Der Gesundheitszustand meines Vaters lässt mich über meine eigene körperliche Gesundheit nachdenken

Mein Vater stand kurz vor dem Herzinfarkt. Er hatte starke Brustschmerzen, Wasser in der Lunge und wahrscheinlich einen Lungenentzündung. Er ist heute als Notfall ins Krankenhaus gekommen und hat einen Stend bekommen und ich hoffe das es ihm dadurch dauerhaft besser geht.

Ich denke an meinen eigenen Lebenswandel und den Bluthochdruck meiner Mutter. Das ist ja schon paradox das ich eine Form von ADHS habe und ich zu wenig Bewegung bekomme. Auch das essen von Süßigkeiten ist ein Problem. Bisher geht es meinem Herzen ganz gut, außer das ich einen zu hohen Ruhepuls habe und dagegen Betablocker nehme. Der viele Kaffee den ich trinke ist aber gut fürs Herz, auch Nierenprobleme habe ich nicht. Dennoch wäre eine Diät in Verbindung mit Sport gut für mich. Ich versuche weniger Süßigkeiten zu essen und mehr Obst, insbesondere Äpfel zu essen.

In meinem Blut sind die Nitroglyceride zu hoch. Das liegt am hohen Zuckerkonsum. Die ist eine Gefäßschädigende Körperfettart. Allerdings esse ich auch viel fetten Fisch das ist gut für die Gefäße. Insbesondere die Omega3 Fettsäuren in Hering und Lachs sind sehr gesund.

Dennoch mache ich zu wenig Sport. Ich überlege wieder schwimmen zu gehen. Mittlerweile schwimme ich 40 Minuten auf dem Rücken. Das ist wenig aber ein Anfang. Außerdem will ich mehr Fahrrad fahren. Sport ist nicht nur gut für den Körper auch für die Psyche ist das gut. Auch eine Methode um mit Prokrastination besser umzugehen weil dort ja der innere Schweinehund überwunden wird. Ich will jetzt versuchen mein Leben zu ändern. Mehr Obst essen, weniger Süßes und mehr schwimmen gehen und manche Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen.

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In meiner Kindheit war meine Familie schwierig

Ich habe gestern den Film „Der Junge muss an die Frische Luft“ über Hape Kerkelings Kindheit gesehen. Was mit gut gefiel das Hape als Kind mehrere vertraute Erwachsene Bezugspartner wie seine Großeltern hatte. Die sind bei mir ausgefallen. Nicht das sie früh verstorben waren, aber meine Oma väterlicherseits war eine sehr kühle, distanzierte Frau. Die Oma mütterlicherseits war eine sehr eigenwillige aber liebe Frau.  Sie bastelte uns  Spielzeug und häkelte und strickte für meine Puppen. Einmal nähte sie sogar von Hand ein Kleid für Barbie. Ursprünglich gab es keinen Kiosk in der Siedlung, so dass wenn wir nichts Süßes im Haus hatten warten mussten bis die Eltern in die Stadt fuhren und etwas kauften. Die Oma mütterlicherseits zeigte aber uns wie man Karamell macht. Meine Eltern haben sich in  meiner Kindheit nicht gut verstanden, die Oma väterlicherseits wiegelte meinen Vater gegen meine Mutter immer auf. So weit ich  mich noch erinnern kann. Oma war halt sehr schwierig. Zum Opa väterlicherseits hatte mein Bruder ein besser Verhältnis, da er mit dem Motorroller auf den Feldern fahren durfte. Ich bin mal mit Opa mit gefahren, das hat mir sogar gut gefallen. Also so schlimm war alles auch nicht, aber ich fühlte mich innerlich einsam.

