Gedanken gegen den Dortmund Blues!

Im Grunde bin ich sehr unzufrieden mit meiner Heimatstadt Dortmund. Die Stadt ist sehr zersiedelt, große zusammenhängende Wald- und Naturflächen gibt es in unserer Stadt nicht. In Duisburg ist das zum Beispiel der Fall. Der Stadtwald ist dort 10 qkm groß. Auch an schönen historischen Gebäuden fehlt es in Dortmund. Durch meine persönliche Lebenssituation bin ich aber gezwungen in dieser doch etwas tristen Stadt wohnen zu bleiben. Mit diesem Artikel möchte ich mich etwas trösten.

Was gefällt mir an Dortmund? Also ich  mag unseren Kanal mit seinem  Hafen. Jedes Jahr mache ich mindestens einmal die Hafenrundfahrt. Sie führt durch alle Hafenbecken an dem Straßendorf Deusen mit seinen Wiesen und Feldern und einer großen begrünten Abraumhalde vorbei.

Das Dortmunder Hafenviertel ist auch von der Gastronomie wesentlich innovativer als es etwa vergleichbare Viertel in Duisburg oder auch Münster sind. Es gibt ein halbes Dutzend neuer sehr urbaner Szenekneipen und Treffs im Hafenviertel.

In Deusen auf einer Halde gibt es einen sehr schönen Teich der sehr naturnah ist und wo viele Felsenbirnen wachsen. Die stacheligen Früchte sind sehr mühsam zu Pflücken geben aber gekocht aber gutes Gelee oder auch Marmelade ab. Der Teich ist botanisch geshen sehr vielfältig bewachsen. Für mich und meinen Mann ist das auch ein beliebtes Ausflugsgebiet. Auch das Arboretum vom Rombergpark mit seinem Nordamerika-Teil gibt mir das Gefühl für einige Momente in einem kanadischen oder nordamerikanischen Wald der Atlantikregion zu stehen.

Ich mag Akustikgitarrenmusik. Im Torhaus im Rombergpark gibt es was klassische Musik auf diesem Instrument angeht immer wieder Konzerte aus einer regelmäßigen Veranstaltungsreihe. Auch im „Rekorder“ am Hafen und in der Pauluskirche gibt es Auftritte von „Singern und Songwritern“ in Begleitung einer Gitarre.

An historischen Gebäuden gibt es nicht mehr sehr viele in der Innenstadt. Doch alle Innenstadtkirchen sind mittelalterlichen  Urspungs und haben wunderschöne Altarbilder. Die Marienkirche hat ein wunderschönes Altarbild von Conrad von Soest und die Petrikirche beherbergt das sogenannte „Goldene Wunder“. Das ist das bildreichste Werk der mittelalterlichen Kunst in Deutschland oder auch Europa, und ist ein riesiger vergoldeter Schnitzaltar aus Antwerpen. Das Azad Gebäude aus rotem Sandstein finde ich schön und natürlich die historische Häuserzeile gegenüber der Reinoldikirche. Die Marienkirche ist mit Abstand die schönste hiostorische Kirche in der ganzen Umgebung. Die Fenster des Chores der Reinoldikirche sind ebenfalls sehr prächtig wie auch die Figuren von St. Reinoldus und Karl dem Großen.

Ich wohne in der Dortmunder Nordstadt die das größte Zusammenhängende Altbauwohngebiet mit vielen Gründerzeithäusern im Ruhrgebiet ist.

In Eving gibt es einen größeren Wald das   sog. Grävingholz und den Süggelwald. Dort hält Jemand auch Kängurus und es gibt dort auch ein Wildgehege.

Der Staudengarten im Rombergpark ist sehr schön und auch der Rosengarten vom Westfalenpark.

Unsere altkatholische Gemeinde bekommt eine neue Pfarrkirche. Sie hat eine schöne Holzfurnierdecke und schöne blaugetönte große Fenster. Ich glaube jetzt ist schon  mein Dortmund Blues weg. Obwohl mir viele andere Städte besser gefallen wie etwa Raststatt, Karlsruhe oder Oldenburg.

