Wußtet Ihr dass es in Dortmund…

eine selbstständig fahrende „Schwebebahn“ gibt die die den Nord- mit dem Südcampus der Technsichen Universität   verbindet

der Dortmunder Hafen der größte Kanalhafen Europas ist

der Westfalenpark in Dortmund eines der größten Rosarien Deutschlands beinhaltet

die Dortmunder Nordstadt das größte Altbaugebiet mit zahlreichen Gründerzeithäusern im Ruhrgebiet wenn nicht sogar NRW´s ist

die Marienkirche am Dortmunder Westenhellweg den Marienaltar von Conrad von Soest beherbergt, eines der wichtigsten mittelalterlichen Maler Nordwestdeutschlands

das der größte vergoldete Antwerpener Schnitzaltar in der Dortmunder Petrikirche steht

Nein? Dann habt ihr etwas verpasst!!!

Nazidemo in Dortmund

Gestern war parallel zur Nazidemo, Christopher Street Day der queeren community Dortmunds. Slado der Dachverband der schwulen, lesbischen und transidenten Vereine hat zusammen mit dem Bündnis gegen Rechts eine Kundgebung in der Nähe des geplanten Demonstrationsortes der Neonazis abgehalten. Eingestimmt wurden die Teilnehmer mit Musik von Ephraim Levi, einem jüdischen Rocksänger aus Essen. Auf der Kundgebung war dann das türkisch/deutsche Duo „Merhaba“ um die türkischstämmige Sängerin Sevgi Kahrman, zu hören. Unter den Rednern waren der Superintendent der evangelischen Kirche, der Bürgermeister Ulrich Sierau und einige Vertreter von Linken oder sozialdmokratischen Organisationen.

Der Demozug der Neonazis wurde  durch mehrheitlich Linke-Jugendliche von BlockaDo aufgehalten und erfolgreich blockiert. Die Polizei ließ die Blockierer gewähren. Die Rechten waren gezwungen eine Standkundgebung auf der Kampstraße abzuhalten und waren von Polizeikräften eingekreist. Eine weitere Blockade von Antifa-BVB-Fans hielt sie  auch noch zwischendurch auf.

Eine weitere Kundgebung an einer von Linken besetzten Kirche verlief auch als Niederlage für die Neonazis. Linke Blockierer und Polizei schützten das Gebäude. Während des Geschehens wurden die rechten Demonstranten noch von mehrheitlich ausländischen Bewohnern der Straße „veräppelt“ was schon comedyhafte Züge hatte. Auch wurden die Linken Beschützer der Kirche mit Applaus begrüßt.

Irgendwie kann ich das alles gar nicht glauben. Ist das wirklich die Stadt in dem eine Kopftuchdebatte wichtiger ist als etwa der Mietwucher in Matratzenlagern in denen Zuwanderer aus dem Balkan leben.

Das ist auch Dortmund und es ist die Beste Seite der Stadt die sich bei dem Wiederstand gegen die rechten Spinner gezeigt hat.

Wir Dortmunder können Stolz darauf sein dass wir den  Nazis die Suppe versalzen haben und das ist besser gelungen als ich erwartet habe.

Humor gegen Nazis

Liebe Leute!

In Dortmund demonstrieren wieder am Samstag die Neonazis. Ich finde das dies eine sehr ernste Geschichte ist.

Aber Humor ist wenn man trotzdem lacht. Und in letzter Zeit gab es politisch nich viel zu lachen in  unserer Stadt.

Ich  möchte Euch bitten Eure besten Anti Nazi Sprüche hier kund zu geben.

Ich lege auch bewußt einen Vor.

Neonazis sind im Prinzip auch Menschen – nur sie verhalten sie sich nicht so!!!!

Ich freue mich über jeden sinnvollen Beitrag der erheiternd ist. Das haben wir hier wirklich verdient.

Liebe Grüße an Euch da Draußen und haut kräftig in die Tasten !!!

Kurzwaren in Dortmund günstig kaufen

Mir ist aufgefallen, dass man Kurzwaren wie Knöpfe, Zwirn, Nadeln und Ähnliches  zum  Handarbeiten sehr günstig in dem großen türkischen Haushaltswarenladen“New Star“ an der Münsterstaße kaufen kann. Der  Laden liegt   direkt am Platz vor der Kirche auf der rechten Seite wenn man vom Bahnhof kommt.

Unter anderem kosten dort Knöpfe die man für eine Strickjacke verwenden kann nur 70 Cent das Stück. Bei Karstadt kosten ähnliche Knöpfe fast 2 Euro.

Auch Gardinen sind dort super günstig und schön. Auch das Nähen lassen ist dort günstig.

Da ich einige Leute kenne die Handarbeiten und immer berichten das Knöpfe teuer sind wollte ich Euch das mitteilen.

Viel Spass beim shoppen auf Dortmunds aufregendsten Pflaster.

Schöne schwule Männer

Schwule Männer gelten als schön. Tatsächlich wird man dieses Klischee beim Gang in eine schwule Diskothek bestättigt finden.

