Sexuelle Übergriffe und ADS

Gerade die schlechte Selbstbehauptungsfähigkeit von ADS-Mädchen wird häufiger von Tätern in Form von Verführung und auch sexuellem Missbrauch ausgenutzt. Das fängt mit unangemessenen Berührungen an und hört beim vollzogenen Koitus auf. Gerade war ich auf eines WordPress-Blogs eines Pick Up Artist der Flirt Tipps gibt. Pick Up Artist sind im Grunde Männer die Frauen durch unfaire Strategien sexuell nötigen.

Ich kenne solche Strategien aus meiner ganzen Lebensgeschichte als schwuler Junge und Mann. Ein Pädosexueller Mann bot mir auf einer Hochzeit an mit mir schwimmen zu gehen, dass habe ich aber irgendwie durchschaut und habe das daher nicht weiter verfolgt. Es gibt noch im Fotoalbum meiner Eltern ein Foto wo der Mann sich zu mir runterbeugt und ich sehr kritisch gucke. Das ging dann mit einem Verhaltensauffälligen älteren Mädchen weiter dass mich in einen Wald locken wollte um mir eine Schafweide zu zeigen. Dabei hat sie nur vor mich unsittlich zu berühren. Ich weiss gar nicht wie es mir gelang sie auf Distanz zu halten. In Beiden Fällen war ich keine 10 Jahre alt.

Als Erwachsener versuchte ein bisexueller Mann auf einer Feier mich zu „erobern“, als ich ihn nach einer Umarmung wegestieß wurde er ganz weinerlich und versuchte es mit einer Mitleidsmasche. PicK Up Artists sind fast so verwerflich wie die „netten Onkel“ mit der Bonbontüte. Attraktive Männer  brauchen keine unfairen Strategien um das Herz eines Partners zu erobern. Es sei den  sie sind schüchtern, da kann die Arbeit am eigenen Ego helfen, was an der Stelle legitim ist. Wir brauchen keine pefekten Anmachsprüche. Denn das Bauchgefühl alleine entscheidet, so ähnlich wie es mich vor dem Missbrauch bewahrt hat. Dennoch sind unffaire Strategien auch sexueller Missbrauch. Und das sie so subtil sind macht sie besonders verletzend. Das gibt den Betroffenen das Gefühl, Du wolltest es doch auch. Und das kann man bei einer Teenagerschwangerschaft bei einem hypoaktiven Mädchen mit gutem Gewissen verneinen.

 

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Ich erkenne zunehmend meine Begrenztheit!

Mir geht es im Moment wie der alten Frau F. aus der Altentagesstätte .in der ich als 1 Euro Jobber arbeite, die an Demenz leidet. Einmal weinte sie als Sie vom Neurologen und Psychiater kam. Ihr wurde bewußt was sie alles nicht mehr kann.

Mir wurde vor einiger Zeit bewusst was ich selber alles nicht kann. Das fängt mit einfachen Dingen an die Geschicklichkeit zu tun haben, z. B. dem schneiden einer Zwiebel, für viele handwerkliche Sachen fehlt mir die Geschicklichkeit. Mit Mühe und  Not bekomme ich ein Fahrrad geflickt das wars aber schon an handwerklichen Höchstleistungen. Stricken und häkeln kann ich nur einfache und sehr regelmäßige Muster. Für die Ausschnitte für den Kragen und die Arme eines Pullovers reicht bei mir die Konzentrationsfähigkeit nicht.

Dinge regelmäßig zu tun fällt mir schwer. Unsere Wohnung ordentlich und sauber zu halten gelingt mir nicht. Ich fühle mich immer noch sehr weit entfernt von meinen Lebensträumen. Ich will unbedingt noch einen  Grabelandgarten pachten, weiss aber jetzt schon dass dies für mich ein Kraftakt ist, den ich nur schwer leisten kann. Im Grunde kann ich nur einen sehr kleinen bis maximal 100qm übernehmen der in  einem guten Zustand ist. Geld für eine Abstandszahlung habe ich nicht. Im Grunde bin ich ziemlich ratlos.

