Online-Video von Dr. Martin Winkler zu ADHS und Depression!

Auf seinem Blog ADHS-Spektrum bei wordpress hat Martin Winkler ein Video zu ADHS Depression veröffentlicht das die Depression in Zusammenhang mit Selbstabwertung und Angst vor Ablehnung bringt.

Hier der Link: https://adhsspektrum.wordpress.com/2016/08/26/adhs-und-depression-empfindsamkeit-fuer-kritik/

Finde ich wie häufig gut und treffend formuliert. Besser kann man dass glaube ich nicht auf den Punkt bringen.

Alles muss klein und überschaubar sein!

Alles was ich anfange muss relativ klein und überschaubar sein und bleiben. Das ist zumindest die Annahme die ich von meiner Leistungsfähigkeit habe. Ich bin sehr langsam und verliere relativ schnell den  Überblick. Daher ist Bescheidenheit für mich vielleicht die wichtigste Tugend. Ich denke es ist o. k. nicht Vollzeit zu arbeiten und von einem kurzen Urlaub mit einem Busunternehmen zu träumen.

Den Garten den ich haben will muss auch maximal 100 qm groß sein. Und wenn ich davon träume muss ich eine Arbeit haben   und auch mit meinem Haushalt klar kommen.

Den Garten bepflanze ich mit vielen Stauden auch was das Gemüse angeht. Das hat sich auch beim Topfgarten bewährt. Mehrjährige Pflanzen pflegen ist einfach als jedes Jahr neue  zu  ziehen.

Es reicht wenn ich 3 Zwerghühner als Nutztier halte. Und zu   Hause noch  eine Katze habe.

Vom Pullover stricken nehme ich auch Abstand dazu bin ich nicht in der  Lage.  Eine einfach gerade  geschnittene Weste ist das höchst der Gefühle.

Eine Umschulung zum Seniorenbetreuer reicht erst einmal.  Ob ich mich weiterbilde zum Heilpädagogen ist nicht so wichtig.

Lesen ist  wichtig und auch Vortragsveranstaltungen zu meinen vielfältigen Intressen und Dokumentationen im Fernsehen sind auch wichtig.

Ich glaube dann bin ich schon auf dem richtigen Weg.

Reizoffenheit eines Genies – hatte Leonardo da Vinci ADHS?

Gestern lief auf 3Sat eine Sendung über den Davinci Code. Grundlage waren die  Notizen Leonrados.

Er war ein großer Naturforscher und Beobachter und ging nie ohne Notizbuch aus dem Haus.

Gerade diese Reizoffenheit und die Besessenheit bei seinen Forschungen sprechen für eine Konzentrationsschwäche die er durch den Hyperfokus, die sog. Überkonzentration auf ein Thema das ihn intressierte, ausglichen konnte.

Es gibt Historiker die davon ausgehen dass das Genie der Renaissance was Kunst und Ingeniersleistungen angeht, wohl ADHS hatte.

Warum auch nicht, ich bin weit von einem Genie entfernt doch intressieren mich auch viele Dinge. Durch die Einnahme von Stratterra  haben sich meine Intressen aber schon stark eingeengt was man auch an dem Blog sieht. Für Leonardo wäre Methylphenidat Gift. Doch die wenigsten ADHSler sind Genies und müssen schon in einem Brotberuf ,der Konzentration auch auf langweillige Dinge erfordert, bestehen. Einge Künstler nehmen Stimulanzien nur für Präsentationen ein und das ist dann auch o. K. Ich langweile mich jetzt häufiger weil mich nicht mehr so viele Dinge intressieren. Das fühlt sich dann auch etwas depressiv an weil ich keinen Antrieb habe um etwas sinnvolles zu tun. Das ist an der Stelle schon negativ.

ADHSler können sehr unterschiedlich sein und nicht immer helfen Medikamente, oder sind überhaupt notwendig. Bei mir waren die Stimmungsschwankungen alleine schon eine schwere Belastung. Auch die Gehemmtheit in sozialen Situationen war ein großes Problem.

