Meine aktuellen Träume und Projekte

Das im letzten Jahr beschriebene Buch ermutigt mich zum entrümpeln. Da ich immer relativ spät zu Bett gehe habe ich vor noch mein Bücherregal zu sortieren und zu entrümpeln. Ich habe da keine besondere Methode ich sortiere die Bücher nach Themen und sortiere alte und nicht mehr interessante Bücher aus.

Eine Facebookfreundschaft macht mir im Moment viel Spass. Er hat mir als Lesestoff „Das Rosie Projekt“ um einen Asperger Autisten auf Freiersfüßen empfohlen. Ich lese gerne romantische Stoffe und das spricht auch wieder mal den ADS-Altruismus in mir an, ich habe ja ein großes Herz für Außenseiter.

Ich gebe ja die Topfgartenpläne nie ganz auf. Ich habe heute eine Samentüte mit Samen für Balkontomaten gekauft. Meistens habe ich nicht viel Erfolg mit Tomaten selber ziehen. Ich will aber bald schon Aussaaterde kaufen. Eigentlich ist noch keine Pflanzsaison aber diese Tomaten bleiben auf der Fensterbank bis zum Mai, daher ist das kein Problem. Es gibt auch Topfpaprika, das fand ich besonders schön, diese Samen hole ich als nächstes.

Und ich träume von der Hühnerhaltung in der Stadt. Vorwerkhühner haben es mir angetan und ich mag auch blau gesäumte Wyandotten.

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Ich will ständig umziehen

Ich denke immer dass die wirklich spannenden Dinge an anderen Orten geschehen als an meinem Wohnort. Gerne würde ich in eine andere, glückliche Realität eintauchen. Als ich noch in der Kleiststraße gewohnt habe dachte ich daran wie schön es wäre mit Martin meinem Lebensgefährten am Borsigplatz zu leben. Nun wohne ich hier und bin dennoch unzufrieden. Eigentlich war das sogar eine Sehnsucht mit ihm zusammen zu leben. Eigentlich ist das total schön dass ich hier mit ihm wohne. Wir haben genug Platz außer dass ich sehr chaotisch bin und entrümpeln muss leben wir hier ganz gut. Dennoch sehne ich  mich nach anderen fremden Orten. Was mir fehlt ist das Grün und auch einige Freunde. Seit dem mein Kumpel Marc weggezogen ist fühle ich mich viel einsamer. Ich habe hier wirklich wenige Kontakte und Anlaufstellen. Vielleicht sollte ich die Kontakte aus meinem ehemaligen 1 Euro Job ausbauen. Einige der jüngeren Männer aus dem Job leben hier in der Nähe. Ich könnte auch meinen Topfgarten in diesem Jahr etwas ausbauen. Ich könnte ihn etwas anders düngen dass sich die Regenwürmer nicht so stark vermehren und die Drosseln mit die Töpfe nicht umgraben. Ich will auch Pflanzen ziehen die bienenfreundlich sind um etwas mehr Natur um mich zu haben. Mal abwarten was der Frühling so bringt.

Danke liebe Follower fürs aufmerksame lesen!

Ich bin meinen Followern dankbar dass sie meine Blogbeiträge lesen. Ich selber bin nicht so aktiv was das angeht. Irgendwie bleibe ich in meinem kleinen Kosmos stecken. Den Tag über habe ich kaum jemanden zum reden außer einem Verkäufer in einem Buchladen mit dem ich bekannt bin.

Ich bin auch recht introvertiert, so dass ich auch beim Gemeindecafe nichts von mir Preis gebe. Manchmal weiß ich auch nicht was ich erzählen soll. Die Leute wollen immer nur „small talk“ und da bin ich nicht wirklich gut drin. Ich habe so viele Ängsgte und Befürchtungen von denen ich einfach nicht erzählen kann. Ein Bekannter beschrieb mich als verhuscht. Tatsächlich bin ich total ängstlich. Ich denke dass ich tatsächlich soziale Ängste habe und das ich etwas dagegen unternehmen muss. Ich lebe total zurückgezogen außer dem Handarbeitskreis und der Kirchengemeinde. Ich habe nicht viel zu erzählen. Bei mir passiert einfach nichts spannendes außer das ich überbesorgt bin. Aber danke für die Aufmerksamkeit.