Es gelingt mir zwar in der Altentagesstätte mitzuarbeiten doch muss ich mich viel besser organisieren um Dinge nicht zu vergessen. Ich denke aber schon dass ich das hin bekomme, so dass unsere finanzielle Zukunft besser aussehen wird. Vielleicht sollte ich mir einfache Holzarbeiten mal zeigen lassen. Um einen Zaun reparieren zu können  oder auch etwas an einer Laube. Es ist schon frustrierend wenn ich  auch den Eindruck habe dass mein Leben jetzt mehr Sinn ergibt.

Es ist gut dass ich im Dortmunder Norden wohnen bleibe weil hier die Lebenshaltungskosten sehr gering sind. Auch habe ich es als Mensch mit sozialen Ängsten hier genug Möglichkeiten Kontakte  zu knüpfen.  Als Kind wollte ich immer mal mit einem Indianer zusammenleben, ich habe verstanden dass Martin mein Lebenspartner als Computernerd  auch eine Art Indianer ist und es darum geht dass ich mich mit Außenseitern identifiziere. Und ich mag auch die Roma hier im Stadtteil. Das Kulturfestival „Djelem Djelem“ habe ich auch angeregt. Den Film um die polnische Romadichterin Papusza habe ich mir sogar als Video zugelegt.   Irgendwie sind ja Roma auch eine Art Indianer.  Dennoch die Aufgaben und Defizite sind bei mir schon manchmal erdrückend. Aber ich versuche mich immer wieder ihnen zu stellen.

 

 

Der träumt schon wieder!

Heute wurde ich wieder ertappt. In der Altentagesstätte habe ich mit 3 älteren Herrschaften „Mensch ärgere Dich nicht“ gespielt. Ich habe häufig meinen Einsatz beim Würfeln und mitspielen verträumt, so dass Frau B. diesen Kommentar dazu abgab. Ich glaube mir dauert das zu lange bis ich dran bin und dann tagträume ich zwar nicht aber ich denke viel nach.

Auch meine Vergesslichkeit ist ein großes Manko. Es wäre ganz gut wenn ich mir einige Grunddaten zu den Gästen der Altentagesstätte aufschreiben  würde. Zum Beipsiel wer Diabetiker ist und wer einen Rollstuhl oder nur einen Rollator beim gehen braucht.

Das ist ärgerlich wenn ich etwa beim Essen austeilen einem Diabetiker auch Kuchen gebe oder beim Hilfsmittel holen das falsche Hilfsmittel reiche. Solche Sachen passieren zwar nicht häufig aber ab und an schon noch.

Stratterra unterdrückt nur ein Drittel der Symptome, nach klinischen Studien. Ich vermute das Methylphenidat oder Medikinet besser wirkt nur verschlimmert es bei mir die Stimmungsschwankungen. Gerade retardierte Medikamente, wie Medikinet, haben vor allem gegen Abend einen starken Wirkungsrückgang. Das führte bei mir zu depressiven Episoden. Stratterra wirkt leicht antidepressiv und wesentlich regelmäßiger. So dass es zu kaum Wirkstoffschwankungen bei der Einnahme kommt. Im Grunde wäre Amphitaminsaft für mich eine bessere Option, weil ich durch das sog. „Sluggish cognitive Tempo“ viel phlegmatischer und teilnahmsloser bin als Menschen mit normalem hypoaktiven ADHS.

