Warum Pegida Demonstrationen mehr schaden als nützen

Unsere Welt ist konservativer geworden. Nicht nur die Muslime sind es was sich im erstärken des Salafismus zeigt sonder auch wir in der westlichen Welt. Der Neoliberalismus der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts hat uns in eine globale wirtschaftliche Krise gestürzt. Leider nutzten Viele Einwanderung als Erklärungsmodell für soziale Not, um  unsere eigenen Fehler zu vertuschen.

Auch die Ausgrenzung von Muslimen in unserer Gesellschaft ist ein sehr großes Problem. Neulich habe ich in der WAZ gelesen dass hochbegabte Schüler aus muslimischen Familien häufig nicht erkannt werden und ihre Fähigkeiten nicht gefördert werden, so dass wir im Grunde ihr Leben unnötig erschweren.

Diese Ausgrenzung von Muslimen etwa auch durch die unsäglichen Kopftuchdebatten auch von Seiten der Kirchen sind kontraproduktiv und sorgen dafür dass sich Muslime radikalisieren. Der einfach Satz lautet dann wenn ich kein echter Deutscher sein kann dann ein echter Muslim. Wozu das führt erfahren wir häufiger in den Nachrichten.

Es erschüttert mich so total wie sehr unsere Gesellschaft unter diesem Ungeist der Intoleranz leidet. Im Fernsehen habe ich  mal eine weinende Mutter gesehen die ihren Sohn an die ISIS verloren hat. Diese jungen Menschen sind auch Opfer. Nicht dass ich ihre Greueltaten gutheiße. Aber sind wir nicht auch Schuld daran dass unsere Gesellschaft eine konservativere geworden ist. Eine Gesellschaft in der wieder vermehrt Herkunft und Religion eine Rolle spielen. Es gibt in unserer Gesellschaft eine Hackordnung. Die Wirtschaftseliten stehen oben und die Andersgläubigen und die Armen unten. Ist das eine Gesellschaft für die es sich lohnt auf eine Pegida Demonstration zu gehen?  Dies ist sicher stark vereinfacht doch nehme ich die Welt so wahr.  Und ich führe Gespräche mit Menschen in meiner Umgebung. Wir machen Fremde zu Sündenböcken für Verfehlungen die unsere eigenen sind. Und das ist ein nicht neues Konzept in Deutschland. Nazis haben es in deutscher Gründlichkeit zur Spitze getrieben. Das sind wahre Volksfeinde die unserer Gesellschaft mehr Schaden als ein Fehlverhalten einer Minderheit in einer Minderheit. Wir dürfen nicht vergessen dass wir Menschen sind und das wir über Menschen urteilen. Wir Menschen sind fehlbar. Das hat Konsequenzen die die einzelnen zu tragen haben. Doch dürfen wir nicht die ganze Gruppe endmenschlichen. Dies hat  nichts mit unserer Kultur zu tun. Unsere Kultur hat zwei  Wurzeln. Die der Aufklärung und des Christentums. Und Beide Wurzeln sprechen von Nächstenliebe und Sachlichkeit.So dass die Pegidademonstranten unserem  christlichen Abendland mehr schaden zufügen als überhaupt einen Nutzen.

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Genderideologie dämonisch

Die Dämonisierung des Genderkonzeptes im christlich konservativen Lager erweckt den Eindruck dass diese Konzept nicht mit christlichen Werten vereinbar ist. Häufig wird nicht verstanden worum  es bei Gender geht. Es geht nicht darum die Geschlechtergrenzen ganz aufzuheben, dagegen mehr Variationen an Ausdruck von Geschlecht zuzulassen, die übrigens ganz natürlich und Gott gewollt sind.

Wir Menschen sind verschieden auf Grund unserer unterschiedlichen Biografie und unserer biologischen Ausstattung.

Menschen die sich nicht so einfach geschlechtlich einordnen lassen werden in unserer Gesellschaft ausgegrenzt. Ein gutes Beispiel sind etwa Gewaltverbrechen an Transidenten veraltet Transsexuellen.

Diese Menschen können  nichts für ihre psychische Grundausstattung. Das sie eine andere Seele oder Psyche haben als dass ihrem körperlich erkennbaren Geschlecht entspricht. Hier handelt es sich um eine Sonderform der Intersexualität, veraltet und politisch inkorrekt Zwitter.

Viele alte Kulturen tolerierten diese Formen der anderen Geschlechtsidentität wie etwa viele Stämme der nordamerikanischen Indianer oder das Volk der Bugis auf Sulawesi.

