Rico ist tiefbegabt und hat ADS

Für mein Patenkind, einem elfjährigen Mädchen, habe ich bereits ein kleines Weihnachtsgeschenk bestellt. Das ist dass Buch „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Peter Schössow. Es handelt von dem jungen Rico der auf einer Sonderschule ist und den sein Kopf wie die Lostrommel beim Bingo ist. Er ist mit dem hochbegabten Oskar befreundet, der immer einen Sturzhelm trägt obwohl er kein Fahrrad fährt, und hilft den Kindesentführer Mister 2000, zu finden.

Ich habe auch schon überlegt ihr den ersten Band von Anne of Greengables zu schenken.  Mein Patenkind hat auch Lernschwierigkeiten geht aber auf eine Gesamtschule.  Ich hoffe Sie lernt dadurch das Schulnoten keine Aussage über die gesamte Persönlichkeit sind.

Ich finde  den Roman gut geschrieben, nicht umsonst hat er den Deutschen „Jugendliteratur-Preis“ erhalten.

Und ich finde es sympathisch das Rico und seine Mutter einen schwulen Nachbarn, den Herrn Kießling haben.

Dies ist  ein Großstadtroman und spielt in Berlin-Kreuzberg. Die Mutter ist Alleinerziehend und die Nachbarn könnten auch Nachbarn von mir aus der Dortmunder Nordstadt sein. Alles ist sehr lebendig beschrieben und das Umfeld von  Rico wirkt authentisch und nicht  idealisiert wie bei Anne of Greengables.

Ich hoffe das meine Kleine da auch Spass dran hat.

Advertisements

Schwarm meiner Kindheit Matangi, Dayton Kane ist in diesem Jahr mit 61 Jahren verstorben!

Frühreife bei ADHS kann ein Thema sein. Bei mir war das so. Ich lebte in Tagträumen die maßgeblich vom Fernsehen beeinflußt waren. Dazu gehörten auch Liebesfilme die eher für ein erwachseneres Publikum gemacht waren. Ich schaute damals auch gerne Sendungen für ältere Kinder und Jugendliche. Einer meiner Helden war Dayton Kane. Alias Matangi, aus dem U. S. Liebesdrama „Hurricane“.

Er ist jetzt mit 61 Jahren verstorben. Was mich irgendwie traurig macht.

Er hat nur in zwei Spielfilmen mitgespielt. Es ist doch komisch dass ich mich jetzt an ihn erinner.

Ich wollte immer einen Indianer oder Polynesier als Mann. Und was habe ich abbekommen einen teutonischen Computer Nerd. Nichts mit Abenteuern in der Wildnis und so. „Couchpotäten“ ist angesagt.

Ich weiss nicht wie das bei anderen Menschen ist. Aber so exotische Männer fand ich immer reizvoll. Ich habe  wohl als Kind zu viele Winnetouverfilmungen geguckt. Und da zu viele halb nackte Krieger gesehen. Karl May hat mich verdorben.

Irgendwie bin ich auch traurig dass es diesen Menschen nicht mehr gibt. Gerne hätte ich mehr erfahren, als dass er in Honolulu gelebt hat und eine Tochter hat.

Die exotische Schönheit ist sicher ein Teil des Reizes dieser Männer. Zum anderen ist das auch die Außenseiterposition der  amerikanischen und pazifischen Ureinwohner die mich berührt und dann natürlich die  Naturverbundenheit. Ich glaub damit ist auch alles gesagt.

Es geht mühsam voran

Ich habe mich heute bei einem Umschulungsträger vorgestellt. Das Angebot scheint in Ordnung zu sein. In fünf Monaten bilden sie dort „Alltagsbegleiter“ aus. Die Ausbildung hat auch einen kleinen Pflegeanteil.

Ich muss nur noch den Bildungsgutschein besorgen und könnte dann im Dezember anfangen.

Ansonsten fällt es mir schwer die  notwendig Tagesstruktur mir zu schaffen. Auch war ich noch nicht mich für den Wassergymnastikkurs anmelden. Ich denke dass dies sehr wichtig ist.

