Ich muss abnehmen!

Eine Kollegin vom Handarbeiten hat mit weight watchers abgenommen. Sie nimmt auch Neuroleptika ein. Es geht also auch mit diesen Medikamenten abnehmen, aber es ist schwierig.  Ich muss mir einen Diätplan ausdenken den ich auch einhalten kann.

Ich Frühstücke gerne beim Bäcker. Ich erlaube mir einmal am Tag zum Bäcker zu gehen und eine Schweizerwecke oder ein Käsebrötchen zu essen. Und abends esse ich keine Süßigkeiten mehr oder schränke es sehr stark ein. Wir essen kaum Süßigkeiten, nur mal ein Sandwicheis pro Tag. Das ist aber o. k. ! Ich will auch häufiger selber kochen dafür aber kleinere Portionen und weniger Fertigprodukte benutzen. Das ist mein Plan.

Aber abnehmen ohne Bewegung ist schwierig. Ich will wieder einmal die Woche richtig schwimmen gehen nicht nur im Freibad herumplanschen. Das ist der Plan mal schauen was das so bringt.

Advertisements

Als Kind habe ich mir gewünscht ein Mädchen zu werden bzw. zu sein

Ich habe einen Fersehdokumentation über Intersexualität gesehen. Da fiel mir ein das ich mir als Kind gewünscht hatte das mich ein Arzt untersucht und das ich tatsächlich ein Mädchen bin. Ich kenne das Dilemma mich für ein festes Rollenverhalten zu entscheiden, was aber nichts von der dramatik hat die eine Intersexualität mit sich bringt.

Meine Eltern haben sich nicht daran gestört das ich mit Puppen gespielt und  gehäkelt bzw später dann auch etwas gestrickt habe. Mein Vater hat mit noch mit etwa 10 oder 11 ein Puppenhaus gebaut.

Ich habe wohl auch als KInd und junger Erwachsener so viel geweint weil ich gespürt habe dass man ein richtiger Junge sein muss um akzeptiert zu werden. Die Ablehnung von femininen schwulen Männern in einem Teil der Schwulenszene machte mich verzweifelt. Ich wollte mich angenommen und normal fühlen. Das tue ich eher unter Frauen oder sensiblen Heteromännern.

Zu anderen „Tunten“ habe ich nur sehr wenig Kontakt. Ich bin halt nicht sehr extrovertiert und ich mache mir nicht viel aus meinem Äußeren. Wie sehe ich mich eigentlich, eindeutig als Mann aber als sehr weicher femininer Mann halt. Ich glaube ich pendel so ein bißchen zwischen den Geschlechterrollen. Ich bin eindeutig kein Transgender. Aber ich bin aber auch eindeutig kein gewöhnlicher Mann. Es ist schwierig. Ich mag den Begriff Two Spirit, ein Konzept der nordamerikanischen Indianer. In mir wohnen auch zwei Geister und das ist gut so.

 

 

„Der goldene Topf“ von E.T. A. Hoffmann und „Der Wind in den Zäunen“.

E. T. A.  Hoffmanns Novelle der goldene Topf wurde in einem ADHS-Forum erwähnt, als dort Jemand nach fiktiven Figuren mit AD(H)S gesucht wurde. Der Studenten Anselmus pendelt zwischen Alltagsrealität und Phantasterei. Ich haben diese Novlle angefangen und das erste Kapitel gelesen. Schon seine Ungeschicklichkeit macht ihn schon sympathisch. Und seine Fantasiebegabung wird schon im zweiten Kapitel deutlich.

Außerdem habe ich den schwulen Liebesroman “ Der Wind in den Zäunen“ von Eli Easton gekauft. Es geht um einen Veganer der eine Farm pachtet um einen Gnadenhof für Nutztiere zu schaffen aber von seinem Partner verlassen wird so dass das Projekt zu scheitern droht. Er stellt einen jungen Amishen als Hilfskraft ein der wegen seiner  Homosexualität von seiner Familie verstoßen wurde und wegen seines Klumpfußes ein Außenseiter ist. Ich denke das ist auch eine rührenden Geschichte ganz nach meinem Geschmack.

Warum mir Antifaschismus so wichtig ist

Der Wahlerfolg der AFD, als rechtspopulistischer Partei, ist mir ein Dorn im Auge. Ganz Selbstverständlich gehe ich in meiner Stadt zu Anti-Nazi Demos. Es gibt sicher ADSler die auch Nazis sind aber ich bin es nicht, und ich denke dass der Gerechtigkeitssinn der zum ADS gehört diese Einstellung noch verstärkt. Mir lag schon immer die Situation von gesellschaftlichen Randgruppen und Minderheiten am Herzen. Als Kind habe ich schon erfahren wie schlecht der Umgang der weißen US-Amerikaner mit den amerikanischen Ureinwohnern war und noch ist.

