Außenseiter sein

Ich überlege warum ich so ein Außenseiter bin. Das ADS ist sicher ein Grund dafür. Ich habe nur wenig soziale Kompetenz mir fällt es schwer Bedürfnisse zu formulieren und mich in möglichen Konflikten zu behaupten.

Dann ist da noch ein Problem dass ich sehr feminin und kindlich geblieben bin. Und das ich wirklich für einen Mann ausgefallene Interessen habe. Das ich zum Beispiel handarbeite und mich für Selbstversorgung interessiere.

Ich löse das dadurch dass ich ein tolerantes Umfeld mir suche und wesentlich ältere Freunde habe. Außerdem suche ich mir Freunde mit einem ähnlichen Bildungsgrad. Ich glaube ich habe kaum Bekannte die kein Abitur oder einen Hochschulabschluss haben. Damit geht es mir ein wenig besser. Aber richtig viele Freunde habe ich nicht.

Viele sind auch Außenseiter und haben soziale Ängste. Ich habe zwei schyzoide Männer in meinem Bekanntenkreis und mein Lebenspartner hat ebenfalls eine schyzoide Persönlichkeitsstörung.

Was würde ich mir wünschen. Mehr Kontakt zu Artur und Mathes dem Künstlerpärchen. Obwohl Artur manchmal schon sehr depressiv ist. Aber das sind wir alle mal.

 

Schwul und ADHS – Heinrich von Kleist

Emily von New Moon von Lucy Maud Montgomery habe ich jetzt zu Ende gelesen. Anne of  Green Gabels gefiel mir besser weil das verträumte bei der Protagonistin dieses Romans mehr im Vordergrund war.

Jetzt habe ich eine Biografie von Heinrich von Kleist ausgeliehen. Er war eine sehr tragische Figur. Ich glaube zum Schluss nahm er sich das Leben wie Lucy Maud Montgomery auch.

Ein Liebesbrief an einen Mann ist von ihm überliefert und er zeigte hyperaktive Verhaltensweisen.

Was interessant ist, ich habe in der Kleiststraße gewohnt und habe bei der Telekom eine Ausbildung gemacht. Und Kleist hat sich  mal als Postmeister in Lünen beworben. Ich bin in Lünen aufgewachsen.

Wieder mal ein Buch das sich um einen AD(H)Sler dreht. Ich denke dass es da nicht zu viele Gemeinsamkeiten mit meinem Leben geben wird. Dennoch bin ich gespannt auf die Lebensgeschichte. Prinz Friedrich von Homburg haben wir im Westfalen Kolleg von ihm gelesen. Ich erinnere mich aber kaum noch an das Stück.

Ich werde vielleicht noch etwas über diese Biografie auf dem Blog schreiben.

Ich bin auf jeden Fall gespannt was ich da über ihn erfahre. Mit Hölderlin habe ich mich etwas beschäftigt weil der auch psychotisch war. Und einige Gedichte von ihm habe ich auch gelesen. Das Gedicht Griechenland hat mir gut gefallen. Heute Abend werde ich schon anfangen diese sehr dicke Biografie zu lesen. Vielleicht wäre die Kleiststraße doch die beste Adresse für mich. Jetzt wohne ich in einer Straße mit belanglosen Städtenamen. Aber man kann ja nicht alles haben!

Ich freue mich auf den Herbst

Ich fahre ja selten im Sommer weg, daher freue ich mich auf den Herbst. Weil dann u. a. wieder mehr kulturelle Veranstaltungen sind wo man hin gehen kann. In diesem Jahr freue ich mich besonders auf den Herbst weil ich in Bochum einen Kurs als Alltagsbegleiter bei den Maltesern mache. Ich habe heute angefangen mir eine Tasche zu häkeln in der ich meine Kursunterlagen transportieren kann. Wahrscheinlich nehme ich doch aber eher meinen Rucksack dafür und nur selten diese Häkeltasche. Ich mache die Tasche aus schwarzer und weißer Tweedwolle von Zeemann. Der Kurs fängt am 04. September an und findet an 3 Tagen die Woche Abends von 17 bis 21 Uhr statt und geht bis Ende November. Also lerne ich den ganzen Herbst über Seniorenbetreuung.  Im September fahre ich auch noch zum sog. Dekanatswochende ins Sauerland. Das ist ein Begegnungswochende der altkatholischen Gemeinden von Nordrhein Westfalen.

Vielleicht ist es nicht schlecht das mein Kumpel Marc nach Blankenstein zurückzieht. Der Ort ist ganz schön für besuche. Morgen gehe ich zum Handarbeiten. Ich hoffe das Gitta und Gunda da sein werden, die beiden Frauen kann ich besonders gut leiden. Es kann sein dass ich jetzt am Samstag mit einem Ausflugsdampfer vom Dortmunder Hafen zum Dattelner Meer, einem großen Kanalknotenpunkt, fahre. Ich hoffe dass mich Jemand aus meiner Familie dann begleitet. Martin hat dazu keine Lust.

