Hilfe als Erwachsener aus Dortmund bei ADHS finden

Es gibt nur wenige Experten zum Thema ADHS auch in einer Großstadt wie in Dortmund. Die ADHS-Ambulanz des Landeskrankenhauses in Dortmund ist die Beste Adresse zur Diagnose von ADHS in Dortmund. Herr Dr. Neumann, der zuständige Arzt ist sehr nett und angagiert. Bei Dr. Boehm von der Ambulanz in Bochum habe ich den Eindruck dass er manchmal sehr konservative Ansichten zu seinem Aufgabengebiet hat.

Eine weitere Möglichkeit zur Testung bietet meine ich auch das psychatrische Krankenhaus in Dortmund-Lüdgendortmund.

Informationen zur ADHS-Selbsthilfegruppe erhält man bei der KISS in Dortmund. Die Kontakt und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen hat ihren Sitz am Friedensplatz 8 Dortmund.

Schnellere Diagnosen als dort gibt es für Erwachsene leider nicht. Der Prozess kann bis zu einem Jahr dauern. Leider gibt es da immer noch nicht genug Kapazitäten. Ich habe mir auf Verdacht von einem niedergelassenen Psychiater Elontril verschreiben lassen bei starken komorbiden Depressionen wäre auch Moclobemid eine Option. Schnelle Termine gibt es bei den meisten Nervenärzte nicht. Aber die allgemeinpsychatrische Ambulanz des Landeskrankenhauses in Aplerbeck kann zumindest ein Antidepressivum aufschreiben. Termine dort bekommt man in der Regel in zwei Wochen.

Andere Medikamente brauchen einer gesicherten Diagnose, da Konzentrationsstörungen zu vielen psychischen und organischen Krankheiten gehören.

Mir hat auch Lesen über ADHS viel geholfen. Die Stadt und Landesbibliothek hat viele gute Bücher zum Thema im Bestand. Therapeuten für Erwachsene in Dortmund kenne ich keine. Ich glaube im Bereich ADHS coaching und Soziotherapie gibt es eine einzige Therapeutin doch ist es schwierig das von der Kasse genehmigt zu bekommen.

Welche Lebensträume sind mir geblieben!

Manche Luftschlösser die ich in meiner Phantasie gebaut habe sind auf dem Boden der Realität zerschellt. Zum einen ist das ein Umzug aufs Land mit dem Ziel der Selbstversorgung und ein akademischer Abschluss an einer Fachhochschule oder Universität.

Ich habe beruflich ein konkretes Ziel und zwar als Seniorenbetreuer zumindest 25 Stunden die Woche zu arbeiten. Mit dem Gehalt und dem meines Angetrauten käme ich in Dortmund in der Nordstadt gut über die Runden. Große Sprünge könnten wir dann zwar nicht machen. Dies ist nicht schlimm weil wir schon lange ein sehr bescheidenes Leben führen.

Ich als schwuler Mann der keine Regenbogenfamilie gründen möchte und keine berufliche Karriere anstrebt, dem auch der Hedonismus der Subkultur eher fremd ist, brauche weitere realistische Lebensziele die meiner eingeschränkten Leistungsfähigkeit und meinem geringen Budget entsprechen.

Diese Ziele sind sehr klein. Zum einen will ich unsere Wohnung nach und nach renovieren, streichen und in zwei Zimmern neuen Bodenbelag legen. Und auch viele der  Stauräume entrümpeln. Es geht hier um so etwas wie „schöner wohnen“.

Vorher hat mir die Kraft und Ausdauer dafür gefehlt. Auch einige Tage wegfahren würde ich gerne. Vielleicht hier in der Umgebung ins Münsterland oder auch einfach nur nach Haltern am See.

In diesem Jahr möchte ich mich intensiver mit meinem Topfgarten auf dem Hinterhof beschäftigen und ihn auch unter dekorativen Gesichtspunkten umgestalten und Gemüse und Blumen kombiniert pflanzen.

Die Idee mit dem Grabelandgarten spukt noch immer in meinem Kopf herum. Für die Abstandssumme und auch für notwendige Umbauarbeiten oder auch nur einfach Gartengeräte muss ich anfangen zu sparen.

