Was denke ich über Muslime

Der ISIS-Terror stößt mich wirklich ab und viele der Nachrichten aus dem nahen Osten finde ich erschreckend und verstörend.

Dennoch fühle ich mich in einem Stadtteil mit einem hohen Anteil von Muslimen wohl. Die meisten Muslime empfinde ich als freundliche Menschen. Auch weiss ich das ihre Religion einige Vorzüge genüber unserer hat. Ein Teil ist die praktizierte Nächstenliebe und Caritas die für den Islam typisch ist. Das Teilen mit den Armen gehört zu den Pflichten des Islam wie auch das fünfmalige täglich Gebet und die Pilgerreise nach Mekka.

Auch der Umgang mit psychisch Kranken und Alten ist respektvoller weil dies der Koran von gläubigen Muslimen einfordert.

Die Rolle der Frau im Islam sehe ich als schwierig an, dennoch kenne ich selbstbewußte muslimische Frauen mit Kopftuch. Ich weiss nicht ob man den Grad der Emanzipation immer am tragen des Kopftuches messen soll. Manchmal ist es auch die eigene, konservative religöse Überzeugung die Muslimas den Kopf bedecken läßt.

Die Sexualmoral der Muslime ist ähnlich rückschrittlich wie die der römischen Katholiken.

Mit einem Unterschied, als homosexuell gilt in der Regel nur der passive Partner. Auch die Homophobie vieler, aber nicht Aller Muslime, macht mir schon manchmal Sorgen. Ein Mann in arabsicher Kleidung hat schon mal vor mir in der Straßenbahn ausgespuckt, weil ich dort gestrickt habe. Doch sind Übergriffe tatsächlich selten. Und freche Kinder und Jugendliche muss ich auch aus anderen Gruppen fürchten.

Die Homophobie ist ein Erbe der europäischen Kolonisation. Der Koran äußert sich nur sehr vage zu dem Thema. Strafen gegen Homosexuelle wurden weit in´s 20 Jahrhundert nicht gegen Homosexuelle verhängt. Die Strafbarkeit für männliche Homosexualität wurde in Deutschland Stufenweise abgeschafft mit einer Straffreiheit für Erwachsene Partner 1969. Einige Koranstellen versprechen dem frommen Muslim auch nicht nur 70 Jungfrauen sondern auch 70 Jünglinge.

Homoerotik ist ein großes Thema in islamischen Ländern weil es dort durch die strikte Geschlechtertrennung eine Art von Zwangshomosexualität gibt. Und die Türkei war einmal berühmt für männliche Tänzer die in Frauenkleidung sogar vor dem Sultan auftraten, da es Frauen verboten war dies öffentlich gegen Geld zu tun.

Den aufkeimenden Salafismus kann ich auch nicht erklären. Für mich erinnert das alles an die  Nazidiktatur bei uns in  Deutschland. Alles was menschlich ist wird von den selbst ernannten Gotteskriegern zerstört. Sie kennen keine Werte und ich halte sie in dem Sinne auch nicht für gute Muslime.

Ein Grund dafür kann die jahrunderte lange Kolonialisierung islamischer Länder durch europäische Staaten wie Frankreich und Großbrittanien sein. Ich glaube schon dass dies die islamischen Staaten um Jahrhunderte zurückgeworfen hat. Es gibt gute Beispiele für islamische Staaten in denen die Trennung von Staat und Religion in der Verfassung verankert ist. Ein Beispiel ist die Türkei.

Dieser Blogartikel klingt einigen Lesern unter Ihnen vielleicht zu verständnisvoll. Ich bemühe mich immer ein Thema ganzheitlich zu betrachten. Die Antwort mit Gewalt auf den Terror der ISIS heiße ich gut, da es hier im Verbrechen gegen die Menschlichkeit geht und nicht um Religion. Ich bin auch den Allierten dankbar dass sie uns damals von der Nazi-Diktatur befreit hat die hier alles zu verschlingen drohte. Dennoch müssen wir vorsichtig sein wenn wir vom Islam sprechen. Er hat viele Strömungen und es gibt sehr liberale Muslime wie etwa die kurdischen Aleviten. Glauben heißt für mich nie wissen, auch ich als altkatholischer Christ glaube nur und weiß nicht was Gott von mir verlangt. Deswegen versuche ich vorsichtig zu sein wenn es um Urteile über Andersgläubige geht.

