Berufliche Reha

Ich habe mich mit dem Thema der beruflichen Reha abgefunden. Ich denke dass dies wirklich notwendig sein könnte. Vielleicht ist es besser wenn ich etwas vorbereiteter einen neuen Beruf lerne. Ich kann ja immer noch eine Umschulung selber bezahlen. Vor 2019 bekomme ich keine Umschulung durch das Arbeitsamt bezahlt.

Der deutsche paritätische Wohlfahrtsverband hat auch eine Ausbildungsstätte in Lünen Brambauer, in der nähe meiner Eltern. Ich überlege dort die Umschulung zu machen. Die Qualifikationen der Dozenten sind besser als beim EWZ und das ist mir wichtig.

Ich lasse das jetzt auf mich zukommen. Ich tröste mich mit einem Roman aus der Anne auf Greengables Reihe, Anne in Windy Poplars. Ich mag diese Figur sehr gerne die mir doch ein wenig ähnlich ist. Und häkeln werde ich vermehrt. Vielleicht mache ich einen neuen Poncho. Ich kann Wolle von Susanne haben die sie von einer verstorbenen Nachbarin bekommen hat.

 

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Mein Patenkind ist verhaltensauffällig

Mein Patenkind, ein Mädchen von 12 Jahre ist verhaltensauffällig. Ich schicke ihr immer zu Weihnachten manchmal auch für zwischendurch Bücher zum lesen. Ich habe ihr schon mal „Oscar und der Tieferschatten“ geschenkt. Und jetzt habe ich beschlossen für sie Anne of Green Gables zu kaufen. Ich habe kaum Kontakt zu Ihr weil ich mich mit den Eltern zerstritten habe. Das ist eine lange und frustrierende Geschichte. Ich fühle mich dauernd durch ihren Stiefvater verletzt. Er hat nur wenig Taktgefühl, das macht den Kontakt sehr schwierig für mich.

Mein Patenkind bekommt schlimme Wutanfälle und muss dagegen auch Medikamente einnehmen. Ein Aufenthalt in einer Tagesklinik hat keine sichere Diagnose wie ADHS oder Autismus gebracht. Für beide Erkrankungen reichen die Symptome nicht aus. Sie tut mir ernsthaft Leid. Sie erholt sich immer sehr gut in den Ferien bei ihrer Oma in Polen, einer Verwandten von uns. Ich denke dass die Ruhe auf dem Lande da wahre Wunder wirkt.

In der Familie haben wir noch ein weiteres Verhaltensauffälliges Kind das ebenfalls in dem Dorf von der  Großmutter meines Patenkindes lebt. Sie verstehen sich anscheinend gut. Mein Patenkind lebt auch in Deutschland nicht weit von der Stadt in der ich wohne.

Was an sozialen Bedürfnissen kommt bei mir zu kurz?

Mir ging es im letzten Jahr psychisch ja sehr schlecht. Es gab Mobbing in der Schulungsstätte und meine Telefonsexsucht waren sicher auch wichtige Probleme die zu depressiven Symptomen geführt haben. Dann gibt es noch ein Problem dass noch weiter besteht. Ich bin relativ sozial isoliert. Ich habe nur sehr wenige enge Freunde. Zum einen liegt das an der Messieproblematik, dass ich kaum Besuch habe. Zum anderen bin ich schüchtern. Ich hätte gerne noch eine zwei  Freunde mehr. Jetzt wo mein Kumpel Marc noch wegzieht wird die Luft echt dünner. So ein mal bis zwei mal im Monat würde ich gerne wo hingehen. Zum Beispiel in ein schönes Konzert oder eine Lesung. Ich gehe selten aus. Ich glaube ich brauche auch mal Auszeiten von meinem Alltag. Martin mein Lebensgefährte ist ja ein Stubenhocker, mit ihm kann ich also nichts unternehmen.

Ich könnte auch alleine wohin gehen. Es ist doch besser als zu Hause zu versauern. Vielleicht ist das auch eine gute Idee.

Ich bin sooo schrecklich langsam

Ich trödel viel im Moment. Die täglichen Lebensmitteleinkäufe rauben mir viel Zeit. Ich wohne zwar in der Großstadt doch habe ich es zum einkaufen weit. Und ich trödel wie gesagt ungemein gerne. Heute bin ich mit dem Fahrrad, wie auch die letzten Tage über, zum einkaufen gefahren. Ich bin dann auch einfach so durch den Stadtteil gefahren, ganz ohne besonderes Ziel. Ich glaube dass mir die Bewegung doch ganz gut tut. Doch habe ich wieder nichts im Haushalt gemacht. Gleich muss ich noch ein Paket für meinen Schmusehasen Martin zur Post bringen. Und danach ist es schon Zeit fürs Abendessen.

