Chaos beseitigen

Habe gerade mit meiner Mutter telefoniert. Sie hat mich dazu gedrängt ihr zu versprechen etwas gegen das Chaos in meinem Schlafzimmer zu tun. Ich habe da so einen enormen Wiederwillen gegen. Ich würde lieber meinen Gedanken nachhängen.

Ich komme mir vor wie 12 Jahre alt. Ich weiss nicht wo ich anfangen soll. Ich denke ich werde als erstes die Wäsche sortieren. Und meinen Kleiderschrank sortieren. Ich gehe nur in der Nähe hier schnell einkaufen. Alle Sachen die ich für das Abendessen für heute brauche bekomme ich im „Im Onkel Ali Laden“ hier in unserer Straße. Bis auf das Fleisch dazu muss ich noch zu einem Metzger in der Nähe. Ich werde dann auch gleich die Kartoffeln setzen. Ich nehme sie einfach mit und mache das auf dem Rückweg.

Das begeistert mich nicht gerade sehr bei dem schönen Wetter Hausarbeit zu machen. Ich wollte mich mit einem Buch in den Park setzen. Was solls, der Sommer ist ja noch lang.

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Heute war ein guter Tag

Heute war ich für einen Donnerstag erstaunlich aktiv. Ich war im Park/Wald spazieren und habe unser Gewürz- und Backzutatenschrank ausgemistet und geputzt. Da waren noch Gewürze von meiner Schwiegermutter drin die vor ungefähr 10 Jahren verstorben ist. Am Schluss war eine Supermarkttüte voll mit abgelaufenen Gewürzen und Hefe und Backpulverpäckchen. Habe alles auch sauber gemacht und mit Essigessenz abgewischt. Endlich habe ich genug Platz für die neuen Gewürze. Habe in einem Buch von John Seymour gelesen das man aus getrockneten Kapuzinerkresseblättern die gemahlen werden eine Art Pfeffer herstellen kann. Werde das auf jeden Fall ausprobieren wenn meine Pflanzen groß genug sind. Zur Belohnung kaufe ich mir Pfefferminze und Zitronenmelisse als Pflanze. Einen Tee aus diesen Kräutern zu trinken tut mir abends sicher mehr gut als der dauernde Schwarze Tee.

Radikales entrümpeln

Ich habe ja schon mal etwas über ein  ADHS-Aufräumbuch geschrieben. Dort wird radikales entrümpeln gepredigt. Wie wahr das doch ist. Heute habe ich Töpfe gespült die wir die Woche über gebraucht haben. Warum zum Teufel haben wir 5 große Kochtöpfe wo zwei doch sicher reichen würden. Sie verstopfen unsere Küche und unsere Schränke das muss wirklich nicht sein. Bei den Tellern macht das nichts das wir viele haben, die Spülmaschine muss gefüllt werden Gäste bewirtet. Aber warum haben wir zum Teufel wirklich 4 oder 5 große Kochtöpfe. Auch das Gewürzfach könnte ich entrümpeln. Da sind sicher noch Altlasten von Martins Mutter drin die schon 10 Jahr oder so tot ist. Bei meinen Büchern könnte ich sicher entrümpeln und bei der Kleidung sicher auch. Ich ärger mich so sehr über das Gerümpel. Ich denke mein Bruder muss wieder etwas auf die Müllkippe tun. Er hat ein Auto das ist ganz praktisch. Ich ersticke hier an Sachen und die Tuppertöpfe von Martins Mutter nerven auch.

Abnehmen und entrümpeln

Ich bin stark übergewichtig und ich bin Messie. Das sind Wahrheiten denen ich ins Auge sehen muss. Ich will meine Frühstücksgewohnheiten umstellen. Anstatt ein Teilchen vom Bäcker will ich eine Banane essen. Das ist auch süß und gesünder als  die süßen Teilchen die mir der Bäcker verkauft. Und ich will wieder einmal die Woche wieder schwimmen gehen. Abends will ich auf Schokolade verzichten und anstatt 1 bis zwei Äpfel essen. Ich hoffe das hat weniger Kalorien als die Schokoriegel die ich sonst esse.