Und das wünsche ich mir von Allen Menschen die über andere Urteilen das alle Aspekte betrachtet werden und nicht nur einige Teile die in das eigene Weltbild passt.

Advertisements

Tagträumer und Streitkultur

Da durch dass ich ADHS vom vorwiegend unaufmerksamen Typus habe, leide ich besonders unter Konflikten mi t anderen Menschen.

Das liegt u. a. das ich in Streitgesprächen mich häufig unterlegen fühle oder manchmal überreagiere weil dann mein starker Gerechtigkeitssinn an Boden gewinnt.

Mir fällt es schwer in Streitgesprächen schnell zu antworten. Das gleiche gilt aber auch für Albereien, denn ein lockerer Spruch kommt mir nicht so schnell über die Lippen.

Ich kann zwar Themen hoch intellektuell behandeln und habe auch ein gutes Langzeitgedächtnis nur  die Spontanität ist für mich eine  Herausforderung.Ich denke dass ich dadurch sehr spröde und eher defensiv auf andere wirke.

Konflikte trage ich lieber schriftlich per Brief oder Mails aus. Das kann als soziale Ängstlichkeit gedeutet werden ist aber eher ein Selbstschutzmechanismus um nicht argumentativ überrollt zu werden.

Durch die Medikation mit Strattera scheint dies sogar etwas besser geworden zu sein.

So das da auch Medikamente helfen.

Altkatholische Kirche und Sexualmoral

Die altkatholische Kirche ist eine, kleine reformierte und vor allem liberale katholische Konfession. In Deutschland hat sie sich 1871 von der römischen Kirche gelöst, weil sie das Dogma der Unfehlbarkeit des Pabstes nicht anerkannte.

In Fragen der Sexualmoral ist sie sehr modern. Es gibt kein Pflichtzölibat für die Priester, Frauenordination und keinen Ausschluß von Geschiedenen und Wiederverheirateten von der Eucharestie.

Sogar die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren ist seit  vielen Jahren in den Gemeinden gängige Praxis.

Die Kirche wird häufig mit der römischen Großkirche in Verbindung gebracht und häufig gibt es auch die Vorstellungen dass die altkatholische ein besonders konservativer Zweig der römischen ist.

Altkatholisch heißt sie weil sie nur die alten Dogmen anerkannt wozu auch die jungefräuliche Geburt Mariens ebenfalls nicht gehört.

Die Kirche ist sehr klein.Die Dortmunder Gemeinde die für den ganzen Regierungsbezirk Arnsberg zuständig ist und noch einen Gottesdienstort in Hagen unterhält, hat nur 230 Mitglieder wovon  etwa ein Drittel aktive Mitglieder sind.

Ihren Schwerpunkt hat die Kirche im Süddeutschen Raum und in Nordrhein-Westfalen.

Der Bischofssitz ist Bonn wo auch die  Namen Jesu Kathedrale sich befindet.

Alle Gemeinden freuen sich über neue Mitglieder. Die Atmosphäre in der Kirche ist sehr familiär und am Anfang auch etwas irritierend persönlich. Doch dies gehört auch zu den Stärken dieser kleinen religiösen Gemeinschaft die es wert ist stärker wahrgenommen zu werden.

Dortmund ist eine tolerante und weltoffene Stadt

Auswärtige die meinen Blog lesen, könnten meinen das Dortmund eine besonders intoleranter Ort ist, insbesondere für Einwanderer, Asylsuchende und Andersgläubige.

Ich muss zugeben dass es einige populistische Auswüchse unter Dortmunder Lokalpolitkern angeht insbesondere was Muslime aber auch die Armutseinwanderung vom Balkan angeht.

Es hat sich allerdings in letzter Zeit einiges getan. Am letzten Wochende gab es ein sehr gut besuchtes Roma Kulturfestival  an verschiedenen Orten in der Dortmunder Nordstadt.