Manchmal habe ich grundlose Befürchtungen

Seit meiner Psychose habe ich immer mal wieder Phantasien von schlimmen Dingen die einfach so passieren. Ich hatte auch mit der Psychose nicht mehr gerechnet. Alles ging bergauf. Martin ist jetzt zum Computer spielen bei einer Freundin, manchmal habe ich Angst dass ihm unterwegs was zustößt oder er einfach nicht wieder kommt. Ich weiß dass das irrational ist, aber manchmal denke ich doch daran.

Dann denke ich wieder dass so wie es plötzlich schlimm um mich gestanden ist, es ja auch plötzlich wieder alles besser werden kann. Dass ich doch noch die Umschulung mache und endlich in den Beruf komme oder das irgendetwas wirklich positives sich ereignet. Vielleicht gewinne ich doch das kostenlos Abo der „Mannschaft“ oder mich durchfährt der Geistesblitz und ich schreibe einen Bestseller oder so etwas. Auch nicht viel wahrscheinlicher als das Martin nicht nach Hause kommt. Ich denke schon dass alles wieder besser werden könnte und ich mit der Einsamkeit des Abends nicht so gut umgehen kann. Meistens telefoniere ich dann mit meinem Besten Freund. Aber heute wollte ich das nicht. Daher schreibe ich diesen Text auch. Ich weiß nicht woher es kommt aber manchmal denke ich dass aus heiterem Himmel was schlimmes passiert.

 

Ich träume ab und an davon in einer Kleinstadt zu leben oder auszuwandern

Ich habe vor einiger  Zeit von Theo Sundh, der in Oxford in England lebt, ein Buch mit Häkelanleitungen für Männer gekauft. Oxford muss eine recht schöne Stadt sein, er hat auch ein Instagramm Account und postet Fotos von dort.  In Oxfordshire ist auch Banbury, eine Kleinstadt am Fluss Cherwell. Es muss ein idyllisches kleines Einkaufsstädtchen sein, mit viktorianischen Häusern und dem Oxford-Coventry Kanal. Die Stadt liegt in der idyllischen Hügelregion der Cotswolds.

Ich sehne mich so sehr nach Idylle und Grün das es unbeschreiblich ist. Auch nach Prince Edward Island der Heimat der Romanfigur Anne of Greengables sehne ich mich.

In regulären Abständen bekomme ich zu viel von Dortmund. Ich sehne mich nach Ruhe und Idylle und auch Grün.

Eine Freundin von mir schwärmt für die Kreisstadt Unna. Das ist auch ein nettes Städtchen doch würden mir dort die Wasserflächen fehlen.  Manchmal überlege ich ob ich nicht zurück nach Lünen ziehen soll, aber da verweigert sich mein Gatte. Ich glaube ich muss häufiger Ausflüge in die Umgebung von Dortmund machen. Sonst gehe ich hier ein. Und natürlich meinen Topfgarten auf dem Hof besser pflegen.

Wie war das Jahr 2017 für mich und für meinen Blog

Mein Blog war im vorigen Jahr recht erfolgreich. Ich hatte 3063 Aufrufe in diesem Jahr. An Beiträgen habe ich 188 geschrieben. Der Blogbeitrag mit den höchsten Aufrufzahlen war „Sissyboysyndrom und Phantasie“ mit 288 Aufrufen und danach „Was bedeutet hypoaktiv oder ADHS vom vorwiegend unaufmerksamen Typus“ mit 198 aufrufen.

Für mich war das  Jahr weniger erfolgreich. Beruflich wollte ich einfach nicht weiterkommen. Zumindest habe ich einen Reha Platz für dieses Jahr im März im BTZ hier an meinem Wohnort reserviert bekommen.