Und ich bin tatsächlich aufmerksamer durch Stratterra und kann besser zu hören und bin nicht mehr so impulsiv.  Doch der Antrieb wurde nicht verbessert und das ist tatsächlich ein Problem das weiter besteht. Obwohl dass schon schwankend ist. An manchen Tagen ist  es besser an anderen schlechter. Vielleicht wird es besser wenn ich keine Neuroleptika mehr einnehmen muss. Das ist abzuwarten.

 

 

 

 

Strattera ist kein Wundermittel!

Straterra beseitigt nach neueren Studien die bei „web for health“ ein zu sehen sind etwa ein Drittel der Symptome. Weitere therapeutische Maßnahmen sind daher notwendig. Nur leider gibt es kaum gute ADHS-Therapeuten in meinem Umfeld. Eine Dame aus Witten ist sehr gut, doch arbeitet sie nur im sog. Erstattungsverfahren. Das ist ein etwas umständliches Verfahren um eine Therapie von der Kasse bezahlt zu bekommen. Dieses Verfahren greift nur ein wenn in einer bestimmten Zeitspanne kein von der Kasse zugelassener Therapeut zu Verfügung steht.

In Dortmund gibt es auch einen weiblichen ADHS-Coach die aber sehr christlich konservativ von den Werten ist. Als sexsüchtiger schwuler Mann habe ich da sicher schlechte Karten.

Das ist aber auch sch…! Ich brauche wirklich eine Idee wie ich den schlechten Antrieb beseitigen kann. Wegen Schmerzen in  den Beinen traue ich mich nicht Sport zu machen. Außerdem nervt mich eine meiner Krampfadern, mit der muss ich erst zum Arzt gehen.

Bewegung im Wasser und Fahrradfahren sind eigentlich die Sportarten die auch für meine Einschränkung geeignet sind. Ich bin auf dem Fahrrad immer noch sehr unsicher. Manche Kreuzungen  hier in Dortmund zu überqueren kostet mich immer noch Mut weil die Verkehrssituation für mich schwer überschaubar ist. Das ist auch ein ADHS Problem.

Im Grunde bleibt mir  nur Sport. Methylphenidat macht mich nur depressiv. Attentin wäre eine Option, doch wird es nicht  von der Kasse bezahlt.

Stimulanzien alleine reichen nicht!

Ich nehme jetzt fast zwei Jahre Stratterra. Es hat mich ausgeglichener gemacht und weniger verträumt. Ich bin schlagfertiger und weniger sozial gehemmt.

Was ein großes  Problem ist, ist der Antrieb. Ich merke wie Medienabhängig ich bin. Früher reichten mir Fernsehen und Internet zur Unterhaltung. Dokus- und Serien im Fernsehen speisten meine Phantasie und lösten den Hyperfokus aus. Das heißt ich beschäftigte mich gedanklich mit den Figuren und auch Umständen oder auch geografischen Regionen aus diesen Sendungen.  Häufig tauchte ich auch in diese Welten aus dem Fernsehen ab. Nun bleibt das alles aus. Durch diesen Fokussierten Zustand habe ich den Eindruck ein wenig zu verblöden, weil mich gar nichts mehr interessiert. Das fühlt sich depressiv an und ist es auch.

Ich meide fiktive Geschichten wie der Teufel das Weihwasser aus Angst in sie zu sehr einzutauchen. Im Grunde müßte ich mein eigenes Leben in der Realität beginnen zu leben, dazu fehlt mir aber der Antrieb.  Das ist wirklich verhext. Im Grunde bin ich es nicht gewohnt großartig zu planen oder einen Tag zu strukturieren. Ich leben weiter in den Tag hinein nur dass in meinem Kopf nicht mehr viel los ist. Ich hoffe durch Sport aktiver zu werden. Schließlich geht es da ja um die Bewältigung des inneren Schweinehunds.

