Sex und Kultur – Mode und Erotik

Es ist schon erstaunlich wie sich Schönheitsideale ändern. Mir war das schon bewußt das es keine einheitliche Schönheitsnorm bei Menschen gibt und sie von Kultur zu Kultur unterschiedlich sein kann.

Im nahen Osten und Afrika gelten etwa üppige Formen bei Frauen als sexy, besonders was Hüften und Po angeht. Füllige Frauen sind dort sehr begehrt, weil sie seltener sind.

Das war bei uns auch ähnlich etwa in den Zeiten des Barock wo Rubens sein berühmten Damen malte.

Lange Zeit war ja Körperhaar bei  Männern out. Und einige meiner schwulen Bekannten   haben sich das Brusthaar weglasern lassen. Bärte galten als hässlich. Die Hipster tragen nur Bärte weil sie gegen die gängigen Klischees protestieren und sie verhöhnen. Auch eine Nerdbrille wäre ein Ausschlußkriterium für ein Date. Ich erinnere mich noch an Kontaktanzeigen im Stadtmagazin  Marabo wo dann kein BBB stand, also kein Bart keine Brille oder auch keine Bauch. Der Bauch gilt nicht mehr als sexy aber Brille und  Bauch schon. Ich glaube alles was junge Leute mögen gilt als sexy. Selbst wenn es Lodenmäntel und Pepitahüte wären.

Ich finde die Entwicklung zu  einem natürlicheren Erscheinungsbild bei Männern gut. Ich fand diese ganzen fitnessgestählten haarlosen Figuren ziemlich unsexy und das war schon immer so. Ich freue mich dass es für mich auch häufiger  mal ein Eyecandy gibt.

Ein Blog im Internet feiert auch die Hipstererotik. Das ist www. rychlion.tmblr.com Viel Spass beim naschen mit den Augen wünscht Euch Euer dicker Pitter.

Kriminalität von Rumänen und Bulgaren oder auch Roma

Ich wohne schon sehr lange in der Dortmunder Nordstadt. In den letzten 10 Jahren in denen der Zuzug von Armutszuwandrern aus Südosteuropa anhält, bin ich keine einziges Mal Opfer von Diebstählen geworden. Doch stimmt es schon dass die Kleinkriminalität im Stadtteil deutlich zugenommen hat. Es gibt vermehrt Taschen- und Trickdiebstähle aber auch Metalldiebstahl.

Sicher hat dies tatsächlich auch etwas mit der Armutszuwanderung zu tun. Nur ist da auch anzumerken welche Angebote macht die Gesellschaft ausgegrenzten Gruppen ihren Lebensunterhalt ehrlich zu verdienen. Es ist die Aufgabe der Politik in der EU für ihre Bürger zu sorgen. Neoliberale Ansätze in der Wirtschaftspolitik haben die Spaltung unserer Gesellschaft nur weiter vorangetrieben. Auch in Deutschland gibt es Globalisierungsverlierer. Etwa die Menschen in Ostdeutschland. Nun werden diese Gruppen polemisch Gegeneinander von der Politik ausgespielt. Dies ist die politische Seite des Problems. Auf der anderen Seite führt Pauschalurteile über bestimmte Einwanderergruppen zur Diskrimminierung von ehrbaren Mitbürgern.

In unserem Stadtteil betreibt ein Rumäne mit seiner Frau einen Kiosk. Ich kaufe sehr häufig dort Süßigkeiten  für uns, wenn der süße Zahn sich meldet und nichts mehr im  Haus an Süßkram ist. Gerne gehe ich dort bei diesen sehr netten Leuten einkaufen. Doch sind sie gezwungen ihre Herkunft zu leugnen weil in unserer Stadt die Vorurteile gegen diese Gruppe sehr groß sind. Ich habe selber Wurzeln in einem Land dessen Bewohner lange ähnlich unbeliebt waren wie Rumänen und Bulgaren oder auch die Roma. Mein Geburtsname ist Kwiatkowski, ich habe polnische Wurzeln und stamme aus einer Spätaussiedlerfamilie. Ich selber bin auch Vorurteilen aufgesessen wenn es um die Beurteilung dieser Gruppe geht und habe da Fehler begangen. Ich spüre das immer wieder wie bürgerliche und ehrbare Menschen unter diesen Vorurteilen leiden.