 

 

Im Moment beschäftige ich mich zu sehr mit mir selbst

Ich beschäftige mich im Moment zu sehr mit mir selbst. Ich habe ja schon häufiger auf dem Blog gejammert das ich keine neuen Impulse bekomme. Meine Lucy Maud Montgomery Phase muss auch ein Ende haben. Ich mag ihre Romane schon auch deren Bücher für Kinder mag ich sehr. Zur Zeit lese ich Emily auf der Moon Farm.

Doch ist das Buch nicht so gut wie die ersten Romane aus der Anne of Greengables Reihe. Mit Anne konnte ich mich leichter identifizieren. Sie war verträumter und plapperte auch viel impulsiver herum als Emily. Auch die schwulen Themen und die um Indianer erfüllen mich nicht mehr. Ich möchte so gerne ein anderer ein neuer Peter sein. Der alte besteht nur aus Defiziten und Problemen. Ich müsste mich mal mit meinem Kumpel Marc treffen. Von ihm bekomme ich immer die interessantesten Impulse.

Ich weiß so gar nicht was mich interessieren soll. Irgendwie ist nichts neues dazugekommen und das seit vielleicht 20 Jahren. Am ehesten würde ich mich noch für die Romane von Terry Prachett interessieren. Die sind wirklich unterhaltsam. Aber den letzten habe ich auch abgebrochen als der zu bizarr wurde. Ich habe mir bei Litfass das geheime Leben des Walter Mitty gekauft, in english of course, aber das hat ja auch etwas mit ADS zu tun, zumindest mit Tagträumen. Ich möchte im hier und jetzt sein. Und nicht von vergangenen Tagen träumen. Ich weiß nicht wo die Reise hingehen soll. Es kommt einfach nichts neues bei mir an. Vielleicht sollte ich mehr fern schauen. Wir haben jetzt mehr Programme und bekommen Sender wie Phönix oder auch ZDF-Neo rein. Da müßte ich doch genügend Anregungen bekommen.

 

Ich wäre glaube ich ein glücklicher Indianer

Ich habe mir ein Buch über das Dritte Geschlecht bei den nordamerikanischen Indianern, also über Berdache oder Two Spirits aus den USA bestellt.

Ich bin so begeistert davon. Ich glaube ich wäre gerne eine Two Spirit Person. Diese Personen beiderlei Geschlechts lebten eine gegengeschlechtliche Rolle oder beide Geschlechterrollen. Sie waren zum Teil Transvestiten obwohl auch eine Mischung aus sowohl männlichen als auch weiblichen Kleidungsstücken üblich war. Sie übten schamanistische Tätigkeiten aus und sog. Mann-Frauen oder He-Shes waren als Ehepartner beliebt weil sie als besonders fleißig und produktiv galten. Eine  Berdache von seiner Bestimmung abzuhalten brachte Unglück. He-Shes waren mir „normalen“ Männern verheiratet und waren weitestgehend gesellschaftlich akzeptiert und integriert.

Manchmal komme ich mir auch irgendwie als wie zu keinem Geschlecht richtig  zugehörig. Ich glaube ich fühle mich schon als weder Mann noch Frau. Ich halte mich aber auch nicht für ein Neutrum, nur halt für irgend etwas zwischen den Geschlechtern. Meinen Körper akzeptiere ich so wie er ist aber mit einer reinen männlichen Geschlechterrolle kann ich mich nicht identifizieren.

Nehmt Euch so an wie ich es getan habe

Dieses Christus Zitat hat eine meiner Handarbeitskolleginnen gestern im Handarbeitskreis angebracht als es um das Thema Toleranz geht. Das ist wie ich finde ein sehr schöner Satz. Wenn man aber daran denkt was die Kirche daraus gemacht hat ist das ein ganz anderes Thema.

Dennoch gefällt mir dieser Satz. Mir selber fällt es schwer Nächstenliebe so zu leben wie es in der Bibel steht obwohl ich mich schon für religiös halte.

Ich denke gerade als Außenseiter ist man darauf angewiesen so angenommen zu sein wie man ist. Eine andere Kollegin sucht zum Beispiel einen Begegnungsort wo sie dazu gehört. Ich glaube beides auch Themen die auch ADSler angehen. Bei mir ist es auch die altkatholische Gemeinde und teilweise auch der Handarbeitskreis.

Mir fällt es schwer selber andere so anzunehmen wie sie sind. Das hat auch mit dem übersteigerten Gerechtigkeitssinn zu tun. Mir fällt es schwerer Dinge so zu akzeptieren wie sie sind. Ich gerate immer wieder in Konflikte mit anderen Menschen. Es ist egal ob in der Schulungsstätte oder in der Schwulenszene. Aber im Grunde habe ich häufig recht. Die Ausbildung beim EWZ in Dortmund ist grotten schlecht und ich wurde angefeindet weil ich eine schulmedizinische Behandlung von ADHS und ADS richtig finde. Aber was soll man schon von so verstrahlten Naturheilkundlern erwarten.

