Warum wirken hypoaktive ADHSler so spröde und verletzlich?

In einem Buch über ADHS von Cordula Neuhaus habe ich mal gelesen dass hypoaktive ADHSler sehr spröde wirken. Gemeint ist die vermeintliche Humorlosigkeit und Verletzlichkeit. So als würden wir Betroffenen Alles persönlich nehmen.

Ich denke dass vieles mit unseren Erfahrungen zu tun hat. Den vielen Kränkungen die wir erfahren weil wir nicht so funktionieren wie die Gesellschaft es erwartet. Das führt zu einem schlechten Selbstwertgefühl und macht uns in sozialen Situationen gehemmt.

Ein andere Phänomen ist unsere Langsamkeit, dadurch sind wir nicht so schlagfertig wie andere.

Unsere häufigen Gedankensprünge macht es Anderen schwer uns zu Folgen. Manchmal ist es ganz heilsam dann Piet Klocke in einer seiner Shows zu sehen, um zu erfahren wie schwierig aber auch wie irritierend und lustig das sein kann.

Ich habe schon  Humor und wenn ich mich sicher fühle kann ich auch deftige Kritik ab.

Gerade kam ich aus einem klassischen Konzert nach Hause. Martin lästerte etwas über die Musik. Ich nannte ihn Kulturbanause. Er als Computer Nerd schimpfte mich einen „Luddit“, so nennt man im englischen Technikfeinde.

Ich mußte herzhaft lachen weil es nicht weh tat. Also ich kann schon Witze auf meine Kosten  aushalten. Aber hier bin ich mir auch der Sympathie sicher bei Fremden fällt mir das schwerer. Daher suche ich immer nach einem möglichst toleranten Umfeld wo ich nicht so schnell irritiert werde oder Anecke.

Ich habe durchaus Einzelgängerische Züge, früher als ich  noch keine Medikamente nahm zog ich mich daher auch gerne in  meine Phantasiewelt zurück, in der war ich dann auch der Held und verteidigte Burgen und Städte und regierte Gerecht ein Königreich.

Was  unseren Selbstwert angeht. Wir sollten nicht versuchen uns unbedingt an extrovertierteren Menschen messen. Häufig ist  es auch nur heiße Luft die sie von sich geben. Und man muss nicht immer Jeden Spruch wechseln können der einen aufgezwungen wird. Irritiert gucken reicht auch schon!!

Hypoaktive ADHSler sind verletzlicher und häufig tragen wir Betroffenen lange Kränkungen mit uns herum die es nicht wert sind dass wir sie so ernst nehmen.

Sicher sind das eine Menge Kränkungen die da geschehen. Vieles ist auch wirklich verletzende aber meistens sagen das Neuronormale Menschen aus Unwissenheit und manchmal auch aus Taktlosigkeit. Beides Dinge die nichts mit uns zu tun haben.

Ich  nehme jetzt Stratterra seit einer Weile und ich merke dass ich nicht mehr ganz so empfindlich bin. Das Medikament ist zwar nicht dafür zugelassen wirkt aber auch gegen Ängst und Depressionen. Und ich traue mich einfach mehr obwohl ich manchmal schon den Eindruck habe dass ich schon schnell eingeschnappt bin. Mir fällt es immer noch schwer Äußerungen Anderer einzuschätzen. Alles wird durch den biografischen Filter gejagt und auf kränkendes Potential untersucht. Dadurch kommt es selbstversändlich zu Misverständnissen.  Daher ist auch sinnvoll nach zu Fragen wie Andere das meinen bevor man beleidigt sich wegdreht und geht. Weggehen kann man immer noch. Mir gelingt dass auch nicht unbedingt aber es ist eigentlich eine richtige Strategie.

Ursachen für vermehrte Depressionen bei ADHS in Zusammenhang mit Homosexualität

Wie ich festgestellt habe wird ein Blog-Post der sich um ADHS und Homosexualität dreht und nur eine Antwort auf ein youtube Tondokument war, häufiger in den USA aufgerufen.

Nur leider behandelt dieser Post das Thema nur eher am Rande.

ADHS ist eine neurologische Filterschwäche die Sinnesreize schlecht kanalisieren kann. Das heißt dass es ständig zu Reizüberflutungen kommen kann.