Selbst um eine Katze uns anzuschaffen müssen wir sparen. Wir brauchen Rücklagen für eventuelle Tierarztkosten wenn Minka oder Peterle chronisch krank werden sollten könnten wir das nicht so einfach bezahlen. Im Grunde brauchen wir etwa 4000 Euro mehr an Rücklagen. Martin hat zwar noch Gespartes aber dies ist auch für sein Alter vorgesehen und für dringende Notfälle wie etwa Reperaturen an Haushaltsgeräten oder auch ein möglicher Neukauf von diesen.

Ich weiss nicht   wie lange wir dafür brauchen werden um das anzusparen. Ich denke aber schon das es ungefähr 3 Jahre sein werden wenn ich eine passende Beschäftigung finde.

Für die  Renovierung der Wohnung und für eine kurze Urlaubsreise ist Geld da, da ich ja jetzt einen 1 Euro Job habe. So dass ich etwa mit 400 oder 500 Euro im Sommer an Rücklagen rechnen kann. Das dürfte für den neuen Teppichboden in meinem Zimmer und ein verlängertes Wochende in der Umgebung Dortmunds reichen. Aber ich fühle mich deutlich glücklicher, dass ich mehr zu unserem Lebensunterhalt beitragen kann und auch das zum Beispiel ein Biohähnchen oder auch Rindfleischgerichte für uns erschwinglicher werden, so dass das häufiger auf unserem Speisezettel steht.

Weitere Pläne zu machen traue ich mich nicht. Sicher ein Urlaub in Kanada auf der Prince Edward Island würde mir gefallen. Doch dafür muss ich dann auch einige Jahre sparen. Doch diesen Traum habe ich noch.

Auch will ich mich in der Kirchengemeinde mehr angagieren. Ich überlege, aber das ist nur eine Überlegung, einen Umweltkreis zu initieren. Einige unserer Gottesdienstbesucher sind auch irgendwie öko und ich hoffe dass wir vielleicht etwas im Bereich regenerative Energien mache können. Ich denke da vor allem an ein kleines Windrad auf dem Kirchendach. Doch das ist noch in relativ weiter ferne. Die neue altkatholische Kirche in Dortmund-Kley muss noch umgebaut und eingerichtet werden.

Jetzt könnte man sich Fragen ob ich mich arm fühle. Im Grunde nicht so sehr weil  die Lebenshaltungskosten in Dortmund und insbesondere der Nordstadt sehr gering sind. Ich kann mir schöne Kleidung Second Hand kaufen außer Hosen und vielleicht Schuhe.

Auch Lebensmittel sind hier relativ preiswert etwa bei den türkischen Gemüsehändlern und Metzgern.

Handarbeiten ist ein relativ teures Hobby. Daher kaufe ich das benötigte Garn gerne bei Zeeman oder Basteldiscountern wie „Mc Günstig“ in Dortmund-Hörde am Marksbach.

 

 

 

 

 

 

 

 

Queeres-Spektrum und Toleranz und so!!

Heute habe ich mit einem Bekannten über Transidentität und auch Bisexualität gesprochen. Mir fiel dann auf wie unterschiedlich queere Menschen Leben können.

Im Grunde ist das sehr faszinierend und auch erfreulich. In der Praxis ist es schwierig den Anderen aber zu verstehen. Wir bewerten Lebenssituation immer nach der persönlichen Erfahrung und den persönlichen Maßstäben und die können sehr unterschiedlich aussehen.

Vielleicht lebe ich daher auch so gerne in der migrantisch und von Künstlern geprägten Nordstadt. Hier ist Diversität die Norm. Es wäre vielleicht doch schöner wenn der  Zusammenhalt der Schwulen und Lesben in der Stadt ähnlich solidarisch wäre wie der der Menschen in meinem Stadtteil. Viele Dinge scheinen mir sehr weit weg zu sein obwohl es auch Übergriffe von muslimischen Jugendlichen auf die Schwule und Lesbische  Community in der Stadt gibt. Doch sind sie eher  die Ausnahme. Ich denke dass in den letzten Jahren unsere ganze Gesellschaft nach Rechts gedriftet ist. Das liegt vor allem auch an der prekären Lebenssituation und durch eine verfehlte Arbeitsmarktpolitik.