Am Sonntag will ich mit einem Freund etwas wandern gehen. Es soll von einem nördlichen Vorort von Dortmund nach Lünen, der Stadt in der ich aufgewachsen bin gehen. Ich habe manchmal richtig Heimweh nach Lünen. Eigentlich gar nicht so eine schlechte Stadt. Ich vermisse den Wald und die kleine überschaubare Innenstadt.

Ich wohne schon gerne in Dortmund und in der Nordstadt aber manchmal habe ich auch Heimweh, besonders im Sommer und im Herbst ist das der Fall.

Das Arbeitsamt zerstört meine Zukunftspläne

Das Jobcenter hat sich wieder etwas einfallen lassen um mich zu ärgern. Ich habe mich von der Berufspsychologin derart ins Bockshorn jagen lassen dass ich eingewilligt habe noch mal zur Amtsärztin zu gehen und wegen beruflicher Reha anzufragen. Eigentlich lief es gar nicht schlecht. Die Amtsärztin meinte ich sollte berufliche Reha machen und Alltagsbegleiter lernen. Das ist schön und gut, aber wenn ich in einer Rehamaßnahme feststecke kann ich nicht mehr den Kurs zum Alltagsbegleiter, den ich selber finanzieren will machen. Das schaffe ich einfach nicht mehr. Und das Jobcenter gibt mir auch keinen Bildungsgutschein mehr weil ich während einer Umschulung zum Alltagsbegleiter im letzten Jahr psychisch krank geworden bin. Ich weiss nicht was ich da machen soll. Ich muss mal einen Termin mit der Sachbearbeiterin machen. Wahrscheinlich schickt die mir einen Termin zu doch die Zeit drängt im September würde der Kurs los gehen.

Egal wie ich mich winde ich bin nur vom Pech verfolgt. Das ist schon ziemlich schlimm für mich. Ob ich einfach mal hingehe und das kläre beim Jobcenter. Bis die mir einen Termin zuschickt ist der Zug auch abgefahren. Noch sind da Plätze frei in dem Kurs der Malteser in Bochum. Ich habe vorsichtshalber die Kursanmeldung schon storniert. Ich bin ziemlich endtäuscht von mir, dass ich mich nicht mehr gewehrt habe. Aber ich bin halt so.

 

Messiebuch aus der Bibliothek

Das Messiebuch dass ich mir heute aus der Bibliothek ausgeliehen habe gefällt mir etwas besser als das erste das ich mitgenommen habe. Dieses ist mehr Verhaltenstherapeutisch orientiert geht beim Messiesyndrom aber auch von einer Zwangsstörung aus.

Das passt ja nicht so richtig weil ich wegwerfen kann. Ich habe vor einer Weile eine große Tüte mit alten Büchern weggeworfen und einen Wäschekorb mit Büchern für E-Bay aussortiert. Martin ist für die E-Bay Geschäfte zuständig, mein Account ist vor ein paar Jahren gelöscht worden.

Ich kaufe aber viel. Im Moment sind das eher E-Books. Da ist Amazon eindeutig schuld dran. Viele E-Books sind günstiger und nehmen ja nur wenig Platz weg. Wolle horte ich nur ganz wenig, aber ich habe schon noch mehr Wolle da als ich verwerten kann. Vielleicht wären Restedecken eine gute Idee.

Was mich in der Bibliothek geschockt hat, ist das es jetzt automatische Verbuchungstheken für die Ausleihe gibt. Ich frage mich ernsthaft wie viele Bibliotheksangestellte dadurch ihren Job verlieren. Ich nutze ja auch jetzt schon die Online-Ausleihe gerne. Weil die Bücher nach Ablauf des Ausleihzeitraums nicht mehr lesbar sind und ich keine Mahngebühren bezahlen muss.

Ich sehe es schon kommen das die alten dementen Leutchen von Computerprogrammen bespaßt werden und Seniorenentertainer wie ich einer werden will auch überflüssig werden. Ist schon unheimlich dieser technische Fortschritt. Taxifahrer, Busfahrer und Schiffskapitäne werden auch überflüssig werden. Vielleicht hat ja Richard David Precht recht und wir bekommen alle ein bedingungsloses Grundeinkommen. Was machen wir dann den ganzen Tag. Wahrscheinlich im Internet rumhängen!!! Tolle Aussichten.