Sluggish meint zäh und cognitive das Denken betreffend. Ich denke sehr langsam aber dafür sehr viel. Mir fällt es auch schwer Gedanken und Gefühle sinnvoll zu beschreiben. Als ich im Krankenhaus war wegen eines Nabelbruchs operiert wurde konnte ich den Ärzten nur schwer meinen jeweiligen Gesundheitszustand beschreiben. Ich habe dafür nicht so ein Bewußtsein wie andere Menschen. Auch Schmerzen  spüre ich  nicht so sehr wie andere. Daher verbrenne ich mich  auch häufiger beim backen die Finger wenn ich den  Kuchen oder auch einen Braten aus dem Ofen hole. Daher bin ich fast schon hyperhondrisch wenn es um Schmerzen geht und gehe jetzt etwas häufiger zum  Hausarzt wie andere weil ich nicht genau einzuschätzen weiss wie schwer die Beschwerden  sind.

 

Wenn der Antrieb nicht so schlecht sein würde…

Es ist schon erstaunlich wie gut der Begriff hypoaktiv zu der tagträumerischen Variante von ADHS passt. Die Antriebsarmut ist wirklich sprichwörtlich. Im Grunde könnte ich ein gutes Leben führen da ich ja wirklich einige kreative Talente habe die mich auch glücklich machen. Das einzige kreative was ich im Moment für meine Verhältnisse exszessiv mache ist stricken und häkeln. Ich bin in meiner Beziehung für das Kochen zuständig. Häufig reicht mein Elan aber nur zum Aufwärmen von Convience Produkten, obwohl ich ganz passabel kochen kann.

Alles ist für mich sehr mühsam. Nach meiner Arbeit bin ich im Grunde nur noch müde. Manchmal vermisse ich meine Tagträume weil sie mich doch in eine Welt entführten wo ich der große Held war. Das häufige konzentriert sein, fühlt sich bei mir wie eine leichte Depression an. Als wären mir viele Dinge von früher gleichgültig. Tatsächlich ist das aber nicht der Fall. Ich habe ein realistischeres Bild von mir und meinen Möglichkeiten so dass ich irrationalen Träumen und Wünschen nicht mehr nachhänge.

Das waren mitunter wirklich abenteuerliche Phantasien wie etwa eine Auswanderung nach Kanada auf die Prince Edward Island, der Heimat der Jugendromanfigur Anne of Greengalbes, mit der ich mich als Kind sehr gut identifizieren konnte. Irgendwie fällt es mir schwer realistische Alternativ-Visionen zu entwickeln. Es gibt da schon so eine Phantasie von mir als Persönlichkeit.

Ich bin ja jetzt mit Anfang 40 im schwulen Greisenalter. Für viele aus meiner sozialen Gruppe ist dies mit Abschiedsschmerz verbunden. Das Einbüßen der äußerlichen Attraktivität ist für viele eine großer Einschnitt . Das empfinde ich aber  nicht so.

Ich möchte ein netter schwuler Onkel werden. Für einen Opa bin ich noch zu jung. Ein Onkel der ausgefallene Hüte, Mützen und Halstücher und Schals trägt. Der für seinen Lebensgefährten jeden abend lecker kocht und viel Freude an seinen Blumen auf Balkon und Hinterhof hat. Der aber auch Klassikkonzerte und Kunstausstellungen besucht und eine ungewöhnlich gefärbte rasselose Katze zu Hause hat. Naturverbundenheit ist dem Onkel sehr wichtig. Er hat auch einen Garten in dem er Gemüseraritäten und alte Blumensorten kultiviert, und in dem drei glückliche gepunktete kurzbeinige Krüpper-Hühner scharren.

Natürlich würde ich als Seniorenbetreuer arbeiten und im Sommer für ein Paar Tage in den sonnigen Süden reisen. So stelle ich mir ein gutes Leben vor. Doch der weg dahin   ist noch immer etwas steinig. Wie soll ich einen auch nur kleinen Garten bestellen wenn mir die normale Hausarbeit schon über den  Kopf wächst.  Selbst für den notwendigen Sport fehlt mir den Antrieb. Ich denke ich melde mich wirklich im Mai zur Wassergymnastik an. Vielleicht hilft das etwas.