In der Altentagesstätte in der ich beschäftigt bin arbeiten viele muslimische Frauen, einige tragen auch ein Kopftuch. Doch fühle ich mich dort wohl und akzeptiert. Eine marokkanische Frau sah mal mein Strickzeug durch eine Tüte hindurchscheinen und sagte „Du machent? Gut!“

Toleranz ist in  unsere Gesellschaft so wichtig wie die Luft zum atmen. Das fällt mir immer wieder auf. Es tut mir leid dass ich das auch nicht immer aufbringe weil ich ja auch eine Minderheit sogar in der Schwulenszene bin und ich sie gegen andere Einflüsse verteidigen muss. Aber Gelassenheit bringt mir auch etwas meine Reife mit jetzt 40 Jahren. Wird ja auch Zeit. Aber besser spät als nie!

Boden der Realität kann ganz schön sein!

Mir geht es eigentlich ganz gut. Im Moment habe ich den Eindruck dass ich ein Leben führe wie ich es mir wünsche.

Es gibt keinen Grund für Träume von einem Leben in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land oder gar mit einem anderen Partner. Was das angeht hat die Einnahme von Stratterra Erfolg gezeigt.

Es gibt so kleinere Träume die ich noch verwirklichen will. Das schließt aber nicht aus dass dazu ein Besuch in der Heimat von  Anne Greengables Prince Edward Island gehört.

Ich will mich zu allererst zum Seniorenbetreuer umschulen lassen. Auch träume ich nach wie vor von dem Grabelandgarten. Außerdem überlege ich mir irgendwann mal ein aufblasbares Kanu oder Kajak zu kaufen. Ich mag Flusslandschaften sehr gerne. Mit diesem Boot will ich die kleineren Flüsse der Umgebung befahren. Wie etwa die Lippe, Werse, Stever oder auch vielleicht das Regenrückhaltebecken in Dortmund Mengede.

Auch eine Katze will ich wieder halten können. In diesem Jahr will ich mich mehr in der  Natur aufhalten, mehr Kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Ausstellungen besuchen und meinen Topfgarten  vergrößern und mit mehr mit Blumen als Gemüse und Kräutern bepflanzen.

Es gibt noch einige größere Träume. Ich würde mir wünschen das auf der neuen Kirche in Dortmund Kley sich ein kleines Windrad zur Stomerzeugung dreht. Ich überlege ob ich nicht doch noch ein Fernstudium abschließen sollte. Ich überlege ob ich irgendwann noch einen Fernkurs als Diakon belegen soll. Dies ist im Grunde ein Theologie Studium light, für das man kein Latinum braucht.

Ich könnte noch ein bis zwei gute Freunde gebrauchen. Mein soziales Leben ist sehr eingeschränkt. Aber da arbeite ich dran. Ich will zu mehreren alten Bekannten den Kontakt vertiefen.  Es gibt ein schwules Künstlerpaar aus unserer Stadt das ich flüchtig kenne und einzelne anderen Leuten.

Im Grunde habe ich aber schon ein soziales Leben ich müßte einige Kontakte nur vertiefen.

 

 

 

Wenn ich etwas in Dortmund zu sagen hätte!

Dortmund ist eine sehr arme Kommune. Und gerade der Zuzug von Armutszuwandrern und auch Flüchtlingen ist für unsere Stadt eine große Herausforderung. Die Infrastruktur der Stadt ist veraltet und teilweise marode. Der Industrieanteil unserer Stadt an der Beschäftigung liegt unter 10 Prozent. Wie kann eine Stadtregierung mit diesen Herausforderungen umgehen.

Ich denke dass man die Einnahmen der Stadt durch die Stadtwerke erhöhen könnte. In dem man moderat die Subventionen für den Flughafen kürzt und vielleicht die Betriebszeiten dort reduziert. Durch die frei gewordenen Mittel  aus den Quersubventionen könnten die Stadtwerke in erneuerbare Energien in der Region investieren. Das würde günstige Strompreise für Privathaushalt und die Industrie sichern helfen. Die Gewinne aus den Investitionen könnten in Schulen und Kindergärten investiert werden.

