Bottom Shaming : Wenn passive Schwule beleidigt werden

Das ist ja ein Blog über ADS, aber ich schreibe auch hin und wieder auch über meine anderen psychischen Probleme wie etwa den Szenefrust.

Ich wurde häufiger schon als feminin wirkender Mann von anderen Schwulen beleidigt und ausgegrenzt.

Das Magazin Mannschaft liefert in einem Artikel eine mögliche Erklärung. Sie hat mit Rollenklischees und Internalisierter Homophobie, also Selbsthass zu tun.

Hier der Link zu dem Artikel des Magazins Mannschaft.

http://www.mannschaft.com/2017/06/bottom-shaming-wenn-passive-schwule-beleidigt-werden/

 

 

Ich weiß gar nicht was mir wichtig ist!

Mein Leben scheint nur aus Belanglosigkeiten zu bestehen. Ich handarbeite etwas und lese Jugendbücher und das mit 42. Es kommt mir so vor als könnte ich nichts zustande bringen.

Eines ist mir klar ich muss versuchen als Seniorenbetreuer bzw. Alltagsbegleiter Fuß zu fassen. Zur Not muss ich die Ausbildung bei den Maltesern machen. Ich muss mich mal beim Arbeitslosenzentrum informieren ob ich da keine Probleme mit dem Jobcenter bekomme. Das Problem ist das Praktikum das muss ich mir genehmigen lassen. Vielleicht reicht auch das Zeugnis von dem 1 Euro Job aus. Das wäre schön wenn ich diesen Beruf ausüben dürfte. Vielleicht klappt das ja auch mit dem Langzeitarbeislosen Projekt des Jobcenters dass ich mich da für den Seniorenbegleitdienst qualifiziere.

Und es wäre gut wenn wir wieder eine Katze halten könnten. Falls die Katze krank werden würde hätten wir nicht genug Geld für den Tierarzt. Martin mein Lebensgefährte arbeitet nur halbtags, daher muss ich auch Geld verdienen.

Mina Teichert hat schon recht wenn sie in einem Youtube Video sagt dass die Arbeit mit Tieren ihr gut tut. Und sie erwähnt da auch schnurrende Katzen als Mittel herunter zu kommen. Auch ein kleiner Garten wäre sicher nicht schlecht. Zur Zeit habe ich nur meinen Balkon. Dort habe ich u. a. eine wunderschöne Zwergrose und schöne Petunien. Ich bin gespannt wann die Prunkbohne anfängt zu blühen. Meinen Topfgarten auf dem Hinterhof habe ich aufgegeben wegen der lästigen Amseln die meine Kübel zerwühlt haben.

 

Neuer Blog über Dinge die ich so mag und mache peterhatzeit.wordpress.com

Ich habe beschlossen die Dinge die sich um meine anderen Interessen drehen und die nichts mit ADS und der Kritik an der Schwulenszene haben auf einen anderen Blog auszulagern.

Im Moment habe ich da einige Musik- , Literatur-, Film-  und Buchtipps auf dem Blog vereinigt die ich nicht bei adstagtraeumer.wordpress.com posten wollte.

Ich habe auch vor über meine Handarbeitsprojekte und die Balkongärtnerei zu berichten.

Schaut doch mal bei peterhatzeit.wordpress.com vorbei. Ich freue mich auf neue Follower und Aufrufe.

Fremde Phantasien für meine Zerstreuung

Es hat sich doch einiges in der letzten Zeit an mir verändert. Da ich nicht mehr tagträume muss ich  meinen Geist mit fremden Phantasien füttern. Hier sind nun einige Beispiele für Musik und Büchern die meine Sehnsucht nach Zerstreuung erfüllen.

Ich bin ein glühender Verehrer der Musik von Salvador Sobral. Wie eine Rezension vom „Freitag“ beschreibt, ist er ein Musiker mit Persönlichkeit. Gerade die Möglichkeit der Improvisation im Jazz gibt ihm diese Freiräume seine Seelenzustände auszudrücken.

Es gibt keinen Tag an dem ich nicht seine Musikvideos auf you-tube sehe. Gerade die Vertonung eines Fernando Pessoa Gedichtes Pressagio, zu deutsch der Vorbote, hat es mir angetan. Leider kann ich kein Portugiesisch so dass ich nur die englischen Lieder von Salvador Sobral verstehe. Allerdings gibt es Gedichtbände, dieses großen Dichters der Moderne,  auch in der Stadt und Landesbibliothek auszuleihen.

Zur Zeit lese ich „Rollende Steine“ von Terry Prachett. In diesen Roman geht es auch um einen Musikstar der vom frühen Tod bedroht ist. Im Grunde wollte ich mich über den Gesundheitszustand von Salvador Sobral hinwegtrösten. Salvador Sobral braucht eine Herztransplantation.