ADS hypoaktiv und Introvertiertheit

Gerade musste ich wieder über meinen Lebenspartner nachdenken. Martin hat eine schyzoide Persönlichkeitsstörung die durch starke soziale Ängste und natürlich Introversion gekennzeichnet ist. Martin ist nicht der erste schyzoide Mann den ich interessant fand. Doch gerade das in sich gekehrt sein der schyzoiden Persönlichkeit ähnelt ja auch dem ADS.

Ich lebe in meiner Phatasiewelt und Martin in den virtuellen Realität des Internets und in den Codes und Gleichungen der Informatik. Es kann daher gut möglich sein dass ich daher schyzoide Partner bevorzuge obwohl ich wesentlich sozial kompetenter bin und auch in einem sozialen Beruf arbeite.

Es tröstet mich schon über unsere Beziehungsprobleme weg. Den viele selbstverständliche Sachen sind mit ihm nur schwer zu machen. Gerade soziale Aktivitäten wie Partys  und auch einfache Ausflüge sind mit ihm schwer zu realisieren weil ihm nur wenige Dinge wirklich Spass machen.

Es ist aber auch wirklich auffällig dass ich generell mit Leuten mit sozialen Ängsten gut kann. Vielleicht sind wir uns da wirklich sehr ähnlich.

 

Antriebsarm und uninspiriert!

Seit fast einem Jahr nehme ich jetzt Strattera. Ich fühle mich häufig ausgeglichner und habe viel weniger Tagträume als früher. Im Grunde ist mein Kopf häufig merkwürdig leer. Ich fühle mich dauernd müde weil ich durch meinen 1 Euro Job als Seniorenbetreuer zu wenig schlafe.

Ich werde erst spät abends oder eher in der frühen Nacht richtig müde und muss dann dafür viel  zu früh aufstehen. Ich muss meinen Wach und Schlafrythmus verändern. Ich könnte einfach das Neuroleptikum das ich zum schlafen einnehme, früher nehmen und dann auch früher schlafen.

Manches wirkt auf Aussenstehende sicher als hätte ich eine leichte Depression. Zumal mich auch viel weniger Dinge interessieren als früher. Früher habe ich sehr viele Dinge im Internet  oder auch in Sachbüchern zu meinen Hobbys und Interessen gelesen und auch immer viele Bücher aus der Stadtbibliothek ausgeliehen. Mittlerweile geht das etwas zurück und ich lese nur noch wenig besuche nur einige wenige Blogs im   Internet und Leihe auch viel seltener Sachbücher aus der Bibliothek aus.

Ich habe viel mehr Spass am Handarbeiten und häkel und stricke mehr und höre viel mehr Musik. In meinem Topfgarten auf Balkon und  Hinterhof ziehe ich jetzt  mehr Blumen und weniger Gemüse. Obwohl noch Gemüse und Kräuter knapp die Hälfte des Gartens ausmachen. Ich habe viel mehr Freude an Blumen. Besonders stolz bin ich auf die Petunien und die Ringelblumen die den Winter überlebt haben.

So kreative Schübe habe ich ab und an wenn es zum Beispiel darum geht Ideen für Benefizveranstaltungen für die neue Heizung der neuen altkatholischen Kirche in Kley zu organisieren. Da ist u. a. ein Orgelkonzert mit Stücken von Gerhart Bunk der auch Organist in der altkatholischen Kirche in Dortmund war und auch ein „Baustellenkonzert“ eines schwul-/lesbischen Chores dabei. Ich hoffe der Gemeindevorstand kann etwas mit den  Ideen anfangen.

Um etwas aus der Lethargie zu kommen will ich wenn die Maßnahme durch das Jobcenter beendet ist zur Wassergymnastik in einem Hallenbad gehen. Ich hoffe dass mir das Jobcenter nach einer guten Beurteilung von der Einsatzstelle mir eine Umschulung zum Seniorenbetreuer für Demenzerkrankte bewilligt. Also habe ich endlich eine berufliche Perspektive gefunden.