Um der Wohnungsnot vorzubeugen sollten leerstehende Geschäftshäuser in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Genossenschaften in Wohnhäuser umgebaut werden. Dies könnte ich mir auch für das alte Karstadt Technik Haus vorstellen.

Altfett sollte zentral von der Stadt Dortmund gesammelt werden und aufbereitet als Treibstoff für die Fahrzeugflotte der Entsorgungsbetriebe genutzt werden.

Für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt wichtige Projekte sollten auch vom Fachbereich Raumplanung der Universität Dortmund überprüft werden oder auch direkt als Studentenprojekt weiterentwickelt.

Es sollte in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer und dem Jobcenter überprüft werden wie man Zuwanderer  für eine Tätigkeit in begehrten  Handwerksberufen qualifizieren kann.

Außerdem sollte überprüft werden ob die Kreislaufwirtschaft und die Recycklingindustrie, ähnlich wie in der Nachbarstadt Lünen auch in Dortmund Fuß fassen könnte.

Auch sollte überlegt werden ob man nicht auch Migranten für Pflegeberufe ausbilden könnte. Dies könnte in Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden und den Berufskollegs geschehen.  Das könnte etwa durch eine duale Ausbildung in diesem Bereich sich refinanzieren. Es ist überlegenswert dass die Lokalpolitik Intiativen ergreift Ausbildungsordnungen auf Landes- und Bundesebene in diesem Sinne zu verändern.

Alle diese Maßnahmen könnten helfen Dortmund als Stadt mit Lebensqualität und wirtschaftlicher Prosperität voran zu bringen. Innovation ist wirklich gefragt. Nicht nur die  Cluster des „Dortmund-Projektes“wie etwa Microsystemtechnik oder Logistik sollten vorrangig gefördert werden sondern  auch andere innovative Branchen.

 

 

 

 

Szenefrust und so! Zweiter Versuch!

Eigentlich frustriert mich die Schwulen bzw. Lesbenszene seit dem ich sie kennengelernt habe. Ich habe mich dort sehr fremd gefühlt fast wie ein Außerirdischer.

Zum einen hängt dass damit zusammen das ich sehr früh mein Coming-Out hatte. Zum anderen auch dass ich mich in vielen der Anderen weder vom  Lebensstil oder auch von der Sexualität repräsentiert  gefühlt habe. Es gibt zwei große Minderheiten aus der Szene mit denen ich so mein Probleme habe. Zum einen sind es die sog. Ephebophilen. Das sind Männer die Jugendliche Partner bevorzugen. Meistens im Alter so von 16 bis 21 Jahren.

Das kommt daher dass ich eher auf reifere Männer stehe. Männer fangen so ungefähr mit Ende 20 für mich interessant zu werden. Für mich ist diese Vorliebe einfach schwer nachvollziehbar. Zum Anderen ist der Jugendwahn in der  Schwulenszene unbeschreiblich. Das weicht zwar mittlerweile etwas auf, doch sind Männer ab 30 für viele schwule Männer nicht mehr sexy.

Zum anderen habe ich ein Problem mit der Lederszene. Ich  nehme zwar keinen  Anstoß an der abweichenden Sexualität. Aber ich nehme an der Frauen und Tuntenfeindlichkeit dieser Szene  Anstoß.

Auch einige Schwestern von der Tuntenfraktion empfinde ich als anstrengend. Viele represäntieren für  mich die schwule Form der Tussi die man in der Szene „Husche“ nennt.

Ich vereinfache da sicher auch vieles und nicht jeder Lederkerl ist ein Macho, und viele die junge Männer mögen schlafen auch mit Älteren. Doch die Tendenz stimmt schon.

Es gab  für mich sehr wenig Halt in der Szene. Es gibt auch sehr wenig Toleranz vieler der Szene-Gruppen für einander.. Ich bringe sie auch nicht immer auf, das führt dann zu solchen Beiträgen wie der ersten Version dieses Post´s auf meinem  Blog.

