Strattera wird auf Dauer billiger

Ich habe im Internet gelesen das es bald schon Generika für den Noradrenalinhemmer Strattera geben soll. Dadurch wird das Medikament billiger. Ich denke für uns in Deutschland ist das nicht so eine wirklich große Neuigkeit. In anderen Ländern wie etwa Polen kann das wirklich ein wichtiges Thema für ADHS Betroffene Kinder sein.Wenn Strattera erschwinglich wird können auch Patienten in anderen Ländern davon profitieren. Das finde ist mal eine gute Nachricht.  Ich vertrage das Medikament gut und mein Blutwerte, insbesondere die Leberwerte und der Blutdruck sind in Ordnung. Strattera ist kein Betäubungsmittel daher ist auch das Reisen mit dem Medikament unproblematisch.

Es wirkt auch etwas antidepressiv und angsstillend. Ursprünglich ist es gegen Depression entwickelt worden nur zeigte es dafür nicht genug Wirkung. Daher hilft Strattera auch gut gegen die Stimmungsschwankungen. Bei mir haben die Stimmungsschwankungen schon sehr früh aufgehört die konzentrationsfördernde Wirkung trat aber erst etwas später ein. Ich finde es ist wirklich ein Medikament dem mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

 

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Geschichte des ADHS und ADS

Hier ein interessanter Link zur Geschichte des ADHS und ADS. Was ich interessant fand, dort sind auch mögliche ADHSler aus der Bibel erwähnt .http://www.ads-krefeld.de/45,0,von-mcd-zu-adhs-ein-kurzer-historischer-abriss-der-adhs,index,0.html

Radikales entrümpeln

Ich habe ja schon mal etwas über ein  ADHS-Aufräumbuch geschrieben. Dort wird radikales entrümpeln gepredigt. Wie wahr das doch ist. Heute habe ich Töpfe gespült die wir die Woche über gebraucht haben. Warum zum Teufel haben wir 5 große Kochtöpfe wo zwei doch sicher reichen würden. Sie verstopfen unsere Küche und unsere Schränke das muss wirklich nicht sein. Bei den Tellern macht das nichts das wir viele haben, die Spülmaschine muss gefüllt werden Gäste bewirtet. Aber warum haben wir zum Teufel wirklich 4 oder 5 große Kochtöpfe. Auch das Gewürzfach könnte ich entrümpeln. Da sind sicher noch Altlasten von Martins Mutter drin die schon 10 Jahr oder so tot ist. Bei meinen Büchern könnte ich sicher entrümpeln und bei der Kleidung sicher auch. Ich ärger mich so sehr über das Gerümpel. Ich denke mein Bruder muss wieder etwas auf die Müllkippe tun. Er hat ein Auto das ist ganz praktisch. Ich ersticke hier an Sachen und die Tuppertöpfe von Martins Mutter nerven auch.

Das Kind in mir

Ich bin auf die youtube videos einer Dänin gestoßen die mit allerhand Nutztieren auf einem Bauernhof wohnt. Sie spricht viel über ihr inneres Kind und hat sich auch ein kindliches Gemüt bewahrt. Ich denke nicht dass ich typisch für alle ADSler bin , aber irgendwie bin ich auch noch ein großes Kind. Ich glaube für uns ist es besonders schwierig Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Ich denke da vor allem auch an eine Kollegin vom Cafe Aufbruch die in einer ähnlichen Lebenssituation ist. Ich denke aber dass das zwei Paar verschiedene Schuhe sind und das nicht unbedingt unser inneres Kind verletzt wurde oder das wir irgendwie zurückgeblieben sind.

Ich denke bei mir allerdings dass ich zu lange in der Tagtraumblase gelebt habe und mir gar keine Gedanken über meine Zukunft gemacht habe. Ich habe einfach in den Tag hinein gelebt. Ich war nicht besonders glücklich aber ich war auch keinen höheren Ansprüchen an mich ausgesetzt. Vieles kommt mir in meinem Leben sehr unreif vor.

Meine Tagträume etwa von einem Leben auf der Prince Edward Island sind so ein Beispiel. Das war purer Eskapismus. Ich glaube das war wirklich kompensatorisch zu dem das ich nicht alleine für mich sorgen kann. Ich versorge ja nicht mal den Haushalt in dem wir Leben ausreichend geschweige denn dass ich  meinen Lebensunterhalt verdiene. Etwas beneide ich diese Hippi-Frau von youtube mit ihrer kleinen roten Kuh. Sie lebt ein Leben wie ich es mir wünsche. Wie sie das finanziert weiß ich nicht.

Ich muss da an den Schlager von Peter Maffay „Josie“ denken, so geht es mir heute noch, dass es mir schwer fällt erwachsen zu werden. Dabei bin ich ein Mann im mittleren Alter. Ich bin 42 und habe noch nichts in die Rentenkasse eingezahlt, das ist erschreckend. Am liebsten würde ich jetzt gerne mich mit einer Fantasie ablenken.

