Ich freue mich auf den Herbst

Ich fahre ja selten im Sommer weg, daher freue ich mich auf den Herbst. Weil dann u. a. wieder mehr kulturelle Veranstaltungen sind wo man hin gehen kann. In diesem Jahr freue ich mich besonders auf den Herbst weil ich in Bochum einen Kurs als Alltagsbegleiter bei den Maltesern mache. Ich habe heute angefangen mir eine Tasche zu häkeln in der ich meine Kursunterlagen transportieren kann. Wahrscheinlich nehme ich doch aber eher meinen Rucksack dafür und nur selten diese Häkeltasche. Ich mache die Tasche aus schwarzer und weißer Tweedwolle von Zeemann. Der Kurs fängt am 04. September an und findet an 3 Tagen die Woche Abends von 17 bis 21 Uhr statt und geht bis Ende November. Also lerne ich den ganzen Herbst über Seniorenbetreuung.  Im September fahre ich auch noch zum sog. Dekanatswochende ins Sauerland. Das ist ein Begegnungswochende der altkatholischen Gemeinden von Nordrhein Westfalen.

Vielleicht ist es nicht schlecht das mein Kumpel Marc nach Blankenstein zurückzieht. Der Ort ist ganz schön für besuche. Morgen gehe ich zum Handarbeiten. Ich hoffe das Gitta und Gunda da sein werden, die beiden Frauen kann ich besonders gut leiden. Es kann sein dass ich jetzt am Samstag mit einem Ausflugsdampfer vom Dortmunder Hafen zum Dattelner Meer, einem großen Kanalknotenpunkt, fahre. Ich hoffe dass mich Jemand aus meiner Familie dann begleitet. Martin hat dazu keine Lust.

 

 

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Im Moment beschäftige ich mich zu sehr mit mir selbst

Ich beschäftige mich im Moment zu sehr mit mir selbst. Ich habe ja schon häufiger auf dem Blog gejammert das ich keine neuen Impulse bekomme. Meine Lucy Maud Montgomery Phase muss auch ein Ende haben. Ich mag ihre Romane schon auch deren Bücher für Kinder mag ich sehr. Zur Zeit lese ich Emily auf der Moon Farm.

Doch ist das Buch nicht so gut wie die ersten Romane aus der Anne of Greengables Reihe. Mit Anne konnte ich mich leichter identifizieren. Sie war verträumter und plapperte auch viel impulsiver herum als Emily. Auch die schwulen Themen und die um Indianer erfüllen mich nicht mehr. Ich möchte so gerne ein anderer ein neuer Peter sein. Der alte besteht nur aus Defiziten und Problemen. Ich müsste mich mal mit meinem Kumpel Marc treffen. Von ihm bekomme ich immer die interessantesten Impulse.

Ich weiß so gar nicht was mich interessieren soll. Irgendwie ist nichts neues dazugekommen und das seit vielleicht 20 Jahren. Am ehesten würde ich mich noch für die Romane von Terry Prachett interessieren. Die sind wirklich unterhaltsam. Aber den letzten habe ich auch abgebrochen als der zu bizarr wurde. Ich habe mir bei Litfass das geheime Leben des Walter Mitty gekauft, in english of course, aber das hat ja auch etwas mit ADS zu tun, zumindest mit Tagträumen. Ich möchte im hier und jetzt sein. Und nicht von vergangenen Tagen träumen. Ich weiß nicht wo die Reise hingehen soll. Es kommt einfach nichts neues bei mir an. Vielleicht sollte ich mehr fern schauen. Wir haben jetzt mehr Programme und bekommen Sender wie Phönix oder auch ZDF-Neo rein. Da müßte ich doch genügend Anregungen bekommen.

 

Nehmt Euch so an wie ich es getan habe

Dieses Christus Zitat hat eine meiner Handarbeitskolleginnen gestern im Handarbeitskreis angebracht als es um das Thema Toleranz geht. Das ist wie ich finde ein sehr schöner Satz. Wenn man aber daran denkt was die Kirche daraus gemacht hat ist das ein ganz anderes Thema.

Dennoch gefällt mir dieser Satz. Mir selber fällt es schwer Nächstenliebe so zu leben wie es in der Bibel steht obwohl ich mich schon für religiös halte.

Ich denke gerade als Außenseiter ist man darauf angewiesen so angenommen zu sein wie man ist. Eine andere Kollegin sucht zum Beispiel einen Begegnungsort wo sie dazu gehört. Ich glaube beides auch Themen die auch ADSler angehen. Bei mir ist es auch die altkatholische Gemeinde und teilweise auch der Handarbeitskreis.

Mir fällt es schwer selber andere so anzunehmen wie sie sind. Das hat auch mit dem übersteigerten Gerechtigkeitssinn zu tun. Mir fällt es schwerer Dinge so zu akzeptieren wie sie sind. Ich gerate immer wieder in Konflikte mit anderen Menschen. Es ist egal ob in der Schulungsstätte oder in der Schwulenszene. Aber im Grunde habe ich häufig recht. Die Ausbildung beim EWZ in Dortmund ist grotten schlecht und ich wurde angefeindet weil ich eine schulmedizinische Behandlung von ADHS und ADS richtig finde. Aber was soll man schon von so verstrahlten Naturheilkundlern erwarten.