 

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Rubensfrauen und Spargeltarzane

Ich fühle mich manchmal richtig strange. Also ich mag ja Spargeltarzane sehr gerne. Eine Freundin sagte ich würde Fischgräten mögen weil fast alle Männer die ich mochte sehr schlank waren. Klar da gab es auch den einen oder anderen der üppig war.

Dünne Männer sind in der Szene wirklich nicht beliebt. Es grasiert das Fitnessfieber. Manchmal sieht das ganz komisch aus. Wenn ein tuckiger Typ mit Schultern wie ein Bauarbeiter in einer Bar oder Party auftaucht. Irgendwie finde ich das bizarr.

Es hat etwas mit unserer Wirtschaftsweise zu tun das untrainierte Männer und dicke Frauen als undatebar gelten.

Unsere Kultur ist sehr  Leistungsorientiert. Man spricht hier auch von der sog. protestantischen Leistungserotik. Ich habe das schon mal erwähnt. Unsere Kultur wurde ja lange sehr von Einflüssen aus den USA dominiert. Der dort herrschende Turbokapitalismus und Individualismus prägt im Grunde die ganze westliche Welt.

Leistung ist die oberste moralische Maxime oder das höchste Gebot. Dicke Menschen gelten als undiszipliniert weil sie ihr Essverhalten scheinbar nicht kontrollieren können. Selbstkontrolle und Selbstdisziplin ist eine Pflicht.

Untrainierte Männer gelten als faul. Sicher gab es auch schon im alten Griechenland Athleten. Aber hier geht es um ein überkommenes Männlichkeitsbild. Ein Mann braucht keine Muskeln mehr, außer auf dem Balzplatz der Datingportale und Nachtclubs.

Dabei will ich nicht häufig genug betonen kann, unser wichtigstes Sexualorgan ist das Gehirn. Wie sieht es mit der Schulung des Gehirns oder unserer Seele aus. Wie liebesfähig sind wir. Ist Liebe dann noch vorstellbar wenn wir nur einem allgemeingültigen Ideal nacheifern. In Wahrheit lieben wir doch das was den Geliebten die Geliebt ausmacht.

Was assoziere ich etwa mit dem Körper meines Spargeltarzans. Ich mag seine Zartheit und Zerbrechlichkeit, sein schmales männliches Gesicht und seine schönen Beine, die mit jedem Tänzer mithalten können.

Mein Assoziationen zu fülligen Menschen ist, das sie genussfähig sind und gerne lachen. Ich kenne kaum einen Menschen der eine ähnliche Figur hat wie ich und nicht gerne lacht.

Wie ansteckend das doch sein kann und wie heilsam wenn man auch Selbstironie hat. Das ist schon ein sehr großer Wert den ein starker Bizeps nicht ausgleichen kann. Was nützt mir ein mießgelaunter Hungerhaken oder ein selbstverliebter Muskelmann.

Ja und füllige Menschen können schön sein. Was wäre die Welt ohne eine Beth Dito, einen Dirk Bach oder dieser blonde Spargel von Moderator mit der leichten Lippenspalte.

Also ich würde ihn daten wenn ich Singel wäre. Ich denke dann noch an Jan aus der Gemeinde der sehr groß und kräftig ist. Wie fasziniert ich doch war als ich sah wie geschmeidig und bedächtig er sich bewegt. Das war schon eine harte Prüfung für mich nicht dauernd Süßholz zu raspeln.

Jeder Mensch kann auf seine Weise schön sein. Es ist egal was in der Mate, Cosmopolitan oder Mens Health steht. Nur jeder ist es auf seine Weise.

Und ich bin übrigens doch nicht asexuell. Ich kann einfach nicht auf Muskelmänner oder Bären. Das ist auch war. Aber wie geht das Sprichwort „auf jeden Topf passt ein Deckel“ und das ist egal was da unserer Kulturelle Norm ist.