Wenn man psychisch labil ist und sich nur schwer wehren kann und dann zwischen die Fronten gerät ist das sehr schwierig. Viele Erfahrungen sind 20 Jahre alt und älter und trotzdem sind viele Wunden nicht vernarbt. Zumal ich damals auch noch als Beamtenanwärter gearbeitet habe. Ein schwuler Kollege bezeichnete seinen  Arbeitsplatz bei einer Behörde auch als „Spießerzoo“. Da ist wirklich etwas wahres dran.

Zum anderen war auch das Ausleben von Sexualität für mich schwierig. Eigentlich wünschte ich mir nur  Nähe und Geborgenheit und auch Zärtlichkeit. Das sind Dinge die damals in der Szene Mangelware waren. Mich hat vor einer Weile eine Aussage von dem schwulen Comic Autor Ralf König schockiert. Er hat mal gesagt dass er noch in seinem Alter eine Beziehung führen würde in der es nicht nur um Sex geht, hätte er nicht mehr erwartet. Wie kalt und abweisend doch unsere kleine Welt unter dem Regenbogen doch ist.

Sicher hat das alles seine Geschichte. Vieles hat mir der Jahrhunderte langen Diskriminierung von Schwulen zu tun. In der Sex nur heimlich passieren durfte.Daher gibt es in der Szene auch so viele Nischen für anonymen Sex. Vieles ist auch  nur „posing“. Es gibt ja auch Ledertunten und kerlige Huschen. So wie es auch androgyn wirkende Heteromänner gibt.

Ich weiß nicht warum die Community so intolerant ist. Aber vieles hat mit einer brüchigen Identität zu tun. Wenn man den Anderen so akzeptiert wie er ist dann verliert man ein Stück von seiner eigenen Identität. Heteros haben sich viel früher mit Geschlechterrollen auseinandergesetzt als es Schwule und Lesben tun. Es gibt zwar immer wieder da auch Rückschläge da Emanzipation nie linear verläuft. Doch wenn die eigene Identität in der  Mehrzahl der Fälle abgelehnt wird dann lernt man nicht unbedingt Toleranz. Dann gefährdet die Tunte mit abgeknickten Handgelenk und Glitzershirt die Identität des dominanten harten Ledermanns.

Weiblich wirkende Männer oder auch  nur sensible Männer stehen ganz unten in der gesellschaftlichen Hackordnung. Es gibt nur wenige Nischen die femininen Schwulen Männern und sensiblen Heteros gesellschaftlich zugestanden werden. Für den Schwulen ist es der Clown der auf der Travestiebühne Weiblichkeit parodiert und für den sensiblen Hetero ist es im Grunde die Kunstszene. Es gibt viele sensible Architekten, Maler und natürlich Dichter. Sie haben meistens einen Vorteil da sie aus gebildeteren Schichten kommen. Für mich einem Jungen aus der Arbeiterklasse war das alles sehr schwierig obwohl ich sehr tolerante Eltern habe.

Wenn man tuckig ist, was die sexuellen Wünsche aus der Reihe tanzt und dann noch psychisch labil ist, dann ist das ein Supergau der dazu geführt hat dass ich mit 19 für ein halbes Jahr in eine psychatrische Klinik gemußt habe. Ich habe Verfolgungsängste bekommen und sah überall nur Feinde die mir etwas schlimmes antun  wollen. Hinzu kamen noch familiäre Konflikte weil ich meinen Job im öffentlichen Dienst gekündigt habe. Die soziale Lage von arbeitslosen Beamten war damals schwierig.

Ich habe dann das Abitur nachgeholt und erfolglos u.  a. Slawistik in Münster studiert.

ADHS wurde bei mir erst mit Ende 30 diagnostiziert. Einige Jahre früher hätte es keine medikamentöse Hilfe für mich gegeben. Mein Leben war lange Zeit ein Scherbenhaufen. Erst jetzt geht es mir etwas besser.  Mir meinem geliebten Computer Nerd Martin bin ich aber schon 17 Jahre zusammen. Er ist wie ich auch eher ein Außenseiter.