Ich beschließe wieder schwimmen zu gehen. Ich will es wieder wie früher zwei mal die Woche tun. Das habe ich früher wirklich durchgezogen und es tat mir gut. Auch wenn ich nur eine halbe Stunde meine Bahnen gezogen bin. Meinem Körper tat es zumindest gut. Vielleicht könnte ich  es auf eine 3/4 Stunden steigern.

Was würde ich mir eigentlich von meinem Leben sonst wünschen? Ich würde gerne mein Leben aktiver verbringen. Ich würde gerne aufwendiger kochen und gerne lernen Socken zu häkeln und auch Wohnaccessoires. Und ich würde gerne noch einmal die Umschulung zum Seniorenbetreuer machen und in  diesem Beruf auch arbeiten.

Ich will jeden Dienstagabend und Donnerstagabend schwimmen gehen. Ich hoffe das bringt etwas. Und zu den täglichen Einkäufen mit dem Rad fahren. Ab morgen fange ich an.

Was immer noch ein Problem ist, das ich mich gerne Verzettel. Ich habe Wolle für 3 Handarbeitsprojekte da. Und habe schon ein viertes im Auge. Es ist nur ein kleines, eine Runde kleine Tischdecke. Ich glaube ich fange das morgen trotzdem mal zum Ausgleich an.

Sonst mache ich nur sehr einfach Sachen, diesmal will ich mal etwas neues ausprobieren. Ist sicher auch nicht schlecht.

 

 

 

 

Was ist gut an meinem Leben?

Zum einen habe ich noch meine Urspungsfamilie und einen geliebten Lebenspartner. Ich wohne in einer großen Stadt deren Bewohner sehr tolerant gegenüber Menschen wie mir sind.

Die medizinische Versorgung in Dortmund ist sehr gut. Es gibt eine ADHS-Erwachsenenambulanz an einer psychiatrischen Klinik.

Im Beruf des Seniorenbetreuers sehe ich eine realistische berufliche Perspektive die mir Freude macht.

In der altkatholischen Gemeinde kann ich meine spirituellen Bedürfnisse ausleben.

Mit Marc und Gerold habe ich einige Freunde die ich zwar selten treffe, aber die mich immer etwas aufbauen.

Ich habe Freude an meinen Pflanzen insbesondere an meinen lilanen selbstgezogenen Petunien und der Zwergrose.

 

Wie fühlt sich richtig gutes Leben an?

Durch Zufall bin ich auf den Blog eines Australischen Pärchens gestoßen die scheinbar in dem perfekten Cocon leben. Sie haben ein Haus in einer kleinen Ortschaft im Bundesstaat Viktoria gekauft und gärtnern, halten Hühner, er häkelt und strickt und sie macht Schmuck. Kann man alles bei houseofhumble.com nachlesen.

So ähnlich stelle ich mir gutes Leben vor. Manchmal habe ich dass auch. Das ich häkelnd bei Martin in seinem Zimmer sitze, wo er sich mit seinem Computer beschäftigt. Aber so gemeinsame Ziele haben wir eigentlich nicht. Martin ist kein großer Handwerker. Aber auch ich habe einen großen Topfgarten mit allem möglichen Gemüse. Gerade die Winterheckenzwiebeln versorgen uns mit ihrem würzigem Grün für Salate sehr gut. Rhabarber hatte ich in diesem Jahr schon genug um ihn unter Erdbeermarmelade zu mengen.  Und die Beiden Kartoffelsorten die ich in  gr0ßen Küblen gepflanzt  habe gedeihen sehr gut.

Ich denke eine   Komponente fehlt. Die Fürsorge nicht nur für Eierlieferanten sondern die Fürsorge für meine Mitmenschen fehlt. Ich glaube zum Glück fehlt mir ein sozialer Beruf den ich ausübe. Ich denke für andere da zu sein  beglückt mich auch.

Aber das ist ein alter Hut. Aber Handarbeiten, gärtnern und etwas Kultur wie klassische Gitarrenkonzerte oder auch ein Besuch im Programmkino bedeuten für mich Glück. Manchmal sind es ganz einfach Dinge die Glück bedeuten und nicht der Lottogewinn  oder der  Kotten in einem ländlichen Vorort.