Haben alle Ostpreußen deutsche Wurzeln?

Seit meiner Geburt gelte ich als deutschstämmig. Ich bin 1975 in einer polnischsprachigen Familie im sogenannten Ermland geboren. Meine Eltern lebten dort schon vor dem 2. Weltkrieg dort. Die Geschichte der Region ist aber komplizierter.

Vor der gewaltsamen Landnnahme durch den deutschen Orden lebten in dieser Region Ostpreußens der prussische Stamm der Galinder. Ein Teil von Ihnen ist mit den Goten nach Spanien während der Völkerwanderungszeit gezogen und kehrte teilweise als germanisierter Stamm zurück. Der spanische Namen Galindo geht wahrscheinlich auf diesen Stamm zurück. Dieser Teil Ostpreußens der etwa vom Fluss Alle bis zu den großen masurischen Seen geht war sehr sumpfig und dünn besiedelt. Aus dem benachbarten Masowien sind dann Bewohner friedlich (!) eingesickert. Es gab dort deshalb  auch vor der Ordenszeit eine masowisch-prussische Mischbevölkerung. Masowier sind zwar Slawen sind aber ethnisch nicht mit den Polen identisch.

Es handelt sich um unterschiedliche Völker, dies gilt z. B. auch für die Pommern. Die po morsze wohnen, die die am Meer leben.

Dennoch war Masowien ein polnisches Herzogtum. Im übrigen Ostpreußen war der Anteil der deutschstämmigen Bewohner höher. Doch auch da gab es auch noch andere Einwanderungsgruppen wie etwa Schweizer und Niederländer. Letztere waren wegen ihres „Know Hows“ was die Trockenlegung von Land angeht, als Siedler gefragt.

Im südlichen Ermland, das lange Zeit ein kirchliches Fürstentum unter der Oberhoheit des polnischen Königs war, gab es immer wieder auch Ansiedlungen von Polen und Masowiern. Der größte Zustrom an Zuwanderern mit slawischen Wurzeln war nach dem letzten Ausbruch der Pest Ende des 18. Jahrhunderts. Allenstein etwa ist zu dieser Zeit fast ganz ausgestorben wie auch einige Ortschaften in der Umgebung. Der letzte Fürstbischof ich meine es war Ignaz Krasicki, der Dichterfürst, hatte katholische Polen ins Land geholt um den Bevölkerungsschwund auszugleichen. Zumindest lassen sich dadurch die vielen polnischen Nachnamen in Ostpreußen erklären.

Es gab auch Ende des 19 Jarhunderts eine Rückbesinnung auf die slawisch-polnischen Wurzeln. Ein Vertreter davon war z. B. auch der ermländische Volksdichter Andrzej Samulowski.  Eigentlich sind die Ermländer aber auch die Ostpreußen Europäer im besten Sinne.  Den Ostpreußen war ein Schmelztiegel der Kulturen und Sprachen.

Nur die Prussische Kultur wurde an den Rand gedrängt, was wirklich ein Verlust ist. Leider konnte sich diese kleine, fleißige und tapfere Volk nicht gegen die sie bedrängenden Deutschen und Polen behaupten und der verbliebene Rest ist mit Ausnahme vielleicht der Bewohner des Memellandes, nach den Kolonialisierungskriegen , unter den westlichen Siedlern aufgegangen. Doch prägen sie auch die Kultur etwa die Küche und auch teilweise auch die  ostpreußischen Dialekte die noch prussische Begriffe und Gerichte beinhalten.

Die eigentlichen Eigentümer war diese Menschen – nur leider vergessen dass die anderen Einwanderer zu schnell. Wäre es den Prussen gelungen eine einheitliche politische Führung zu bilden wie etwa im benachbarten  Litauen so gäbe es wahrscheinlich keine Deutschen in diesem Teil des Baltikums. Sie wurden mit Feuer und Schwert in den christlichen Glauben gezwungen und ihre Kultur wurde dadurch an den  Rand gedrängt.