Mein Zeugnis von dem 1 Euro Job habe ich verkramt. Dabei ist es für meine spätere Laufbahn schon wichtig. Ich werde versuchen am Wochende Ordnung in den Papierkram zu bringen und auch meinen Schreibtisch aufzuräumen und sein Umfeld.

Für Zeugnisse und Bewerbungen werde ich einen extra Aktenordner anlegen.

Ich koche heute Abend einen Blumenkohlauflauf. In der Zwischenzeit wo der Auflauf im Backofen gart, kann ich dann die Küche etwas putzen und aufräumen.

 

Gründe für Chaos in meinem ADHS-Haushalt

Unserer Haushalt ist sehr chaotisch und es mangelt mitunter auch an der notwendigen Sauberkeit.

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen bin ich sehr langsam und mir fehlt der Antrieb für die Hausarbeit.

Aufschieberitis und trödeln sind auch ein Grund warum ich häufig mit etwas anfange aber nicht am gleichen Tag fertig werde. Das nennt man Prokrastiation. Ich hoffe ich habe das Fremdwort richtig geschrieben.

Dann sorgt auch das Horten von Hobbyartikeln für Chaos. Viele Dinge die hier sind stehen auch für Träume etwa die von einem Grabelandgarten oder dem Leben auf dem Lande wie etwa Bücher von  John Seymour dem „Selbstversorgungspabst“.

Ich habe vor Hobbyartikel gnadenlos auszumisten. Gerade der Wußt an Koch-, Handarbeits- und Gartenbüchern ist mir ein Dorn im Auge. Ich habe vor mich auf die wesentlichen Bücher zu beschränken.

Der Antrieb ist wirklich ein schwerwiegendes Problem. Mir gelingt es auch nicht mich regelmäßig zum Sport aufzuraffen. Ich glaube ich brauche dafür einen festen Termin. Während meines letzten Aufenthaltes in der LWL-Klinik in Aplerbeck tat mir die Bewegungstherapie ganz gut. Montag Nachmittags ist Wassergymnastik im Südbad. Da habe ich die meiste Zeit dafür. Ich denke das ich zu diesem Termin dort hin gehe. Ohne Sport komme ich nicht  zurecht. Das wird nicht alleine an Sport ausreichen. Mein Nervenarzt hat mir  zwei Stunden Ausdauersport die Woche verordnet. Ich versuche, falls ich die Umschulung zum Seniorenbetreuer hier in der Nähe mach.e die Strecke mit dem Rad zur Schulungsstätte zurück zu legen. Das sorgt für mehr Bewegung. Auch das Einkaufen will ich mit dem Fahrrad bewerkstelligen. Ich bin sehr faul was Bewegung angeht. Sport ist Mord, diese These könnte von mir erfunden worden sein.

Das hat auch mit dem inneren Schweinehund zu tun und damit dass ich in den Knien beginnenden Verschleiß habe. Meine Beine fühlen sich auch regelrecht steif an. Ich müßte  mal mit dem Arzt reden, woran das liegt. Ich denke aber dass es mit den Knien zusammenhängt.

Der Antrieb ist wirklich das größte Problem. Vielleicht halte ich mich wenigstens an die sportlichen Vorhaben.

Dann fällt es mir schwer mich selber zu strukturieren. Das nennt man „Exekutivfunktionen“. Hier kann nur ein Putzplan helfen. Gerade die Küche ist bei uns immer ein hygienisches Problemfeld. Ich habe da eine Lösung. Ich kann häufiger Eintöpfe und Aufläufe kochen. In der Zeit, in der das Essen kocht, kann ich dann die Küche  aufräumen und putzen.

Ausmisten tut auch weh schließlich haben die Sachen auch Geld gekostet und manchmal braucht man nur eine Anleitung  oder ein Rezpt häufiger und dann das ganze buch wegwerfen ist schon schwierig. Aber manchmal sind diese Sachen nur noch Ballast und E-Bay gibt es für gute Sachen auch noch. Also ran an das Gerümpel.