Es ist dass Recht der Kritiker Probleme beim Namen zu  nennen, aber es ist auch ihre Pflicht wahrzunehmen warum es diese Probleme gibt. Und dass Pauschalurteile auch Menschen treffen die ehrlich und fleißig sind. Und das gehört auch zu der Wahrheit dazu.

Ich selber habe erlebt wie mich eine junge Romafrau nach einer Putzstelle gefragt hat. Sie war wirklich verzweifelt. Sie hat auch ein Recht dazu ihren Lebensunterhalt mit einer Tätigkeit  zu bestreiten die Ihre Würde nicht verletzt. Leider konnte ich Ihr nicht weiterhelfen.  Doch muss da eine Lösung her um diesen Menschen auf Dauer zu helfen. Zur Not müssen Sie Sozialhilfe bekommen.  Jeder Mensch hat das Recht darauf seine grundlegenden Bedürfnisse zu bestreiten. Ich meine damit Nahrung, Kleidung und Wohnung. Und dies ist nicht gewährleistet. Sicher gibt es auch wohlhabende Roma und Banden- bzw. Clanbosse. Doch sind sie die Ausnahme. Man diskrimminiert sie und beutet  sie etwa auf dem sog. Arbeitsstrich aus und das ist genauso verwerflich wie ein Diebstahl.

Welche Entwicklungsstörungen bei Kindern sind ähnlich wie ADHS?

Es muss sehr viele ähnlich wirkende Entwicklungsstörungen bei Kindern zu ADHS geben.

Ich bin kein Psychiater aber neulich habe ich erfahren dass mein Patenkind eine Autismus-Spektrums-Störung hat.

Das hat mich wirklich verblüfft dass leichtere Formen von Autismus sehr schwer von hypoaktivem Adhs, also ADHS ohne Hyperaktivität, zu unterscheiden sind.

Dort soll die Ablenkung von Innen heraus kommen und nicht wie beim ADHSler durch Reizüberflutung von Außen.

Ich denke dass auch bipolare, manisch depressive -Erkrankungen nur schwer von ADHS zu unterscheiden sind. Daher ist wohl auch besondere Sorgfalt beim Stellen einer Diagnose Notwendig.

Ich hatte selber den Verdacht dass ich vielleicht am Asperger-Syndrom leide. Aber dies konnte sehr schnell durch ein Gespräch beim Arzt  geklärt werden. Asperger ist eine leichte Form von Autismus. Kennzeichnend sind etwa Gesichtsblindheit, Unfähigkeit Emotionen anderer zu erkennen aber auch kein Sinn für Ironie.

Anscheinend kommen solche Krankheiten in unserer Familie gehäuft vor. Auch mein Bruder hat sehr einzelgängerische Züge und hat auffallende Stimmungsschwankungen.

Doch sind bei ihm die Symptome nicht so gravierend, so dass er nur wenige Schwierigkeiten im Alltag hat.

Es war ein Schock dass mein Patenkind, ein 9 Jahre altes Mädchen diese Probleme hat. Auffällig war sie schon länger. Im Grunde seit der Geburt. Ich hoffte dass es nur Hyperaktives ADHS ist aber leider hat sich diese Hoffnung zerschlagen. Dennoch ist der Autismus bei ihr eher eine soziale Behinderung als eine geistige. Das heißt sie braucht ein gutes tolerantes und aufgeklärtes Umfeld. In der Schule ist sie auch schon Opfer von Hänseleien geworden die ihren psychischen Zustand noch verschlimmerten. Daher ist ein verständnisvoller und behutsamer Umgang, wie mit allen psychisch beinträchtigten Menschen notwendig. Ansonsten kann sie bei entsprechender Förderung durchaus ein eigenständiges Leben führen.

Naturgarne günstig kaufen zum Stricken und häkeln

Ich verarbeite auch gerne Naturgarne bei meinen Handarbeiten. Die sind meistens sehr teuer. Dennoch gibt es Möglichkeiten sie günstig zu kaufen.

