Seit der Depression und Psychose vor zwei Jahren ist meine Situation total verzwickt und schwierig

Seit der Depression und Psychose vor zwei Jahren ist meine Lebensituation ganz schwierig. Die Aussichten eine neue Umschulung als Seniorenbetreuer zu bekommen sind in weiter ferne gerückt. Es gibt ein sehr negatives Gutachten einer Arbeitspsychologin die mir die Belastbarkeit und die notwendige Konzentrationsfähigkeit für eine erneute Umschulung abspricht. Ich kann auch nicht auf eigene Faust die Umschulung bei den Maltesern machen, weil das dafür notwendige Praktikum dafür vom Arbeitsamt genehmigt werden muss. Ich hoffe ich fange mich bald, mir ist zum heulen. Das einzige was ich machen kann ist ein 1 Euro Job in dem Bereich. Vielleicht hilft mir da ein gutes Zeugnis aus der Patsche. Ich könnte auch nach der Psychotherapie auch eine medizinische Reha beantragen. Es gibt Fachkliniken für medizinische Reha für Erwachsene mit ADS unter anderem in Bad Bevensen und Bad Bramstedt. Bei der beruflichen Reha am BTZ habe ich in der sogenannten KOM-Maßnahme zu viele Fehler gemacht. Ich kann handwerkliche Sachen nicht so besonders gut. Und kaufmännische Sachen fallen mir auch schwer. Das beste wäre ich mache erst die Gruppenpsychotherapie und gleichzeitig sollte ich versuchen einen 1 Euro Job im Seniorenbereich zu bekommen. Und danach vielleicht eine medizinische Reha zu beantragen.

Advertisements

Meine Gedanken sind so chaotisch wie unsere Wohnung

Manchmal weiß ich nicht so recht an was ich denken soll. Alles scheint gleich wichtig zu sein. Irgendwie fällt es mir schwer Ordnung in meine Gedanken zu bringen. Vielleicht sollte ich das „Bullet Diary“ intensiver nutzen um meine Gedanken besser zu ordnen.

Ich finde unsere Umgebung auch „unordentlich“ Wenn ich meine alltäglichen Besorgungen machen will muss ich immer zu verschiedenen Orten fahren. Vielleicht sollte ich es mir angewöhnen mit dem Fahrrad zu einem Einkaufszentrum in der Nähe zu fahren das mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen ist. Es wäre schön wenn an der Haupteinkaufsstraße unseres Stadtteils mehrere Supermärkte sein würden. Früher war das schon der Fall. Zwei Supermärkte an der Straße haben geschlossen und die anderen Einkaufsmöglichkeiten sind weiter weg. Ich würde mir eine Drogerie und einen Discountsupermarkt in der Nähe wünschen.

 

Ich denke immer auch an andere

Heute war ich in der ADHS-Ambulanz im Landeskrankenhaus. Leider wurde meine Erwartung enttäuscht. Elontril und Strattera läßt sich so nicht ohne weiteres kombinieren. Der Rat des Arztes zu meine Antriebslosigkeit war nach psychischen Gründen in der ambulanten Psychotherapie zu suchen.

Irgendwie fällt mir immer wieder auf das der behandelnde Psychiater immer etwas leidend aussieht. Ich denke auch daran das er vielleicht auch Probleme hat. Ich denke generell immer an andere. Eine Kollegin vom Handarbeitskreis habe ich auch in der Klinik besucht. Sie machte aber keinen schlechten Eindruck obwohl sie wohl stark depressiv ist. Das fand ich beruhigend. Sie hat noch Appetit und Freude am Handarbeiten.

Mein Arzt macht mir ein wenig Sorgen. Nicht das ich mich schlecht behandelt fühle, weil er nicht auf jeden Impuls des Patienten eingeht. Das zeichnet ihn eher aus. Ich kenne viele ADSler die immer nur nach einer medikamentösen Lösung suchen obwohl auch eine Verhaltenstherapie oder Verhaltensänderung notwendig ist. Der Therapeut der die Gruppe macht, in die ich ab Mitte Juni hingehe macht einen kompetenten Eindruck. Vielleicht fällt auch den Mitpatienten etwas dazu ein. Dennoch ist das kein so gutes Gefühl wenn man daran denkt das ein Facharzt nicht so glücklich ist. Ich denke schon dass der Beruf sehr anspruchsvoll und anstrengend ist. Er ist auch gleichzeitig Chefarzt einer Abteilung, daher kann es sehr gut sein dass der Beruf an ihm zehrt. Ich denke das es viele Menschen die in den Gesundheitsberufen arbeiten nicht so gut geht. Und das dies doch eigentlich ein frustrierende Tatsache ist.

Jetzt benutze ich den Blog zum prokrastinieren – Aufschieberitis läßt grüßen!