Diesen Teil der Geschichte verneinen viele in den Vertriebnenverbänden und das ist chauvinistisch. Es ist auch beschämend das die slawischen Teile der Kultur Ostpreußens häufig geleugnet werden.

Und auch sie war prägend für die Region. Nur leider fallen wir Deutschen immer in die Falle Vielfalt nicht wert zu schätzen und Andersartigkeit anzuerkennen. Und leider ist dies bis heute noch ein Problem.

Singer und Songwriter David Roth eine Entdeckung

In der Stadt und Landesbibliothek bei uns in Dortmund bin ich auf eine CD von David Roth gestoßen.

Mir gefallen sowohl Texte als auch Musik. Im ersten Moment kommen einem die Texte dieses Folkmusikers sehr nach heile Welt und auch  naiv vor. Doch beim weiteren hören merkt man wie viel Tiefgang seine Musik hat.

Die Lieder haben ein breites Spekturm an Themen, wie etwa reife Liebe, Toleranz, aber auch Erwachsen werden und einfache Liebeserklärungen an das Leben und biografische Inhalte.

Mir hat die CD sehr gut gefallen und ich kann mir vorstellen das den treuen Lesern meines Blogs auch die Musik gefällt.

Sie hat viel echte Warmherzigkeit und Liebe. Auf youtube kann man einige seiner Lieder hören.

Leider ist nur eine einzige CD von ihm in Deutschland erhältlich und ist bei Stockfish records erschienen und heißt „Will you come  Home“.

Prussische Weihnachten

Meine bessere Hälfte hat mir zu Weihnachten das Sachbuch „Prußen – die ersten Preußen“ von Beate Szillis Kappelhoff geschenkt. Meine sehr hohen Erwartungen an das Buch wurden übertroffen. Die Autorin schildert die Kultur und Geschichte dieses untergegangenen Volkes, so umfassend von der  Vorordenszeit bis zu den Spuren in der Gegenwart, dass es ein großes Vergnügen war das Buch zu lesen.

Sie berichtet zwar auch von den Greuel des deutschen Ordens doch schildert sie auch die Kultur dieses baltischen Volkes über den Alltag, den Religion bis zur Musik.

Gerade was die Religion angeht, war ich beeindruckt wie Naturverbunden diese Kultur war. Es gab viele als heillig geltende Wälder und Gewässer die   nicht wirtschaftlich genutzt werden durften. Auch musste man sich beim Geist des Tieres das man erlegte oder schlachtete entschuldigen. Mit einigen Vorurteilen räumt sie ebenfalls auf, denen der Menschenopfern. Diese kamen vereinzelt zwar vor, doch handelte es sich um Kriegsgefangene die samt ihrem Pferd auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Diese Opfer hatte vorher das Los bestimmt.

Polygamie gab es vereinzelt bei den reichen Magnaten des Stammes. Polyandry gab es allerdings ebenfalls, wenn auch nur selten. Die Bezeichnung für Ehefrau als sogenannte „Unterherrin“ spricht für eine gute Stellung der Frau im sozialen Gefüge der prussischen Gesellschaft. Beide Geschlechter ritten auch kürzeste Strecken auf ihren Pferden und Frauen waren keine Tätigkeiten im Leben verboten.

Die Waldbienenzucht spielte in der prussischen Wirtschaft eine herausragende Rolle. Honig und auch Wachs galten als begehrtes Tauschobjekt im Warenhandel. Die Landwirtschaft war hoch entwickelt  obwohl die Bedingungen im Ostpreußen der Vorordenszeit durch die vielen Sümpfe dafür nicht unbedingt ideal waren.