Manufaktum bietet seh günstig rötlich-beige Wolle vom Coburger Fuchsschaf zu vertretbaren Preisen an. Dort kosten 300 gr. Stränge 12 Euro.

Auch Alpakawolle kann man bei einem Onlinehändler sehr günstig kaufen.  Der Onlineshop heißt http://www.fairalpaka.de und bieter sehr feine Babyalpaka Wolle zu 300gr für etwa 18 Euro an.

Viel vergnügen beim sparen und handarbeiten wünscht Euch Euer

Heavy Pete

Schwule Androphilie oder auch Teiophilie

Seit dem ich die schwule Szene kenne frustriert sie mich. Das hat mit dem Jugendwahn der dort herrscht  zu tun. Er nimmt zwar mit der Liberalisierung unserer Gesellschaft ab doch ist er häufig noch in der Szene sehr präsent. Gerade sehr konservative Schwule bevorzugen wesentlich jüngere Partner. Ich selber mag Männer ab 30 Jahren und älter sehr selten mag ich jüngere doch mag ich sie dann häufig wegen ihrer Persönlichkeit. Das war bei mir schon in der frühen Jugend so.

Die Szene ist sehr jugendfixiert. Männer die 30 oder älter sind haben immer noch häufig ein Problem ein Date zu bekommen. Bei  einem One-night-stand müssen sie schon länger suchen. Dies ist aber in der SM-Szene etwas anders. Ähnlich wie Dominas älter sein dürfen, dürfen es auch Ledermänner. Dort gilt Reife als attraktiv. Ich hingegen mag normale, schlanke Männer ab 30 mit natürlicher Körperbehaarung. Ich finde sehr muskulöse Körper unattraktiv. Mein Mann ist 13 Jahr älter als ich und jetzt 53 und eigentlich ein Spageltarzan. Dies stört mich nicht, eher war es so das er meinem Beuteschema ziemlich nahe kommt. Dunkle Haare und Augen mag ich noch aber ansonsten kann ich  mich nicht beschweren.

In der Szene störe ich mich daran dass auch ältere Männer sich zu Jugendlich kleiden. Ich mag z. B. Männer ab 50 nicht die Kapuzenshirts tragen. Und wenn sie dann eine sogenannte Undercut-Frisur tragen, nenne ich die dann „Junger-Boy-fick-mich Frisur“.

Ich glaube David Berger, der Theologe und ehemaliger „Männer Aktuell“ Chefredakteur hat so eine Frisur. Ich will nicht damit sagen das alle Schwulen auf Jugendliche stehen doch finden sie diesen Look sehr anziehend. Für mich muss ein Mann aber Pullover und Blujeans tragen um wahrgenommen zu werden. Und ich mag ganz gerne längere oder auch lange Haare oder halt ganz kurz. Aber die meisten Trendfrisuren finden ich unsexy.

Es gibt keinen Begriff für schwule Männer die auf Männer über 30 stehen. Anscheinend wird davon ausgegangen das dies der Normalfall ist. Nur dem ist nicht so. Darin unterscheiden sich aber Schwule genauso wenig von Heteromännern. Wenn man sie anonym nach dem begehrten Alter der Frauen fragen würde, würden sie sicher meistens eine Zahl zwischen 16 und 30 oder maximal 40 angeben. Ich denke nicht das ich einen Vaterkomplex habe. Denn die Männer die ich mag entsprechen nicht dem Daddystereotyp. Zumal ich ja selber schon 40 bin. Eher entsprechen sie dem Typ Hetero im besten heiratsfähigen Alter. Und ich bin auf romantische Beziehungen aus. Anonyme Kontakte und One Night Stands fand ich immer belastend. Ich schreibe das um anderen Schwulen in meiner Situation das Gefühl zu geben nicht alleine zu sein und sich normal zu fühlen. Es ist enorm belastend für mich gewesen wenn sich Mundwinkel verzogen wenn ich schwulen Bekannten das Alter meines Partners verriet.