Ich habe auch Onkel Toms Hütte gelesen, einen Roman über die Folgen der Sklaverei in den USA. Ich denke schon dass ich durch das ADS und meine frühe kindliche Prägung mehr Mitgefühl mit Randgruppen habe. Außerdem gehöre ich ja selber mehreren Randgruppen an, ich bin übergewichtig, schwul und Spätaussiedler. Ich vergesse das nie dass ich auch nicht zur Mitte der Gesellschaft gehöre. Ich finde Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Xenophobie unerträglich. Ich versuche die Situation von Minderheiten in meinem persönlichen Umfeld  zu verbessern. Das Roma-Festival Djelem Djelem ist  aus einer Idee von mir entstanden, die Youngsters Akademie für benachteiligte Kinder aus dem Viertel habe ich als Idee hier eingebracht. Ich versuche Transsexuellen beim lokalen CSD mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Ich kann kein Faschist sein weil ich mir dann das Herz rausreißen  müsste. Ich lehne aber Gewalt gegen Andersdenkende ab auch wenn es mir manchmal schwer fällt. Aber rechtliche Mittel gegen solche Auswüchse würde ich immer einlegen.

Familienfeiern sind sehr anstrengend

Heute war die Geburtstagsfeier meiner Mutter und mein Mann und ich waren ein paar Stunden bei meinen Eltern und ihren Gästen.

Ich finde Familienfeiern in unserer Familie sehr anstrengend. Meine Familie ist eine sehr temperamentvolle polnische bzw masurische Familie. Da wird viel durcheinander geredet und das in einem sehr lauten Ton. Ich habe früher sicher nur die meiste Zeit auf solchen Feiern geträumt.

Mittlerweile ist das sehr anstrengend für mich und ich bin müde und erschöpft durch den vielen sozialen Lärm. Dann haben meine Familienmitglieder immer einen sehr ausschweifenden Erzählstil und kommen nur langsam zum eigentlichen Punkt einer Geschichte.

Und an den Gesprächen kann ich mich kaum beteiligen. Mein Bruder und mein Mann unterhalten sich über Computertechnik und meine Eltern erzählen alte Familiengeschichten an die ich mich nicht so wirklich gut erinner.  Ich glaube ich habe am ganzen Nachmittag nur 4 oder 5 Sätze gesagt und das ist wirklich wenig.

Mittlerweile kann ich besser zuhören und kriege auch mehr mit in dem ganzen Stimmengewirr. So dass das nicht nur anstrengend für mich war. Manche der Geschichten waren doch sehr interessant. Mein Bruder und mein Cousin wollten mal als Jugendliche mit dem Motorroller vom Opa fahren, allerdings hatten sie keinen Führerschein. Sie wurden gerade als mein Bruder das Motorrad starten wollte von einem Polizisten angesprochen. Das fand ich kurios. An einer dieser Feiern habe ich dann auch gehört, das mein Bruder damals in Masuren zum Angeln seine Angelrute mit dem Köder über den Hof zog und eine unserer Hennen verschluckte den Haken samt Köder. Gut das die Oma noch da war und das Huhn erlösen konnte.

Eine Geschichte über den ersten „Mann“ mit dem ich geschlafen habe, konnte ich noch rechtzeitig abwenden.Ich war 9 und er hieß Emil und war ein Stoffclown. Was die Eltern immer für peinliche Geschichten ausgraben.

 

Ich mag Geschichten von früher und auch die von Phantasien

Ich mag ja Geschichten wo es ums Tagträumen geht. Nach wie vor wird das am ehesten noch Kindern zugestanden ein reiches Phantasieleben zu haben. Daher gibt es auch eher Kinderbücher die das zum Thema haben. Ich bin jetzt auf E.T. A. Hoffmann gestoßen und will den „Nussknacker und Mäusekönig“ von ihm lesen. Ich denke ich schenke das Buch auch meinem Patenkind zu Weihnachten. Praktisch ist es das es ein Buch für Mädchen ist.

In Warheit bin ich immer innersten doch ein kleines Mädchen ;-), darum kann ich mich auch mit den Anne auf Greengalbels Romanen so gut identifizieren.

 

Im „English Shop“ gibt es koffeeinfreien Schwarztee

Manchmal hat mein Bekannter D. aus dem Buchladen wirklich interessante Informationen. Ich trinke gerne schwarzen Tee auch abends. Aber ich kann auch schlecht schlafen und nehme deswegen ein niedrig potentes  Neuroleptikum. Ich versuche schon abends häufiger Rotbusch- oder Pferfferminztee zu trinken, aber der schmeckt nicht so gut. Ich will es jetzt mit diesem Tee versuchen. Er schmeckt ganz o. k. und kostet um die 1,70 Euro für 40 Teebeutel. Vielleicht hilft das ein wenig das ich weniger von dem Beruhigungsmittel abends brauche.