Ich war schon immer ein sehr verschlossenes Kind und lebte in meiner Fantasiewelt. Ich fühlte mich als Kind sehr einsam und spürte früh das an mir etwas anders ist. Das ich schwul bin wusste ich aber schon mit 9 oder so. Die ersten romantischen Fantasien mit Männern hatte ich mit 5. Aber warum ich so viel geweint habe und überfordert war, war mir nicht klar. Das ich vielleicht ADS haben könnte habe ich erst gemerkt da war ich schon 23 da habe ich einen Artikel in der Brigitte in der Ausgabe einer Kollegin gelesen und meine Hausärztin sagte das mein Messiesein etwas mit ADS zu tun haben könnte . Verstanden habe ich aber nicht was es bedeutet. Ich habe viel getagträumt und war chaotisch. Das mit der Reizfilterstörung habe ich erst verstanden als ich mich intensiver damit beschäftigt habe. Diagnostizieren ließ ich mich erst mit 39.

Bei mir hat keiner gesagt Du bleibst Junggeselle, nein eine Tante sagte ich sollte ein Mädchen werden. Ich glaube das ich so feminin bin ist für mich auch ein Problem. Im Alltag nicht. Ich habe es ja häufiger mit älteren gebildeten Leuten zu tun. Da gibt es wenig Ausgrenzung. Aber als Kind musste ich schon ein Doppelleben führen. Und nicht zugeben das ich gerne mit Puppen spielte und häkelte. Das war wirklich schwierig.

Mina Teichert veröffentlicht im Mai neues Buch über ADS und Partnerschaft

Mina Teichert, die ja schon den ersten deutschen Roman über ADS im Erwachsenenalter „Neber der Spur aber auf dem Weg“ geschrieben hat, schreibt einen neuen autobiografischen Roman über ihr ADS und Partnerschaften. Eine Dumme Kuh hat dafür gesorgt das sie jetzt glücklich mit einem Bauern verheiratet ist.

Das Buch heißt „Bruchlandung auf Wolke 7“.  Ich kann zu dem Thema nicht so viel beitragen weil ich nur eine sehr lange Beziehung habe. Es gab da noch eine Liebe die ungefähr einen Sommer gehalten hat, aber die zähle ich nicht richtig.

Was toll an meiner Beziehung ist das mein Mann mein Chaos meistens toleriert, bis auf das was ich in der Küche veranstalte. Und was er auch selbstverständlich macht er teilt meine Medikamente ein. Ich vertue mich sonst leicht mit ihnen. Was glaube ich etwas ungünstig ist das wir beide Antriebsprobleme und eine Dysthemie haben. Unsere Beziehung wäre leichter wenn wir beide psychisch gesünder wären.

Glück bedeutet Aktivität

Wenn ich ehrlich bin, bin ich ein sehr passiver Mensch. Ich glaube das für viele Menschen Glück bedeutet etwas zu tun. Ich empfinde Glück beim Handarbeiten oder manchmal auch beim Kochen. Ich glaube das mehr Glück für mich Aktivität bedeutet. Ich will heute abend die Küche aufräumen und putzen, was ich sonst vernachlässige und noch handarbeiten und oder lesen.

Mein vor Strattera ich wo ich noch geträumt habe bedeutete Glück irgendwo zu sein. Ich habe von der perfekten Stadt geträumt in der ich lebe. Ich habe viel gutes aber auch in meiner Heimatstadt gefunden. Schon alleine durch die altkatholische Gemeinde bin ich viel weniger isoliert und da auch als schwules Mitglied akzeptiert. Meine Sehnsucht nach Natur die muss ich noch erfüllen. Das kann ich auch durch Aktivität in dem ich häufiger in den Waldteil eines Parks in der Nähe gehe. Der Park ist zwar klein aber wenn ich überhaupt nicht hin gehe habe ich auch nichts nur meine Träume von Natur.

Was mich frustriert ist das ich nicht mehr tagträume wo zu sein, aber auch nicht die Möglichkeiten meiner Umgebung nutze und das ist wirklich ein Dilemma das ich nocht überbrücken muss. Prokrastination ist ein Problem das immer noch besteht. Es hält mich vor dem Glück ab. Ich vermeide es glücklich zu sein so bizarr wie es auch klingt und das muss nicht sein.