Im vorigen Jahr habe ich sehr viel gelesen. Ich habe die Bücher nicht gezählt aber es waren etwa ein dutzend. Viel Freude hatte ich an den Büchern von Lucy Maud Montgomery. Viel Spass haben mir der Romane „Das Schloss in den Wolken“ und “ Anne in Wind Poplars“ gemacht. Das Schloss in den Wolken hat mir so viel Spass gemacht weil ich die Situation der Hauptprotagonistin verstehen konnte. Ich habe lange gebraucht einen festen Partner zu finden und ich wurde auch von der Familie gegängelt. Und meinen eigenen Weg zu machen war auch schwierig. Bei Anne in Windy Poplars haben mir die rollenuntypischen männlichen Figuren gefallen. Zum Beispiel der Familienvater der häkelt und der alleinerziehende Vater der auch kocht und bäckt. Und der Roman „My family and other Animals“ von Gerald Durell gefällt mir sehr gut weil er nur so von exzentrischen Personen wimmelt.

Habe ich Vorsätze für das neue Jahr? Ich will generell aktiver sein und mehr handarbeiten und mindestens genaus so viel lesen. Und ich will mich nicht mehr ganz so in meine Welt zurückziehen. Ich möchte mehr aus mir herauskommen und mehr von mir bei geselligen Anlässen erzählen. Außerdem will ich so komisch das auch klingt etwas mehr fern sehen um etwas mehr über das Zeitgeschehen informiert zu sein.

Außerdem hoffe ich das es beruflich irgend wie weiter geht. Das ich vielleicht doch eine Umschulung oder ähnliches anfange.

 

 

Rosenwurz für den schlappen Angetrauten

Mal wieder ein Thema das nur am Rande etwas mit ADS zu tun hat. Mein Lebensgefährte hat schwere Antriebsprobleme. Er kann sich nur schwer zu etwas aufraffen. Im Urlaub ist es besonders schlimm, er kommt einfach nicht in die Gänge.

Er hat schon einige chemische Antidepressiva ausprobiert und nun bin ich auf Rosenwurzextrakt gestoßen. Ich habe es gerade im Internet bestellt. Es soll bei Erschöpfung und Überarbeitung aber auch bei Depressionen und Angststörungen helfen.

Sicher bin ich nicht ob es ihm hilft aber es macht ihn sicher etwas fitter im Kopf. Er leidet da schon länger drunter. Außerdem soll dieses Naturheilmittel, das es als Kapseln gibt, auch das Konzentrationsvermögen verbessern. Mein Lebensgefährte hat kein ADS, er hat eine schyzoide Persönlichkeitsstörung und daher auch starke soziale Ängste.

Ich bin froh dass er mit mir meine Eltern zu Weihnachten besucht. Ansonsten ist er sehr in sich gekehrt und gerne für sich alleine. Es ist schon komisch, aber ich neige zu schyzoiden Männern. Er ist Nummer 3 in meinem schwulen Bekanntenkreis und einen attraktiven Hetero mit dieser Störung kenne ich ebenfalls. Sein Antrieb ist das größte Problem. Ich habe das auch, bei mir hilft eher Coaching als Medikamente. Mein Hirn wird ja durch Strattera mit genügend Neurotransmittern, vor allem mit Noradrenalin geflutet. Ich versuche immer wieder die 5 Sekunden Übung um das Grübeln über meine Situation zu überwinden und natürlich den inneren Schweinehund. Ein wenig hat das schon geholfen. Dabei zähle ich rückwärts von 5 auf 1. Und danach versuche ich etwas sinnvolles anzufangen. Stimulierende Medikamente haben mir nicht wirklich geholfen. Weder ein MAO-Hemmer wie es etwa Moclobemid ist als noch Medikinet oder Strattera.

Ich würde auch nicht Rosenwurz in der Kombination mit ADHS-Medikamenten einnehmen. Es wirkt ähnlich einem MAO-Hemmer. Daher sind Wechselwirkungen mit dem Medikamenten zu befürchten.

 

Ich muss mehr auf andere Menschen zugehen

Ich gehe beim Gemeindecafe zu wenig auf andere Leute zu. Heute saß ich bei zwei männlichen Gemeindemitgliedern die sich nur über ihre Smartphones unterhielten da kann ich nicht mitreden. Thomas aus Hagen war auch da, und hat mir auf dem Weg nach draußen noch erzählt dass die Hühner die er seinem Sohn gekauft hat alle legen. Er war auch zu beschäftigt um sich mit mir länger zu unterhalten. Er baute mit jemandem Anderes den Weihnachtsbaum auf.