Ich war sehr verbittert das wird jetzt besser. Die Szene verändert sich etwas durch die liberalere Einstellung in der Gesamtgesellschaft. Viele jüngere Schwule wollen so leben wie ich. Ich bin irgendwie der Trendsetter zumindest was das Thema Monogamie angeht.

Halt gibt mir auch die altkatholische Gemeinde und etwas meine Tätigkeit als Seniorenbetreuer.

Nicht alles war bisher schlecht in  meinem Leben sonst würde ich nicht mehr leben. Aber vieles war sehr frustrierend. Doch die  Tendenz geht jetzt  nach oben und ich glaube das bleibt jetzt so.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abweichende Rollenidentität und Lebensgestaltung

Mein Leben ist wirkich schwierig. Mein soziales Leben ist sehr eingeschränkt. Das hat auch mit meiner Rollenidentität zu tun. Manchmal würde ich gerne nach Thaiti auswandern wo Menschen wie ich einen festen Platz in der Gesellschaft haben.

In der traditionellen Kultur Polynesiens gibt es für Männer mit weiblicher Rollenidentität den Begriff Mahu. Dies ist sozusagen das Dritte Geschlecht ähnlich wie das Two Spirit Konzept der nordamerikanischen Indianer. Das hat im Grunde nicht viel mit Homosexualität zu tun und auch nicht etwas mit Transidentität von westlichem Verständniss.

Ich fühle mich häufig in unserer Kultur ausgeschlossen. Zum Beispiel im Männerkreis der Gemeinde. Entweder geht es dauernd um Smarthphones und Computerprogramme oder um anzügliche Witze über Frauen. Manchmal denke ich wir haben da etwas von einem Kegelclub.

Auch dass ich keine Familie gegründet habe oder auch nicht gründen will und kann ist ein Hemmnis. Vieles dreht sich halt um Kinder und deren Erziehung. Ich habe zwar ein Patenkind doch ist mein Verhältnis zu den Eltern von meiner kleinen Emilia nicht besonders gut. Der Stiefvater von Emilia ist sehr schwierig.

Ich weiss nicht wo mein Platz in der Gesellschaft ist. Martin mein Mann hat keine Angehörigen und außer meiner Ursprungsfamilie habe ich kaum Kontakt zur übrigen Verwandschaft. Es tut mir gut dass ich jetzt ein wenig arbeite. Ich überlege ob ich außer vielleicht Gärtnern und Handarbeiten noch küstlerisch etwas machen könnte.  Im Grunde würde mir am ehesten Photografie liegen. Ich denke da insbesondere an Tierfotografie vielleicht auch Portraitfotografie.  Ich habe schon mal überlegt eine Portraitreihe von untypischen Heteromännnern zu machen.  Um den Testosteron strotzenden Abziehbildern der Werbe- und Erotikindustrie etwas entgegen zu setzen.

Ich könnte auch zu regelmäßigen anderen Veranstaltungen gehen die nicht kirchlich gebunden sind und nichts mit Hausfrauenkaffeeklatsch zu tun haben. Die Szene bietet mir zu wenig halt. Auch da kann es sein dass sich einige an meiner abweichenden Rollenidentität stören. Wir Tucken gelten ja generell als Zielscheibe für Hass für eher männlich wirkende Schwule. Ich habe darauf keine Lust. Ich fühle mich in alternativen oder intellektuellen Heterozusammenhängen wohler. Ich muss mich dort nicht so durchbeißen wie in bürgerlichen Millieus oder auch in Teilen der Szene.  Zumal ich ja generell eher monogam oder am ehesten noch polyamor leben möchte.

Es war für mich sehr frustrierend das selbst alternative Schwule mich mitunter hassen. So etwa auch einige Besuchergruppen die die Bang in Oberhausen besuchen.

Leider habe ich nach 23 Jahren in Dortmund noch nicht so ganz meinen Platz gefunden.

Ich finde es frustrierend dass ich  als intelligenter androgyner schwuler Mann auf die Infrastruktur der Großstadt angewiesen bin um nicht zu vereinsamen. In Kleinstädten gäbe es noch weniger Möglichkeiten mich in der Freizeit sinnvoll zu beschäftigen.