Schwule Männer sehen sich unter einem großen Druck gut auszuschauen. Sie sind natürlich nicht von Natur aus Alle schön.

Es wird nachgeholfen mit allem was Kosmetik und Fitnessindustrie hergeben. Viele schwule Männer haben es auch schwer alt zu werden. Dreißig gilt schon als alt in der Subkultur und mit 40 gilt man als Greis.

Dies hat Folgen – auch psychische! 50 Prozent der Schwulen gehen nicht gerne in die  Subkultur weil sie dort wegen ihres Aussehens ausgegrenzt werden. Im Zeitalter des Internets auch bei gayromeo und auf facebook.

Es gibt allerdings auch Gegenbewegungen aus der Alternativ und Undergroundkultur. Butt z. B. das schwule Avangardemagazin aus den Niederlanden zeigt bewußt auch Aktfotos von „durchschnittlichen“ Schwulen Männern. Daruner auch Promis wie etwa Michael Stipe Leadsänger von REM.

Die heterosexuelle Hypsterszene und ihre Modetrends finden auch Anhänger unter Schwulen. So dass der  Körperkult eher bei weniger gebildeten hedonistischen Schwulen noch hoch im Kurs ist. Doch ist das eher in den Metropolen der Fall und weniger in zweitrangigen Städten und Regionen wie dem Ruhrgebiet.

Seinen Ursprung hat dieser Körperkult u. a. auch in den USA in der sog. protestantischen Leistungserotik. Ein gestählter Körper erzählt von harter Arbeit und Askese, die für die evangelikalen Konfessionen der USA typisch sind,

Evangelikale Christen glauben dass sie bereits zu Lebzeiten für frommes Leben durch besonderen beruflichen und finanziellen Erfolg von Gott belohnt werden. Auch gebietet die Moral dieser Religion den Verzicht auch auf üppiges Essen.

Also kommt so Vieles an schlimmen Trends aus den USA.

Nur sind wir Mensch halt von Geburt verschieden. Der eine ist üppiger der andere neigt zur Schlankheit. Diese Moral ist im Grunde wieder die Natur. So wie wir Menschen von Geburt an verschieden sind, sind auch die Geschmäcker was die Figur des begehrten Geschlechts angeht. In der Schwulenszene ist auch die Leder- und Bärenszene ein guter Beweis für die Verschiedenartikeit der Geschmäcker. Aber nicht jeder üppige Mann oder auch seine Verehrer mögen Lederkleidung oderSM-Praktiken. Ich selber bin üppig und mein Mann war lange sehr hager und dennoch haben wir zueinander gefunden.

Ich möchte meine Leser auffordern tolerant zu sein und die, mit einer weniger im Mainstream begehrten Figur ermuntern selbstbewußt zu sein und schlagfertig. Wozu braucht man den einen Mann mit Waschbrettbauch, wo in jedem Haushalt es Waschmaschinen gibt ;-), ts ts.

Also Jungs laßt euch nicht ärgern und entmutigen. Und immer den Kopf hoch tragen damit man auch Euer sicher sympathisches Gesicht sieht.

Schwule und Lesben in der Provinz

Häufig frage ich mich ob das Leben für Schwule und Lesben in der Provinz tatsächlich so schlecht ist.

Klar brauchen wir unsere Treffpunkte und nicht nur die virtuelle Welt des Internets. Ich habe aber schon häufiger gehört das Schwule und auch Lesben auch gut  in kleineren Städten Leben können. Das Miteinander unter Schwulen und Lesben ist in der  Provinz besser.

In den Metropolen gibt es eine größere Anonymität und mehr Abwechslung beim Ausgehen. Ein Bekannter von mir der Schwule Beratung macht erwähnte es mehrmals das Schwule die Gruppen und Treffpunkte auf dem Lande besuchen von einem besseren Miteinander sprechen als dies in den Großstädten ist.

Sicher hat diese vermehrte Solidarität auch etwas mit vermehrter Ausgrenzung zu tun – doch scheint mir dass doch sympathischer zu sein als dieses ewige Konkurrenzdenken in den Metropolen.

Es kursieren auch immer wieder Geheimtipps in Kleinstädten wie etwa früher das Lokal „Treppchen“ in Lünen  oder das „Bistro zum Stadion“ in Bergkamen. Schwules und lesbisches Leben findet ja nicht nur in Köln oder Dortmund statt sondern Schwule und Lesben gibt es überall. Und auch außerhalb der Metropolen wächst die Toleranz gegnüber Schwulen und Lesben.

Und das ist ein gutes Gefühl.

Hühnerfutter aus Garten und Natur

Ich habe häufiger schon etwas über Hühnerhaltung gepostet. Heute will ich Euch einige nützliche Tipps geben die die Fütterung Eurer Hühner angeht.

Nicht nur Getreide und Fertigfutter aus dem Landhandel ist gut für Eure Hühner. Geeignet sind auch Gemüseabfälle gekocht und ungekocht.

Wertvolles Futter sind auch Sonnenblumenkerne und Ringelblumensamen. Getrocknete Brennesseln sind ein wertvolles Ergänzungsfutter für die Winterzeit.