Auch wird die aufsuchende Sozialarbeit für diese Gruppe verstärkt. Mittel aus dem Europäischen Sozialfond wurden dafür genehmigt. Die Dortmunder Fachhochschule hat einen speziellen Studiengang eingerichtet der Sozialarbeiter speziell für den Umgang mit Migranten Qualifiziert.

Gerda Horitzky, eine sehr stark islamfeindlich eingestellte Lokalpolitikerin aus der  Bezirksvertretung Nord wurde durch Abwahl ihres Amtes enthoben.

Auch anderen Randgruppen wie etwa den Homosexuellen ist die Stadtregierung gegenüber tolerant und aufgeschlossen. Es wurde eine spezielle Stelle bei der Stadt eingerichtet die den Kontakt mir der  Szene pflegt. Der sogenannte Runde Tisch hat viele wichtige emanzipative Projekte in der Stadt angestoßen. Unter anderem ist dies   ein schwul/lesbischer Jugendtreff im Jugendzentrum Fritz-Henßler-Haus der durch zwei fachkundige Sozialarbeiter/pädagogen betreut wird, und das Gesundheitszentrum für schwule Männer „Pudelwohl“ das Ansprechparnter zu allen gesundheitlichen Fragen zum Thema Homosexualität ist.

Dortmund galt schon immer als besonders tolerante Stadt. Nur der Zeitgeist der letzten Jahre wurde hier in   ganz Deutschland sehr konservativ. Von dieser Bewegung ist Dortmund nicht ausgeschlossen. Ein gutes Zeichen für Toleranz ist auch die hohe Anzahl von Künstlern die sich hier in einigen problematischen Stadtteilen ansiedeln. Dies spricht zumindest für einen gewissen Grad an kultureller Toleranz und Offenheit auch in einer typischen ehemaligen Arbeiterstadt wie Dortmund es ist. Also doch alles nicht so schlecht wie es vorher klang.

Wie ist Dortmund so als Stadt?

Dortmund eine Großstadt mit Fast 580 000 Einwohnern gilt häufig als triste Industriestadt und wird am ehesten noch mit Fußball und Exportbier in Verbindung gebracht. Auch die sozialen Verwerfungen die der industrielle Strukturwandel mit sich bringt wird in der Öffentlichkeit noch wahrgenommen und natürlich auch die Probleme mit Armutszuwanderung und Arbeitslosigkeit.Das ist ein Teil der Wahrheit. Dortmund ist eine sehr vielschichtige Stadt mit Schwächen, Stärken und Chancen.

Die Stadt ist vor allem auch geteilt, in einen deindustiralisierten armen Norden und einen wohlhabenderen Süden.Wobei der Norden auch sehr unterschiedlich ist. Das Dorf Brechten gilt als begehrte Wohnlage und die Dortmunder Nordstadt entwickelt sich zu  einer positiven Version von Berlin Kreuzberg in Westfalen. Die Nordstadt ist multikulturell in vielerlei Hinsicht. Hier wohnen vor allem Einwanderer, aber auch Deutsche die die Kulturelle Vielfalt und die zahlreichen Kulturinstitutionen des Stadtteils anziehen.Künstler und Studenten wählen sehr häufig diesen Stadtteil als Wohnort weil das gentrifizierte Kreuzviertel im Dortmunder Süden ihnen zu teuer ist.

Die TU Dortmund hat ein gutes Renomee. Neulich habe ich noch gehört dass sie auch bei Asiaten als Studienort beliebt ist. Auch die Sozial- und Kulturwissenschaften sind dort gut vertreten.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt geht hin zu Higtech wie Informatik, Mikrosystemtechnik und Logistik. Doch noch hat die Stadt die Verluste aus der Stahl- und Kohlekrise nicht ganz aufgeholt. Und der Industrieanteil an der Dortmunder Beschäftigung liegt nur bei ungefähr 10 Prozent.

Neue Arbeitsplätze entstehen überwiegend im Dienstleitstungssektor. Dortmund ist gerade als Handelsstadt und in der Versicherungswirtschaft gut aufgestellt.

Kulturell hat sich einiges in den letzten  Jahren getan. Wie etwa die Umwandlung des alten Braureigebäudes der Unionbraurei in ein Museums- und Kulturzentrum. Der Bau des  Dortmunder Konzerthauses wurde durch eine Bürgerstiftung finanziert. Hier hat die klassische Musik mit der Philharmonie für Westfalen seinen Ankerpunkt.

