In der Grundschule war ich eine Heulsuse

In der Grundschule habe ich viel geweint. Ich weiß nicht warum. Auch noch als Erwachsener habe ich überdurchschnittlich viel geweint. Ich glaube schon dass ich einfach zu empfindlich war. Seit dem ich Strattera einnehme sind die Stimmungsschwankungen weg. Das fühlte sich immer etwas wie eine bipolare Störung an.

Ich glaube die Grundschulzeit war für mich die schwierigste Zeit meiner Kindheit. Auf der Hauptschule und dem Westfalen-Kolleg wurde vieles besser. Obwohl ich da noch empfindlich war und Stimmungsschwankungen hatte. Jetzt weine ich höchstens einmal im Jahr. Ich glaube im letzten Jahr habe ich kein einziges mal geweint.

Und das Jahr da vor glaube ich zwei mal, da hatte ich aber eine Depression. Stratterra nehme ich seit dem ich 39 bin das war also vor fast 4 Jahren.

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Meine aktuellen Träume und Projekte

Das im letzten Jahr beschriebene Buch ermutigt mich zum entrümpeln. Da ich immer relativ spät zu Bett gehe habe ich vor noch mein Bücherregal zu sortieren und zu entrümpeln. Ich habe da keine besondere Methode ich sortiere die Bücher nach Themen und sortiere alte und nicht mehr interessante Bücher aus.

Eine Facebookfreundschaft macht mir im Moment viel Spass. Er hat mir als Lesestoff „Das Rosie Projekt“ um einen Asperger Autisten auf Freiersfüßen empfohlen. Ich lese gerne romantische Stoffe und das spricht auch wieder mal den ADS-Altruismus in mir an, ich habe ja ein großes Herz für Außenseiter.

Ich gebe ja die Topfgartenpläne nie ganz auf. Ich habe heute eine Samentüte mit Samen für Balkontomaten gekauft. Meistens habe ich nicht viel Erfolg mit Tomaten selber ziehen. Ich will aber bald schon Aussaaterde kaufen. Eigentlich ist noch keine Pflanzsaison aber diese Tomaten bleiben auf der Fensterbank bis zum Mai, daher ist das kein Problem. Es gibt auch Topfpaprika, das fand ich besonders schön, diese Samen hole ich als nächstes.

Und ich träume von der Hühnerhaltung in der Stadt. Vorwerkhühner haben es mir angetan und ich mag auch blau gesäumte Wyandotten.

Aufräumbuch für ADHSler

Gestern habe ich dieses Buch auf englisch bei Amazon als E-Book runtergeladen:

Organizing Solutions for People with ADHD, 2nd Edition-Revised and Updated: Tips and Tools to Help You Take Charge of Your Life and Get Organized Kindle Edition

Es wirkt vielversprechend und ist von einer Frau die sich professionell mit Haushaltsorganisation beschäftigt geschrieben. Sie ist selber Mutter einer Tochter mit ADHS und hatte auch einige ADHS Klienten. Oberste Priorität in ihrer Fünf Stufen Methode hat die Effizienz und berücksichtigt die besonderen Probleme und Symptome von ADHS. Ich werde von möglichen Erfolgen berichten.

Ich schaue kaum noch fern und weiss nicht was ich noch lesen soll!

Als Kind und Jugendlicher war ich fernsehsüchtig. Jetzt schaue ich kaum noch fern. Außer wenige sehr ausgewählte Sendungen. Eigentlich ist das schade weil ich nicht mehr so auf dem laufenden bin was das Zeitgeschehen angeht. Ich müsste mir mal wieder eine Fernsehzeitung kaufen. Im Endeffekt passt Fernsehen nicht zu meinem Tagesablauf. Ich sitze abends gerne bei meinem Gatten im Zimmer er surft oder spielt am Computer ich handarbeite oder lese. Ich weiss auch nicht was ich noch lesen soll oder kann. Langsam geht mir auch der Lesestoff auch aus. Meistens lese ich nichts sehr anspruchsvolles. Mittlerweile verstehe ich recht gut englisch und lese häufiger englische E-books. Ich habe noch einige Bücher aus der Anne Reihe von Lucy Maud Montgomery, die ich lesen kann. Ich habe es mal mit Terry Prachett versucht das hat mir aber nicht besonders gut gefallen. Langsam weiss ich auch nicht was ich noch lesen soll. Ich mag  historische Romane im Moment habe ich auch ein Vorliebe für das viktorianische Zeitalter in England.  Ich glaube dass ich wieder etwas von Gerald Durell lesen werde.Vielleicht eines der Bücher der Korfu Trilogie. Ich denke dass ich mich verändern muss was die Vorlieben angeht. Schwule Themen sind nicht mehr so interessant und die Tagträumer Geschichten von Lucy Maud Montgomery passen auch nicht mehr zu mir. Auch Indianerwestern passen nicht mehr zu mir. Seit dem ich nicht mehr tagträume weiss ich nicht mehr was mich interessiert.