Homophobie ist nicht so sehr verbreitet wie Schwule und Lesben es oft vermuten. Im Grunde werden in  unserer Umgebung  häufig irgendwelche Bemerkungen über das Thema gemacht, oft achtlos, aber häufig in einem verletzenden Unterton.

Das bekommen ADHSler  aufgrund der leichten Ablenkbarkeit viel stärker mit als es gesunde Menschen tun. Dies kann zu  vermehrten Depressionen bei Schwulen  Männer führen. Dieses subjektive Gefühl dass dauernd über Einen gesprochen wird, entspricht aber nicht der Realität. Es  beruht auf den eigenen Ängsten und Befürchtungen.

Auch in der Szene haben es manche schwulen Männer schwer. Psychische Beeinträchtigungen und Sensibilität können dort auch ein Problem sein weil Andere das eigene Verhalten nicht verstehen können. Dies führt zu Selbstwertproblemen und kann auch zu psychischen Beschwerden wie Depressionen und Ängsten führen.

Die Stärken der eignen Persönlichkeit sich klar zu machen kann bei Selbstwertproblemen helfen. Ein Satz von Oskar Wilde hilft mir manchmal über den Frust an der eignen Sexualität zu stehen. Er sagte einmal „alles was ein Mann tut ist männlich“.

Und wenn er einen Mann liebt gehört dass auch dazu. Aber auch wenn er weicher ist als andere dann bleibt er ein  Mann. Und Sensibilität  ist eine große Stärke die wir neuronormalen Männer voraus haben. Das sollten wir kultivieren etwa durch kreative Projekte oder  als soziales Angagement auch in der Szene.

Wichtig ist glaube ich aus eigener Erfahrung nicht jede Bemerkung ernst zu nehmen die über Homosexualität gemacht wird. Häufig geschieht das acht- bzw. gedankenlos.

Im Deutschen bedeutet das Wort Schwul in der Jugendsprache auch nervig oder langweillig und meint gar nicht die Liebe oder Sexualität zwischen Männern.

Auch der  spezielle Humor in der Szene  ist anstrengend für uns, diese „liebevollen“ Frotzeleien, als wäre das Leben eine „Golden Girls“ Episode, sind für uns hochgradig anstrengend. Wir sind häufig nicht in der Lage schnell genug zu Antworten und bleiben verletzt und beschämt und vor Allem sprachlos stehen.

Der Ausgesprochene Gerechtigkeitssinn von ADSler und ADHSlern kann zu Konflikten in der Szene führen, da sie ja sehr oberflächlich ist und z. B. Bodyshaming in der Szene sehr verbreitet ist.

Gelassenheit bringt in gewisser Hinsicht auch die Medikation, da störende Reize besser herausgefiltert werden können. Auch an der Scham für die eigene Sexualität muss gearbeitet werden. Sexualität ist etwas natürliches und jeder Mensch hat das Bedürfnis sexuell aktiv zu sein.

Was auch depremmierend in diesem Zusammenhang sein kann ist das Empfinden der eigenen Sexualität. Mitunter kann es sein dass der Körper durch die Reizfilterstörung sehr empfindlich auf Berührungen und Zärtlichkeiten reagiert. Bei anonymen Kontakten kann es dazu führen dass diese als unangenehm  und wenig befriedigend erlebt werden. Bei schwulen ADHSlern mit gleichzeitiger SM-Neigung kann das Risiko für ernsthafte Verletzungen bei SM-Praktiken bestehen, da das Schmerzempfinden bei vielen ADHSlern durch die fehlende Konzentrationsfähigkeit geringer ist.

Bei mir ist der Wunsch nach Zärtlichkeit ausgeprägter als nach genitaler Sexualität, dies ist aber eher in einer romantischen Beziehung möglich als bei spontanen Kontakten.

Ich selber lebe als hypoaktiver ADHSler in einer eingetragenen Partnerschaft (civil union).

Auch dort mußte ich erst lernen wie ich trotz des ADHS ein glückliches Sexualleben haben kann. Die Symptome sind übrigens schwankend. Manchmal ist man sehr fokussiert bei der Sexualität, zum Beispiel wenn man verliebt ist, und manchmal empfindet man wenig Lust und Langeweile. Darüber sollte man aber mit dem Partner durchaus reden ihm aber nicht die Schuld dafür geben. Dies ist in meiner Beziehung passiert und ich habe mich endtschuldigt als mir klar wurde dass ich ein Problem habe und nicht Martin mein Mann.

