James mag ich mehr als den Streuner Bob

Ich mag die Figur des James aus dem Buch „Bob der Streuner“ sehr. Eine Figur wie sie auch aus meiner Nachbarschaft hier in der Nordstadt stammen könnte. Ich kenne einzelne Junkies vom sehen und einige ehemalige Freunde von mir waren starke Cannabis Konsumenten. Auch einen obdachlosen Bodo-Verkäufer, so heißt bei uns die Obdachlosenzeitung,kenne ich flüchtig. Tottenham wo James mit dem Streunerkater Bob lebt ist nicht viel anders als die Dortmunder-Nordstadt.

Ich mag glaube ich James aus dem üblichen ADS-Altruismus Motiven heraus. James tut mir leid. Im Grunde braucht er ja auch menschliche Nähe. Ich denke auch an meine eigene Situation. Ich habe keine Katze ich habe einen antropomorphen Hasen. Der Kosename von meinem Lebensgefährten ist Hase. Ich glaub dass es mir besser geht als James in seiner damaligen Situation. Irgendwie tut es mir leid dass er nur wegen dem Kater Bob Aufmerksamkeit bekommt. Dabei kümmert sich James auch rührend um Bob das auch bei seinem bescheidenen Verhältnissen. Ich mag James nicht weil er ein Junkie und Obdachlos ist. Ich mag ihn weil er ehrlich geblieben ist und ein Herz für Bob hat.

Mal eine Geschichte die auch etwas mit meiner Realität zu tun hat. Martins Mutter hatte immer Katzen. Da war die schwarz-weiß gefleckte Bam-Bam. Und die dreifarbige Nia haben wir von seiner Mutter geerbt und noch mehrere Jahre behalten bis sie mit 12 Jahren verstarb.

Die Kleist Biografie habe ich aufgehört zu lesen. Ich hoffe dass in dem schwulen Nachrichtenmagazin „Mannschaft“ etwas über Kleist zu lesen ist. Ich schlage der „Mannschaft“ häufig Themen vor und meistens werden sie auch angenommen.

 

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