Antrieb und ADS

ADSlern wie mir, fällt es schwer Aufgaben anzufangen. Gerade wenn es sich um langweilige Aufgaben wie etwa Hausarbeit geht ist mein Antrieb immer ganz schlecht. Außerdem werden ADSler auch schnell müde. Auch wenn es darum geht Dinge zu Ende zu bringen fehlt es mir häufig an Ausdauer.

Was sich bewährt hat ist etwa bei der Hausarbeit Musik zu hören. Außerdem klappt die Hausarbeit besser wenn ich alleine bin, weil ich sonst zu abgelenkt bin. Was sich z. B. beim Weihnachtsputz bewährt hat sind Belohnungen. Für eine bestimmte Zeit an Hausarbeit habe ich mir dann ein Knäuel Wolle für eine geplante Handarbeit gekauft. Leider mache ich nicht so viele große Handarbeitsprojekte. Ich sollte häufiger größere Handarbeitsprojekte wie etwa einen Poncho oder eine Decke machen. Gäste einladen hilft auch, wenn ich dann auch nur auf den letzten Drücker anfange aufzuräumen und zu putzen.

Regelmäßiger Sport trainiert auch das überwinden des Inneren Schweinehundes. Ich gehe einmal die Woche 40 Minuten Rückenschwimmen. Den größten Erfolg hatte ich mit Belohnungen und Musik hören. Ohne Musik kann ich nur schwer putzen.

Für Bewerbungen und ähnliches sollte man vielleicht einen festen Tag aussuchen wo man z. B. im Arbeitslosenzentrum mit anderen zusammen Bewerbungen schreibt. Regelmäßige Termine sind da generell am Besten. Im Moment bewerbe ich mich nicht. Ich mache im September einen Kurs als Seniorenbetreuer bzw. Alltagsbegleiter bei den  Maltesern. Und danach werde ich regelmäßig im Arbeitslosenzentrum meine Bewerbungen schreiben.

Antrieb und Stimmung sind nicht wirklich gut

Ich glaube dass ich einen schlechten Antrieb habe, dass habe ich schon mal erwähnt. Habe ich schon erwähnt dass ich zu verblöden drohe. Da der Hyperfokus ausbleibt lese ich nicht mehr so viel. Die Zeiten von mir als wandelnden Lexikon sind wirklich vorbei.

Heute war ich einkaufen und habe Essen von gestern aufgewärmt und Papiermüll herausgebracht. Das wars schon an „Heldentaten“ für diesen Tag. Martin und ich wollen aber noch weiter entrümpeln. Wenn dann geht es nur in ganz kleinen Schritten vorwärts.

Wie soll ich nur meine Ziele erreichen wenn ich so lethargisch bin. Und wie soll ich je einen Garten bestellen wenn ich so faul bin. Ich träume etwas von niedlichen Sussexhühnern in Rot mit schwarzem Kragen. Meine Freundin Susanne hat relativ wenig Zeit und hat auch einen Garten und Hühner. Ein Foto von ihren hübschen Zwergbrahma Hennen habe ich mal gepostet. Googelt doch mal Susannes Zwergbrahmas, dann sieht ihr die niedlichen Mädels meiner Freundin. Vielleicht sollte ich doch mal Susanne besuchen. Oder auch mal nach Brambauer zu meinem Bruder fahren und mich an den Hühnern dort erfreuen.  Alles ist sehr weit weg. Wenigstens im Fredenbaum den Streichelzoo könnte ich besuchen und die Hühner dort begucken. Ich vermisse schon tierische Gesellschaft. Eine Katze können wir uns im   Moment auch nicht leisten. Wir hatten eine alte und kranke Katze gehabt die hat Unmengen Geld für den Tierarzt verschlungen. Erst wenn ich arbeite können wir uns wieder ein Haustier leisten. Mein Lebensgefährte ist auch nicht ganz psychisch gesund und arbeitet nur halbtags. Wir kommen über die Runden aber in Urlaub fahren wir nie und halten wie gesagt auch kein   Haustier.

Durch den 1 Euro Job habe ich etwas gespart. Da ich keine neue Umschulung in diesem Jahr bewilligt bekomme, will ich einen Kurs zum Seniorenbetreuer bei den Maltesern machen. Ich hoffe dass ich dann auch bald eine Stelle finde. Das wäre wirklich gut.