Was noch hin und wieder in Zusammenhang mit ADHS und Sexualität auftritt ist Frühreife. Ich hatte mit etwa 6 Jahren meine ersten romantischen Phantasien mit Männern die mit zunehmenden Alter immer stärker sexuell gefärbt wurden. Mit 14 war mir dann klar dass ich mit einem Mann zusammen leben will. Das kann ein Problem sein weil die Betroffenen leichter Opfer von sexuellen Missbrauch werden können. Natürlich geht die körperliche Reife nicht unbedingt mit der geistigen Hand in Hand. So dass auch durch die Impulsivität risikoreiches Verhalten auch als Erwachsene im Bezug auf safer Sex vorkommen kann.

Ich will Euch ermutigen selbstbewußt zu sein und auch medizinische Angebote anzunehmen. Auch kann eine Psychotherapie bei einem toleranten Therapeuten helfen.

Steckt den Kopf nicht in den Sand und spricht auch mit Freunden über eure Probleme, zu denen ihr Vertrauen habt.

David Berger und seine Probleme mit der Vielfalt in der Queeren Szene

David Berger Chefredakteur der Zeitschrift Männer  kritisiert das Bestehen auf der Andersartigkeit von Schwulen Männern und lesbischen Frauen. Er begründet dies damit dass es automatisch zu Diskrimminierung führt. In einem Artikel in der Männer, überträgt einer seiner Autoren, Daniel Deuling, dass auf andere Gruppen wie Indianer, Farbige und Juden. Daraufhin hat die Deutsche Aids-Hilfe ihren Werbevertag mit dem Magazin Männer gekündigt. David Berger, als Chefredakteur dieses Magazins stellt sich hinter die kruden Thesen seines Journalisten und hält argumentativ die Meinungsfreiheit hoch.

So habe ich dies zumindest in einem Artikel auf Queer.de verstanden. Dies ist Rassismus und gibt den Opfer von Rassismus und Homophobie eine Mitschuld an ihrer Diskrimminierung.

David Berger sollte sich aber auch über seine eigene Abweichung von der Norm bewußt werden. Ich nehme ihn als „typisch“ schwul wahr. Diese betonte Jugendlichkeit in seinem Äußeren wie etwa die Undercut Frisur und das tragen von Kapuzenshirts,die seinem Alter und seiner Reife nicht angemessen ist , läßt vermuten das er wesentlich jüngere Partner bevorzugt.

Allerdings Andere wegen ihrer Abweichung zu kritisieren ist schon sehr gewagt und unverfroren.

Den typischen Schwulen und die typische Lesbe gibt es nicht. Jeder von uns verdient Respekt und Achtung so lange er die Rechte Anderer  nicht verletzt oder eine Person schädigt.

Wenn aber so ein Mann seine eigene Sexualität zur Norm erhebt und andere wegen ihrer Identität verurteilt,  dann hat dies etwas mit dem  verinnerlichten Selbsthass zu tun, unter dem viele Schwule Männer  leiden. Sie machen die Anderen für die Diskrimminierung der eigenen Lebensweise mitverantwortlich und das ist infam.

Wie sieht es mit der eigenen Lebensweise aus, mit diesem Jugendwahn und dem Narzismuß die man den Mainstreamschwulen unterstellen kann. Ist er nicht auch problematisch und könnte man daran nicht auch Anstoß nehmen?

Sicher kann man dass, nur ist es nicht unbedingt Fair das auch immer zu tun. Vielfalt muss man auch aushalten können und die Neigung zu jüngeren Partnern ist wohl auch bei  Männern genetisch angelegt. Aber andere auszugrenzen die in ihrer Rolle von der Norm abweichen, aus biografischen oder auch biologischen  Gründen ist im höchsten Grade unffair. Und nur die Biologie zur Erklärung für menschliches Verhalten zu  benutzen ist wissenschaftlich falsch. Die Kultur und unsere Erfahrungen beeinflußen unser Verhalten genauso wie die Gene. Und häufig können wir nichts dafür, und so weit dies andere nicht schädigt sollte dies auch akzeptiert und toleriert werden. Und dies mit Körper oder Body zu begründen ist einfältig, weil unserer Geist mehr ist als nur ein genetisches Programm.