Was das entrümpeln angeht weiss ich mir nicht so recht zu helfen. Wir haben einfach zu viele Sachen. Dabei haben wir schon viel weggeworfen. Ich muss noch radikaler werden. Auch Sachen die man noch gebrauchen kann wegwerfen. Einfach wegwerfen den zum verkaufen oder verschenken habe ich keinen Elan. Martin soll nur paar teure Aktbildbände versuchen bei ebay los zu werden. Obwohl er hat auch einen schlechten Antrieb das nervt an der Stelle auch. Ich weiß nicht wie ich mir helfen soll. Kaufen tue ich nicht mehr so viel. Doch Samentüten, Wolle und ab und an ein gedrucktes Buch.

Die dicken Wollreste will ich für einen Afghanen eine Häkeldecke verwenden und außerdem will ich mehr gärtnern dieses Jahr. Und im Bücherregal ist noch Luft weil ich vor einer Weile ziemlich ausgemistet habe. Also habe ich meine „Kaufsucht“ relativ im Griff.

Antriebsprobleme und Fastenzeit

Nach wie vor habe ich starke Antriebsprobleme. Gestern habe ich nur ein wenig fern geschaut und gebadet und Convience Produkte aufgewärmt und das war alles. Ich schaffe es nicht mich zum regelmäßigen Putzen und aufräumen zu motivieren. Das ist wie verhext. Ich muss mir da noch eine Vorgehensweise ausdenken. Für den Anfang wäre eine Stunde aufräumen und Putzen am Tag richtig gut. Und 15 Minuten mein Zimmer entrümpeln. Dafür könnte ich mich ja mit etwas belohnen. Ich wollte schon lange einen Pullover häkeln. Ich habe eine einfach Anleitung in einem Handarbeitsheft dafür, die müßte ich nur auf meine Größe umrechnen. Dafür könnte ich Wolle als Belohnung kaufen. Aber im Grunde kann ich mir nicht immer etwas kaufen wenn ich geputzt oder aufgeräumt habe. Das ist eine schlechte Idee. Eigentlich sind belohnende Tätigkeiten besser. Mir fällt wirklich nichts ein.  Also doch die Wolle für den Pullover.

Für 5 Stunden putzen und aufräumen ein 250gr. Knäuel Wolle kaufen die ich im Kaufhaus ausgesucht habe. Ich führe eine Liste am Computer mit den abgearbeiteten Stunden.

Auch etwas für die Fastenzeit habe ich mir ausgedacht. Ich esse nur einmal am Tag ein Teilchen vom Bäcker und zwar ein süßes Brötchen, meine heiß geliebten Schweizer Wecken beziehe ich da aber mit ein. Ein zweites Teilchen verbiete ich mir. Außerdem will ich „sprachlich“ etwas fasten. Ich will das Wort schwul nicht mehr verwenden. Weder auf dem Blog noch im direkten Gespräch außer es ist wirklich unumgänglich.

Ich mache das bewusst um abzunehmen und mich auf die sonstigen Aspekte meiner Persönlichkeit zu besinnen.

Meine aktuellen Träume und Projekte

Das im letzten Jahr beschriebene Buch ermutigt mich zum entrümpeln. Da ich immer relativ spät zu Bett gehe habe ich vor noch mein Bücherregal zu sortieren und zu entrümpeln. Ich habe da keine besondere Methode ich sortiere die Bücher nach Themen und sortiere alte und nicht mehr interessante Bücher aus.

Eine Facebookfreundschaft macht mir im Moment viel Spass. Er hat mir als Lesestoff „Das Rosie Projekt“ um einen Asperger Autisten auf Freiersfüßen empfohlen. Ich lese gerne romantische Stoffe und das spricht auch wieder mal den ADS-Altruismus in mir an, ich habe ja ein großes Herz für Außenseiter.