Homosexualität im christlich jüdischen Umfeld wurde zur Sünde nach der sogenannten babylonischen Katastrophe. Zu dieser Zeit wurde auch das Buch Leviticus verfasst, in dem das erste mal homosexuelles Verhalten explizit als sündhaft bezeichnet wird. Hier geht es um kultische Reinheit der Priesterkaste. Sexuelle Freizügigkeit wurde mit der heidnischen Tempelprostitution in Verbindung gebracht die auch homosexuelle Praktiken mit einschloß die wohl auch von Transvestiten modern als Crossdresser bezeichnet ausgeübt wurde.

Die Bibel kennt viele homosexuelle und  bisexuelle Helden wie etwa König David oder den alttestamentarischen Josef. Wir können die Heillige Schrift nur im Kontext der Zeit auslegen. Gottes Schöpfung hat sich mit der Evolution weiterentwickelt auch unsere Gesellschaft hat dies auch. Wir praktizieren keine Sklaverei mehr in der westlichen Welt, sie gilt bei uns als kriminell in biblischen Zeiten gab es unter anderem die Schuldknechtschaft. Auch halten wir uns nicht mehr an die strengeren Speisevorschriften des Urchristentums das uns z. B. den Verzehr von Blut verbietet. Also wäre deutsche Blutwurst und schottische Haggis für uns  unrein.

Nun welchen Zweck hat die Dämonisierung  von Sexualität und einiger seiner Varianten durch konservative Christen. Es geht um die Ausübung von Macht. Sexualität ist so grundmenschlich dass jeder ein Bedürfnis danach hat. Bei so hohen moralischen Ansprüchen muss fast jeder eine Sünde begehen. Dies läßt die Menschen willfährig werden und keine Kritik an der Theologie äußern die menschenverachtend ist.

Außerdem ist die Ausrichtung der evangelikalen Kirchen auf disseitigen Erfolg und die Unterstützung einer entgrenzten neoliberalen Form des Kapitalismus, sehr problematisch und mitverantwortlich für die Wirtschaftskrisen dieser Welt. Eine nachhaltige Nutzung der Welt und ihrer Ressourcen die eher bibelkonform wäre und die auch in den Leviten und anderen biblischen Vorschriften erwähnt wird, wird nicht nachgegangen. Weil es ja dem Portmonaie schadet. Ich habe den Eindruck das evangelikale Christen eher den Mammon anbeten als Christus und Gott. Eine Umkehr und sogar Buße wäre vielleicht nicht schlecht für einige Hetzer aus diesem Lager. Damit sie wieder auf den rechten Weg zu Gott finden der die Menschen und seine Schöpfung liebt. Ein Gott der die Welt nicht knechten und zerstören will. Sondern wir Menschen sind es die Andere ausgrenzen und Raubbau an unserer Schöpfung wie etwa dem fracking betreiben.

Singer und Songwriter David Roth eine Entdeckung

In der Stadt und Landesbibliothek bei uns in Dortmund bin ich auf eine CD von David Roth gestoßen.

Mir gefallen sowohl Texte als auch Musik. Im ersten Moment kommen einem die Texte dieses Folkmusikers sehr nach heile Welt und auch  naiv vor. Doch beim weiteren hören merkt man wie viel Tiefgang seine Musik hat.

Die Lieder haben ein breites Spekturm an Themen, wie etwa reife Liebe, Toleranz, aber auch Erwachsen werden und einfache Liebeserklärungen an das Leben und biografische Inhalte.

Mir hat die CD sehr gut gefallen und ich kann mir vorstellen das den treuen Lesern meines Blogs auch die Musik gefällt.

Sie hat viel echte Warmherzigkeit und Liebe. Auf youtube kann man einige seiner Lieder hören.

Leider ist nur eine einzige CD von ihm in Deutschland erhältlich und ist bei Stockfish records erschienen und heißt „Will you come  Home“.

Weltschmerz und ADHS

Der Gerechtigkeitssinn und die ganzheitliche Wahrnehmung bei ADHS machen uns Betroffene anfällig für Depressionen. Im Grunde haben wir eine schwarz weiß Sicht von der Welt.

Dies ist fatal weil es such auch auf das soziale Miteinander auswirkt. Wir sind unerbittlich was den moralischen Anspruch angeht meist nicht nur gegen Andere sondern auch gegen uns selbst.

Es ist schwierig für uns zu sehen dass die Welt bunt ist und dass es auch bei der Farbe schwarz viele Graustufen gibt. Wenn ich daran denke wie ich etwa meinen Freundeskreis wahrgenommen habe war dies sehr schwierig. Klar gab es da auch Dinge die nicht in Ordnung waren. Doch hatte ich auch immer Streitigkeiten weil meine moralischen Ansprüche zu hoch waren. Obwohl ich sehr starke altruistische Züge an mir habe so war ich doch so war ich doch auch gleichzeitig ein Menschenfeind.