Die politische   Organisation der Prussen basierte auf Dorfversammlungen, die von einem reichen Häuptling geleitet wurden. Nur in Kriegszeiten konnte dieser  Häuptling die Dorfbewohner zum festungsbau und auch zum Kriegsdienst verpflichten. Oberster Richter war der oberste Stammes Priester, der Kriwe. Im Gottesdienst spielten neben Opfern auch Gelage und Festmähler eine herausragende Rolle. Als Getränke dienten dabei Met, Bier und nur selten vergorene Stutenmilch. Sie wurde nur als kultisches Getränk für Menschen die eine besondere Aufgabe zu leisten hatten gereicht.

Ganz beeindruckt hat mich der Klang des prussischen Instrumentes Kantele, das noch in Finnland als Instrument in der Volksmusik eingesetzt wird. Auf youtube gibt es Stücke die auf einer Kantele gespielt werden zu hören.  Derart zarte musikalische Klänge habe ich  noch nie gehört.

Ich kann nur Allen die an der Geschichte dieses baltischen Volkes intressiert sind dieses Buch empfehlen. Es gibt kein umfassenderes Werk zu diesem Thema. Und um so beeindruckender  ist es da es sich um keine studierte Ethnologin bei der Autorin handelt.

Eine ausgezeichnete Arbeit, die Beate Szillis-Kappelhoff, dem Leser bietet aus einer Perspektive wie man sie sonst kaum in der Literatur zu dem Thema findet, in der von Innen und nicht aus einer Fremden, deutschen oder polnischen Perspektive heraus.

Dies ist um so erfreulicher, da es sowohl in Polen als auch in Deutschland ideologisch gefärbte Deutungen der Geschichte dieses Volkes gibt.

Zwangschristianisierung in der deutschen Geschichte

Die Greueltaten der ISIS erschrecken immer wieder die Menschen weltweit und das zurecht. Greueltatan kann man nicht gegeneinander aufwiegen dies ist unmöglich.

Doch  möchte ich an die Menschen appelieren sich auch an die eigene Geschichte zu erinnern, wie hoch das Gut Religionsfreiheit auch ist, wie häufig wurde es auch in Deutschland mit den Füßen getreten.

Angefangen bei Karl dem Großen der die Sachsen mit Waffengewalt in´s Christentum zwang über den  deutschen Kreuzritter Orden der das baltische  Volk der Prussen Zwangschristianisierte. Bei diesem Kreuzzug und den dazugehörigen Konflikten sind 20 – 50 Prozent der Prussischen Urbevölkerung Ostpreußens nach modernen Schätzungen umgekommen.

Im 3. Reich wurden Juden und Zeugen Jehovas als auch viele Priester aus Beiden großen Konfessionen die zur Wahrheit ihres Glaubens standen in Konzentrationslagern ermordet. Auch die altkatholische Kirche hat dabei eine wenig rühmliche Rolle gespielt weil sie sich damals mit den Machthabern arrangierte. Dies wurde allerdings in einem Buch des aktuellen Bischofs Mathias Ring aufgearbeitet.

Doch wieder werden Andersgläubige in Deutschland bedroht. Die Moscheegemeinde in der Kielstraße in Dortmund erhielt einen Drohbrief mit verhöhnendem Inhalt auch die jüdische Gemeinde muss antisemitische Anträge der Partei die Rechte ertragen.

Angesichts des ISIS-Terrors in Syrien und im Irak sind solche Töne unerträglich und beschädigen den Ruf der Gesellschaft. Und sie spalten sie auch und Sorgen für Angst und Entsetzen bei den Betroffenen Religionsgemeinschaften.

Juden leben seit über 2000 Jahren in Deutschland und sind genauso Deutsche wie wir  auch, wer dies nicht anerkennt der vergißt dass wir schon immer ein multiethnisches und multireligiöses Volk waren. Von den Zeiten der Römer und Germanen bis heute. Sie wie auch die Muslime prägen und bereichern unsere Kultur und Gesellschaft. Sie sind deutsche Bürger wie wir auch und das Darf Nie wieder in Frage gestellt werden.