Ich gebe ja die Topfgartenpläne nie ganz auf. Ich habe heute eine Samentüte mit Samen für Balkontomaten gekauft. Meistens habe ich nicht viel Erfolg mit Tomaten selber ziehen. Ich will aber bald schon Aussaaterde kaufen. Eigentlich ist noch keine Pflanzsaison aber diese Tomaten bleiben auf der Fensterbank bis zum Mai, daher ist das kein Problem. Es gibt auch Topfpaprika, das fand ich besonders schön, diese Samen hole ich als nächstes.

Und ich träume von der Hühnerhaltung in der Stadt. Vorwerkhühner haben es mir angetan und ich mag auch blau gesäumte Wyandotten.

Aufräumbuch für ADHSler

Gestern habe ich dieses Buch auf englisch bei Amazon als E-Book runtergeladen:

Organizing Solutions for People with ADHD, 2nd Edition-Revised and Updated: Tips and Tools to Help You Take Charge of Your Life and Get Organized Kindle Edition

Es wirkt vielversprechend und ist von einer Frau die sich professionell mit Haushaltsorganisation beschäftigt geschrieben. Sie ist selber Mutter einer Tochter mit ADHS und hatte auch einige ADHS Klienten. Oberste Priorität in ihrer Fünf Stufen Methode hat die Effizienz und berücksichtigt die besonderen Probleme und Symptome von ADHS. Ich werde von möglichen Erfolgen berichten.

Vergesslich und immer noch chaotisch!

Ich hätte gestern fast vergessen dass ich heute am Nachmittag meine Eltern bei der Hausarbeit unterstützen soll. Meine Mutter und mein Vater, beide Mitte 70 sind sehr gebrechlich geworden. Ich hänge ihnen eine Gardine auf und sauge die ganze Wohnung.

Auch an die Bewerbung für meinen Bruder die ich ihm mit dem Computer schreiben sollte habe ich danach noch gedacht. Dabei haben wir letzte Woche den Termin erst vereinbart.

Irgendwie fällt es mir leicht diese Arbeit zu machen. Sie ist klar umrissen und überschaubar. Bei meinem eigenen Haushalt verliere ich den Überblick. Außerdem finde ich Hausarbeit nicht gerade spannend. Um wenigstens etwas Anreiz zu haben höre ich dabei Musik. Ich glaube auch das ich Hausarbeit langweilig finde ist auch ein großes Problem. Ich muss sie mir spannender machen. Generell fällt mir putzen eher leicht als aufräumen. So Sachen sortieren kann ich gar nicht gut. Ich finde aufräumen ist ein kompliziertes unterfangen. Ich habe eine zündende Idee. Warum Räume ich nicht einfach jeden Tag so einen Fleck in der Wohnung intensiv auf. Ein Regalbrett oder in meinem Zimmer vielleicht ein Quadratmeter vom Boden. Aber wo fange ich an und wo höre ich auf. Im Grunde kann ich nur Zimmer für Zimmer an den Tagen wechseln vorgehen. Vielleicht reicht ja auch eine halbe Stunde am Tag. Wann mache ich das?

Oder soll ich nach dem Messiebuch vorgehen. Das muss ich in der Bibliothek noch verlängern. Ich versuche mal nach dem Messiebuch vorzugehen. Ich werde davon berichten.

Messieprobleme und Antrieb

An diesem Wochenende habe ich versucht ein wenig Ordnung in der Küche zu schaffen. Ich habe zwei Vorratsschränke entrümpelt und sauber gemacht. Die Spülmaschine habe ich auch ausnahmsweise ausgeräumt. Normalerweise räumt mein „Mustergatte“ die Spülmaschine aus. Er war etwas krank am Sonntag. Ich merke wie schwer es mir fällt am Ball zu bleiben und mich nicht ablenken zu lassen. Ach so ein helles Dinkelbrot habe ich auch gebacken. Also war ich doch recht aktiv an diesem Wochende. Irgendwie gibt mir das ein gutes Gefühl das ich nicht ganz untätig geblieben bin. Letzte Woche war ich depressiv weil mich ein Bekannter etwas irritiert oder auch getriggert hat. Aber die Geschichte ist jetzt zu kompliziert um sie zu schildern. Ich bekam aber schlimme Kopfschmerzen und da ging dann gar nichts. Das war in diesem Wochende nicht so.