Dortmund hat aber was dass angeht auch keine so breitgefächterte Szene. Alles ist hier sehr klein und überschaubar. Ich denke ich werde mal Sonntags  in den „Rekorder“ gehen. Das heißt aber nicht unbedingt dass sich alternative Heteros nicht auch an mir  stören. Ich habe das schon mal auf einer Veranstaltung mit Liedern von Rio Reiser erlebt dass ein Künstler mit sog. Sidecut Frisur als Schwuchtel bezeichnet wurde und das hat mich schon geschockt.

 

 

 

 

Eine Idee für eine Sitcom zum Thema ADS

Mein Mustergatte und ich mögen Serien mit Situationskomik, sog. Sitcoms. Vor einer Weile dachte ich das man auch zum hypoaktiven ADHS zumindest einen Comic oder vielleicht wirklich auch eine Fernsehserie machen könnte.

Ich denke da an ein hypoatives Mädchen in der Oberstufe eines Gymnasiums. Sie hat Öko-Eltern, die noch dazu evangelikale Christen sind. Das Mädchen ist in der Manga und visual key Szene unterwegs. Wenn sie ihren Traumprinzen sieht, einen schüchternen Computer Nerd aus der Parallelklasse, dann erscheinen immer irgendwelche Ritter die auf einem Regenbogenpferdchen reiten.

Sie kommen sich näher und es klappt so mit der Romantik nun wirklich nicht. Immer wenn er sie küssen und umarmen will droht ihr Kopf förmlich zu zerplatzen und sie gibt ihm einen Korb.

Sie sucht nach einer Erklärung dafür und stößt im Internet auf die Diagnose hypoaktives ADHS. Zwischendurch wird sie schon als sehr verpeilt und unselbsständig eingeführt. Auch ihr Schulabschluss scheint bedroht zu sein.

Ihre Eltern sind gegen eine Stimulanzientherapie. Sie läßt sich gegen den Willen ihrer Eltern auf ADHS testen und lässt sich Stimulanzien aufschreiben. Gleichzeitig  bekommt sie  von ihrem Frauenarzt ein Rezept für die  Antibabypille. Nun gibt sie Gas. In einer Szene sieht man den Nerd mit ihr in leidenschaftlicher Umarmung, in einer anderen finden die Eltern die Medikamente. Die Mutter sagt zur Packung mit Ritalin:“Unser Kind nimmt Drogen!“ Und  der Vater:“ und sie hat Sex“! Was für diese Eltern eine Katastophe ist. Man sieht die Eltern darüber streiten wer Schuld an der so vermeitlich schlimmen Entwicklung der Tochter hat. Gleichzeitig sieht man einen Animee im Hintergrund in dem Regenbogenritter und Visual Key Girlie sich wilden Knutschereien hingeben.

Ich weiss nicht ob das meine Leser lustig finden. Ich schon!!  Sollte das ein Autor thematisch umsetzen möchte ich aber Dankend erwähnt werden. Es ist nehmlich Sch… wenn man für die Projekte die man anstößt nicht mal eine nette E-Mail bekommt.

 

 

 

 

Gedanken gegen den Dortmund Blues!

Im Grunde bin ich sehr unzufrieden mit meiner Heimatstadt Dortmund. Die Stadt ist sehr zersiedelt, große zusammenhängende Wald- und Naturflächen gibt es in unserer Stadt nicht. In Duisburg ist das zum Beispiel der Fall. Der Stadtwald ist dort 10 qkm groß. Auch an schönen historischen Gebäuden fehlt es in Dortmund. Durch meine persönliche Lebenssituation bin ich aber gezwungen in dieser doch etwas tristen Stadt wohnen zu bleiben. Mit diesem Artikel möchte ich mich etwas trösten.

Was gefällt mir an Dortmund? Also ich  mag unseren Kanal mit seinem  Hafen. Jedes Jahr mache ich mindestens einmal die Hafenrundfahrt. Sie führt durch alle Hafenbecken an dem Straßendorf Deusen mit seinen Wiesen und Feldern und einer großen begrünten Abraumhalde vorbei.