Scinetology streut Fehlinformationen über ADHS-Medikamente

In der Anti-ADHS Lobby ist besonders stark Scinetology vertreten. Besonders Helmut Kaeding, ein IT-Techniker unterhält u. a. den Blog Ritalinkritik.

Es ist für Insider schwierig gegen Scinetolgy  etwas zu sagen, weil dann massiver Psychoterror erfolgt.

Scinetology agiert generell gegen die moderne Psychatrie weil sie durch die eignen Methoden ersetzen will.

Außerdem sind psychisch stabile Menschen weniger anfällig gegen die Strategien dieser Psychosekte.

Ich hatte keine Psychose weil ich ein ADHS-Medikament einnehme!!!!

Ich hatte mit 19 schon mal eine Psychose. Da habe ich kein ADHS-Medikament eingenommen. Ich nehme eine hohe Dosierung von Stratterra komme damit gut klar und nehme das Medikament auch weiter.

Ich wurde in der Schulungsstätte in der ich eine Umschulung zum Seniorenbetreuer gemacht habe gemobbt. Ich bin schon länger depressiv.  Was auch am ADHS und den damit verbundenen Mißerfolgen liegt. Ich habe mich dann in eine psychatrische Klinik begeben. Dort hat mir Jemand ein Amphetamin in meine  Trinkwasserflasche gegeben. Ich habe denjenigen angezeigt und die Anzeige läuft noch.

Ich habe fast einen epileptischen  Anfall dadurch bekommen und bin dann aus der Klinik geflüchtet und habe dann psychotsiche Symptome entwickelt. Ich werde ambulant mit Neuroleptika und einem Benzodiazepin behandelt.

Es war nur eine kurze psychotische Episode. Ich habe eine angeborene Veranlagung zu Psychosen. Aber auch die Amphetaminvergiftung tat ihr übriges.

Ich will mich dazu sonst nicht näher äußern weil die Ermittlungen noch laufen. Mir geht es gut und ich bin überrascht wie psychisch stabil ich geblieben bin. Die Depression ist so gut wie weg weil ich in dem Magazin „Mannschaft“ viel tröstliches unerwarterweise gelesen habe. Das ist ein schwules Magazin und ich habe endlich auch das Gefühl doch ein wenig zur Szene dazu zu gehören.

 

Im Moment geht es gut

Mir geht es ganz gut. Ich glaube durch die Erfahrungen rund um die Psychose kann mich jetzt nichts mehr so leicht erschüttern. Ich  bin mit mir im Reinen. Ein Kollege hat mal gesagt, wenn man ein reines Herz hat, braucht man vor Wahnvorstellungen keine Angst zu haben.

Diese Erfahrung war so eine Art Selbstreinigung oder auch theologisch ausgedrückt Katharsis.

Wie das genau geschehen konnte kann ich bisher nicht nachvollziehen. Doch sind das einige Erfahrungen aus der Psychose die mich stärker gemacht haben. Vielleicht ist mir klar geworden dass meine Schuld die auf mir lastet vielleicht ein etwas zu viel an grundmenschlischen Dingen ist.

Aber dass ich ansonsten ganz durchschnittlich bin. Ich weiss über manche Dinge sehr viel, aber muss dass immer ein Nachteil sein. Zu lange habe ich  mein Licht zu sehr unter den Scheffel gestellt und dass muss nicht sein.

Ich beginne stolz auf meine verrückten  Ideen zu sein. Und mich anzunehmen mit dem zu großen weichen Herzen. Mit meiner Verletzlichkeit und Sensibilität. Mit meinen ausschweifenden Impulsen die ich nur mit Mühe kontrollieren kann. Aber ich denke mir geht es besser als anderen. Zumindest habe ich viele formelle berufliche Abschlüsse und das Abitur gemacht. Trotz der immensen Lernstörungen. Ich denke ich ruhe langsam wieder in mir.