Messieprobleme und Antrieb

An diesem Wochenende habe ich versucht ein wenig Ordnung in der Küche zu schaffen. Ich habe zwei Vorratsschränke entrümpelt und sauber gemacht. Die Spülmaschine habe ich auch ausnahmsweise ausgeräumt. Normalerweise räumt mein „Mustergatte“ die Spülmaschine aus. Er war etwas krank am Sonntag. Ich merke wie schwer es mir fällt am Ball zu bleiben und mich nicht ablenken zu lassen. Ach so ein helles Dinkelbrot habe ich auch gebacken. Also war ich doch recht aktiv an diesem Wochende. Irgendwie gibt mir das ein gutes Gefühl das ich nicht ganz untätig geblieben bin. Letzte Woche war ich depressiv weil mich ein Bekannter etwas irritiert oder auch getriggert hat. Aber die Geschichte ist jetzt zu kompliziert um sie zu schildern. Ich bekam aber schlimme Kopfschmerzen und da ging dann gar nichts. Das war in diesem Wochende nicht so.

Ich habe überlegt was ich noch gegen das Messietum noch machen kann. Eine Idee ist alles was offensichtlicher Müll ist beim durchgehen der Wohnung in Mülltüten zu packen und weg zu werfen. So einfach ist das aber nicht. Ich müßte Zimmer für Zimmer durchgehen. Ich könnte in meinem Zimmer morgen entrümpeln. Ich habe noch im Online Katalog der Stadt- und Landesbibliothek ein Selbsthilfebuch für Messies gefunden. Vielleicht stehen da einige Anregungen drin. Ich werfe schon beschlossene Pläne immer wieder um. Auch das Kaffeetrinken mit Freunden bei mir ist so ein Thema. Ob das noch etwas wird bis zum Ende des  Monats. Ich glaube ich werde eher am Anfang September das Kaffeetrinken machen.  Ich habe eine realistische Belohnung fürs entrümpeln gefunden. Es ist ein Häkelbuch mit Ponchos. Wann ich mir das Buch kaufen soll weiss ich nicht. Es kostet 16 Euro. Vielleicht wären da 8 Stunden Hausarbeit angemessen. Das kann man in acht Tagen verwirklichen. Ob ich noch einmal eine Psychotherapie mache weiss ich nicht. Bisher hat das nicht viel geholfen. Die Sexsucht ist nicht mehr so schlimm, zumindest mache ich keinen Telefonsex mehr. Ich habe aber immer noch heimlich die Sehnsucht nach einem sensiblen Traumprinzen. Das habe ich nicht ständig weil ich keine Tagträume über das Thema habe. Martin sitzt halt viel vor dem Computer und wir unternehmen wenig miteinander. Im Grunde bin ich schon glücklich mit ihm, aber manchmal fühlt man sich mit einem schyzoiden Partner etwas einsam.

Antrieb und Ernährung

Ich habe beschlossen meine Ernährung ein wenig umzustellen. Jetzt habe ich erfahren das Serotonin bei ADS auch eine Rolle spielt. Weil ich aber kein Antidepressivum einnehmen will wie Citalopram und Fluoxetin weil ich ja nicht wirklich depressiv bin. Bei mir ist der Antrieb nur schlecht und sorgt für schlechte Stimmung und nicht umgekehrt. Daher denke ich dass ich vielleicht serotoninfördernde Lebensmittel zu mir nehmen sollte. Ich glaube dass ich auch so viel Süßes esse weil dass doch etwas die Stimmung beeinflusst.

Ich will am Wochenende Dinkelbrot mit Walnüssen backen und ein Bananenbrot für den süßen Zahn ebenfalls mit Dinkelmehl und Walnüssen. Ich esse ja schon regelmäßig Räucherlachs und esse kaum noch rotes Fleisch. Ich denke dass wird für mich besser sein als die Weißmehlteilchen vom Bäcker um die Ecke die ich gerne als Frühstück esse.

Ich bin gespannt ob das was hilft. Ich denke nicht das ich eine Psychotherapie oder zusätzliche Medikamente brauche. Bei der Psychotherapie ist es auch schwierig einen geeigneten Therapeuten zu finden. Ich denke ich habe eine Sensitive Riektion Dysphoria wie es Martin Winkler in eines seiner Videos beschreibt. Einen Versuch ist es zumindest wert.

Antrieb und ADS

ADSlern wie mir, fällt es schwer Aufgaben anzufangen. Gerade wenn es sich um langweilige Aufgaben wie etwa Hausarbeit geht ist mein Antrieb immer ganz schlecht. Außerdem werden ADSler auch schnell müde. Auch wenn es darum geht Dinge zu Ende zu bringen fehlt es mir häufig an Ausdauer.