Das Dortmunder Hafenviertel ist auch von der Gastronomie wesentlich innovativer als es etwa vergleichbare Viertel in Duisburg oder auch Münster sind. Es gibt ein halbes Dutzend neuer sehr urbaner Szenekneipen und Treffs im Hafenviertel.

In Deusen auf einer Halde gibt es einen sehr schönen Teich der sehr naturnah ist und wo viele Felsenbirnen wachsen. Die stacheligen Früchte sind sehr mühsam zu Pflücken geben aber gekocht aber gutes Gelee oder auch Marmelade ab. Der Teich ist botanisch geshen sehr vielfältig bewachsen. Für mich und meinen Mann ist das auch ein beliebtes Ausflugsgebiet. Auch das Arboretum vom Rombergpark mit seinem Nordamerika-Teil gibt mir das Gefühl für einige Momente in einem kanadischen oder nordamerikanischen Wald der Atlantikregion zu stehen.

Ich mag Akustikgitarrenmusik. Im Torhaus im Rombergpark gibt es was klassische Musik auf diesem Instrument angeht immer wieder Konzerte aus einer regelmäßigen Veranstaltungsreihe. Auch im „Rekorder“ am Hafen und in der Pauluskirche gibt es Auftritte von „Singern und Songwritern“ in Begleitung einer Gitarre.

An historischen Gebäuden gibt es nicht mehr sehr viele in der Innenstadt. Doch alle Innenstadtkirchen sind mittelalterlichen  Urspungs und haben wunderschöne Altarbilder. Die Marienkirche hat ein wunderschönes Altarbild von Conrad von Soest und die Petrikirche beherbergt das sogenannte „Goldene Wunder“. Das ist das bildreichste Werk der mittelalterlichen Kunst in Deutschland oder auch Europa, und ist ein riesiger vergoldeter Schnitzaltar aus Antwerpen. Das Azad Gebäude aus rotem Sandstein finde ich schön und natürlich die historische Häuserzeile gegenüber der Reinoldikirche. Die Marienkirche ist mit Abstand die schönste hiostorische Kirche in der ganzen Umgebung. Die Fenster des Chores der Reinoldikirche sind ebenfalls sehr prächtig wie auch die Figuren von St. Reinoldus und Karl dem Großen.

Ich wohne in der Dortmunder Nordstadt die das größte Zusammenhängende Altbauwohngebiet mit vielen Gründerzeithäusern im Ruhrgebiet ist.

In Eving gibt es einen größeren Wald das   sog. Grävingholz und den Süggelwald. Dort hält Jemand auch Kängurus und es gibt dort auch ein Wildgehege.

Der Staudengarten im Rombergpark ist sehr schön und auch der Rosengarten vom Westfalenpark.

Unsere altkatholische Gemeinde bekommt eine neue Pfarrkirche. Sie hat eine schöne Holzfurnierdecke und schöne blaugetönte große Fenster. Ich glaube jetzt ist schon  mein Dortmund Blues weg. Obwohl mir viele andere Städte besser gefallen wie etwa Raststatt, Karlsruhe oder Oldenburg.

 

Tagträume sind in Maßen gut

Gerade habe ich einen Artikel zum Thema tagträumen im Internet gelesen. Demnach führt tagträumen zu vermehrter Kreativität und zu mehr Empathie.

Dadurch läßt sich auch die Kreativität von hypoaktiven ADHSlern und ihre Hochsensibilität erklären.

Ich habe mehrere Projekte in meiner Umgebung und auch in Kanada auf der PEI angestoßen. Das lag auch an meiner Kreativität. Die Biogasanlage am Lüner Stadthafen samt Microgasnetz war meine Idee. Auch das man auf Prince Edward Island aus Kartoffeln ja Wodka brennen könnte. Selbst der Werbespruch „I like my potatoes smashed, destilled and on the rocks“ stammt von mir für den „Prince Edward Wodka“.  Ich habe auch mal Werbekaufmann gelernt.

Leider bin ich durch das ADHS nur selten in der Lage solche Projekte selber umzusetzen. Und was die Empathie angeht so spüre ich sie immer wieder bei der Arbeit mit dementen Menschen.