Heterosexuelle sind wesentlich flexibler als wir es ihnen unterstellen. Gerade ich als Mitglied in einer altkatholischen Gemeinde finde sehr viel Respekt und auch Annerkennung von Heteros. Nur Schwule grenzen wegen ihrer eigenen Minderwertigkeitskomplexe feminie Schwule, Transgender und Lederfetischisten aus. Aufgeschlossene Heteros wissen das Schwule und Lesben mitunter anders sind und machen kein Problem daraus.

Es sei den  Ihr Weltbild ist noch in den 60er Jahren eingefroren worden. Und verinnerlichte Homophobie mit Rassismus zu begründen ist nicht den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben, sondern wenn sich Teufel und Beelzebub miteinander verbinden.

Homophobie und Rassismus kommen Ideengeschichtliche aus der gleichen Ecke und zählen zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

Sie verletzen Andere in Ihrer Würde und grenzen sie aus und auch solche Artikel sind  gewaltätig, weil sie zur Begründung für Gewalt genutzt werden und somit für Hassverbrechen.

Ist die altkatholische Kirche eine Sekte?

Wenn man altkatholisch bei googel eingibt bekommt man als Vorschlag unter anderem die Frage ob die Kirche eine Sekte ist.

Gemeint ist an der Stelle sicher nicht die ursprüngliche Bedeutung von Sekte, die eine Abspaltung von der gängigen Lehre ist. Man würde ja auch nicht vom Christentum von einer jüdischen Sekte sprechen.

Hier wird bei Altkatholizismus sicher eine strenge und besonders einengende Lehre verstanden.

Das Gegenteil ist der Fall. Die Altkatholiken sind eine kleine katholische Konfession die sehr modern in ihrer Lehre sind. Auch insbesondere in Fragen der Stellung der Frauen, in Moralfragen und in der Ökumene.

Da bleibt nur als Kritikpunkt noch die Kleinheit. Ja die Kirche ist eine kleine Gemeinschaft. Die Dortmunder Gemeinde zum Beispiel hat auf ein Gemeindegebiet das dem Regierungsbezirk Arnsberg entspricht etwa 230 Mitglieder das ist sicher nicht viel. Doch mag der eine das klein oder gar eng nennen was Andere als familiär und manchmal auch als geschwisterlich empfinden. Man könnte auch sagen weniger anonym als eine Großkirche.

Und wer immer noch  nicht meinen Worten glauben will, der ist gerne eingeladen zum Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der Weißenburger-Straße, das schöne Efeu bewachsene Haus, dort  ist unsere gemütliche Hauskapelle.

Willkommen ist Jeder und zur Kommunion ist Jeder eingeladen der getauft ist, und einen Schluck Wein bekommt er oder sie dann auch.

Unsere Kirche verstößt Keinen  wie es eine Nachbarin verstanden hat – und das ist so anders an uns.

Ich und meine Mitbrüder und Schwestern freuen sich auf Dich, wir sind alle per Du auch  mit dem Herrn Pastor.

Der genauso lebt wie andere auch mit Frau und inzwischer erwachsenen Tochter.

Historisches Upcykling – Verwendung von Strickspitze

Ich bin ja ein Fan von Lucy Maud Montgomerys Jugendroman Anne of Greengables. Und dort wird ein Strickwettbewerb für Strickspitze erwähnt der auf einer Landwirtschaftschau stattfindet. Das muss so am Anfang des 20 Jahrhunderts gewesen sein.

Ich telefonierte dann mit meiner Mutter und fragte wozu Strickspitze verwendet wurde.

Sie erinnerte sich daran das Kragen für Kleider gestrickt wurden und das Mädchenkleider durch Häkel- aber auch Strickspitze, beim wachsen der Trägerin, verlängert wurden.

Aus anderen Quellen weiss ich das die feine Unterwolle der Shetlandschafe für Strickspitze verwendet wurde. Shetlandschafe sind mischwollige Schafe. Der meiste Teil der Wolle ist sehr grob doch an einigen Stellen haben die Tiere sehr feine Unterwolle die sich besonders gut für Spitze eignet. Eine ähnliche Vliessstruktur hat auch das Ostpreußische Skuddenschaf. Vielleicht wurde auch diese Wolle für Spitzen verwendet.

Ich fand das interessant weil ich bisher nur wußte das Tischdeckchen nicht nur gehäkelt sonder auch gestrickt wurden. Das man aber auch Spitzen für Kleidung stricken kann hatte ich bisher nicht gewußt.