Was sich bewährt hat ist etwa bei der Hausarbeit Musik zu hören. Außerdem klappt die Hausarbeit besser wenn ich alleine bin, weil ich sonst zu abgelenkt bin. Was sich z. B. beim Weihnachtsputz bewährt hat sind Belohnungen. Für eine bestimmte Zeit an Hausarbeit habe ich mir dann ein Knäuel Wolle für eine geplante Handarbeit gekauft. Leider mache ich nicht so viele große Handarbeitsprojekte. Ich sollte häufiger größere Handarbeitsprojekte wie etwa einen Poncho oder eine Decke machen. Gäste einladen hilft auch, wenn ich dann auch nur auf den letzten Drücker anfange aufzuräumen und zu putzen.

Regelmäßiger Sport trainiert auch das überwinden des Inneren Schweinehundes. Ich gehe einmal die Woche 40 Minuten Rückenschwimmen. Den größten Erfolg hatte ich mit Belohnungen und Musik hören. Ohne Musik kann ich nur schwer putzen.

Für Bewerbungen und ähnliches sollte man vielleicht einen festen Tag aussuchen wo man z. B. im Arbeitslosenzentrum mit anderen zusammen Bewerbungen schreibt. Regelmäßige Termine sind da generell am Besten. Im Moment bewerbe ich mich nicht. Ich mache im September einen Kurs als Seniorenbetreuer bzw. Alltagsbegleiter bei den  Maltesern. Und danach werde ich regelmäßig im Arbeitslosenzentrum meine Bewerbungen schreiben.

Heute tauchte ich in einem Schwall aus Kindheitserinnerungen

Heute tauchte ich in einen langen Tagtraum aus Kindheitserinnerungen unter. Ich dachte im Grunde nur über das Buch „Bob der Streuner“ nach. Mir fiel auf dass es im Grunde ein sehr einfaches autobiografisches Buch ist in dem eine Katze eine ungewöhnlich bedeutende Rolle spielt. Ich überlege schon lange selber ein Buch zu schreiben. Meistens aus selbsttherapeutischen Gründen. Zum einen habe ich überlegt einige der Wahnvorstellungen aus der letzten Psychose für einen Scince Fiktion Roman zu nehmen. Es ging da um einen ADSler der durch seine Impulsivität nur schwer Geheimnisse für sich behalten kann und durch einen Internetblog in große Schwierigkeiten kommt. Er wird zum Spielball des Geheimdienstes der ihn für ein soziales Experiment missbraucht. Aber diese Geschichte war zu kompliziert.  Also werde ich den Roman „Der Mann ohne Geheimnisse“ nicht schreiben. Die Idee ist allerdings interessant. Aber diese Geschichte weiterzuentwickeln ist zu schwierig und zu persönlich.

Dann bin ich auf eine andere Idee gekommen. Warum schreibe ich nicht ein Kinderbuch. Mir fällt da schon ein Titel ein „Peter aus der masurischen Wildnis“.

Ein autobiografischer Roman über meine Kindheit auf einem masurischen Bauernhof. Ich habe schon mal einer Kollegin aus der Gemeinde der Fran einige Geschichten aus der  masurischen Wildnis erzählt. Zum Beispiel wie mein Bruder aus versehen ein Huhn geangelt hat. Oder wie sich eine vermeintliche Jungfrauengeburt bei der kleinen Fjordpferdstute meines Großvaters ereignet hat.

Ich könnte von Tomek und seiner Schwester Joasia, den beiden Stadtkindern, erzählen die in den Ferien zur Oma aufs Land kamen und einen Igel als Haustier hatten.

Aber im Grunde wäre es nur eine Anekdotensammlung. Aber eine sehr exotische.

Ich könnte auch von dem gemauerten gotischen Kohleherd erzählen der in der Küche im Haus meiner Großeltern stand. Und mir der mit Kochgeschirr für Puppen spielte und dessen Spitzname Tigelek also Töpfchen war. Aber das in eine Geschichte zu packen ist schon sehr schwierig. Das sind im Grunde nur aneinander gereihte Anekdoten. Ich müsste dass in ein Geschichte über unsere Familie packen. Das mein Vater die Landwirtschaft bereits aufgeben wollte aber wegen der Lebensmittelknappheit in Polen den Bauernhof meiner Großeltern mütterlicherseits zur Selbstversorgung weiter betrieb. Das Thema ADS käme am Rande auch vor. Ich war sehr sensibel was Geräusche angeht. Ich hatte z. b. Angst vor dem lauten Dieselmotor der die Dreschmaschine antrieb.  Aber im Grunde habe ich an die ersten 4 Jahre meines Lebens nur schöne Erinnerungen. Manches weiß ich aber nur aus den Erzählungen der Erwachsenen die bei Familienfeiern zum Besten gegeben werden. Vielleicht wird ja doch etwas draus. Ich wollte schon immer mal etwas Kreatives schreiben. Ich habe aber immer noch Angst dass dies meine erzählerischen Fähigkeiten übersteigt.