Ich erinnere mich noch genau an einen jungen Mann aus meinem schwulen Bekanntenkreis der Vorsitzender  einer Emanzipations- und Selbsthilfegruppe wurde.

Er war intelligent und sensibel dennoch benahm er sich wie ein Despot und Niemand mochte ihn. Ja selbst ich habe ihn mal auf einer Feier bewusst bloßgestellt. Ich denke an dieser Stelle dass er auch ADHS hatte. Wie schnell wird man vom Opfer zum Täter.

Ich erinnere mich auch daran wie ein Bekannter der sehr scharfzüngig war mich bewusst versucht hat immer zu provozieren. Er verstand nicht dass ich überhaupt nicht in der Lage war auf seine Unverschämtheiten zu reagieren.

Unser Mitgefühl führt auch dazu dass wir keine Grenzen fühlen. Das wir die ganze Welt wie eine große Familie wahrnehmen und alles Böse in der Welt betrauern und mitfühlen.

Das ist Unsinn. Wir Menschen sind auf kleine Gemeinschaften ausgelegt. Wenn es unseren Angehörigen und Familien gut geht ist das schon viel. Nicht das es sich nicht lohnt sich über Ausgrenzungen oder auch wirkliche Verbrechen zu empören. Das wozu wir in der Lage sind zu verändern sollen wir auch verändern. Doch sollten wir auch annehmen können dass wir manchmal hilflos sind in unserer grenzenlosen Hilfsbereitschaft. Für mich ist dies schwer zu ertragen, doch ist es wichtig zu lernen dies anzunehmen.

Für Fremde ist es schwer vorstellbar dass ADHSler trotz ihrer Einschränkungen so empfinden. Doch nehmen wir Leid immer sehr intensiv wahr genauso wie Freude oder auch Ärger und Missmut. Unser Leben ähnelt einer Achterbahn. Und diese Bahn anzuhalten bedarf es vieles, aber auch vor allem Verständniss von Anderen aber auch für uns selbst. Wir müssen lernen dass wir begrenzt sind und uns von Anderen abzugrenzen dies ist nicht einfach und wir erleben es als Kampf mit uns.

Doch es lohnt sich am Ende winkt mehr Gelassen- und Zufriedenheit.

Und daher liebe Leser wünsche ich Euch ein frohes und vor allem gelassenes neues Jahr. Und wer  dies in gesungener Form hören will, den empfehle ich das Lied „Be kind to your self“, von David Roth und mehr ist da nicht zu sagen.

Prussische Weihnachten

Meine bessere Hälfte hat mir zu Weihnachten das Sachbuch „Prußen – die ersten Preußen“ von Beate Szillis Kappelhoff geschenkt. Meine sehr hohen Erwartungen an das Buch wurden übertroffen. Die Autorin schildert die Kultur und Geschichte dieses untergegangenen Volkes, so umfassend von der  Vorordenszeit bis zu den Spuren in der Gegenwart, dass es ein großes Vergnügen war das Buch zu lesen.

Sie berichtet zwar auch von den Greuel des deutschen Ordens doch schildert sie auch die Kultur dieses baltischen Volkes über den Alltag, den Religion bis zur Musik.

Gerade was die Religion angeht, war ich beeindruckt wie Naturverbunden diese Kultur war. Es gab viele als heillig geltende Wälder und Gewässer die   nicht wirtschaftlich genutzt werden durften. Auch musste man sich beim Geist des Tieres das man erlegte oder schlachtete entschuldigen. Mit einigen Vorurteilen räumt sie ebenfalls auf, denen der Menschenopfern. Diese kamen vereinzelt zwar vor, doch handelte es sich um Kriegsgefangene die samt ihrem Pferd auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Diese Opfer hatte vorher das Los bestimmt.

Polygamie gab es vereinzelt bei den reichen Magnaten des Stammes. Polyandry gab es allerdings ebenfalls, wenn auch nur selten. Die Bezeichnung für Ehefrau als sogenannte „Unterherrin“ spricht für eine gute Stellung der Frau im sozialen Gefüge der prussischen Gesellschaft. Beide Geschlechter ritten auch kürzeste Strecken auf ihren Pferden und Frauen waren keine Tätigkeiten im Leben verboten.