Es gibt wie gesagt relativ viele Schwule die auf reifere Partner stehen doch mögen sie häufig SM oder sie mögen sehr brachial männliche Typen. Ich mag eher den schlanken Durchschnitt. Was nette Männer Aktbilder angeht so gibt es in der Hinsicht nicht viel. Das schwule Underground Magazin Butt ist eine möglich Quelle das auch eine Online-Ausgabe hat. Das Magazin Nextdoormen ist leider eingeschlafen. Wer allerdings ältere Hipster mag den kann ich die Website richylon.tumblr.com empfehlen. Lange war ich sehr depressiv weil ich mich dadurch als Außenseiter gefühlt habe. Doch muss dies nicht sein weil es in jeder großen Stadt auch Bars gibt wo sich ältere schwule Männer treffen. Dort besteht dann zwar die Gefahr dass  man mitunter von lauter Schlagermusik vergrault wird doch kann es sich lohnen tapfer zu bleiben und dies auszuhalten.

Ich möchte allen meinen Leser die so fühlen wie ich bitten zu sich zu stehen und sich nicht von der Dominanz der Ephebophilen und Skaterliebhaber und ähnlichen Gestalten einschüchtern zu lassen. Unsere Vorliebe ist gesellschaftlich wesentlich akzeptierter und wir haben eher die Chance auf eine langjährige oder Lebenspartnerschaft. Das haben andere Schwule so nicht unbedingt. Ich hoffe ich habe Euch etwas aufbauen können dass ihr Euch nicht komisch fühlt in der Subkultur obwohl sie doch nicht nach unserem Geschmack ist. Lässt Euch nicht hängen und seit auch tolerant gegenüber den Anderen obwohl das manchmal schwer fällt. Und viel Spass beim gucken von rychlyon.tumblr.com und dem Lesen von Butt.

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Regenbogenfamilie und Genderfragen

Die Diskussionen bei der Sendung von Sandra Maischberger fand ich endtäuschend. Mit diesem Artikel möchte ich meine Sicht der Dinge mitteilen.

Wenn Kinder bei einem Homosexuellen Paar aufwachsen gibt es den Begriff Regenbogenfamilie dafür. Ein befreundetes Frauenpaar hat Kinder aus der Nachbarschaft miterzogen. Unter anderem einen aufgeweckten Jungen der jetzt um die 20 Jahre alt ist.

Sie hatten einen sehr guten und prägenden Einfluß auf ihn. Beide mögen alte Rockmusik und weckten bei dem Jungen das Bedürfnis E-Bass zu spielen. Und das tut er mit sehr großem Erfolg der ihn auch einen namenhaften Gitarrenwettbewerb gewinnen ließ.

Auch ein prähomosexueller Junge fühlte sich sehr wohl bei den beiden Frauen. Sie spürten früh dass er anders war und hatten sogar die Befürchtung das er Transidentisch wird. Doch er entwickelte sich gut und ich spürte vor einigen Jahren als wir sie besuchten das sein freundliches lächeln mehr war als Höflichkeit. Ich denke er identifizierte sich mit uns. Mein Mann Martin erklärte ihm viele Dinge am Computer und ich war erstaunt wie gut die Beiden zurecht kamen. Was für ein Glück das für ihn war dass er uns kennenlernen konnte und keine Angst haben  musste dass wir ihn komische finden. Das er als Kind Hobbys wie putzen hatte.

Bei dem jungen Mann der den Gitarrenwettbewerb gewonnen hatte, hatte die Bekanntschaft mit unseren Freundinnen auch einen direkten Einfluß auf sein Verhältnis zu Frauen. Ich habe immer gestaunt wie liebevoll er mit seiner Freundin  umging. Was liebe bedeutet hat er auch bei diesem lesbischen Paar gelernt. Ich fand das sehr rührend wie zärtlich und aufmerksam er immer war wenn seine Freundin bei ihm war.