Eigentlich habe ich nichts besonderes zu erzählen. Mir ist etwas langweillig und ich denke ein Blogbeitrag ist fällig.

Ich weiß nicht genau warum ich mich so sehr vor der Hausarbeit drücke. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wo ich zu Hause anfangen soll. Ich glaube was gut sein würde, wenn ich ganz feste Zeiten fürs Putzen hätte. Das ich jeden Tag ein bis zwei Stunden wenigstens etwas im Haushalt gemacht hätte. Und natürlich müssen wir viel Gerümpel wegwerfen.

Ich schiebe so viel auf. Zum Beispiel einige Handarbeitsprojekte zu Ende zu bringen. Außerdem  wollte ich unbedingt noch Holunderblütenmarmelade kochen, wenn es so weiter geht ist die Saison vorbei und ich habe wieder nichts gemacht. Manchmal mache ich abends nichts anderes als Radio zu hören. Ich denke ich nerve Euch liebe Follower mit meinem gejammer über den mangelnden Antrieb. Irgend etwas muss passieren. Ich werde am Dienstag den Psychiater danach fragen was man machen kann. Die Medikation zu wechseln kann ich mir nicht so wirklich leisten. Außerdem habe ich Angst vor den Nebenwirkungen. Ich nehme ja 100 mg Strattera ein. Vielleicht kann man das mit Elontril kombinieren. Das ist ein Antidepressivum das ganz ähnlich wirkt wie Amphetamine.

Keine Ahnung ob das dauerhaft hilft. Ich habe Elontril genommen und die Stimmungsschwankungen waren schlimm. Aber der Antrieb war etwas besser.

Ich bin ratlos.

Heute war ein guter Tag

Heute war ich für einen Donnerstag erstaunlich aktiv. Ich war im Park/Wald spazieren und habe unser Gewürz- und Backzutatenschrank ausgemistet und geputzt. Da waren noch Gewürze von meiner Schwiegermutter drin die vor ungefähr 10 Jahren verstorben ist. Am Schluss war eine Supermarkttüte voll mit abgelaufenen Gewürzen und Hefe und Backpulverpäckchen. Habe alles auch sauber gemacht und mit Essigessenz abgewischt. Endlich habe ich genug Platz für die neuen Gewürze. Habe in einem Buch von John Seymour gelesen das man aus getrockneten Kapuzinerkresseblättern die gemahlen werden eine Art Pfeffer herstellen kann. Werde das auf jeden Fall ausprobieren wenn meine Pflanzen groß genug sind. Zur Belohnung kaufe ich mir Pfefferminze und Zitronenmelisse als Pflanze. Einen Tee aus diesen Kräutern zu trinken tut mir abends sicher mehr gut als der dauernde Schwarze Tee.

Radikales entrümpeln

Ich habe ja schon mal etwas über ein  ADHS-Aufräumbuch geschrieben. Dort wird radikales entrümpeln gepredigt. Wie wahr das doch ist. Heute habe ich Töpfe gespült die wir die Woche über gebraucht haben. Warum zum Teufel haben wir 5 große Kochtöpfe wo zwei doch sicher reichen würden. Sie verstopfen unsere Küche und unsere Schränke das muss wirklich nicht sein. Bei den Tellern macht das nichts das wir viele haben, die Spülmaschine muss gefüllt werden Gäste bewirtet. Aber warum haben wir zum Teufel wirklich 4 oder 5 große Kochtöpfe. Auch das Gewürzfach könnte ich entrümpeln. Da sind sicher noch Altlasten von Martins Mutter drin die schon 10 Jahr oder so tot ist. Bei meinen Büchern könnte ich sicher entrümpeln und bei der Kleidung sicher auch. Ich ärger mich so sehr über das Gerümpel. Ich denke mein Bruder muss wieder etwas auf die Müllkippe tun. Er hat ein Auto das ist ganz praktisch. Ich ersticke hier an Sachen und die Tuppertöpfe von Martins Mutter nerven auch.

Angefangene Projekte zu Ende bringen

Ich habe vor mir eine Liste von angefangenen Projekten zu machen und diese dann zu Ende zu bringen. Seit über einem Jahr liegt ein angefangener Poncho der nur noch zusammengehäkelt werden müsste herum und andere Handarbeitsprojekte die ich zu Ende bringen muss. Auch Bücher die ich gekauft habe aber dann doch nicht gelesen habe will ich in die Liste eintragen. Ich trage das in mein Bullet Journal ein und versuche es  mir in eine Todoliste für die folgende Tage und Wochen zu verteilen. Ich bin gespannt ob ich das durchhalte. Auch bei meinen Topfgarten hinke ich hinterher. Ich will noch Tomaten und Paprika ziehen und Kartoffeln setzen. Vielleicht wird ja etwas daraus.