Bin ich etwa glücklich?

Heute habe ich in Gösta Berling von Selma Lagerlöf geschmökert. Es geht da auch um Liebe zu schönen reichen Frauen. Ich dachte danach das die Partie die ich gemacht habe eher dem der armen Kavaliere auf Ekeby entspricht. Nur um klarzustellen mein Mann ist kein Tagedieb. Aber im Grunde bin ich ziemlich glücklich. Klar ich träume noch von einem Grabelandgarten aber ansonsten sind mir materielle Dinge nicht so wichtig.

Mein Leben ist gut. Ich habe Freunde und nette Bekannte. Mein soziales Leben war nie besser. O. K. ich fahre nie in Urlaub mache aber Ausflüge mit meinem besten Freund.

Das mein Mann häufiger depressive Phasen hat, das ist der einzige Wermutstropfen. Ich mache mir auch nicht mehr so viele Sorgen über den Zustand der Wohnung. Ich versuche ihn zu akzeptieren. Und ich genieße einfach meine Trägheit. Das heißt nicht das ich nicht arbeiten will. Ich denke immer noch daran Alltagsbegleiter für Senioren zu werden. Ich hoffe das klappt endlich im nächsten Jahr. Und ich habe seit der Psychose eine neue Leidenschaft entdeckt das lesen. Also habe ich nur wenig Grund traurig zu sein.

 

Weihnachtsvorbereitungen auf den letzten Drücker

Das Einkaufen der Weihnachtsgeschenke fällt mir leicht. Ich hatte schon sehr früh alle Weihnachtsgeschenke beisammen. Aber das putzen fällt mir immer noch schwer. Ich habe erst heute so richtig mit dem Weihnachtsputz angefangen. O. K. etwas Staub gewischt habe ich vorher schon. Ich putze immer erst auf den letzten Drücker und dann auch nur sehr oberflächlich weil nur wenig Zeit bleibt. Ich hoffe das nur noch das Kochen am Montag, also Heillig Abend anfällt und das bis dahin alles gemacht ist. Die Chancen stehen gut dieses Jahr. Ich muss morgen nur noch ein Fenster putzen, dekorieren und den Flur ein wenig aufräumen und absaugen und hoffe dass dann alles geschafft ist.

Meine Mum schafft dieses Jahr gerade so alles für Weihnachten vorzubereiten. Sie ist wirklich gebrechlich geworden mit ihren 77 Jahren. Meine Oma war in dem Alter fitter.

Ich hoffe sie schafft es noch alles rechtzeitig zu machen. Sie will Heillig Abend noch eine Torte machen. Daran könnte es noch hapern. Vielleicht müssen wir nächstes mal muss ich wohl mehr helfen. Ich glaube nicht das sich ihr Gesundheitszustand noch stark verbessert. Die Großcousine von meinem Mann bringt uns zu meinen Eltern, die in einer Nachbarstadt leben, hin. Sie fährt noch recht sicher Auto. Ich hoffe es klappt alles. Es liegt aber nicht daran das ich mir keine Mühe gebe. Im letzten Jahr war alles noch chaotischer dafür ist aber meine Mutter fitter. Ich fühle mich so überfordert manchmal.

Ich kann halt nicht alles, vieles fällt mir immer noch schwer. Mal schauen was die Tage bringen ich werde Euch liebe Follower auf dem laufenden halten.

Weiterer Lucy Maud Montgomery Roman Deutscher Übersetzung

„Magic for Marigold“ ein weiterer Roman von Lucy Maud Montgomery über ein verträumtes Mädchen wurde von einem deutschen Verlag übersetzt. Der Roman heißt auf deutsch Marigolds Magie.