Erwachsen sein ist eine schwere Aufgabe

Wieder bin ich in Grübel-Stimmung. Das geht heute schon den ganzen Tag ohne dass ich viel positives erreicht habe. Mir wird klar welche Bewältigungsstrategien aus der Vergangenheit nicht geholfen haben. Das waren Phantasien vom wegziehen und auswandern oder von einer neuen Partnerschaft. Mir wird klar dass meine Phantasien um einen neuen Partner die Ursache haben dass ich umsorgt und gecoacht sein will. Martin ist da nicht sehr gut drin. Er braucht selber Jemanden der ihn in den Hintern tritt und antreibt.

Das ist an der Stelle schon einmal schlecht. Das Problem ist das ich mich selber antreiben muss um ein selbstständiges Leben zu führen. Es geht um scheinbar einfache Dinge wie die Wohnung sauber und ordentlich halten und einen Weg finden wie ich selber meinen Lebensunterhalt selber verdienen kann. Beides für mich nicht einfach zu erreichende Ziele.

Ich denke das ich die Arbeit als Seniorenbetreuer bewältigen kann. Aber die Hausarbeit kostet mich sehr viel Überwindung. Das belohnen hilft und auch Musik dabei hören, aber dennoch ist das ein regelmäßiger Kampf mit mir selber oder mit dem inneren Schweinehund. Ich hoffe das Thema langweillt  meine Leser nicht  so sehr. Ich versuche immer wieder neue Aspekte dieser Misere zu beschreiben. Ich hoffe dass   es für andere Betroffene hilfreich ist was ich beschreibe

Tagträume als Verdrängungsmechanismus

Ich bin immer unterschwellig etwas depressiv. Ich konnte mich früher leichter wegträumen in eine Situation die für mich glücklicher ist.

Manchmal finde ich mein Leben außerordentlich frustrierend. Ich bin relativ arm und kann mir nicht viel leisten.

Dortmund ist eine relativ triste ehemalige Industriestadt. Der Stadtteil in dem ich lebe ist auch ein sozialer Brennpunkt.

Meine Partnerschaft frustriert mich schon manchmal weil soziale Aktivitäten mit Martin nicht so einfach machbar sind. Der Zustand unserer Wohnung ist nicht wirklich einladend.

Mir fällt es schwer etwas an meinem Leben zu verändern. Spielräume habe ich durchaus. Wir sind nicht so arm das wir uns gar nichts leisten können. Ich will mich dauernd ausruhen. Bewegung fällt mir schwer. Ich bin übergewichtig und ich habe einen verformten Rücken. Ich mache zwar mehr Sport und esse weniger Süßes, dennoch fühle ich mich dauernd müde.

Ich muss mein Leben stärker wieder in die eigenen  Hände nehmen. Es ist schon ein Jammer das ich so selten richtig koche. Wir ernähren  uns hauptsächlich von Convience-Produkten. Ich koche am Wochende Sauerkraut. Es gibt Schnitzel dazu. Ich will auch wieder anfangen zu lesen. Ich habe mir den Jugendroman „Sajo und ihre Biber“ Second Hand bestellt. Ich mag solche Bücher sehr. Vielleicht lese ich auch wieder etwas von Lucy Maud Montgomery. Leider gibt es nicht so viele Übersetzungen von Ihr. Es gibt wohl ein Buch mit Tiergeschichten von Ihr das könnte ich kaufen. Ansonsten häkel ich wieder viel. Nur der  Haushalt liegt brach und ich koche zu schlecht. Auch kümmer ich mich auch nicht richtig um meinen Topfgarten. Das muss auf dauer besser werden.

 

Ich habe zu nichts Lust

Heute fällt mir alles schwer. Ich war zwar einkaufen aber für Martin und mich das Abendessen machen ist mir zu viel. Dabei habe ich Hackfleisch gekauft dass ich unbedingt noch in Frikadellen verwandeln muss. Ich weiss nicht was ich gegen diese Antriebsarmut machen soll. Das sich belohnen funktioniert nur im kleinen Rahmen. An Hausarbeit mache ich so gut wie nichts.

Ich werde wohl eine Art Bonusheft führen müssen. Ich muss mir die Zeit die ich gearbeitet habe aufschreiben und dafür dann  eine belohnende Tätigkeit machen.  Ich denke da an 3 Stunden Hausarbeit die Woche und dann einmal nach Wolle stöbern bei Zeeman und Kaffeetrinken und ein Teilchen Essen  beim Bäcker.

Ich dachte ich arbeite vielleicht sogar 5 Stunden im Haus, aber daran ist im Moment nicht zu denken. Mit dem Entrümpeln zusammen würde ich 4 Stunden die Woche Hausarbeit machen. Ich hasse putzen.