Und ich  bin dankbar das Bürgermeister Sierau und der Dortmunder Rat zu allen Dortmunder Bürgern stehen und alle rechtlichen Mittel nutzen um dem Spuk in unserer Stadt ein Ende zu machen. Und darauf  bin ich stolz das Dortmund so eine bunte und solidarische Stadt ist die eine Laute Minderheit nie Klein kriegen wird.

Mich fasziniert die Kraft des Wassers

Schon immer hat mich die Kraft des Wassers fasziniert. Energie zu erzeugen ohne Etwas zu verbrennen fand ich toll.

Ich bin in Lünen aufgewachsen, an der Lippe, und dort gibt es auch Stauwehre die z. B. für einen genügend hohen Wasserstand an Kühlwasser für die Kohlekraftwerke sorgen.

Leider ist und bleibt der Traum wahrscheinlich nur ein Traum. Das Gefälle dort ist sehr gering und auch alternative Turbinen Typen und Wasserkraftwerke lohnen sich nicht für diesen Fluss wie ich jetz im Internet las. Der Fluss ist halt wie Westfalen, gemütlich und nicht wild und vor allem schnell brausend.

Gerade sogenannte Strombojen und Strommühlen die auf oder im Fluss schwimmen gelten als besonders Umweltfreundlich da sie für Fische keine Bedrohung darstellen.

Doch braucht man für den Betrieb dieser innovativen Kraftwerks und Turbinenformen eine sehr starke Strömmung und das ist in der Lippe nicht gegeben.

Schade – aber dieser Traum ist nur schwer umsetzbar. Es gibt Wasserkraftwerke in Hamm und in Werne.

Doch sind diese Werke grundlos umstritten weil man unterstellt das Fische in die Turbine gelangen und  qualvoll vereenden. So weit ich weiss gibt es Siebe am Zulauf des Wasserkraftwerkes in Werne, außerdem soll das Wehr dort für Fische passierbar gemacht werden.

Das Sauerland und seine Flüsse sind  wegen des großen Gefälles besser geeignet doch sind diese Standorte fast alle schon in Gebrauch. Im Fall der Lippe gibt es an ihren Zuflüssen insbesondere in den sog. Baumbergen mehrere Wasserkraftwerke. Ähnlich wie im Sauerland ist dort die gebirgige Lage der Grund für die besondere Wirtschaftlichkeit dieser Werke.

Die Lippe als teilweise staugeregelter Fluss ist weniger geeignet als  ein Gebirgsfluss.

An Ihr können zwar Laufkraftwerke betrieben werden nur ist der Aufwand für den Naturschutz sehr hoch die Stromausbeute aber viel geringer als etwa an der Lenne im  Sauerland die ähnlich viel Wasser führt.

Umgang mit Andersgläubigen in Dortmund

Dortmund ist immer wieder in den Schlagzeilen was den Umgang mit Andersgläubigen angeht.

Die Kopftuchdebatte um das Kopftuchverbot im Johannes Hospital und die Störung eines Freundschaftsspieles einer Lokalauswahl mit einer israelischen Manschaft, durch Neonazis wirft ein schlechtes Licht auf Dortmund als eigentlich multikulturelle und multireligöse Stadt. Dies ist beschämend für unsere Gemeinschaft die doch ansonsten gut funktioniert.

Wir müssen uns immer selber Fragen wie wir mit Andersgläubigen umgehen. Respektieren wir ihre Glaubensauffassung?

Toleranz heißt dulden. Das heißt nicht dass man in völliger Harmonie lebt und nicht über theologische Inhalte verschiedener Meinung sein darf und sich auch darüber auseinandersetzen darf.

Wir sprechen wenn es um Religion geht vom Glauben. Glauben ist nicht wissen! Ich glaube dass ich als altkatholischer Christ den rechten Glauben lebe, aber ich weiss nicht ob die anderen Konfessionen oder monotheistischen Religionen nicht doch recht haben.