Die Waldbienenzucht spielte in der prussischen Wirtschaft eine herausragende Rolle. Honig und auch Wachs galten als begehrtes Tauschobjekt im Warenhandel. Die Landwirtschaft war hoch entwickelt  obwohl die Bedingungen im Ostpreußen der Vorordenszeit durch die vielen Sümpfe dafür nicht unbedingt ideal waren.

Die politische   Organisation der Prussen basierte auf Dorfversammlungen, die von einem reichen Häuptling geleitet wurden. Nur in Kriegszeiten konnte dieser  Häuptling die Dorfbewohner zum festungsbau und auch zum Kriegsdienst verpflichten. Oberster Richter war der oberste Stammes Priester, der Kriwe. Im Gottesdienst spielten neben Opfern auch Gelage und Festmähler eine herausragende Rolle. Als Getränke dienten dabei Met, Bier und nur selten vergorene Stutenmilch. Sie wurde nur als kultisches Getränk für Menschen die eine besondere Aufgabe zu leisten hatten gereicht.

Ganz beeindruckt hat mich der Klang des prussischen Instrumentes Kantele, das noch in Finnland als Instrument in der Volksmusik eingesetzt wird. Auf youtube gibt es Stücke die auf einer Kantele gespielt werden zu hören.  Derart zarte musikalische Klänge habe ich  noch nie gehört.

Ich kann nur Allen die an der Geschichte dieses baltischen Volkes intressiert sind dieses Buch empfehlen. Es gibt kein umfassenderes Werk zu diesem Thema. Und um so beeindruckender  ist es da es sich um keine studierte Ethnologin bei der Autorin handelt.

Eine ausgezeichnete Arbeit, die Beate Szillis-Kappelhoff, dem Leser bietet aus einer Perspektive wie man sie sonst kaum in der Literatur zu dem Thema findet, in der von Innen und nicht aus einer Fremden, deutschen oder polnischen Perspektive heraus.

Dies ist um so erfreulicher, da es sowohl in Polen als auch in Deutschland ideologisch gefärbte Deutungen der Geschichte dieses Volkes gibt.

Warum sind manche Schwule so schrecklich spießig!

Spießig sein ist sicher ein weites Feld. Doch habe ich den Eindruck dass viele Schwule Männer einen sehr angepassten Lebensstil pflegen. Es gibt kaum Alternative oder auch Punks unter Schwulen.

Ich selber bin irgndwie links aber auch sehr bürgerlich. Ich denke dass bei vielen die Angst sehr groß ist noch wegen einem weiteren Merkmal ausgegrenzt zu werden.

Manchmal treibt dass kuriose Blüten. Ein Kollege hört z. B. ganz gerne Alternativrock  und liebt Skaterklamotten zieht aber jedes mal bei der Weihnachtsfeier der Firma bei der er Angestellt ist als einziger Anzug und Krawatte an.

Die Angst davor ausgegrenzt zu werden und anzuecken ist immens bei ihm. Das führt auch dazu dass er auch gerne über andere Minderheiten herzieht.

Einiges hat auch mit dem  Umfeld zu tun in dem man aufwächst. Ihm gelingt es nicht die kleinbürgerlichen Werte abzustreifen die er gelernt und verinnerlicht hat.  Man wird nicht unbedingt links oder liberal nur weil man sein Coming Out als Schwuler oder Lesbe hat.

Selbst schwule Nazis gibt es tatsächlich. Bei ihnen ist das noch eine ganz andere Sache, sie reduzieren ihr Schwulsein auf die Sexualität. Sie sind nicht homosozial  und homophil, also dass Sexualität auch etwas mit Liebe zu tun hat das ignorieren sie.

Generell haben viele Schwule es nicht so sehr mit Romantik obwohl sie etwa Kitsch mögen. Bei vielen steht dass sich Ausleben im Vordergrund. Möglicht viele sexuelle Abenteuer haben bevor man als zu unattraktiv empfunden wird. Ich weiss nicht ob Romantik spießig ist? Ich  halte eine verbindliche Beziehung wo Verantwortung und Liebe dazugehört als besonders menschlich. Natürlich kann es sein das man in manchen Phasen seines Lebens sich nicht binden will oder auch kann und dass dies auch o. k. sein kann. Aber diese Ausrichtung der Szene nur auf Sex das stört mich schon immens.

Selbst die meisten Heteromänner sind romantischer. Viel hängt auch vom Temperament des jeweilligen Menschen ab wie er Sexualität lebt. Ich bin monogam geworden weil mich die Nähe zu meinem Lebenspartner mehr glücklich macht als die meisten Abenteuer.