Ich habe mich mit dem englischen Original etwas schwer getan vielleicht lese ich zumindest die Übersetzung.

Das Mädchen Marigold hat eine imaginäre Spielkameradin. Man muss nicht unbedingt an ADS denken wenn Kinder viel tagträumen. Nur wenn sie es nicht steuern können ist das ein Problem. Manchmal tun das Kinder auch aus Einsamkeit oder um mit schwierigen Verhältnissen klar zu kommen. Die Gründe bei Marigold sind mir nicht bekannt. Bei Anne auf Greengables wird eindeutig ein Mädchen vom unaufmerksam-/impulsivem Subtyp beschrieben der bei Mädchen am häufigsten vorkommt.

Gemischte Gefühle

Mein Gatte pflegt seine Weihnachtsphobie wie jedes Jahr. Im Grunde nichts besonderes, kein Grund irgendwie belastet zu sein. Zumindest scheint er die Weihnachtsgeschenke für mich gekauft zu haben. Er hat sich neulich etwas verplappert.

Facebook finde ich manchmal bisschen unheimlich. Doch sind meine bisherigen Erfahrungen mit dem Medium recht positiv und ich habe durchaus gute nette Kontakte.

Bis auf zwei Spinner in einem ADS-Forum die den Krankheitswert von ADS und ADHS in Frage stellten ist alles sehr positiv.

Dennoch ist mir Facebook etwas unheimlich. Für mich ist diese Online Community zu groß und zu Komplex und eine riesige Datentkrake. Ich finde es  positiv um mit einzelnen Leuten zu den ich länger keinen Kontakt hatte Kontakte zu pflegen. Das reicht mir im Grunde. Wenn auch einige der Zufallsbekanntschaften durchaus positiv sind.

Einige der Nachrichten von Facebook waren interessant. Es gab wohl eine größere Studie an Genomen von ADHS Betroffenen die gemeinsame Abweichungen von der Norm zeigten. Es wird jetzt davon ausgegangen das ADHS und ADS zu 75 Prozent auf genetischen Ursachen beruhen. So ganz verstanden habe ich aber den Artikel aber nicht.

Der Kaiser von Portugallien und was noch so ist!

Vor kurzem habe ich durch eine Antalogie an Weihnachtsgeschichten die Literatur von Selma Lagerlöf für mich entdeckt. Unter anderem will ich den „Kaiser von Portugallien“ lesen. In diesem Buch geht es unter anderem um die Psychose der Hauptfigur. Ich war ja selber psychotisch. Größenwahn gehörte auch zu der ersten meiner Psychosen. Ich habe mich als „Messias“ der Schwulen und Lesben gesehen. Ganz schön verrückt nicht wahr.

Für Frauen und Mädchen mit ADHS empfehle ich ja immer noch gerne Anne auf Green Gables von Lucy Maud Montgomery. Auch ich als hypoaktiver Junge konnte mich etwas mit ihr identifizieren.

Heute bin ich zum Zahnarzt überpünktlich gekommen. Ich habe heute nicht so sehr getrödelt ab morgen kann ich dank der neuen Krone wieder herzhaft in einen leckeren Apfel beißen.

 

Ich komme in letzter Zeit immer zum Zahnarzt zu spät

Mir ist das so peinlich ich schaffe es in letzter Zeit nicht pünktlich zum Zahnarzt. Dabei bekomme ich nur ein Provisorium und eine Krone angepasst. Ich vergesse die Zeit vor dem Computer oder bei anderen Tätigkeiten. Außerdem muss ich in einen anderen Stadtteil zu meiner Zahnärztin. Ich werde mir wohl einen Wecker stellen. Zum einen wann ich mich vorbereiten muss, um nicht auf den letzten Drücker meine Brille zu suchen oder meinen Rucksack für die Einkäufe nachher und zum anderen wann ich losfahren muss. Anders wird es wohl nicht gehen. Ich trödel einfach immer zu lange.