Wie war ich als Kleinkind so?

Ich bin auf dem Land im ehemaligen Ostpreußen aufgewachsen bis ich 4 war. Angeblich bin ich so bald ich laufen konnte meiner Mutter zu den Nachbarn ausgerissen. Das Leben mit so vielen Tieren war toll. Meine Eltern hatten einen Selbstversorger Bauernhof.

Wir hatten alles mögliche an Nutz- und Haustieren. Hühner, eine Kuh, ein Pferd, ein Schwein, einen Hund und zwei Katzen.

Was auffällig war ich weinte als Baby wenig. Aber als größeres Kleinkind hatte ich Angst vor lauten Geräuschen. Zum Beispiel vor der Orgel in der Kirche, dem Motorrad meines Vaters später in Deutschland auch vor der schleudernden Waschmaschine.

Ich habe wohl recht früh sprechen gelernt, was für ADS Kinder untypisch ist. Ich glaube ich habe mit einem Jahr schon ganze Sätze gesprochen. Mit neun Monaten soll ich angeblich so lange geqängelt haben bis mich meine Mutter mit ihr fernsehen ließ.

Das einzige wirklich auffällige war das ich wohl wie gesagt sehr Geräuschempfindlich war. Und ich hätte beim Spielen wohl immer gesprochen und das es interessant war mich dabei zu beobachten.

Ich hatte schon mit drei Jahren ein Kochgeschirrset für Puppen. Damit spielte ich auch leidenschaftlich gern. Ich hatte so etwas bei einem Nachbarsmädchen gesehen und dann auch bekommen.

Manchmal habe ich Angst das die Psychose zurück kommt

Das klingt sicher wirklich komisch. Aber ich bin in letzter Zeit besonders aufmerksam was Veränderungen in meiner Umgebung angeht. Ich höre auch Nachrichten viel aufmerksamer. Ich habe Angst davor das Gedanken laut werden. Dass das was ich denke in den Nachrichten erscheint oder ähnliches. Das klingt wirklich paranoid. Ich achte sogar darauf welche Lieder im Radio gespielt werden. Martin mein Mann hat jetzt den Post gesehen, ich wollte ihn eigentlich nicht beunruhigen. Ich ziehe mich die nächsten Tage etwas zurück und igle mich zu Hause etwas ein. Ich glaube einfach dass ich nur etwas Ruhe brauche. Zu viel Input an Informationen führt nur zu Error.

Was macht mir Spass im Moment

Lesen tut mir gut. Ich mag die Geschichten von Lucy Maud Montgomery. Bei Amazon gibt es eine recht große Auswahl ihrer Geschichten, auch auf Deutsch. Und ich höre gerne Musik. Salvador Sobral begleitet mich schon seit zwei Jahren durch die Zeit.

Ich mag seine Stimme und die Kunstfertigkeit wie er die Lieder interpretiert. Ich bin eigentlich kein Jazz Fan dennoch macht mir die Musik von ihm regelrecht Spaß. Am schönsten ist die Musik wenn er frei interpretiert.

Lucy Maud Montgomerys Geschichten erinnern mich ein wenig an die Geschichten die mir meine Mutter erzählt hat. Sie geschahen auch am Anfang des 20 Jahrhunderts. Und sie haben ein Happy End. Ich müsste mal die Geschichten meiner Mutter aufschreiben.

Sie waren doch wesentlich anders. Nur der Ort, halt auf dem Land, und die Zeit ähneln sich. Sie hat mir so viele Geschichten über den verschrobenen Herrn Strijewski und seine Tochter die Barbara bzw. Barwka erzählt das man sie eigentlich konservieren müßte. Geschichten von Tagträumern hat sie weniger erzählt wie Lucy Maud Montgomery.

Der Herr Strijewski war etwas verschroben und auch vielleicht etwas schlicht. Dennoch hatte er eine klare Meinung zum Nationalsozialismus. Als sein Neffe Altmetall sammeln kam für den Krieg, hat er ihn dafür geohrfeigt. Der Neffe war auch in der Hitlerjugend.

Meine Großeltern hatten damals Angst das er dafür „abgeholt“ wird. Das waren so viele Geschichten die meine Mutter erzählt hat. Sie hat sie mir früher häufig auch zum Trost erzählt, wenn ich wieder eine Stimmungsschwankung hatte oder wenn ich halt traurig war. Neulich hatte meine Mutter gesagt ich sollte Strümpfe stricken lernen den „selbst“ die Barwka konnte das. Ich weiß nicht ob mein Opa auch ADS hatte. Er war Meister im Aufschieben. Mein Onkel Leo väterlicherseits war bestimmt ein ADSler. Er war sehr langsam und ich wurde mit ihm als Kind verglichen. Und als junger Mann hatte er auch psychische Probleme die ähnlich einer Psychose waren. Im Grunde müsste man die Geschichten aufschreiben.