Ich glaube es hat auch  viel mit der Diskriminierung von Schwulen zu tun dass sie mit viel Sex aber auch Konsum dieses Defizit an Anerkennung auszugleichen versuchen.

Es wundert also nicht dass sich die  Lebensstile zu den Heteros angleichen und auch Schwule aber auch Lesben Familien gründen wollen, weil die Diskriminierung weniger geworden ist.  Ich denke schon dass es o. k. sein kann promisk zu leben. Aber es ist manchmal hart wenn man selber eher verbindlichere Beziehung sucht diese in der Szene zu finden. Doch es gibt glückliche monogam lebende Paare, doch meiden sie häufig dann auch die Szene.

Dadurch geht viel Erfahrung verloren und den jungen Schwulen fehlen auch manchmal die Vorbilder. Ich bin der Meinung dass jeder so Leben darf wie er will, insbesondere wenn es um solche intimen Dinge wie Sexualität geht wenn keiner dadurch Schaden erleidet. Doch würde ich es mir wünschen wenn Schwule toleranter aber auch weniger oberflächlich sein würden. Das nicht nur gutes Aussehen sondern auch Grips und Umgangsformen zählen würden. Manches ist an der Szene wirklich anstrengend und häufig auch frustrierend. Nur ich denke wirklich dass dies nicht so sein muss. Und das wir alle daran arbeiten können in dem wir mehr Verständniß versuchen füreinander zu haben und andere nicht ausgrenzen. Doch das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem

Schuldgefühle , Depression und hypoaktives ADHS

Gerade habe ich einen Artikel gelesen dass hypoaktive ADHSler an vermehrter Traurigkeit leiden  und häufiger als Sündenböcke herhalten müssen.

Ich weiss nicht ob das ganz so stimmt. Ich habe häufig den Eindruck dass es mir schwerer fällt über Gefühle zu reden oder auch sonstwie auszudrücken. Ich fühle mich nicht in der Lage Gefühle so zu zeigen wie es andere tun. Das ist schon komisch, anscheinend lache ich auch wenn ich über traurige Dinge rede.

Das mit dem Sündenbockgefühl habe ich schon häufiger. Wenn mein Mann Martin in der Küche flucht habe ich den Eindruck dass ich wieder etwas falsch gemacht habe. Also Schuldgefühle habe ich im Grunde ständig, schon aus den einfachen Gründen dass ich so den normalen Normen was Funktionsfähigkeit angeht nicht entspreche. Zum Beispiel bin ich schon lange Arbeitslos und der fehlende Antrieb läßt einen auch verzweifeln.

Im Grunde bin ich nur funktionsfähig wenn ich entweder Zeitdruck habe oder ich den Tag genau vorplane und mich sklavisch an den Plan halte. Dabei muss aber der Zeitrahmen auch genug Pufferzeiten bieten, dass heißt auch Momente wo ich mich auch hängen lassen kann und nur einfach mal einen Kaffee trinken.

Weinen tue ich aber in letzter Zeit selten. Und Stimmungsschwankungen sind seltener geworden – ich führe das auf die Medikation mit Straterra und Valdoxan zurück.

Und die Traumwelten hatte ich mal. Eine zeit lang war das die Prince Edward Island, die Heimat der kanadischen Kinderbuchfigur Anne of Greengables. Ist auch wirklich schön da, ich träume da nur noch manchmal von da mal Urlaub zu machen. Aber ansonsten bin ich schon abgeklärter als früher.

Visuelle Wahrnehmung und ADHS

Mit Freude habe ich wahrgenommen dass viele meiner Leser die ADHS Themen intressieren. Ich würde mich freuen wenn Ihr mir etwas zu visuellen Wahrnehmung und ADHS sagen könntet. Wie sieht Ihr die Welt. Habt ihr den Eindruck dass die visuelle Wahrnehmung durch das ADHS beinträchtigt ist. Das ihr Dinge nicht erkennt oder Bildzusammenhänge nicht versteht. Also z. B. um was es sich für eine Situation auf einem Foto oder Bild geht. Fällt es Euch schwer Details zu erkennen oder bei Intelligenztests etwa beim Arbeitsamt Formen wieder zu erkennen.

Also ich bin da eine Niete drin, ich bin mir nicht sicher ob dass unbedingt etwas mit dem ADHS zu tun hat. Ich würde mich freuen wenn Ihr mir einen Rückmeldung geben könntet.

Unter Reply könnt Ihr Kommentare zu meinen Post´s schreiben. Vielleicht wisst Ihr darüber mehr als ich.

ADHS ist scho heavy nicht nur für Pete aus Dortmund ;-)!!!