Kochen und einkaufen fällt mir leicht, und das zähle ich nicht zur Hausarbeit. Aber manchmal ist richtig kochen für mich anstregend. Ich glaube weil ich mich darauf konzentrieren muss. Ich würde am liebsten den Tag über nur meinen Gedanken nachhängen. Nichts aktives tun. Morgen ist dann  wieder entrümpeln und schwimmen angesagt. Mir fällt das alles außerordentlich schwer.

Und für Morgen habe ich noch nicht einmal eingekauft. Ich weiss nicht wie ich den Antrieb steigern soll. Ich versuche es ja mit der Tokenmethode und mit Sport. Aber bisher hat das kaum einen Effekt gehabt. Ich finde das total furchtbar. Vielleicht weiss Jemand von Euch lesern was da noch helfen könnte?

 

 

Meine Vorsätze für die Fastenzeit

Ich weiss nicht ob das ADS typisch ist. Als Tagträumer habe ich nur wenig Freude an Bewegung. Ich bin auch sehr übergewichtig, das auch wegen Nebenwirkungen von Neuroleptika die ich zum einen zum einschlafen nehme, zum anderen zur Rüchfallprofilaxe wegen einer psychotischen Episode.

Es kann sein das ich als Kind schon an der körperlichen Koordinationsstörung Dyspraxie litt. Gerade in Sport war ich immer eine  Niete. Bei ADS liegt ja auch keine Hyperaktivität vor, sondern eine Hypoaktivität. Ich bin eher ruhig obwohl ich auch verbal impulsiv sein kann.

Nun habe ich vor zwei mal die Woche schwimmen zu gehen. Das mit der Aquafitness war zwar eine gute Idee, aber dort tue ich nicht genug für den Rücken. Also will ich jeweils Sonntags und Donnerstags schwimmen gehen. Ich will dann jeweils 45 Minuten auf dem Rücken schwimmen.

Außerdem will ich mit dem Fahrrad zum Einkaufen an die Münsterstraße fahren. Dort bekomme ich alles was ich so im Alltag brauche und von der Wegstrecke ist das machbar ohne dass ich über die gefährliche Malinkrodtstraße fahren muss. Ich bin sehr unsicher auf dem Fahrrad.

Bei meinen alltäglichen Bäckereibesuchen verkneife ich mit das Hefeteilchen und esse höchstens ein überbackens Käsebrötchen oder ein Rosinenbrötchen. Das spart an Kalorien.

Abends will ich keine Süßigkeiten mehr essen. Nur Sonntags beim Gemeindecafe esse ich  noch Kuchen.

Ich werde dadurch körperlich fitter, aber auch mental werde ich vielleicht etwas leistungsfähiger. Ich hoffe das der Antrieb dadurch auch dauerhaft besser wird.

Ich grübel viel

Im Moment grübel ich viel über mein Außenseitertum. Nichts kann  mich dauerhaft ablenken.

Meine restlichen Projekte liegen dadurch brach. Im Grunde ist mein Leben nicht ganz schlecht. Zumindest habe ich einen Partner der mich liebt. Martin ist im Moment auch sehr lustlos und antriebsschwach. Ich weiss gar nicht wie ich mich auf andere Gedanken bringen soll.

Ich halte mich für schwierig und überempfindlich. Schnell schnappe ich ein und ziehe mich dann von sozialen Kontakten zurück. Zum Handarbeiten bin ich ein Jahr  nicht mehr gegangen bis ich eine Mail von einer Kollegin bekam die mich wieder einlud.

Meine ganze Lebenssituation ist schwierig. Unsere Wohnung ist chaotisch und an einigen Stellen auch nicht richtig sauber. Ich bekomme den dreh  nicht zum Putzen. Und ich habe keine Arbeit. Ich kümmer mich ja wenigstens um eine Umschulung. Ich hoffe das klappt dann auch, das mir das Arbeitsamt das finanziert.

Ich denke ich probiere mal gleich meine Tawashis beim putzen der Türen bei uns aus.

Dann habe ich wenigstens etwas gemacht.

Die Motivation ist bei mir schlecht

Um an meinem Leben etwas postitiv zu verändern fehlt es mir an Ausdauer und Motivation. Der Antrieb ist bei mir immer noch sehr schlecht. Ich mache zwar mehr. Meinen Hobbys fröne ich mehr. Ich schaue weniger fern und häkel  häufiger oder lese. Im Moment häkel ich z. B. ein Sofakissenbezug und lese noch das „Schloss in den Wolken“. Obwohl das Buch nicht sehr dick ist habe ich allerdings noch an die 80 Seiten zu lesen.

Die Entrümplungsaktion in meinem Schlafzimmer stagniert. Ein Kollege von mir meinte ich bräuchte dazwischen noch Belohnungen weil die Aufgabe  das Zimmer zu entrümpeln sehr umfangreich ist.