Dem polnischen Schwiegersohn des Pastors könnte ich erzählen dass ich zu Weihnachten eine CD der polnischen Sängerin Justyna Steczkowska bekomme. Mein Weihnachtshase bringt mir wohl auch ein Smartphone. Das finde ich praktisch wegen der Terminkalender Apps und weil ich dann in der Bahn auch damit Musik hören kann. Ich kann schlecht nachdenken wenn im Hintergrund geredet. So hoffe ich mich auch etwas bei Praktika oder in einer zukünftigen Arbeit vor störenden Geräuschen abschirmen zu können.

Mein Patenkind ist jetzt in einer Schule mit kleineren Klassen, weil sie in der alten Schule mit sehr großen Klassen die Geräusche zu sehr nervös und unaufmerksam gemacht haben. Ich frage mich auch ob sie eine Form von ADHS hat. Obwohl das bei einem Klinikaufenthalt ausgeschlossen wurde weil sie zu wenige Symptome gezeigt hat.

Ich habe noch viel zu tun vor den Feiertagen. Ich habe die schlechte Angewohnheit alles auf den letzten Drücker zu machen. Geschenke muss ich nicht viele kaufen. Außer einige Süßigkeiten. Ich muss aber die Wohnung noch putzen und aufräumen und für die Feiertage backen.

Salvador Sobral hatte am Freitag eine Herztransplantation

Salvador Sobral hat mir eine schwere Zeit im Frühjahr und Sommer mit seiner Musik erträglich gemacht.

Das er eine Heztransplantation braucht hat mich geschockt. Diese notwendige Herztransplantation wurde am Freitag, laut seiner Facebookgruppe, erfolgreich ausgeführt.  Ich hoffe er erholt sich schnell wieder und kehrt auf die Bühne zurück.

Er ist ein begnadeter Jazz Sänger. Seine CD „Excuse me“ habe ich vor einer Weile Online gekauft. Ich freue mich nach wie vor an der Musik und sie läuft häufig beim Putzen im Hintergrund.

Ich hoffe das bald neue Tonträger von ihm erscheinen und das er neue Lieder in sein Programm aufnimmt.

Ich grübel nur und schweige viel

Eine Kollegin von der Handarbeitsgruppe fiel auf dass ich so sehr ruhig bin. Im Grunde war ich das immer in sozialen Kontexten. Mir fällt es schwer relevante Dinge zu finden die ich erzählen kann. Ich könnte ja von der beruflichen Situation meines Bruders erzählen. Er wird von seiner Zeitarbeitsfirma für drei Monate versetzt weil er sonst von seinem bisherigen Arbeitgeber fest angestellt werden  müsste.

Aber das fällt mir nicht ein. So gut erzählen wie Ulla aus dem Handarbeitskreis die ja immer gerne die Alleinunterhalterin macht kann ich nicht. Ich weiss auch nicht was ich erzählen soll. Mein Alltag ist so gleichförmig dass ich nicht viel zu erzählen habe. Und von meinen psychischen Problemen möchte ich da nicht erzählen. Was auch wenig bringen würde.

Ich schweig in vielen sozialen Situationen die meiste Zeit. Dabei erlebe ich durchaus Dinge die intressant sind. Ich war z. B. am Wochende auf einer Geflügelausstellung. Und unsere altkatholische Gemeinde hatte eine Visitation durch den zuständigen Dekan aus Essen.

Warum mir das alles nicht einfällt weiss ich nicht. Ich habe doch etwas zu erzählen. Aber beim Handarbeiten fallen mir die wichtigen Sachen nicht ein. Auch beim Gemeindecafe nicht. Ich denke ich muss immer viel über mich selber erzählen. Und im Moment ist Stillstand was meine persönliche Situation angeht. Was berufliche Reha angeht habe ich keine Nachricht bisher vom Arbeitsamt. Ich kann nicht viel erzählen darüber. Vielleicht sollte ich mir eine Liste machen zumindest im Kopf von Dingen die ich erzählen kann. Es gibt doch sicher immer wieder Dinge die ich erzählen kann.

Auf dem Blog fällt es mir leichter von mir zu erzählen. Da habe ich auch mehr Muße um mir etwas zurecht zu legen. Aber sonst bin ich doch sehr schweigsam.