Ich glaube auch dass Süchte bei vielen ADSlern auch eine Form der Realitätsflucht sind. Ich denke bei mir etwa auch an die abgelegte Sexsucht oder auch meine Naschsucht. Beides Dinge die ausfüllen wo kein geregeltes Leben vorhanden ist. Und das ist furchtbar.

Dinge geregelt bekommen ein Ratgeber vom ADDitude Magazine

Ich habe den Ratgeber des ADDitude Magazins, Get things done with ADHD des Additude Magazines heruntergeladen. Leider las ich da nicht viel neues.

Gerade was die Prokrastination angeht habe ich mir Lösungsansätze versprochen. Im Grunde wird nur empfohlen sich für uanangenehme Aufgaben zu belohnen und sich vor unangenehmen Aufgaben mit angenehmen zu stimulieren. Zum durchhalten wird etwa das hören lauter Musik empfohlen. Alles für mich nicht neu.

Einen kleinen Ratgeber zu Sex und ADHD gibt es auch bei Amazon von einer amerikanischen Autorin auf englisch zum runterladen. Sie behandelt so leidige Themen wie ,den Fokus beim Sex zu halten und auch Themen wie Sexsucht. Ich weiß nicht in wie weit sie aber Lösungen bietet. Ich will mir diesen Ratgeber noch unbedingt runterladen, vielleicht habe ich dadurch mehr Spass beim Sex in meiner Beziehung.

Aufräumbuch für ADHSler

Gestern habe ich dieses Buch auf englisch bei Amazon als E-Book runtergeladen:

Organizing Solutions for People with ADHD, 2nd Edition-Revised and Updated: Tips and Tools to Help You Take Charge of Your Life and Get Organized Kindle Edition

Es wirkt vielversprechend und ist von einer Frau die sich professionell mit Haushaltsorganisation beschäftigt geschrieben. Sie ist selber Mutter einer Tochter mit ADHS und hatte auch einige ADHS Klienten. Oberste Priorität in ihrer Fünf Stufen Methode hat die Effizienz und berücksichtigt die besonderen Probleme und Symptome von ADHS. Ich werde von möglichen Erfolgen berichten.

Ich grübel viel

Es ist schon komisch als hätten sich die ADS-Symptome verschoben von Tagträumen zu Grübeleien. Ich denke irgend wie ständig über mich und mein Leben nach. Ich schaffe den ganzen Tag über nichts auch meinen Hobbys gehe ich kaum noch richtig nach.

Außerdem könnte ich jeden Abend heiß baden und dauernd Süßigkeiten essen. Es ist furchtbar. Manche Konflikte in meinem Leben habe ich nicht gelöst. Ich habe zwar einen lieben Partner dennoch fehlt mir etwas. Ich fühle mich trotz allem einsam.

Das ist nicht immer so, beim Gemeindecafe der altkatholischen Gemeinde bei der ich bin fühle ich mich nicht immer außen vor. Unsere Gemeindemitglieder sind relativ gebildet und ich erfahre dadurch immer mal wieder interessante Dinge. Ich erfahre gerne Neues. Ich brauche immer Anregung und Stimulation. Das könnte etwas mit Sensation Seeking zu tun haben. Ich mag es wenn Fran etwas über die Tier- und Pflanzenwelt in Australien erzählt wo ihre Tochter lebt oder Jonathan über Bücher spricht die er gelesen hat. Ich bin relativ schnell gelangweilt und gernervt. Früher dachte ich das es etwas mit Hochbegabung zu tun hat dass mich so viele Dinge interessieren. Es kann aber eine Mischung aus überdurchschnittlicher Intelligenz und Sensation Seeking sein.

Die Ausgrenzung in der Szene war nicht nur eine Ausgrenzung weil ich feminin und übergewichtig bin sondern auch weil ich intellektuell nicht gefordert wurde. Ich habe nur sehr wenig Spannendes von meinen Schwulen Bekannten erfahren. Das Klischee des gebildeten kultivierten Schwulen stimmt meist nicht. Der Anteil von Männern mit akademischer Bildung oder Abitur ist nur geringfügig größer als bei heterosexuellen Männern. Außerdem fehlten eindeutig die gebildeten femininen Schwulen in meinem Bekanntenkreis. Darunter leide ich auch noch immer etwas dass mir ein Gesprächspartner fehlt. Mit Frauen verstehe ich mich meistens gut. Mir war nicht klar das mir das wirklich fehlt. In Dortmund sind selbst Funktionäre in der Schwulenbewegung relativ wenig gebildet. Und ich vermisse eher „alternative“ Schwule. Wobei alternativ relativ weit gefasst ist. Schwule Hipster gibt es kaum in Dortmund. Es frustriert mich dass Dortmund so provinziell ist. Ich habe ernsthaft zu wenige Freiräume. Mehr Freiheit zum atmen uns ich selber sein fehlt  mir da eindeutig.