Wer Off-Theater mag wird hier Festivals und Bühnen finden wie etwa das Depottheater oder das Fletch Bizzel.

Ist Dortmund eine schöne Stadt. An einigen Stellen sicher. Die historischen Stadtkirchen mit ihren mittelalterlichen Altarbildern und auch einige andere neue Gebäude wie die Stadt und Landesbibliothek oder die Oper sind durchaus gute Beispiele für gelungene Architektur. Aber was den Bahnhof angeht oder auch den nördlichen Teil der Innenstadt angeht ist dort noch Renovierungsbedarf vorhanden.

Dortmund ist eine vielfältige Stadt auch mit krassen Gegensätzen. Das kann man mögen oder nicht. Dies macht die Stadt auch spannend und sie hat durchaus Potentiale was sogar dafür sorgt dass die Einwohnerzahl leicht gewachsen ist.

Dortmund ist kein Heidelberg an der Emscher und auch kein westfälische Stuttgart. Dafür ist die Stadt im Wandel und erfindet sich ganz neu. Und dieser Wandel kann beispielhaft für andere Regionen sein die ihre Industrielle Geschichte hinter sich lassen müssen.

Und Dortmund ist grün, und das fast auf 50 Prozent seiner Fläche wo von auch ein stattlicher Teil  Wald ist. Dortmund ist vieles vor allem aber auch anders und mehr als Sie vielleicht denken.

Griechischer Bergtee bei ADHS, Ängsten und Depressionen

Griechischer Bergtee gilbt als gutes naturheilkundliches Heilmittel. Das Wirkspektrum ist sehr groß und reicht von Hilfe bei der Wundheilung, bei Erkältungen als auch als Wirkstoff bei psychischen Erkrankungen wie Ängste, Depressionen und ADHS.

Ich habe diesen Tee zusätzlich zu einer Behandlung mit dem ADHS-Medikament Stratterra eingenommen. Jeden Abend über zwei Wochen habe ich einen Liter Tee getrunken.

Er schmeckt sehr gut, allerdings hat sich die Wirkung mit Strattera dramatisch addiert so dass ich manische Episoden bekam. Mittlerweile ist Strattera so gut bei mir eingestellt das die Wirkung dieses Medikaments gegen die ADHS Symptome vollkommen reicht.

Ich würde raten naturheilkundliche und chemische Psychomarmaka nur unter Apsrache mit dem behandelnden Arzt zu kombinieren. Ansonsten ist Griechischer Bergtee nebenwirkunksarm. Bei ernsten psychischen Beschwerden würde ich aber immer einen Facharzt zu rate ziehen der vielleicht auch Erfahrungen mit  Naturheilkunde hat um den Tee auszuprobieren. Bei starken Beschwerden würde ich davon abraten diese Eigenstädnig zu behandeln. Bei mir war das Risiko gering ich habe ADHS vom unaufmerksamen Typus und auch zur Vorbeugung von Demenz oder bei einer Demenzerkrankung kann dieses Hausmittel gut helfen. Aber ich würde trotzdem dies mit dem Arzt besprechen.

Ansonsten sehe ich dieses Mittel durchaus positiv und würde dazu raten dies auszuprobieren.

Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung von Minderheiten

Die unterschwellige Fremdenfeindlichkeit in unserer Stadt ist beschähmend. Egal ob es um der Umgang mit Muslimen oder Armutszuwandern wie den Roma vom Balkan geht.

Es ist beschähmend wie man mit den Straßenprostituierten vorgangen ist, sie ohne Schutz und Hilfe vor gewaltätigen Freiern überläßt und sie noch mit Willkür durch die staatlichen Ordnungsbehörden bedroht.

Es ist beschähmend das Alkoholkranke Menschen aus dem Stadtbild verdrängt werden sollen.

Und dies aus Profitgier und übelster Vorurteile und fehlenden Mitgefühl.

Es ist beschähmend dass Demokraten, die Nazis den Platz in der Öffentlichkeit verwehren, von der Staatsanwaltschaft bedroht werden. In was für einer Stadt wollen wir eigentlich Leben?