Ich habe Sehstörungen vermutlich durch Risperidon

Ich sehe in der Ferne verschwommen. Es kann sein dass dies durch das Medikament Risperidon kommt. Ich muss mal meinem behandelnden Psychiater an der ADHS-Ambulanz erzählen dass ich Sehstörungen habe. Es kann aber auch sein dass ich einfach eine Brille brauche. Ich bin kurzsichtig geworden. Angefangen hat das damit dass ich die Displays an den U-Bahn-Haltestellen aus einiger Entfernung nicht mehr richtig lesen konnte. Jetzt verschwimmen auch Bilder in Kirchen vor meinem Auge. Ich nehme das Risperidon zur Psychose Prophylaxe und etwas wirkt es auch gegen das Grübeln bedingt durch eine Depression. Zur Zeit nehme ich 2 mg Risperidon am Tag.

 

Phantasie erlauben

Ich versuche alles zu meiden was mich von der Realität ablenkt. Es kann sein dass ich deswegen auch depressiv bin, weil mir das Leben dadurch weniger Spass macht.

Ich denke aber dass ich mir etwas Fiktion und Phantasie erlauben sollte. Meine Identität macht es schon aus das ich von vergangenen Epochen fasziniert bin. Und es ist o. k. wenn ich nicht Romane lese die in der Großstadt in der Gegenwart spielen.

Ich denke ich habe häufiger Sehnsucht nach meiner Kindheit auf dem Land in Polen.

Klar war da nicht alles gut, aber das Selbstversorgung für mich immer noch ein Thema ist hat ja auch mit der Gegenwart zu tun. Viele junge Leute gärtnern oder halten Hühner.

Und es ist auch o. k. über Homosexualität in anderen Kulturen zu lesen. Ich habe mir ein Buch über sexuelle Vielfalt bei den Ureinwohnern Nordamerikas, also den Indianern, aus den Staaten schicken lassen. Es gibt einen Einblick in eine Kultur die nicht so sexualfeindlich war wie unsere abendländische christliche Kultur teilweise noch ist.

Es ist o. k. sich an einem Nachmittag nur mit Apfelsorten zu beschäftigen und von einem eigenen Obstgarten zu träumen.

Ich denke nur das ein zu viel schlecht ist. Etwa davon  zu phantasieren mit einem Indianer zusammen zu sein oder so etwas. Das wäre unrealistisch. Wenn ich Singel wäre und gesund wäre das aber nicht so schlimm. Ich könnte übers Internet einen kennenlernen und nach Kanada z. B. auswandern.

Fazit etwas spinnen ist o. k, dauernd spinnen nicht.

 

Ich möchte dauernd umziehen

Es ist schon komisch. Heute war ich in einer Gegend unserer Stadt wo ich früher gewohnt habe. Am liebsten wäre ich zurück gezogen. Dabei wollte ich so gerne mit Martin  meinem Lebensgefährten zusammen wohnen und am Borsigplatz gefiel es mir auch. Jetzt wohne ich da und das ein paar Jahre jetzt will ich auch schon wieder wegziehen. Ich bin nirgends wo glücklich und zufrieden. Eine Zeit lang, als ich noch keine Medikamente nahm fantasierte ich davon wieder in einer Kleinstadt wie als Kind leben zu wollen. Aber da war ich auch nicht glücklich. Eine andere Zeit wollte ich entweder nach Holland oder nach Kanada auswandern.

Ich glaube was mir wirklich fehlt sind paar mehr Bekannte in der Umgebung. Mein Kumpel Marc der hier in der Nähe wohnt will wieder in die Heimatstadt seiner Mutter ziehen um sich um sie besser kümmern zu können. In dem Cafe von Borsig11 hängen auch nur komische Leute herum. Vielleicht sollte ich häufiger ins Concordia Art auf eine Waffel und einen Kaffee gehen. Das ist ein Kunstkaufhaus mit Cafe.

Ob es sich lohnen würde einen Handarbeitstreff im Concordia Art Cafe zu machen. Obwohl ich bin schon mit meinem Handarbeitstreff zufrieden. Außer das ich der Hahn im Korb bin und dazu noch der Jüngste. Es wäre sicher gut wenn ich einen Job hier in der Nähe hätte und einen Grabelandgarten. Aber das ist ja auch klar. Mir fehlen wirklich Freunde aus der Umgebung. Es wäre nett wenn es hier ein Handarbeitskränzchen mit jüngeren Leuten, Frauen vielleicht auch Männern geben würde. Es wäre sicher auch nett wenn es schwule Männer geben würde die Handarbeiten. Ob ich mal eine Anzeige in einem Stadtmagazin aufgebe? Irgendwie habe ich keine Elan dazu. Auf jeden Fall könnte ich ein zwei Freunde mehr gebrauchen die auch hier in der Nähe wohnen. Ich kenne noch flüchtig zwei etwas ältere Frauen. Aber das wars dann auch. Auf jeden Fall muss da was passieren. Ich werde vielleicht davon berichten.

