpeln. Ich finde es gut das man drei Behälter verwenden kann. Einen für Sachen die verschenkt oder verkauft werden sollen, einen Sack für Müll und einen für die Sachen die noch zu sortieren sind. So kann man Schrank für Schrank vorgehen. Das erleichtert einiges.

Aber ADS sucks, really ;-)!!!