Am Judentum gefällt mir die große Standhaftigkeit die ich bei Christen mitunter vermisse. Auch sind ihre besonderen Reinlichkeitsvorschriften sehr modern und auf den Schutz der Gesundheit und der Natur ausgerichtet.

Bei den Muslimen gefällt mir dass die  Nächstenliebe im caritativen Sinn einen sehr hohen Rang hat. Auch der Umgang mit Alten und Psychisch Kranken gefällt mir in dieser Religion.

Wir Christen haben die Wahrheit nicht alleine gepachtet. Wir sollten von unterschieden lernen und sie nicht nur immer betonen. Vor allem sollten wir auch die Gemeinsamkeiten zu Suchen und Toleranz und Ökomene Leben.

Ich glaube das dies Gottgefällig und zum Schluß auch wirklich menschlich wäre.

An diesen Orten ist Dortmund Metropole!

Dortmund ist sicher als Reiseziel nicht die beliebteste Stadt Deutschland und es gibt immer noch Vorurteile über eine vermeitliche triste Industriestadt im Ruhrgebiet.

Doch Dortmund hat aufgeholt. Ein wichtiges Leuchtturmprojekt ist das sogenannte Dormunder U.

Wo früher Bier gekühlt wurde ist eines der innovativsten Kunstzentren der Region entstanden.

Nicht nur das Museum am Ostwall hat hier ein neues Domizil sonder auch der Medienkunstverein „Hartware“ sowie Ausstellungsbereiche der Dortmunder Universität.

Nur wenige Schritte entfernt am Wallring unweit der U-Bahnhaltestelle Westentor befindet sich „Heimatdisign“ eine Plattform und Shop für lokale Disigner, gerade für kulturverwöhnte  Hypster ist dies eine Oase in der Stadt.

Wer es bei Kunst klassisch mag wird im Museum für Kunst und Kulturgeschichte fündig. Auch die Stadtkirchen bergen alle wunderschöne Meisterwerke mittelalterlicher Malerei und Schnitzkunst.

Hier möchte ich den  Marienaltar von Conrad von Soest hervorheben, der durch seine besonder Farbintenistät von rot, gold, und blau ein wahres „Fest“ für die Augen ist.

Auch der große vergoldete antwerpener Schnitzaltar von St. Petri begeistert durch seine Dimensionen und die förmliche Bilderflut.

Lifemusik gibt es im Konzerthaus, aber auch an vielen anderen Orten wie etwa dem Jazzclub Domizil, dem Freizeitzentrumwest oder in der Pauluskirche und der Bar Subrosa die für zahlreiche Indikonzerte bekannt ist.

Für ein kühles Dortmunder Bier an der frischen Luft ist der „alte Markt“ eine gute Adresse.

Bei der Wenkers Hausbraurei gibt es schmackhaftes Bier aus eigener Herstellung.

Wenn es Nacht wird ist man im Brückstraßenviertel aufgehoben. Dort gibt es die größte Dichte an Diskotheken des   ganzen Ruhrgebiets.

Queer geht es beim „Homochrom Filmfestival“  und hin und wieder auch beim Frauenfilmfestival „femme total“ zu.

Shopping Victims können zwichen verschidenen Innenstadtquartieren wählen. Die junge Szene konzentriert sich  um die Brückstraße wo auch Subkulturen ihr passendes Outfit finden. Gediegener ist das Rosenquartier und die  Kleppingstraße wo Highfashion zu haben ist.

Der Westenhellweg ist Westfalens „Konsumrennbahn“ Nummer Eins. Hier finden sich die üblichen Verdächtigen unter den  Handelskonzernen und die neugebaute Shopping Mall Thiergalerie.

Wer das grüne sucht wird es in Dormund finden. Zahlreiche große Parks laden zum spazieren gehen ein. Unter ihnen sind der Westfalenpark mit dem deutschen Rosarium und der Rombergpark besonder hervorzuheben.