Mir fällt aber auch nichts als Zwischenschritt ein. Für zwei Stunden entrünpeln brauchte ich schon eine Belohnung. Es müßte etwas einfaches sein was sich schnell realisieren läßt.

Ich könnte für zwei Stunden ins Solebad gehen. Das finde ich gerechtfertigt. Vielleicht entrümpel ich am Besten immer Donnerstags. Und wenn ich zwei Stunden geschafft habe gehe ich ins Solebad. Das ist eine gute  Idee. Das ist konkreter als die unabsehbare Zeit bis der ganze Raum entrümpelt ist.

Gestern noch habe ich dem Psychiater in der ADHS-Ambulanz gesagt ich wäre weniger depressiv. Das stimmt nur zum Teil. Ich fühle mich sozial isoliert und in der Wohnung bin ich nicht besuchbar. Eine gemeinsame Unternehmung mit einem Freund oder eine Freundin täte mir gut.

Ich habe zugenommen und muss noch passende Kleidung für mich kaufen. Vielleicht wäre es gut mit meinem besten Kumpel G. einkaufen zu gehen. Ich habe mir letztens einen schönen dünnen Pullover in blau bei C&A gekauft. Ich habe nur wenige wirklich schöne Sachen. Das täte mir sicher gut.

Mein Selbstwertgefühl ist im Keller

Heute fühle ich  mich einfach nur unfähig. Alles was ich mache erscheint mir fehlerhaft zu sein. Wie etwa auch meine  Blogbeiträge mit den vielen Rechtschreibfehlern in der Groß- und Kleinschreibung.

Meine Handarbeiten sind auch immer etwas fehlerhaft. Nichts was ich mache ist so perfekt wie auf dem Foto im Anleitungsbuch oder Magazin. Und kochen tue ich überwiegend Convienence-Produkte weil mir der Elan für kompliziertere Sachen fehlt.

Meinen Lebensunterhalt verdiene ich auch nicht selber und bin schon lange auf Transfairleistungen vom Staat angewiesen. Unser Haushalt ist immer sehr chaotisch und etwas schmuddelig.

Was mich tröstet ist ein Buch dass ich heute zugesandt bekommen habe. Das heißt häkeln für Männer und gibt mir viele Anregungen die auch wirklich einfach und schön sind. Wie etwa Fingerhandschuhe und einen gehäkelten Hut und gehäkelte Spültücher. Diese Tücher aus Polyacrylgarn müssen ein wahres Wunder beim abwaschen sein weil sie sehr gut reinigen.

Auch habe ich endlich auch Samen für Topfpaprika im Supermakt gefunden. Ich wollte schon immer mal Paprika im Kübel züchten.

Martin mein Lebensgefährte hat früher noch mit seiner Mutter  zusammengewohnt. Als sie verstarb bin ich dann in die Wohung gezogen. Wir haben schon viel entrümpelt aber sie hat auch viel gehortet. Und ich bin auch eher ein Hamster als dass ich ein zwanghafter Ordnungsfanatiker bin wie mein Bruder Andreas.

Mir geht es jetzt ein wenig besser. Der Blog entlastet mich etwas. Ich hoffe dass ihr ihn nicht zu frustrierend findet. So Psychoblogs sind immer sehr anstrengend für den Leser.

 

 

 

Den Anfang machen ist das schwerste!

Heute war wieder so ein Tag an dem ich einfach nicht in die Gänge kommen konnte. Gegen Mittag habe ich beschlossen mich  zu waschen und mir einen Haferbrei mit Apfelmuß zu zubereiten.

Danach wollte ich die Küche putzen. Den Anfang machen viel mir sehr schwer. Was mir hilft ist Musik anzumachen. Ich legte eine CD von Nathalia Imbruglia in meinem Schlafzimmer auf, so dass ich die Musik in der Küche hören konnte und dann ging es von ganz alleine. Ich habe eine Stunde die Küche geputzt. Zur Belohnung fahre ich noch einkaufen. Unter anderem will ich Fotos zur Illustration meines Terminkalenders ausdrucken.

Ein Bild zeigt einen „community garden“ von der  Prince Edward Island. Es ist eher ein großes buntes eingezäuntes Gemüsebeet. Dann die Kußszene bei meiner standesamtlichen Verpartnerung und dann noch das Foto eines schönen Rhodeländerhuhns. Das nutze ich zur Motivation. Schließlich geht es ja um eine gute Bezihung und um mein Glück als Kleingärtner und Hühnerhalter in der  Zukunft.

Ich will versuchen am frühen Abend noch die Quitten von meine Schulfreundin Jutta einzukochen. Ich will Kompott daraus machen.