Schwul, ADHS und Depression

Auf youtube habe ich vor kurzem ein Tondokument gefunden dass sich anscheinend auf Inhalte meines Blogs bezieht die faktisch falsch und fehltinterpretiert wurden.

Die Behauptung dass ADHS eine Erfindung der Pharmaindustrie ist, ist falsch. In einigen Post´s habe ich die Geschichte des Syndroms beschrieben. Bereits Ende des 19 Jahrhunderts wurde dieses Syndrom im „Struwelpeter“ in den Figuren des „Hans guck in die Luft“ als hypoaktives ADHS und des „Zappelphillip“ als ADHS vom vorwiegenden Hyperaktiven Typus beschrieben.

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine angeborene neurologischen Filterschwäche, die zu Reizüberflutung führt. Dies führt entweder zur Blockierung der Reize durch schließen der Iris und damit Tagträumen wie bei mir, oder zu vermehrten Bewegung wie bei hyperaktiven Betroffenen.

Bei dem Thema das sich um Homosexualität dreht habe ich mich darauf bezogen, dass manche homosexuellen Männer sowohl ihre Emotionen von der Sexualität abspalten, das heißt Sex mit Männern als reine Triebabfuhr sehen wo romantische Gefühle keinen Platz haben, weil sie das als zu schwul empfinden. Zum anderen versuchen sie durch besonders mackerhaftes Verhalten ihre sozialen und emotionalen Defizite zu überspielen.

Zum anderen leugnen sie auch ihre bei jedem Menschen vorhandenen weiblichen Anteilen, und deffamieren weiblich wirkende Schwule als affektiert.

Häufig kommt dieses Verhalten bei Männern vor die ihr eigenes Verhalten hassen und durch diese Abspaltungen versuchen zwar ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen, aber ihre sozialen Bedürfnisse negieren da sie einfach Angst vor Ausgrenzung haben.

Dortmunder altkatholische Gemeinde beschließt den Ankauf der Neuapostolischen Kirche in Kley

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Auf der Gemeindeversammlung am 17.11.2014 beschließt die Dortmunder Gemeinde einstimmig, die endtwidmete neuapostolische Kirche in Dortmund Kley zu erwerben.

Bisher verfügt die kontinuierlich wachsende Gemeinde nur über eine kleine Hauskapelle in der Weißenburger-Straße, in einem Wohnhaus das ebenfalls der Gemeinde gehört.

In Kley befindet sich ebenfalls das Pfarrhaus der Gemeinde nur wenige Schritte entfernt von der neuen Pfarrkirche.

Die Bistumsleitung, der Deutschen Altkatholiken muss diesen Kauf noch genehmigen.Die Ankaufskosten von etwa 190 000 Euro sollen  aus dem Bauerhaltungsfonds des Bistums bestritten werden.

Sollte das Bistum Ankauf und Finanzierung genehmigen, so fängt eine neue Ära für die altkatholische Gemeinde an, die nach der Zerstörung der sogenannten Krimkapelle im zweiten Weltkrieg wieder eine eigenes, freistehendes Gotteshaus, in der Stadt haben würde.

Prussen verarbeiteten und förderten Eisenerz und hatten Marktorte und Handwerkssiedlungen

Ich intressiere mich sehr für die Geschichte meiner alten Heimat, Ostpreußen. Auf einer polnischen Website habe ich erfahren dass die Ureinwohner dieser Gegend, die Prussen, nicht nur Eisen verarbeiteteten sondern auch am Fluß Omulev, einem Nebenfluß der Narew, Raseneisenerz förderten. Die Verarbeitung von Eisenerz lernten sie von den benachbarten Kelten etwa 1000 vor Christus. Mir war aber nicht bekannt das es Eisenerzvorkommen in Ostpreußen gab.

Außerdem gründeten sie Handwerks und Handelsorte in der Nähe wichtiger Burgen. Sie wurden später Lischken genannt. Eine dieser Lischken war etwa Bartenstein, die Hauptsiedlung des Stammes der Barter.

Es wundert mich immer noch dass sie zu Beginn der Konflikte mit dem deutschen Orden noch mit Keulen bewaffnet waren, deren Kopf zwar mit Blei verstärkt waren, aber nicht so eine effektive Waffe darstellten wie Schwerter aus Stahl.

Meine Erklärung dafür ist dass diese Gegend vor der Eroberung durch den Deutschen Orden sehr friedlich gewesen ist und man keinen Bedarf für bessere Waffen hatte.