Was soll ich lesen?

Mir geht der Lesestoff aus. Könnt ihr liebe Follower mir etwas zum Lesen empfehlen?

Also was habe ich in letzter Zeit gelesen? Viele Bücher von Lucy Maud Montgomery wie einige Bücher aus der Anne Reihe, weil da Tagträumer drin vorkommen. Ich habe einen historischen Roman über u. a. die Sklaverei in Surinam in Südamerika gelesen. Dann alle Romane und Geschichten um Bob den Streuner. An schwulen Romanen „Ruf mich bei meinem Namen“ und „Holding the man“. Kann mir jemand eine positive schöne Geschichte empfehlen. Gerne auch um einen Tagträumer oder eine Tagträumerin.

Ach so Gerald Durells “ my familiy and other animals“ habe ich auch gelesen, war sehr unterhaltsam.

Ich freue mich echt auf Euer Feedback.

Einsamkeit

Ich muss über einen Bekannten nachdenken. Er ist sehr trendbewußt, ganz anders als ich und hat auch oberflächlich betrachtet keine sozialen Ängste. Er arbeitet in einem Beruf mit viel Kundenkontakt und bewältigt small talk perfekt. Damit habe ich z. B. Probleme. Dieser Bekannte hat trotzdem außer seinen Partner keine engen Freunde.

Das schockt mich ein wenig, denn selbst mein schyzoider Mann hat eine Kumpeline mit der er heute Computer spielt und Scince Fiktion Serien guckt. Und ich habe auch einzelne Freunde.

Ich kann Einsamkeit nicht gut ertragen. Ich komme auch nicht gut damit klar wenn ich Donnerstags abends alleine bin. Martin mein Mann ist so etwas wie ein Beruhigungsmittel für mich. Seine Anwesenheit strahlt so etwas ruhiges und gemütliches aus, dass ich mich richtig wohl fühle. Alleine schaffe ich es mich nicht so recht zu beschäftigen. Wenn Martin da ist lese ich oder handarbeite zumindest. Wenn ich alleine bin gelingt mir putzen und aufräumen, wenn ich es dann mache besser, weil Martin mich nicht ablenkt. Aber lesen und Handarbeiten kann ich gut in seiner Nähe.

Mein Vater hat auch keinen Kumpel. Ganz selten unternimmt er etwas  mit einem seiner Brüder etwas. Ich weiß nicht was wirkliche Einsamkeit ist. Wie man das versteht. Es gibt glaube ich verschiedene Formen von Einsamkeit. Wie temporäre bzw zeitweise Einsamkeit, oder geistige Einsamkeit wenn einen Niemand versteht.

Von wem fühle ich mich am Besten verstanden? Ich denke schon von den engsten Freunden. Viele von ihnen haben etwa auch soziale Ängste und eine ähnliche politische Einstellung und ähnliche Interessen.

Ich bin eher temporär einsam als geistig einsam.

Schwul und einige Pfunde zu viel auf den Rippen

Bodyshaming ist ja in der Szene sehr weit verbreitet. Ich selber wurde nur selten wegen meines Übergewichts ausgegrenzt und ich hatte durchaus meine Verehrer und Kontakte. Obwohl ich schon feminin und pummellig bin.

Wenn ich jammerte das ich keinen Mann abbekomme weil ich zu dick bin, wurde ich immer damit getröstet dass ich vielleicht einem reichen Scheich aus dem nahen Osten gefallen würde, weil die Schönheitsideale dort anders sind. Manchmal als äterer schwuler Mann habe ich mir gewünscht auf Thaiti zu leben weil dort üppige Formen als schön gelten und feminine Schwule nicht ausgegrenzt sondern eher verehrt werden.

Ich hatte wie gesagt auch meine Abenteuer und  Erlebnisse aber nur wenige feste Beziehungen. Martin mein Mann war früher viel zu dünn und jetzt ist er etwas üppiger was mich beides nicht besonders stört.

Ich denke schon das man als schwuler übergewichtiger Mann recht glücklich sein kann. Aber es kostet sehr viel Selbstbewußtsein, das nicht viele haben. Dennoch heißt Übergewicht nicht automatisch Einsamkeit. Ich fand die Ausgrenzung von femininen schwulen Männern extremer.  Dick und tuntig zu sein kann schwierig sein. Aber wie gesagt ich habe mit 22  meinen jetzigen Mann kennen- und lieben gelernt.

Es gibt ja in der Szene auch die Bären und Daddys die üppiger sein dürfen. Und es gibt schlanke Männer die Fatadmirer sind oder denen es egal ist. Ich kann nur sagen dass man sich nicht einschüchtern lassen soll. Auf jeden Topf passt ein Deckel und auf so manchen bauchigen Topf passt ein filigraner Deckel wie bei mir und Martin.