In was für  einem Staat wollen wir Leben? Diese Menschen sind Sündenböcke für eine verfehlte Politik die getrieben ist von Gier und Dummheit.

Selbstverständlich braucht jeder ein Smartphone, auch aus ausbeuterischer Fertigung. Doch die Folgen davon tragen sollen die Anderen.

So funktioniert das Leben nicht. Wir sind eine Welt und Gott hat uns alle nach seinem Ebenbild geschaffen.

Warum sind solche simplen Tatsachen so schwer verständlich.

Ich habe gerade eine Doku im WDR Fernsehen gesehen wie ein  ganzes norditalienisches Dorf eine Gruppe von 72 jüdischen Kindern während des 2. Weltkriegs versteckt hat. Ich bin immer noch zutiefst berührt über den Mut den diese Menschen hatten. Mich erschreckt und verstört es dass es immer noch  Mut braucht gegen Nazis zu sein.

Wie beschämend ich es fand als Ulrich Sierau, unserer Bürgermeister während der Anti-Nazi-Demo während des Dortmunder Christopher Street Days in Dortmund sich verhielt wie im Wahlkampf. Herr Sierau seinen sie einfach mal nur Mensch und nicht nur Politiker.

Wie konnten Sie Ihre Parteifreundin Marita Hetmeier so offen gegen Minderheiten in der Nordstadt hetzen lassen.

Ist es so einfach den Menschen nur nach dem Mund zu reden.

Das frustriert mich zutiefst an dieser Stadt. Es tröstet mich  auch die Solidarität auf den zahlreichen Anti-Nazi Demos.

Es muss auch aufgepasst werden das Stammtischparolen der Nährboden für Nazis sind. Und ich höre sie viel zu häufig. Am Tisch beim Gemeindecafe, unter schwulen Freunden in der Straßenbahn. Es wiedert mich förmlich an.

Als wäre Dortmund nur ein Haufen von Spießern und Proleten. Klar bin ich jetzt emotionalisiert. Aber die Häufigkeit solcher Stammtischparolen stößt mir schon Übel auf.

Und das Verhalten der Polizei gegenüber den Schützern des Dortmunder Rathauses ist indiskutabel.

Und Gerda Horitzky ist dafür Bekannt das sie antimuslimisch und fremdenfeindlich eingestellt ist. Meine verstorbene Schwiegermutter, die als Meisterin bei einem türkischen Friseursalon angestellt war, hat sich lange  genug mit ihr gestritten.

Das ist alles eine Schande für eine Stadt und diese Wahrheit muss man schon noch aussprechen können. Bei allem  Lokalpatriotismus aber irgendwann verliert man wirklich die Geduld mit der Führungselite unserer Stadt. Genug ist genug.

Ich hoffe das wird auch bald verstanden oder müssen erst wieder neue NS-Morde passieren?

Kriminelle Ausländer

Ich wohne in der Dortmunder Nordstadt und hier wohnen viele Einwanderer. Ich benutze nicht gerne den Begriff ausländische Mitbürger oder Migranten weil ich Einwanderer besser finde.

Was mich stört das bei meinen Freunden aus der übrigen Stadt Einwanderer häufig als kriminell gelten genauso wie Bulgarinnen als Prostituierte.

Sicher gibt es Delikte bei denen Einwanderer häufiger vertreten sind, doch finde ich das unfair eine ganze Gruppe unter Generalverdacht zu stellen.

In meinem  Stadtteil gibt es sehr viele hart arbeitende Menschen. Wenn ich nur an die kleinen Handwersbetriebe oder Tante Ayshe Läden denke, die von Familien betrieben werden. Und mit wie viel Charme Gemüse oder Haushaltswaren verkauft werden, dann bestürzt es mich wie unfair das ist von diesen Menschen so zu reden.

Auch beim Thema Islambashing bin ich vorsichtig. Viele Muslime sind sehr unpolitisch und sind eher Kulturmuslime die zwar die Moschee besuchen, und die religösen Feste feiern, aber ansonsten sich kaum von anderen deutschen Staatsbürgern zu unterscheinden sind, wie Katholiken oder evangelische Christen auch.