Viel Spass beim Besuch in unserer Stadt wünscht Ihnen heavy pete

Altkatholiken haben keinen Pabst – und Wein gibt es für Alle

Seit ungefähr 5 Jahren bin ich altkatholisch. Die rigiden Ansichten eines Pabstes Bendikt haben mich aus der römisch-katholischen Kirche vertrieben. Eine neue spirituelle Heimat habe ich in der altkatholischen Gemeinde an  meinen Wohnort in Dortmund gefunden.

Die altkatholische Kirche ist eine kleine Gemeinschaft. Es gibt nur etwa 15000 Altkatholiken in Deutschland -Tendenz steigend. In Dortmund finden die Gottesdienste in einer kleinen Hauskapelle in einem Wohnhaus an der Weißenburger-Straße statt.

Der Gottesdienst ähnelt dem in der römisch-katholischen Kirche außer das es auch die Kelchkommunion bei uns gibt. Unser Priester ist verheiratet und hat eine Tochter, dies ist nichts ungewöhnliches bei uns da es keinen Pflichtzölibat in der altkatholischen Kirche gibt. Ökumene ist bei uns selbstverständlich, alle die getauft sind und an Christi Gegenwart in den geweihten Gaben glauben sind zur Kommunion eingeladen.

So weit ich weiss gibt es kaum Ausschlußgründe von dem Sakrament und zumindest in Fragen der Sexualmoral sind wir Altkatholiken sehr liberal. Ich als  schwuler Mann habe auch die Möglichkeit meine Partnerschaft in einem Gottesdienst segnen zu lassen.

So wundert es auch Niemanden das ich nicht der einzige Homosexuelle in dem Kreis bin. Und der ist bunt, die meisten sind im mittleren Alter oder älter. Einige Mitglieder stammen aus Großbritanien, da wir besonders mit der anglikanischen Kirche verbunden sind.

Die Modernität unserer Lehre spiegelt sich auch im „Eingestimmt“, dem Gesangbuch für unser Bistum wieder. Es gibt dort sehr viele schöne moderne Lieder und Taize-Gesänge was für mich immer eine Freude als  begeisterter Sänger ist.

Das Gemeindeleben konzentriert sich um die Gottesdienste und das daran anschließende Gemeindecafe. Es herrscht eine familiäre freundliche uns sehr offene Atmosphäre die für ein neues Mitglied aus einer „Großkirche“ am Anfang irritierend sein kann.

Ich muss sagen ich habe mich schnell daran gewöhnt und kann  mir die Mitgliedschaft in einer anonymen „Großkirche“ nicht mehr vorstellen. Doch sind wir darauf angewiesen zu wachsen. Gerade junge Familien vermissen wir in unseren Reihen.

Vielleicht ist ja auch Religion tatsächlich ein Thema das erst in einer späteren Lebensphase wichtig wird. Für Kinder haben wir eine spezielle Spiel und Malecke im Gottesdienstraum die sich für die Beschäftigung von kleinen Gottesdienstbesuchern bewährt hat.

Die Kirchenlieder werden sehr häufig von Anja, einer Musiklehrerin an der städtischen Musikschule, auf der Gitarre begleitet was ich am  Anfang besonder schön fand weil ich Gitarrenklänge sehr gerne mag.

Auch ihre klassischen Konzerte mit ihrem Partner Jonathan Earp und anderen Musikern sorgen häufig für ein volles Haus in der Weißenburgerstraße.

Solltet Ihr liebe Follower doch Euch entschließen bei uns vorbeizuschauen dann empfehle ich die Gottesdienste am Sonntag um 10 Uhr. Donnerstag abends ist auch Gottesdienst doch sind dort die Besucherzahlen noch sehr überschaubar und es bleibt nur sehr wenig Zeit für Gespräche die beim sonntäglichen Gemeindecafe mehr Raum  haben.

Weitere Informationen gibt es im Portal des Bistums der Altkatholiken Deutschlands im  Internet unter altkatholisch.de !