Auch was das Rollenverständniß von Jungs angeht hat sich in der letzten Zeit etwas verändert. Der Neffe einer Freundin von mir entwickelt sich sehr ungewöhnlich zu einem netten vielseitig intressierten kleinen Jungen. Sein Vater stammt aus Ghana und liebt die Küche seiner Heimat. Ganz selbstverständlich hat er die Rolle des Kochs in der Familie übernommen. Sein Sohn ahmte ihn nach und bekam einen Spielzeugherd geschenkt. Sein Intresse fürs Handwerken hat er allerdings von seiner Tante, einer sehr kreativen alleinstehenden Frau. Er hilft ihr auch bei Holzarbeiten im Garten. Ich denke dass er sicher ein guter  Handwerker wird. So haben sich jetzt schon die Rollenvorstellungen verändert.

Auch die homosexuelle Gemeinschaft verändert sich deutlich. Es gibt kaum noch Transvestitten. Dies war vor 30 Jahren noch anders. Viele androgyne schwule Männer integrieren ihre weiblichen Seiten in einer männlichen Geschlechtsidentität. Dennoch gibt es verschieden transidentische Lebensweisen. Ich  würde mir wünschen dass sie auch in ihrer optischen Unvollkommenheit  in der Gesellschaft mehr angenommen fühlen könnten. Wichtig ist noch dass sie sich nicht mehr gezwungen sehen müssen durch Operationen geschlechtlich anzugleichen. Dass sie so angenommen werden wie sie sind, als Frau mit männlichen Körper oder als Mann mit weiblichen. Ich denke nicht dass dies die Polarität zwischen Mann und Frau aufhebt sondern dass man sie um eine Kategorie erweitert. Das Transmenschen so bleiben können wie sie sind und das man ihnen genauso großen Respekt zollt wie anderen Menschen auch.

Der Kinderwunsch von Homosexuellen sollte grenzen haben. Da wo sie die Würde anderer Verletzt. Eine bezahlte Leihmutterschaft ist für mich indiskutabel. Dies sollte auch für Heterosexuelle ein Tabu bleiben. Eine Frau ist keine mietbare Gebärmaschine, oder ein Stück Vieh das man decken läßt. Daher ist dort eindeutig eine ethische Grenze überschritten.

Mitgefühl und Phantasiebegabung eine Ergänzung zu dem Thema!

In dem letzten Beitrag über Phantasie und Mitgefühl ist glaube ich ein falscher Eindruck entstanden. Das Mitgefühl am Schicksal der Opfer der Shoah etwas krankhaftes sein würde.

Dies ist es eindeutig nicht. Mitgefühl gehört zum Menschsein dazu. Das gleiche gilt für jedes Unrecht das auf der Welt passiert und die Opfer des NS Regimes wie es die Opfer des jüdischen Volkes angeht gehören für die meisten Deutschen dazu. Sollte ich Angehörige von Opfern oder Opfer selber verletzt haben so tut mir das leid.

Es geht hier um krankhafte Formen von Mitleid bei ADHS. Nur diese Phantasiebegabung und ein wacher Verstand können auch ein Segen sein und dies versuche ich auch auf verschiedene Weise den Menschen zu erklären. Es tut mir leid wenn  ich da Fehler begehe. Ich habe ADHD (Adult Attention Defizit Syndrome). Für Betroffene ist es wichtig dass Sie lernen dass ihre Gefühle sie häufiger überwältigen als es bei anderen Menschen der Fall  ist. Sie sind empfindlicher was solche Schilderungen angeht. Ich konnte diesen Text nicht richtig zu Ende lesen der zum Angedenken zur Reichskristallnacht in einem lokalen Blog erschienen ist. Sehr viele Menschen haben aber Mitgefühl mit den jüdischen Opfern und sehr viele Menschen setzen sich für ein gutes Miteinander zwischen Juden, Christen aber auch Muslimen in unserer Stadt und in unserem Land ein.

Kein vages Gefühl und keine Phantasie kann ermessen was die Opfer von Holocaust und NS-Herrschaft empfunden haben. Das können die Betroffenen nur selber. Nur Menschen die ein Herz haben können erspüren welches Leid da geschehen ist. Und ich habe da mein Herz deutlich gespürt. Es tut mir leid wenn diese Blogpost für nicht des deutschen kundige verwirrend ist, doch sollte er nichts relativieren oder Mitleid generell als etwas krankhaftes darstellen. Es geht um das Verhältnis nur leider war das Beispiel vielleicht nicht so das es verständlich gemacht wurde. Ich litt unter sehr starken Tagträumen bei Stress und überforderung doch für Leid waren meine Sinne immer offen. Ich bitte das meine Leser zu verstehen.