In Dortmund klappt Integration auch besser als in anderen Städten weil es genügend Hilfseinrichtungen für Einwanderer gibt die ihnen  Orintierung bieten.

Das wir eine ganze Generation von Einwandererkindern sozial abgehängt haben ist auch eher der Nährboden für extremistische Einstellungen. Und daran ist eher die Globalisierung und der Zusammenbruch der Montanindustrie schuld als Einwanderer oder Deutsche mit ausländischen Wurzeln.

Der Salafismus ist in Dortmund weniger stark verbreitet als in anderen Städten. Es gibt zwar Burkaträgerinnen und auch Männer die arabsiche Kleidung und lange Bärte tragen, doch fallen sie immer noch als besonders auf und sind in der Minderheit. Konservative Muslime gibt es allerdings einige.

Das die Menschen in Deutschland vermehrt konservative Einstellungen haben gilt nicht  nur für diese Gruppe. Es sind in der Regel die Menschen die die Verlierer in unserer Gesellschaft sind oder sich manchmal auch  nur dafür halten.

Toleranz von Seiten der Muslime erlebe ich häufiger im Alltag. Die türkischen Juweliere verkaufen auch christliche oder auch jüdische Schmuckstücke. Vor Weihnachten verkauft unserer türkischer Metzger sogar Babyputen für seine christliche Kundschaft.

Reibereien und kulturelle Konflikte kommen vor, aber sie sind nicht prägend für den Stadtteil. Häufig ist auch die Einstellung einiger Lokalpolitiker, wie etwa Gerda Horitzky sehr intolerant bis hin zu Fremdenfeindlich.

Ich will nicht leugnen das es in der  Nordstadt relativ viel Kriminialität gibt. Doch ist sie nicht an der Tagesordnung. Ich wurde zwei mal in meinem Leben fast ausgeraubt einmal davon am  Bahnhof des Idyllischen Städtchens Lünen.

Das Nordstadtbashing ist hochgradig unfair. Und meistens wird es von Menschen betrieben die hier noch nie waren.

Neben dem multikulturellen Flair wie etwa in den Geschäften der Einwanderer ist auch die Kulturszene hier sehr lebhaft.

Wessen kultureller Horizont beim Lesen der Bildzeitung oder dem Besuch eines BVB-Spiels aufhört wird sich nicht hier wohl fühlen. Und wer Gartenvorstadt Idylle sucht wird sie hier auch nur kaum finden. Das ist vielleicht jetzt etwas plakativ doch habe ich häufig den Eindruck das viele Menschen beim Thema Nordstadt ihr  Niveau senken und uralte Vorurteile hervorkramen.

Rotes Rhodeländer Huhn – legt gut und zwar lange

In diesen Tagen habe ich etwas über das rote Rhodeländer Huhn gelesen, dass ich intressant fand. So sollen diese relativ großen Zweinnutzungshühner ähnlich wie die nordwestdeutschen Sprenkelhuhnrassen, lange sehr viele Eier legen. Die Rede war von 200 Eiern über mehrere Jahre. Dies ist praktisch weil sie nicht nach 2 oder 3 Jahren in den Suppentopf wandern müssen.

Ich erinnere mich noch an die imposanten Hähne aus meiner Kindheit in Ostpreußen. Wir hielten damals auch Rhodeländer Hühner zur Selbstversorgung.

Diese Hühner sind etwas größer als gewöhnliche Legehühner. Hennen wiegen bis zu 3 und Hähne bis zu 4 Kilogramm.

Die Legeleistung kann teilweise auch bis zu 280 Eiern im  Jahr betragen. Vom Temperament her sind sie ruhig und flugfaul.

Sie werden wohl schnell zutraulich und eine Zwergrasse mit ähnlichen Leistungen gibt es wohl auch.

Ich fand das sehr intressant weil diese Rasse sehr häufig ist. Die Gefiederfarbe ist Karmesinrot. Wir kannten sie im damaligen Polen auch nur unter den Namen „Karmasin“.