Die Burgen bestanden noch aus Erdwällen und Pallisaden waren aber meistens an sehr schwer zugänglichen Stellen errichtet und stellten schon einen durchaus wirksamen Schutz für die Bevölkerung dar. Doch konnten sie nur mangelhaft verteidigt werden, da die Waffentechnik den Belagerungsmaschinen des Ordens unterlegen war.

Eine eisenzeitliche Wehrsiedlung der Prussen als auch  ein prussisches Hügel bzw. Steinganggrab kann im ethnografischen Museum von Olsztynek, Hohenstein, besichtigt werden.

Zwangschristianisierung in der deutschen Geschichte

Die Greueltaten der ISIS erschrecken immer wieder die Menschen weltweit und das zurecht. Greueltatan kann man nicht gegeneinander aufwiegen dies ist unmöglich.

Doch  möchte ich an die Menschen appelieren sich auch an die eigene Geschichte zu erinnern, wie hoch das Gut Religionsfreiheit auch ist, wie häufig wurde es auch in Deutschland mit den Füßen getreten.

Angefangen bei Karl dem Großen der die Sachsen mit Waffengewalt in´s Christentum zwang über den  deutschen Kreuzritter Orden der das baltische  Volk der Prussen Zwangschristianisierte. Bei diesem Kreuzzug und den dazugehörigen Konflikten sind 20 – 50 Prozent der Prussischen Urbevölkerung Ostpreußens nach modernen Schätzungen umgekommen.

Im 3. Reich wurden Juden und Zeugen Jehovas als auch viele Priester aus Beiden großen Konfessionen die zur Wahrheit ihres Glaubens standen in Konzentrationslagern ermordet. Auch die altkatholische Kirche hat dabei eine wenig rühmliche Rolle gespielt weil sie sich damals mit den Machthabern arrangierte. Dies wurde allerdings in einem Buch des aktuellen Bischofs Mathias Ring aufgearbeitet.

Doch wieder werden Andersgläubige in Deutschland bedroht. Die Moscheegemeinde in der Kielstraße in Dortmund erhielt einen Drohbrief mit verhöhnendem Inhalt auch die jüdische Gemeinde muss antisemitische Anträge der Partei die Rechte ertragen.

Angesichts des ISIS-Terrors in Syrien und im Irak sind solche Töne unerträglich und beschädigen den Ruf der Gesellschaft. Und sie spalten sie auch und Sorgen für Angst und Entsetzen bei den Betroffenen Religionsgemeinschaften.

Juden leben seit über 2000 Jahren in Deutschland und sind genauso Deutsche wie wir  auch, wer dies nicht anerkennt der vergißt dass wir schon immer ein multiethnisches und multireligiöses Volk waren. Von den Zeiten der Römer und Germanen bis heute. Sie wie auch die Muslime prägen und bereichern unsere Kultur und Gesellschaft. Sie sind deutsche Bürger wie wir auch und das Darf Nie wieder in Frage gestellt werden.

Und ich  bin dankbar das Bürgermeister Sierau und der Dortmunder Rat zu allen Dortmunder Bürgern stehen und alle rechtlichen Mittel nutzen um dem Spuk in unserer Stadt ein Ende zu machen. Und darauf  bin ich stolz das Dortmund so eine bunte und solidarische Stadt ist die eine Laute Minderheit nie Klein kriegen wird.

Homosexualität und altkatholische Kirche

Viele christliche Konfessionen grenzen Homosexuelle aktiv aus. In der altkaholischen Kirche, einer lieberalen katholischen Freikirche, ist dagegen die vollkommene Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen gegeben.

Die Segnung gleichgeschlechtlicher  Paare im Gottesdienst ist langjährige Praxis.

In vielen Gemeinden sind Homosexuelle akzeptierte Gemeindemitglieder und bekleiden auch wichtige Ämter in Gemeinde und Kirche.

Es gibt auch kaum moralische Gründe die Mitglieder und christlich getaufte Gäste von der Kommunion ausschließen.

Eine ehemalige Nachbarin von mir der ich das erzählte sagte, die verstoßen keinen. Und ich kann das nur bejahen. Zumindest nicht in der Form wie es in der römischen Kirche gängige Praxis ist. Dies gilt selbstverständlich auch für Geschiedene und Wiederverheiratete.