Demenziell Erkrankte leiden an ähnlichen Reizüberflutungen wie ADHS Betroffene

Auf youtube habe ich ein interessantes Video über Demenz gesehen. Darin wird beschrieben das dementiell Erkrankte besonders von akustischen Reizüberflutungen beeinträchtigt werden daher kommt es auch zu agressiven Reaktionen. Ich kenne das auch von meinem ADS. Gerade akustische Reizüberflutungen, insbesondere gesprochene Sprache, verwirren und belasten mich sehr. Ich werde dann auch leicht genervt. Gerade meine sehr quirliege Familie die beim telefonieren immer auf laut hören stellt, kann nerven wenn aus dem Hintergrund noch weitere Kommentare zu dem besprochnen zu hören sind. Ich finde das außerordentlich anstrengend. Vielleicht kann ich mich deshalb auch so gut in dementiell Erkrankte gut einfühlen. Aber es kann auch auch am ADS-Alturismus liegen, der bei mir sehr ausgeprägt ist. ADS-Altruismus ist eine Mischung aus stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und echt empfundenem Mitgefühl.

Ich fand das sehr interessant das neben ADS und Asperger-Autismus Reizüberflutungen eine Rolle spielen.

Rosenwurz für den schlappen Angetrauten

Mal wieder ein Thema das nur am Rande etwas mit ADS zu tun hat. Mein Lebensgefährte hat schwere Antriebsprobleme. Er kann sich nur schwer zu etwas aufraffen. Im Urlaub ist es besonders schlimm, er kommt einfach nicht in die Gänge.

Er hat schon einige chemische Antidepressiva ausprobiert und nun bin ich auf Rosenwurzextrakt gestoßen. Ich habe es gerade im Internet bestellt. Es soll bei Erschöpfung und Überarbeitung aber auch bei Depressionen und Angststörungen helfen.

Sicher bin ich nicht ob es ihm hilft aber es macht ihn sicher etwas fitter im Kopf. Er leidet da schon länger drunter. Außerdem soll dieses Naturheilmittel, das es als Kapseln gibt, auch das Konzentrationsvermögen verbessern. Mein Lebensgefährte hat kein ADS, er hat eine schyzoide Persönlichkeitsstörung und daher auch starke soziale Ängste.

Ich bin froh dass er mit mir meine Eltern zu Weihnachten besucht. Ansonsten ist er sehr in sich gekehrt und gerne für sich alleine. Es ist schon komisch, aber ich neige zu schyzoiden Männern. Er ist Nummer 3 in meinem schwulen Bekanntenkreis und einen attraktiven Hetero mit dieser Störung kenne ich ebenfalls. Sein Antrieb ist das größte Problem. Ich habe das auch, bei mir hilft eher Coaching als Medikamente. Mein Hirn wird ja durch Strattera mit genügend Neurotransmittern, vor allem mit Noradrenalin geflutet. Ich versuche immer wieder die 5 Sekunden Übung um das Grübeln über meine Situation zu überwinden und natürlich den inneren Schweinehund. Ein wenig hat das schon geholfen. Dabei zähle ich rückwärts von 5 auf 1. Und danach versuche ich etwas sinnvolles anzufangen. Stimulierende Medikamente haben mir nicht wirklich geholfen. Weder ein MAO-Hemmer wie es etwa Moclobemid ist als noch Medikinet oder Strattera.

Ich würde auch nicht Rosenwurz in der Kombination mit ADHS-Medikamenten einnehmen. Es wirkt ähnlich einem MAO-Hemmer. Daher sind Wechselwirkungen mit dem Medikamenten zu befürchten.

 

Ich verändere meine Umgebung durch Ideen

Mich intressieren viele soziale Themen. Und mir ist wieder aufgefallen welche Ideen sich durchgesetzt haben. Die jüdische Gemeinde in Dortmund feiert etwa Chanukka traditionell am Phönixsee. Es war eine Anregung von mir das öffentlich zu machen weil dort auch ein Weihnachtsmarkt vorher abgehalten wird. Ich freue mich dass dies auch in diesem Jahr wieder  möglich war.

Auch Djelem Djelem das Romafestival in Dortmund war meine Idee. Viele Details wie das Familienfest und Demozug gegen Antiziganismus waren meine Ideen. Auch die Messe für Transfairprodukte „Fair and Friends“ war meine Idee.

