Nazidemo in Dortmund

Gestern war parallel zur Nazidemo, Christopher Street Day der queeren community Dortmunds. Slado der Dachverband der schwulen, lesbischen und transidenten Vereine hat zusammen mit dem Bündnis gegen Rechts eine Kundgebung in der Nähe des geplanten Demonstrationsortes der Neonazis abgehalten. Eingestimmt wurden die Teilnehmer mit Musik von Ephraim Levi, einem jüdischen Rocksänger aus Essen. Auf der Kundgebung war dann das türkisch/deutsche Duo „Merhaba“ um die türkischstämmige Sängerin Sevgi Kahrman, zu hören. Unter den Rednern waren der Superintendent der evangelischen Kirche, der Bürgermeister Ulrich Sierau und einige Vertreter von Linken oder sozialdmokratischen Organisationen.

Der Demozug der Neonazis wurde  durch mehrheitlich Linke-Jugendliche von BlockaDo aufgehalten und erfolgreich blockiert. Die Polizei ließ die Blockierer gewähren. Die Rechten waren gezwungen eine Standkundgebung auf der Kampstraße abzuhalten und waren von Polizeikräften eingekreist. Eine weitere Blockade von Antifa-BVB-Fans hielt sie  auch noch zwischendurch auf.

Eine weitere Kundgebung an einer von Linken besetzten Kirche verlief auch als Niederlage für die Neonazis. Linke Blockierer und Polizei schützten das Gebäude. Während des Geschehens wurden die rechten Demonstranten noch von mehrheitlich ausländischen Bewohnern der Straße „veräppelt“ was schon comedyhafte Züge hatte. Auch wurden die Linken Beschützer der Kirche mit Applaus begrüßt.

Irgendwie kann ich das alles gar nicht glauben. Ist das wirklich die Stadt in dem eine Kopftuchdebatte wichtiger ist als etwa der Mietwucher in Matratzenlagern in denen Zuwanderer aus dem Balkan leben.

Das ist auch Dortmund und es ist die Beste Seite der Stadt die sich bei dem Wiederstand gegen die rechten Spinner gezeigt hat.

Wir Dortmunder können Stolz darauf sein dass wir den  Nazis die Suppe versalzen haben und das ist besser gelungen als ich erwartet habe.

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2 Gedanken zu “Nazidemo in Dortmund

    • Danke für den Hinweis. Sevgi Kahraman kenn ich auch noch aus meiner Zeit als ich in Lünen gelebt habe. Ich verwechsel wohl den Namen mit einer alten Kollegin von mir die hieß „Karaduman“.

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