Zur Straßenprostitution in Dortmund

Dortmund war einmal eine vorbildliche Stadt was den Umgang mit dem Thema Prostititution angeht. Das Vertrauensverhältniß zwischen Polizei und Prostituierten war gut. Für die Straßenprostituierten wurde ein geschützter Bereich mit sog. Verrichtungsboxen eingerichtet, in denen die Frauen geschützt vor Blicken und auch vor handgreiflichen Freiern, arbeiten konnten. In den Boxen waren Notrufknöpfe eingerichtet die die Frauen zur ihrem Schutz gegen Übergriffe durch Freier nutzen konnten.

Durch den Zuzug von weiblichen Armutsflüchtlingen vom Balkan nahm die Anzahl der Prostituierten auf diesem geschaffenen öffentlichen Straßenstrich zu. Das führte zu Konflikten mit Anwohnern und Geschäftsleuten. Diese Tatsache wurde teilweise populistisch von einer SPD Politikerin aufgegriffen um den Straßenstrich dort schließen zu lassen. Die Folge ist, dass die Straßenprostitution sich in die Cafes verlagert  hat und es illegal stehende Frauen in der Nordstadt gibt.

Die soziale Lage der betroffenen Frauen hat sich dadurch dramatisch verschlechtert. Für aufsuchende Sozialarbeit sind diese Frauen nur noch schwer zu erreichen. Die Sicherheitslage der Frauen hat sich ebenfalls verschlechter. Dies hatte auch zur Folge dass eine dieser Frauen von einem ihrer Freier in einer Wohnung an der Malinkrodtstraße gestürzt wurde. Sie ist jetzt schwerbehindert und hat nur knapp diesen Übergriff überlebt.

Kober eine Hilfseinrichtung für Straßenprostituierte bekommt keine städtischen Mittel mehr. Kober macht weiter und unterstützt mit knappen Mitteln vom Land diese Frauen u. a. auch mit Lebensmitteln. Meine Meinung zu diesem Thema ist das nicht die Frauen und Ihre Arbeit eine Schande darstellen sondern der Umgang mit Ihnen. Außerdem wünsche ich mir eine Gesellschaft wo keiner aus bloßer Armut gezwungen ist seinen Körper zu verkaufen.

Politik muss Beides liefern. Sozialarbeit und die  Hilfe zur Integration aber auch Schutz vor Willkür und auch Gewalt von Seiten der staatlichen Stellen wie etwa Polizei und Ordnungsamt als auch von gewalttätigen Freiern. Dies war auf dem Straßenstrich der Fall.

Hier werden menschliche Grundrechte mit Füßen getreten und Menschen Aufgrund ihrer Armut diskriminiert und sicher auch ausgebeutet. Doch ist Prostitution nicht illegal – und an diesem Besipiel wird auch deutlich wie schwer es ist so ein Verbot umzusetzen. Ähnlich wie bei der Prohibition, also dem Verbot von Alkohol, ist ein Verbot der Prostitution das falsche Mittel.

Hier wird nur der Menschenhandel und illegale Strukturen begünstigt und das ist Frau Dr. Hetmeier von der SPD warhaft gut gelungen. Von den körperlichen Schäden der Frauen durch gewalttätige Täter ganz zu  schweigen. Es ist gut wenn Prostitution in öffentlichen Räumen stattfindet, der Jugendschutz war durch die Verrichtungsboxen gewährleistet. Öffentlichkeit bringt Sicherheit und das Verborgene ist immer der Hort des Kriminellen.

Leider wurden hier gute Lösungen und Ansätze nicht weiterverfolgt oder durch Anpassungen an die neue Situationn modifiziert. Und dies anscheinend teilweise auch aus ganz eigenen finanziellen Intressen wie die eines Immobilienmaklers wie bei der SPD Politikerin Marita Hetmeier. Das ist beschämend für die SPD die doch ein Anwalt für die kleinen Leute sein sollte. Anscheinend gehören Prostituierte nicht dazu. Für mich ist das ein Verrat an den Grundlegenden Prinzipien dieser Partei. Daher ist sie für mich auch auf lokaler Ebene nicht mehr wählbar. Denn einem Verwaltungsgerichtsbeschluß zur Wiedereinrichtung eines Straßenstrichs ist die Stadt bisher nicht nachgekommen.