An Lesestoff habe ich reichlich gekauft. Ich habe die gesammten Anne of Greengables Romane als E-Book auf englisch bei Amazon heruntergeladen.

Und auf einen weiteren Roman freue ich mich besonders. Es ist „Harka“ aus der Buchreihe um die „Söhne der großen Bärin“. Dies sind Romane um einen Teilstamm der Lakota Indianer aus den Prärien der USA.

Ich bin depremiert

Lange Zeit haben mich die depressiven Symptome aus dem Vorjahr in Ruhe gelassen.

Heute haben wieder zum x-ten mal wilde Tiere meinen Topfgarten auf dem Hinterhof verwüstet. Ich denke es waren wohl Ratten oder auch Amseln die meine Pflanzen zerbissen und das Erdreich aufgewühlt haben.

Auch meine Beziehung frustriert mich. Die unterschwellige Depression von Martin und seine Antriebsarmut  zieht mich mit herunter. Wir unternehmen nichts mehr gemeinsam und unser Sexleben ist eingeschlafen.

Mein Antrieb ist tiefer in den Keller gesunken. Es fällt mir schwer überhaupt mich abends sinnvoll zu beschäftigen. Tagsüber schaffe ich nur die Lebensmitteleinkäufe und das Kochen des Abendessens.

So kann es nicht weiter gehen. Ich muss doch etwas tun. Ich weiß nicht was. Ob ich mir etwas vom Nervenarzt aufschreiben lassen soll. Es ist komisch mit Depressionen bei mir sie halten nicht durchweg an. In einem anderen Moment kann die Stimmung schon besser sein. Vielleicht reicht es wenn ich mich mit etwas sinvollem beschäftige.

Sicher wäre es auch nicht verkehrt wenn Martin und ich was gemeinsam unternehmen würden. Doch seine sozialen Ängste sind wirklich schlimm so das wir nur ins Kino oder Essen gehen können. Volksfeste und Märkte kommen nicht in Frage und Diskotheken auch nicht. Das war früher etwas besser da sind wir wenigstens tanzen gegangen. Das ist nicht wirklich leicht mit einem schyzoiden Partner.

Wie soll ich nur meine Träume erreichen

Es kann sein dass ich doch noch eine Arbeitsstelle vom Arbeitsamt vermittelt bekomme. Ich würde sehr gerne Senioren bei ihren alltäglichen Besorgungen begleiten.

Was den Haushalt angeht, ist das Chaos immer noch sehr groß. Ich habe keinen Antrieb da etwas zu verändern. Gleich will ich wenigstens in der Küche noch Ordnung schaffen.

Meine Beziehung zu Martin war schon immer schwierig. Seine sozialen Ängste und sein fehlender Antrieb frustrieren mich schon. Ich kann kaum etwas gemeinsames mit ihm machen.

Ich überlege mich mit schwulen Liebesromanen zu trösten. Mir gelingt es nicht mehr in meine romantischen Tagträume abzutauchen. Es wäre gut wenn ich einen Garten hätte mir fehlt ehrlich das Grün in der Umgebung. Ich habe solche Sehnsüchte nach Grün und Landschaft dass ich es nicht mehr Aushalte. Und ich merke dass mir die Parks in der Umgebung nicht reichen. Wir fahren auch nie weg, wir bleiben immer vor Ort in Dortmund.

Manchmal ist mein Leben außerordentlich schwer finde ich. Vielleicht sollte ich wenigstens mal nach Dortmund Brechten ausfliegen. Da weiden sogar Richtung Lünen Kühe.

 

Ein neues Angebot vom Arbeitsamt

Heute war ich beim Arbeitsamt. Die Sachbearbeiterin hat  mir angeboten klären zu lassen ob bei mir ein Reha-Bedarf besteht. Dazu muss ich noch einmal zum Amtsarzt und auch noch einmal zum Psychiater in der ADHS-Ambulanz. Er soll da etwas schriftliches aufsetzen.

Die Beurteilung durch den berufspsychologischen Dienst war nicht so verheerend wie ich dachte. Mir wird zugestanden dass ich die Umschulung vom Intellektuellen her bewältigen könnte weil ich schon auch anspruchsvollere Arbeiten gemacht habe.

Problematisch wäre die Konzentrationsfähigkeit und psychische Belastbarkeit.

Meine Sachbearbeiterin hat mir eine geförderte Beschäftigung  im Seniorenbegleitdienst angeboten. Darüber habe ich mich gefreut. Das würde ein höheres Einkommen und eine angemessene Beschäftigung für mich bedeuten. Das ist ja das was ich mir wünsche. Ich bekomme eine Einladung von einem Kollegen von ihr und da wird geprüft ob ich da hinein passe. Auf jeden Fall war der Besuch des Arbeitsamtes angenehmer als ich dachte.