Ich habe überlegt was ich noch gegen das Messietum noch machen kann. Eine Idee ist alles was offensichtlicher Müll ist beim durchgehen der Wohnung in Mülltüten zu packen und weg zu werfen. So einfach ist das aber nicht. Ich müßte Zimmer für Zimmer durchgehen. Ich könnte in meinem Zimmer morgen entrümpeln. Ich habe noch im Online Katalog der Stadt- und Landesbibliothek ein Selbsthilfebuch für Messies gefunden. Vielleicht stehen da einige Anregungen drin. Ich werfe schon beschlossene Pläne immer wieder um. Auch das Kaffeetrinken mit Freunden bei mir ist so ein Thema. Ob das noch etwas wird bis zum Ende des  Monats. Ich glaube ich werde eher am Anfang September das Kaffeetrinken machen.  Ich habe eine realistische Belohnung fürs entrümpeln gefunden. Es ist ein Häkelbuch mit Ponchos. Wann ich mir das Buch kaufen soll weiss ich nicht. Es kostet 16 Euro. Vielleicht wären da 8 Stunden Hausarbeit angemessen. Das kann man in acht Tagen verwirklichen. Ob ich noch einmal eine Psychotherapie mache weiss ich nicht. Bisher hat das nicht viel geholfen. Die Sexsucht ist nicht mehr so schlimm, zumindest mache ich keinen Telefonsex mehr. Ich habe aber immer noch heimlich die Sehnsucht nach einem sensiblen Traumprinzen. Das habe ich nicht ständig weil ich keine Tagträume über das Thema habe. Martin sitzt halt viel vor dem Computer und wir unternehmen wenig miteinander. Im Grunde bin ich schon glücklich mit ihm, aber manchmal fühlt man sich mit einem schyzoiden Partner etwas einsam.

Antrieb und ADS

ADSlern wie mir, fällt es schwer Aufgaben anzufangen. Gerade wenn es sich um langweilige Aufgaben wie etwa Hausarbeit geht ist mein Antrieb immer ganz schlecht. Außerdem werden ADSler auch schnell müde. Auch wenn es darum geht Dinge zu Ende zu bringen fehlt es mir häufig an Ausdauer.

Was sich bewährt hat ist etwa bei der Hausarbeit Musik zu hören. Außerdem klappt die Hausarbeit besser wenn ich alleine bin, weil ich sonst zu abgelenkt bin. Was sich z. B. beim Weihnachtsputz bewährt hat sind Belohnungen. Für eine bestimmte Zeit an Hausarbeit habe ich mir dann ein Knäuel Wolle für eine geplante Handarbeit gekauft. Leider mache ich nicht so viele große Handarbeitsprojekte. Ich sollte häufiger größere Handarbeitsprojekte wie etwa einen Poncho oder eine Decke machen. Gäste einladen hilft auch, wenn ich dann auch nur auf den letzten Drücker anfange aufzuräumen und zu putzen.

Regelmäßiger Sport trainiert auch das überwinden des Inneren Schweinehundes. Ich gehe einmal die Woche 40 Minuten Rückenschwimmen. Den größten Erfolg hatte ich mit Belohnungen und Musik hören. Ohne Musik kann ich nur schwer putzen.

Für Bewerbungen und ähnliches sollte man vielleicht einen festen Tag aussuchen wo man z. B. im Arbeitslosenzentrum mit anderen zusammen Bewerbungen schreibt. Regelmäßige Termine sind da generell am Besten. Im Moment bewerbe ich mich nicht. Ich mache im September einen Kurs als Seniorenbetreuer bzw. Alltagsbegleiter bei den  Maltesern. Und danach werde ich regelmäßig im Arbeitslosenzentrum meine Bewerbungen schreiben.