Ich habe sooo keine Lust

Vielleicht ist das etwas neurotisch? Morgen holt uns ein Arbeitskollege zu einer Betriebsfeier ab. Ich habe Angst davor dass er oder seine Frau auf die Toilette müssen und in unsere chaotische Wohnung hinein kommen.

Ich habe so keine Lust den Flur und das Bad aufzuräumen und zu putzen. Ich mag keine Hausarbeit. Ich mache gleich etwas Musik an und dann geht das schon. Ich habe herausgefunden das die Zeitschrift der „Spiegel“ genug Informationen bietet, so dass mein Fernsehfrust dadurch etwas ausgeglichen wird. Auch als Belohnung könnte ich mir vorstellen diese Zeitschrift zu kaufen. Wenn ich die Wohnung halbwegs betretbar gemacht habe und das Abendessen verspeist habe werde ich die neueste Ausgabe davon lesen.

 

Die Stimmung geht rauf und runter, im Moment geht sie wieder rauf

Es ist doch sicher ein Jammer dass die Schwulenszene so oberflächlich und promiskuitiv ist. Das viele feminine Männer ausgrenzen und und und.

Und ja, was hat das mit mir zu tun! Ich lebe sehr gelassen und in meinem persönlichen Umfeld akzeptiert. Ich habe einen passenden Mann abgekriegt und im Internet finde ich ab und zu auch Pin-Up Fotos die mich anmachen. Es ist ja nicht so dass mich alle Männer kalt lassen, und das ich manche stereotyp schönen Schwulen mitunter auch schön finde. In meinem Umfeld wohnt ein Typ etwa in meinem Alter der sieht voll schwul aus und ich freue mich trotzdem wenn ich ihn sehe. Was ist dann mit mir los. Wenn ich da an die Queeren Flüchtlinge aus dem arabischen Raum denke, dann kann ich nur Göttin danken dass ich deutscher Staatsbürger bin und mich mit ästhetischen Fragen bezüglich der Attraktivität der Schwulen Männern beschäftigen kann.

Am Wochenende hatte ich ehelichen Verkehr, der war nicht berauschend, ich würde wirklich mein Gehirn nur für den  Sex gegen ein neuronormales Hirn austauschen, dennoch war der Sex befriedigend. O. K. er könnte besser sein, aber was ist das schon im Vergleich mit beschissenen anonymem Sex im Park oder in der Sauna. Da ist sexuelle Hausmannskost doch noch besser als ein Quickie in der sexuellen Pommesbude. Ich will das Thema nicht mehr erwähnen, weil es ja wirklich peinlich wird.

 

Die Depression aus dem letzten Jahr hat mich eingeholt

Meine Depression aus dem letzten Jahr hat mich eingeholt. Ich grübel unheimlich viel über meine Sexualität nach. Warum ich auf ganz andere Männer abfahre als die meisten Schwulen. Und das ich mich sehr einsam fühle, obwohl sich meine Beziehung zu Martin etwas verbessert hat. Gestern bin ich sogar was meine Telefonsexsucht angeht ein wenig rückfällig geworden. Nichts tröstet mich dauerhaft. Ich war auch mal vor langer Zeit in einer Psychotherapie deswegen, aber gebracht hat das nachhaltig nichts. Vielleicht ist ja reden auch nicht der richtige Weg. Vielleicht muss ich aktiv etwas tun damit es mir besser geht. Mir fällt nichts, wirklich nichts dazu ein. Irgend etwas ist bei mir nicht in Ordnung. Vielleicht ist es ja auch ein ADS-Geschichte. Manchmal habe ich den Eindruck als würde ich die Welt durch ganz andere Augen sehen als andere Menschen. Das was für andere attraktiv ist, ist in meinen Augen eher unnatürlich oder manchmal auch hässlich.

Das ist schon sehr auffallend. Wenn ich daran denke dass ich Salvador Sobral attraktiv finde dann wird mir einiges klar. Ich mag seine Haare und ich mag seine Zerbrechlichkeit. Nur Zerbrechlichkeit gilt für Männer nicht als attraktiv. Erotik hat bei mir etwas mit beschützen wollen und umsorgen zu tun. Das klingt so bizarr aber für mich ist das normal. Wer soll solche Gefühle bei einem muskulösen Typen bekommen, das ist doch nicht vorstellbar. Irgendwie komme ich mir krank und morbide vor. Ich denke schon dass ich eher zu Außenseitern tendiere als zu Männern die eine Mehrheit attraktiv findet. Ich glaube ich muss mich damit abfinden dass das so ist. Es wäre schön wenn es ein Wort dafür geben würde.

Ich kenne da keines für! Vielleicht muss ich da eines für erfinden?