Ich fühle mich einsam

Ich schreibe zur Zeit viele Blogbeiträge weil ich mich einsam fühle. Den Tag über spreche ich kaum mit Jemandem von dem ich mich verstanden fühle. Ich habe schon Freunde und einen Lebensgefährten, dennoch fühle ich mich häufig nicht verstanden.

Manche Themen sind mir auch zu peinlich. Das ich im Moment mich wie ein Teenager fühle und für Salvador Sobral schwärme ist so ein Thema. Wer findet diesen zotteligen Jazzbarden mit den rollenden Kopfbewegungen schon attraktiv.  Ich mag auch seine melancholischen Lieder sehr gerne. Eines der Lieder das er gecovert hat kenne ich sogar als Original aus einem Pedro Almodovar Film. Ay Amor heißt es ! Ich meine es kommt in „Gesetz der Begierde“ vor, sicher bin ich mir nicht. Sobral singt es so sanft und zart das ich jedes mal eine Gänsehaut davon bekomme.

Ein anderes Thema das ich mit niemandem so recht reden kann ist Nina Teicherts autobiografisches Buch über ADS „Neben der Spur, auf dem Weg“ oder so ähnlich.

Ich überlege es ernsthaft zu kaufen weil es auch Tipps zur Bewältigung des ADS gibt. Ihr Schicksal ist so traurig. Sie hatte so viele Unfälle und hat auch Brände ausgelöst. Dann war sie noch magersüchtig. Das will doch keiner so Recht hören. Mit solchen Themen darf man gefühlt Niemanden belasten.  Es könnte ja das Weltbild erschüttern.

Psychische Probleme sind tabu in unserer Welt. Ich kann auch nicht alles im Blog schreiben was ich möchte. Zum Beispiel auch um die Entstehung meiner Psychose, ohne dass mich Jemand für bekloppt hält.

 

Wer sind meine Freunde und wo treffe ich sie

In meinem Freundeskreis habe ich ehemalige Nachbarn, einen Bekannten aus der Schwulenszene und einen Künstler von Borsig11.

Die meisten von ihnen leben in einer ähnlichen Situation wie ich. Einige haben soziale Ängste, ADS oder sind aus anderen Gründen Außenseiter.

Viele kommen auch aus der Dortmunder Nordstadt in der ich auch Lebe.

Um Leute zu treffen gehe ich regelmäßig zum Gottesdienst der altkatholischen Gemeinde mit anschließendem Gemeindecafe, zum Handarbeitskreis im Cafe Aufbruch, und zu einzelnen Veranstaltungen von Borsig11 und im Concordia Art.

Ich gehe so gut wie nie in die Schwulenszene. Ab und an gehe ich zu einem schwulen Filmabend in die Schauburg aber das geschieht sehr selten.

Auch in Kneipen und Bars gehe ich selten. Im Jazz Club Domizil war ich zwei mal. Häufiger gehe ich dann schon eher zur klassischen Gitarrenreihe im Torhaus im Rombergpark. Mit Martin gehe ich ganz selten ins Kino meistens in Scince Fiktion Filme und englische Komödien.

 

 

Salvador Sobral hat Probleme mit dem Herzen

Vor einiger Zeit dachte ich daran dass ich nur noch sehr alte Musik höre und mich für neuere Bands und Sänger aber auch Filme nicht begeistert habe. Salvador Sobral war jetzt eine Ausnahme.

Jetzt erfahre ich von einer portugiesischen Website das es um seine Gesundheit schlecht bestellt ist. Er hat wohl ernsthafte Probleme mit dem Herzen. Das macht mich unheimlich traurig.

Eine Freundin von mir hat Kontakte nach Portugal. Ich habe sie gefragt ob sie mir eine CD von ihm aus Portugal besorgen kann.

Wer weiß wie lange er noch leben wird. Ich hoffe für ihn nur das Beste und schließe ihn in meine Gebete ein.

Ich habe mich in den letzten Tagen wie ein Teenager gefühlt so begeistert war ich von seiner Musik. Ich habe so ziemlich alles an youtube-Videos von ihm gesehen was es gibt.

Seine sanfte Stimme und die melancholischen Melodien sind so voller unerfüllter Sehnsucht, was die Portugiesen Saudade nennen, das es mich förmlich ansteckt.

Meine Sehnsüchte erfüllen sich im Moment auch nicht.  Was aus meiner Umschulung wird weiß nicht. Aber das ist ein ganz anderes Thema.