Ich habe Sehstörungen vermutlich durch Risperidon

Ich sehe in der Ferne verschwommen. Es kann sein dass dies durch das Medikament Risperidon kommt. Ich muss mal meinem behandelnden Psychiater an der ADHS-Ambulanz erzählen dass ich Sehstörungen habe. Es kann aber auch sein dass ich einfach eine Brille brauche. Ich bin kurzsichtig geworden. Angefangen hat das damit dass ich die Displays an den U-Bahn-Haltestellen aus einiger Entfernung nicht mehr richtig lesen konnte. Jetzt verschwimmen auch Bilder in Kirchen vor meinem Auge. Ich nehme das Risperidon zur Psychose Prophylaxe und etwas wirkt es auch gegen das Grübeln bedingt durch eine Depression. Zur Zeit nehme ich 2 mg Risperidon am Tag.

 

Phantasie erlauben

Ich versuche alles zu meiden was mich von der Realität ablenkt. Es kann sein dass ich deswegen auch depressiv bin, weil mir das Leben dadurch weniger Spass macht.

Ich denke aber dass ich mir etwas Fiktion und Phantasie erlauben sollte. Meine Identität macht es schon aus das ich von vergangenen Epochen fasziniert bin. Und es ist o. k. wenn ich nicht Romane lese die in der Großstadt in der Gegenwart spielen.

Ich denke ich habe häufiger Sehnsucht nach meiner Kindheit auf dem Land in Polen.

Klar war da nicht alles gut, aber das Selbstversorgung für mich immer noch ein Thema ist hat ja auch mit der Gegenwart zu tun. Viele junge Leute gärtnern oder halten Hühner.

Und es ist auch o. k. über Homosexualität in anderen Kulturen zu lesen. Ich habe mir ein Buch über sexuelle Vielfalt bei den Ureinwohnern Nordamerikas, also den Indianern, aus den Staaten schicken lassen. Es gibt einen Einblick in eine Kultur die nicht so sexualfeindlich war wie unsere abendländische christliche Kultur teilweise noch ist.

Es ist o. k. sich an einem Nachmittag nur mit Apfelsorten zu beschäftigen und von einem eigenen Obstgarten zu träumen.

Ich denke nur das ein zu viel schlecht ist. Etwa davon  zu phantasieren mit einem Indianer zusammen zu sein oder so etwas. Das wäre unrealistisch. Wenn ich Singel wäre und gesund wäre das aber nicht so schlimm. Ich könnte übers Internet einen kennenlernen und nach Kanada z. B. auswandern.

Fazit etwas spinnen ist o. k, dauernd spinnen nicht.

 

Ich möchte dauernd umziehen

Es ist schon komisch. Heute war ich in einer Gegend unserer Stadt wo ich früher gewohnt habe. Am liebsten wäre ich zurück gezogen. Dabei wollte ich so gerne mit Martin  meinem Lebensgefährten zusammen wohnen und am Borsigplatz gefiel es mir auch. Jetzt wohne ich da und das ein paar Jahre jetzt will ich auch schon wieder wegziehen. Ich bin nirgends wo glücklich und zufrieden. Eine Zeit lang, als ich noch keine Medikamente nahm fantasierte ich davon wieder in einer Kleinstadt wie als Kind leben zu wollen. Aber da war ich auch nicht glücklich. Eine andere Zeit wollte ich entweder nach Holland oder nach Kanada auswandern.

Ich glaube was mir wirklich fehlt sind paar mehr Bekannte in der Umgebung. Mein Kumpel Marc der hier in der Nähe wohnt will wieder in die Heimatstadt seiner Mutter ziehen um sich um sie besser kümmern zu können. In dem Cafe von Borsig11 hängen auch nur komische Leute herum. Vielleicht sollte ich häufiger ins Concordia Art auf eine Waffel und einen Kaffee gehen. Das ist ein Kunstkaufhaus mit Cafe.

Ob es sich lohnen würde einen Handarbeitstreff im Concordia Art Cafe zu machen. Obwohl ich bin schon mit meinem Handarbeitstreff zufrieden. Außer das ich der Hahn im Korb bin und dazu noch der Jüngste. Es wäre sicher gut wenn ich einen Job hier in der Nähe hätte und einen Grabelandgarten. Aber das ist ja auch klar. Mir fehlen wirklich Freunde aus der Umgebung. Es wäre nett wenn es hier ein Handarbeitskränzchen mit jüngeren Leuten, Frauen vielleicht auch Männern geben würde. Es wäre sicher auch nett wenn es schwule Männer geben würde die Handarbeiten. Ob ich mal eine Anzeige in einem Stadtmagazin aufgebe? Irgendwie habe ich keine Elan dazu. Auf jeden Fall könnte ich ein zwei Freunde mehr gebrauchen die auch hier in der Nähe wohnen. Ich kenne noch flüchtig zwei etwas ältere Frauen. Aber das wars dann auch. Auf jeden Fall muss da was passieren. Ich werde vielleicht davon berichten.