Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung und hypoaktives ADHS

In sozialen Situationen bin ich sehr gehemmt. Das hat verschiedene Ursachen. Zum einen bin ich durch das hypoaktive ADHS nicht so konfliktfähig weil ich nur sehr langsam antworten kann, wenn ich eine Auseinandersetzung haben sollte. Daher vermeide ich soziale Situationen und damit auch mögliche Konflikte. Zum anderen ist das durch meine Minderwertigkeitsgefühle begründet die zwar auch in der mangelhaften Leistungsfähigkeit und die vielen Flüchtigkeitsfehler durch das ADHS bedingt sind.

Zum anderen hat dass auch mit mehreren Außenseitermerkmalen zu  tun. Ich habe zum Beispiel eine hohe Sprechstimme und war lange auch sehr übergewichtig und bin es heute noch.

Auch der ausgeprägte Gerechtigkeitssinn und die Impulsivität machen mich zum Außenseiter. Ich neige zum Dazwischenreden und bin gegenüber eher konservativen Menschen nicht sehr tolerant, dass führt auch dazu dass ich spontan Wutanfälle bekomme.

Exszentrische Intressen wie Handarbeiten und auch Themen wie Selbstversorgung machen mich schon zum Außenseiter. Auch kann ich bei vielen normalen Alltagsthemen nicht so gut mitreden wie andere. Zum Beispiel wenn es um  Schauspieler, Bands oder auch Fußball geht.

Das hat sich schon etwas verändert weil ich angefangen habe auch CD´s mit Musik die mich  intressiert zu sammeln oder ich mir interessante Schauspieler die ich irgendwo gesehen habe zu merken. Doch habe ich da mehr Defizite als andere. Ich gucke auch eher Dokumentationen im Fernsehen als Serien und Spielfilme. Und meistens sind das auch eher so „Betroffenheitsfilme“. Ich meine mit diesem Begriff Sozialdramen.

Da ich sehr chaotisch bin und wegen dem fehlenden Antrieb auch nicht regelmäßig putze und aufräume haben wir wenig Besuch.

Viele Leute halten mich auch für spröde und langweillig weil ich auf flapsige Sprüche nur schwer antworten kann. Gerade als Jugendlicher hatte ich da meine Probleme.

Vielleicht habe ich deshalb auch immer ältere Freunde gehabt. Vor Jugendlichen fürchte ich mich auch. Ich meide zum Beispiel auch Imbißketten weil ich Angst davor habe dass mich Jugendliche wegen der als stereotyp geltenden Sprechweise verhöhnen könnten.

Mit dem Alter hat sich das aber etwas gebessert doch bleibt eine Persönlichkeitsstörung ein lebenslanges Problem. Auch Psychotherapien die ich gemacht habe, haben mir  nicht viel geholfen. Was  hilft sind gute Kontakte, aber diese regelmäßig zu pflegen fällt mir schwer.

 

 

 

 

 

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