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ADHS Betroffene jeden Alters müssen sich mehr wehren!

Das ADHS Betroffene ihre  Krankheit immer noch von einigen Anhängern von zweifelhaften Lehren wie Antroposophen und Scinetologen und großen Teilen der psychoanalytisch orientierten Therapeuten als nicht Existent verleugnen lassen  müssen ist traurige Realität.

Genauso wie sich Homosexuelle durch Outing emanzipiert haben sollten dies auch Prominente ADHSler tun.

Damit klar wird was für ein Leid die Betroffenen haben. Wir brauchen eine Lobby um  nicht privat als Faul oder ähnliches angefeindet zu werden. Das muss geschehen um die Stigmatisierung dieser Krankheit zu unterbinden.

Hier geht es nicht um Lifestyle oder Neuroenhencment sondern um ganz normale Grundbedürfnisse die eine ADHS-Behandlung hilft zu erfüllen. Etwa die Ausübung eines der Intelligenz angemessenen Berufes und einem harmonischeren Privatleben. Es geht bei der medikamentösen Behandlung, um keine Rauschsubstanzen und um keine Ruhigstellung da Stimulanzien, also Medikamente wie Ritalin oder Methylphenidat, eher anregend und nicht sedierend wirken.

Die Fehlinformationen bei der  Bevölkerung und bei Nichtfachärzten sorgen für eine Diskriminierungen und Stigmatisierung der Betroffenen die durchaus in der Lage sind verträgliche Nachbarn und Arbeitskollegen zu sein. Dies muss für mehr Menschen erfahrbar werden. Und da kann ein Outing helfen.

Wie wohnt man am Borsigplatz ?

Seit 4 Jahren lebe ich  mit meinem Lebenspartner am Borsigplatz in Dortmund. Unsere Wohnung ist knapp 70 qm groß und kostet 418 Euro Miete samt Nebenkosten. Unser Haus gilt als Neubau und unserer Vermieter ist ein privates Firmenkonsortium und keine Genossenschaft. Wesentlich schönere teilweise auch preiswertere Wohnungen bieten die Viva West aber auch der Spar- und Bauverein an.

Die Nahversorgung mit Lebensmitteln ist etwas schwierig. Obst und Gemüse bekommt man sehr günstig bei einigen türkischen Lebensmittelgeschäften wie auch Fleisch bei türkischen und deutschen Metzgern. Schreibwaren und Zeitungen und Zeitschriften in ausreichender Auswahl gibt es mehrmals. Imbisse und Pizzerien sind in  ausreichender Anzahl vorhanden. Für größere Einkäufe sind das Hornbachcenter als auch das sog. WEZ an der Bornstraße zu empfehlen wo es neben Super- und Baumärkten auch etwa eine Drogerie als auch Textildiscounter gibt. Diese Einkaufsmöglichkeiten sind mit der Fahrrad unter 15 Minuten zu erreichen.

Der Hoeschpark ist etwa 20 ha groß und besteht aus einem kleinen Waldteil und einigen Sportplätzen und Liegewiesen und ist das Naherholungsgebiet des Stadtteils. An den Park angrenzend befindet sich das geheizte Freibad Stockheide. Das Gesundheitshaus der BKK-Hoesch bietet Gesundheitskurse und Fitness und Sauna an.

Die soziale Lage hier ist allerdings sehr schwer. Es gibt sehr viele Langzeitarbeitslose und auch viele Suchterkrankte. Armutszuwanderer wohnen hier ebenfalls aber nicht so viele wie an der Malinkrodtstraße. Die Heroldwiese samt Spielplatz ist der Mittelpunkt der Drogen- und Alkoholikerszene und dieser Teil des Viertels ist auch der unattraktivste.

Richtung Hoeschpark ist der bürgerlichste und schönere Teil  des Viertels der sich nicht viel von Teilen von Westerfilde, Huckarde oder Hörde unterscheidet.