Das Biogaskraftwerk in Lünen samt Microverteilungsnetz war auch eine meiner Ideen, doch ursprünglich habe ich gehofft dass es komplett mit Gülle aus dem Münsterland beschickt werden könnte, das hat nicht geklappt.

Das Cafe-Positiv der Aids-Hilfe Dortmund war auch ein Projekt das ich mit angestoßen habe. Auch die Werbekampagne mit Dortmunder Persönlichkeiten für dieses Projekt war meine Idee.

Die Ausstellung Dortmunder Meister im Museum am Ostwall war auch ein Einfall von mir.

Ich glaube ich habe bis jetzt noch nicht alles aufgezählt aber die größten Projekte sind zumindest dabei.

Auch die Monitorsendung über die Vermietung von Elendsquartieren in der Dortmunder Nordstadt habe ich angeregt.

Wie auch eine Comedysendung beim WDR die abwechselnd aus einer Moschee, Synagoge und Kirche ausgestrahlt wurden habe ich angeregt. Wenn mir etwas wichtig ist verwende ich dafür viel Hirnschmalz darauf um es irgendwie etwas zu  verändern.

Das hat alles auch mit ADS zu tun weil ich dadurch besonders empahtiefähig bin und auch kreativer bin als der Durchschnitt. Es freut mich so sehr das in Dortmund Chanukka trotz steigendem Antisemitismus öffentlich gefeiert wird, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Und irgendwie bin ich stolz darauf dass ich die jüdische Gemeinde dazu ermutigt habe dieses Fest auf einem öffentlichen Platz zu feiern. Und das lässt mich jetzt viel weniger mit dem ADS hadern als ich es sonst tue.

Seit dem ich mich mit meinem ADS beschäftige bin ich gelassener was die Probleme und Schwierigkeiten anderer angeht

Sicher hat das ADS-Medikament Straterra dafür gesorgt das ich ein ganzes Stück gelassener bin.

Seit dem ich weiss wie stark mich das ADS beeinträchtigt bin ich wesentlich toleranter geworden was die psychischen Störungen anderer Menschen angeht. Ich werfe meiner besseren Hälfte nicht mehr vor das er soziale Ängste hat und wir kaum ausgehen.

Auch die Unbeholfenheit meines etwas minderbegabten Bruders verzeihe ich ihm. Ich bin viel gelassener und großzügiger was das angeht. Ich schimpfe nie wenn mich das auch manchmal nervt. Vielleicht bin ich auch etwas psychische belastbarer durch die Medikation.

Ich war nie ganz engstirnig aber ich habe immer auch auf den Versuch einer Veränderung bestanden. Jetzt weiß ich selber wie schwierig das ist. Da ist z. B. das Aufschiebeverhalten und die Antriebsarmut die mir ja auch nicht vorgeworfen werden.

Gegenüber mir selber bin ich aber anspruchsvoller geworden und verzeihe mir nicht so viel. Ich hätte schon gerne ein normaleres Leben in einem gut bezahlten Job und mit einer vorzeigbaren Wohnung. Mir ist klar dass es aber nur für einen halbtags Job reichen wird und das ich immer ein Problem haben werde Ordnung zu halten.

Ich bin viel gelassener und dieses Jahr wie auch die zwei Jahre vorher habe ich mich mit meinem Gatten nicht gestritten. Auch seine Weihnachtsaversion trage ich mit Gelassenheit, wo mir doch klar ist dass ich mich mit meinen Vorstellungen schöner Weihnachtsfeiertage durchsetze.

Mein „Mustergatte“ hat mal auf die Frage was er an Weihnachten macht geantwortet:“ Peter stellt so ein grünes Gestrüpp ins Wohnzimmer und am ersten Feiertag gibt es einen Zwangsbesuch bei seinen Eltern“. Ich habe es nicht leicht mit ihm. Ich würde gerne mit ihm Heillig Abend zu meinen Eltern fahren, aber er fürchtet sich vor dem Besuch der Christmette wie der Teufel das Weihwasser. Dafür gehe ich alleine in die Messe am Heilligen Abend.  Ich komme früh nach Hause, denn die Messe ist um 17 Uhr, danach gibt es das leckere Abendessen und große Geschenke dieses Jahr. Und das weil ich ihn trotz allem irrsinnig liebe.

 

Selbstunsicherheit beim nicht weghören können bei ADS!

Das selektive Hören bei ADS funktioniert bekanntermaßen nicht. In einer Menschen Menge mit verschiedenen Gesprächen ist es für ADSler ummöglich sich auf das eigene Gespräch zu konzentrieren. Das ist bei mir sogar so dass es für mich fast physisch unerträglich ist ich bekomme Kopfschmerzen und glänze dann mit mentaler Abwesenheit.