Ich nehme mir wenigstens vor häufiger zu den homochrom Filmabenden zu gehen. Und vielleicht gehe ich mal mit Marc im Rekorder einen trinken. Das ist eine Künstlerkneipe bei uns am Hafen.

Ich weiß nicht was mir genau hilft

Mein Problem ist der Antrieb und das Chaos in der Wohnung. Danach auch Stellenweise Vergesslichkeit. So richtige depressive Symptome habe ich nicht mehr. Auch die Selbstabwertung ist nicht mehr so das Problem. Eher die Ordnung in meine Wohnung und in den Gedanken. Es ist auch das Gefühl der Überforderung bei kleinen Sachen.

Ich habe jetzt die CD vom Body Scan wiedergefunden. Ich werde versuchen diese Meditationstechnik anzuwenden. Vielleicht hilft das auch etwas gegen das Grübeln.

Und dann muss ich Sport machen. Meine körperliche Verfassung ist nicht die beste. Ich gehe erst mal wieder schwimmen. Das habe ich ja schon gesteigert, Durch eine Erkältung konnte ich nicht schwimmen gehen. Und danach mache ich mir Gedanken wie ich meinen Alltag sinnvoller organisiere. Ich lebe häufig in den Tag hinein. Eine Psychotherapie bringt nichts das habe ich zu häufig schon versucht.

Die Einkäufe muss ich bündeln dadurch spare ich Zeit und das Einkaufen mit dem Fahrrad erledigen. Ich träume aber so gerne vor mich hin. In der Straßenbahn kann man so schön seinen Gedanken nachhängen. Na da kann der Body Scan helfen und ich könnte mir einen Schaukelstuhl zulegen, obwohl ich nicht hyperaktiv bin, das würde mir auch beim ausspannen helfen. Und ich wünsche mir zu Weihnachten ein Smartphone. Es gibt viele sinnvolle Kalender Apps die bei der Organisation helfen können. Das ist doch schon mal ein bißchen was von einem Plan. Mal schauen wie ich das hinkriege.

Im Rheinland ist die psychosoziale Versorgung von ADHS-Betroffenen Erwachsenen besser

Ich bin ziemlich gefrustet. Das Ruhrgebiet und Westfalen sind eindeutig Stiefkinder was die psychosoziale Versorgung ihrer Bürger angeht. Es werden weniger Psychiater und Psychotherapeuten von den jeweilligen Kammern zugelassen. Außerdem gibt es im Rheinland zwei Rhea Träger für berufliche Reha die sich speziell an Patienten mit neurologischen Leistungsstörungen richten. Diese Träger wenden sich auch speziell an ADHS Betroffene. Es gibt auch eine spezielles Projekt an der Uni Köln dass sich an ADHS Betroffene wendet und einen Kurs zur Verbesserung der sog. höheren Handlungsfunktionen anbietet. Bei uns in Dortmund, Bochum oder auch Essen gibt es nichts vergleichbares. Das Angebot der ADHS-Ambulanz in Bochum ist dagegen relativ schlecht. Im Grunde hat es mir nur klar gemacht wie beeinträchtigt ich bin. Lösungsstrategien wie in Köln wurden weniger geboten. Vielleicht übertreibe ich da, ich denke dass Frau Hölter eine fähige Therapeutin ist. Dennoch gibt es eine Versorgungslücke in Westfalen und das läßt sich nicht einfach so bestreiten.

Ich bin müde und lustlos

Gestern Nacht musste ich eine weitere Tablette von dem niedrigpotenten Neuroleptikum nehmen um zu schlafen. Ich habe sehr lange geschlafen und komme nicht in die Gänge. Dabei wartet ein hungriger Kater auf mich dass ich ihn füttern soll am anderen Ende des Stadtteils. Ich muss mich nicht übermäßig beeilen weil der Kater heute früh noch von der Bekannten gefüttert wurde, sie fliegt erst heute in den Urlaub nach Mallorca.

Ich schreibe im Moment fast täglich einen Blogbeitrag. Wer soll das alles lesen? Es erstaunt mich schon sehr wie viel Mitleid ich mit James aus Bob der Streuner habe. Vielleicht erinnert er mich ein wenig an meine eigene schwierige Lebenssituation, die doch immer um Längen besser war.

Ich habe wieder etwas Fernweh. Ich würde gerne in einer anderen, kleineren Stadt leben. Vielleicht liegt es wirklich daran dass ich mich etwas einsam fühle. Ich habe nur wenige regelmäßige soziale Kontakte. Ich telefoniere täglich mit meiner Mutter und spreche mehrmals die Woche mit dem Verkäufer von unserer Stadtteilbuchhandlung wo ich hin und wieder auf einen Gratis Kaffee hingehe.

Martin sehe ich erst abends. Ich brauche wirklich einen Job. Das ist schon klar warum ich mich so einsam fühle. Im September mache ich aber dann die Umschulung zum Seniorenbetreuer bei den Maltesern.