Kulturell bietet das Concordia Art, ein Kunstkaufhaus direkt am Platz, und Borsig 11 immer nette Aktionen und das Publikum ist dort gemischt wie der Stadtteil auch.

Mittlerweile Lebe ich nach 4 Jahren sehr gerne hier. Wenn auch die Armut vor der  Haustür sicher depremmierend ist. Ich bin viel unterwegs auch abends und nachts und habe mich nie besonders bedroht gefühlt. Die Heroldwiese meide ich aber auch bewußt.

Fahrräder werden hier häufiger gestohlen daher sollte man sie möglichst immer gut abschließen und auch in Kleingartenlauben gibt es mitunter Einbrüche. Doch ansonsten habe ich kaum etwas negatives erlebt. Ich kann das Wohnviertel für experimentierfreudige Menschen empfehlen. Zur Situation an den Schulen kann ich nichts sagen doch ist das Berufsschulzentrum an der Geschwister Scholl Straße nahe wie auch eine Pflegeschule. Und Grundschulen gibt es hier ebenfalls mindestens zwei.

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Als Mann mit hoher Sprechstimme hat man es schwer

Ich habe eine sehr hohe Sprechstimme. Am Telefon halten mich daher viele Menschen für eine Frau. Im Grunde ist anatomisch bei mir Alles in  Ordnung. Ich denke es hat mehr mit der Psyche zu tun. Ich bin ein sensibler Typ von Mann und vielleicht konnte ich auch die „harte“ Männerrolle nicht vollkommen annehmen.

Es kommt häufiger vor dass ich dadurch Respektlos behandelt werde.  Dazu kommt noch dass ich homosexuell bin. Ich meide manche Orte wo etwa Jugendliche oder viele ungebildete oder konservative Menschen sind. Ich habe es schon mal erlebt dass sogar ein Drogerieverkäufer mich nachgeäfft hat. Auch in der Szene werde ich nicht immer respektvoll behandelt.

Manchmal hat das aber auch lustige Züge. Ich wollte meine Bankkarte sperren lassen und es wurde auf der Hotline tatsächlich angezweifelt dass ich der Inhaber bin. Ich bin auch schon mal zu einer Logopädign gegangen, die hat aber festgestellt dass ich glücklicher mit meiner hohen Sprechstimme bin. Ich würde mir einfach mehr Toleranz wünschen. Ich habe ja dadurch dass ich eine hohe Sprechstimme habe ja auch keine Geschlechtsidentitätsstörung. Heute war ich besonders genervt. Die GfK rief bei mir an und der Operator war ein junger türkischer Mann. Und er zog mein Geburtsgeschlecht in Zweifel. Irgendwie hatte ich keine gute Tagesform und legte schimpfend den Hörer auf.

Ich habe dann schlichtweg Angst wenn ich anfange zu diskutieren dass ich nicht mit dem genügenden Respekt behandelt werde. Andere schwule Männer hassen mich mitunter weil ich ihnen als zu klischeehaft gelte, aber dass sind so wieso eher sehr verklemmte Machos auf die es nicht ankommt. Allerdings ist mein Leben dadurch wirklich manchmal anstrengend.  Gerade pubertierende Jugendliche können sehr anstrengend sein weil sie einen dann bewußt als Mobbingopfer wahrnehmen. Als ich mich noch nicht auf ADHS vom vorwiegend unaufmeraksamen Typus behandelt wurde, konnte ich m ich auch nur mangelhaft wehren. Im Grunde war das schon ein Trauma. Auch der Hass der Schwulenszene auf klischeehaft wirkende Vertreter der eigenen Szene war sehr schmerzhaft. Die Behandlung mit Stratterra hat aber dafür gesorgt das der Redefluss etwas schneller ist und ich nicht mehr so viele Pausen mache um mich zu sammeln. Doch bin ich immer noch in vielen Situationen sehr gehemmt. Die Männlichkeitsvorstellungen in einigen Millieus bei uns in Deutschland sind doch noch sehr traditionell. Und da gibt es sehr wenig Platz für Menschen wie mich.