Auf der anderen Seite kann man sich nur schwer auf eigene Gedanken konzentrieren. Lesen geht nicht wenn im Hintergrund gesprochen wird. Wenn Jemand hinter meinem Rücken schlecht über mich redet bekomme ich das fast immer mit. Das führt zu Depressionen weil man dauernd so viel Input hat.

Ich habe das im Zusammenhang mit ADS und anderen Außenseitermerkmalen wie Homosexualität versucht zu erklären. Ich bekomme Kritik die hinter meinem Rücken passiert fast immer mit. Es sei denn es geschieht in einer Menschenmenge. Wenn ich etwa in ein Buch vertieft bin oder in eine handwerkliche Arbeit bekomme ich trotzdem vieles mit was bei anderen Untergeht.

Ich kann daher nicht in Großraumbüros arbeiten weil dass mich überfordert. Auch in Klassenräumen kann der Druck durch Ablenkung immens sein. Auch so Kneipenabende können belastend sein.

Was zur Unsicherheit führen kann dass ja das was dort gesprochen wird auch gar nicht auf einen bezogen ist. Und da kann es passieren das ich mich aufrege und gar nicht gemeint war. Es kann dann ein Namensvetter, oder ein x-beliebiger schwuler Mann oder sonst etwas sein. Das ist an der Stelle schwierig zu entscheiden. Das führt zu Unsicherheit und kann soziale Ängste mit sich bringen. Der Selbstwert ist bei ADSlern generell nicht so gut dass auch Fehlinformationen auf einen bezogen werden. Das kann zu Irritationen führen. Aber bei tatsächlich deffamierenden Äußerungen ist das auch stressig. Ich kann mich dem eigentlich nicht entziehen. Bei einer Psychose, die nur selten gleichzeitig mit ADS auftritt ist das schwierig weil der Beziehungswahn, also das neutrale Äußerungen dauernd auf einen bezogen werden, dauernd angeheizt wird. Ich habe mir in der akuten Phase der Psychose manchmal die Ohren in der Straßenbahn zugehalten. Und manchmal war mir zu weinen zu Mute weil ich das nicht einfach abstellen konnte. Ich weiß nicht ob da normale Neuroleptika in diesem Fall helfen. Ich denke Ruhe hilft da mehr als Antipsychotika. Selbst das Radio war für mich voller wiedersprüchlicher Nachrichten die ich auf mich bezogen habe. Totale Ruhe hätte da geholfen oder manchmal auch nur Musik. Wenn Musik spielt kann ich mich meistens besser konzentrieren. Sie neutralisiert ablenkende akustische Geräusche. Obwohl nicht immer, manchmal bleibe ich dann bei einer Textzeile hängen. In einem Lied von Kd. Lang hörte ich immer consequenzes of Calling. Ich dachte dass die Verfolger von Scinetology in meinem Umfeld anrufen und meine Angehörigen gegen mich aufbringen.

Ich fühlte mich von Scinetology in der Psychose verfolgt. Eine Dozentin in der Schulungsstätte hatte nämlich dubiose psychologische Kurse angeboten. Sie war auch sehr negativ gegenüber dem Krankheitsbild ADS eingestellt und war sehr manipulativ.

Das zu ADS und Psychose. Aber wie gesagt führt das auch zu sozialen Ängsten und Gehemmtheit.

 

Ich habe enorme Angst vor der beruflichen Reha

Ich habe große Angst vor der beruflichen Reha im sogenannten beruflichen Trainingszentrum BTZ.

Ich habe so große Angst davor Fehler bei der Arbeit zu machen. Im Bürobereich war ich ein Versager. Im Grunde traue ich mir nur noch Küchenarbeit zu. Ich muss am Ball bleiben was die Umschulung zum Seniorenbetreuer oder zur Pflegehilfskraft angeht.

So lange ich keine Medikamente stellen muss komme ich da klar. Bei meinen eigenen Medikamenten tue ich mich schwer. Ich muss so viele verschiedene nehmen. Manchmal kam es schon vor das ich aus versehen die Medikamente für morgens abends genommen habe und umgekehrt. Ich dachte dass das Stratterra mir hilft konzentrierter zu sein, ich bin es auch aber dennoch passieren dumme Flüchtigkeitsfehler. Ich möchte nicht im Büro arbeiten da gehe ich ein und unter.

Die Arbeit mit den Senioren tat  mir unheimlich gut. Da habe ich auch kleinere Fehler gemacht aber ich denke ich werde sie ausbügeln können.