Ich hoffe ihr könnt so Geld sparen und kammt dadurch leichter an biologisch einwandfreies Futter.

Es gibt sicher noch andere Pflanzen die man verfüttern kann aber die weiss ich nicht so aus dem Stehgreif.

Außerdem solltet ihr nicht zu viel Weizen verfüttern weil die Hühner dann nicht mehr so gut legen.

So das war es erst einmal zu dem Thema.

Visuelle Wahrnehmung und ADHS vom vorwiegend unaufmerksamen Typus

Seit einigen Wochen nehme ich Straterra ein ADHS Medikament ein das zur Gruppe der Neroadrenalinhemmer gehört.

Was ich feststellen konnte ist das die visuelle Wahrnehmung besser ist. Durch die Gabe des Medikaments erkenne ich Details und Zusammenhänge etwa in Bildern visuell besser, da  das gedankliche „Hintergrundrauschen“ nicht so stark ist.

Ich genieße das Total etwa Landschaftsaufnahmen im Internet zu berachten oder auch Kunst.

Das ist ein großer Zugewinn an Lebensqualität!!! Also wirkt  sich ADHS auch auf den Sehsinn aus.

Auf der Suche nach dem Paradies

Ich weiss nicht ob es typisch für ADHSler ist mit seinem Umfeld unzufrieden zu sein. Ich sehne mich schon lange danach dazuzugehören und angekommen zu sein. Ich denke dass ich auf viele verschroben und auch spröde wirke. Auch an diesem Blog merkt der Leser dass ich doch eher ein nachdenklicher Mensch bin.

Als Kind habe ich schon gerne Landkarten studiert und Reiseliteratur gelesen. Und als Erwachsener habe ich mich im Internet auf die Suche nach dem perfekten Lebensmittelpunkt gemacht.

Ich wohne gerne in der Stadt, aber Natur ist immer auch wichtig. Dann bin ich altkatholisch, eine Gemeinde muss es auch geben. Das kulturelle Angebot muss gut sein und es muss auch alternative Kneipen und Einrichtungen geben in dem ich als schwuler Mann nicht so schnell diskriminiert werde und wo ich genügend Inspiration und Unterhaltung finde.

Vieles wird mir schnell langweillig, so dass der Ort extrem schön und abweckslungsreich sein muss und daher nicht ganz klein sein darf. Die Stadt muss am Wasser liegen. An einem Fluss oder Kanal auf dem auch Schiffe fahren, weil  ich das gerne mag.Warum bleibe ich nicht in Dortmund wohnen?

Weil mir die Stadt manchmal regelrecht zum Halse heraushängt. Diese zerschnittenen Landschaften mit seinen fast an Unhöflichkeit grenzenden direkten Menschen.  Manchmal habe ich auch das Gefühl dass Dortmund abgeschnitten ist  von landesweiten Trends. Also das Stricken und selbermachen in Dortmund im Trend liegt davon merke ich nichts. Hier scheint dass immer noch eine Hausfrauenphänomen zu sein. Und dann das Stadtbild. Dortmund ist nicht so schlimm wie Köln doch fehlen doch die spektakulären Landmarken der Domstadt aus vergangenen Epochen. Dortmund ist unspektakulär und häufig auch ein wenig provinziell.

Manchmal denke ich dass Westfalen generell sehr weit am Rande liegt. Irgendwie dazwischen, zwischen den großen Hafenstädten des Nordens und den pulsierenden Wirtschaftszentren des Südens. Irgendwie klafft eine Lücke in unserem Land.

Klar gibt es auch Superlativen in Dortmund – aber sind sie wirklich so berauschend. Hat es nur mit meiner besonderen Art der Wahrnehmung zu tun? Sicher bin ich mir da nicht. Dortmund als Stadt zu lieben ist manchmal eine Herausforderung. Und ich wohne am Borsigplatz und sage etwas Ketzerisches. Auf die prolligen Fußballfans aus der nördlichen Hälfte der Stadt könnte ich verzichenten. Warum wird Dortmund wo anders nur auf Exportbier und Borussia reduziert?

Und muss man als Dortmunder Fußball mögen? Exportbier ist schon lecker und Fußball eine spannende Sache, aber muss es denn so fanatische Züge haben.

Klar Dortmund hat viele Seiten! Doch ist vieles an der Stadt nur ein Kompromiß. Und Weltoffenheit ist für Dortmunder eine zwiespältige Sache. Es gibt eine Stelle bei der Stadt die sich die ein Bindeglied zwischen der  queeren Szene und der Lokalpolitik herstellt, gleichzeitig wird die Straßenprostitution aus fadenscheinigen Gründen verboten und das tragen von Kopftüchern durch muslimische Frauen stark diskutiert. Wo bleibt da etwa die Gelassenheit der Rheinländer oder ihre Toleranz. Wir sind halt Westfalen und es reicht nicht das die meisten hier einen Migrationshintergrund haben damit wir versuchen zusammen zu leben als gegeneinander.

Ich denke schon dass da meine Wahrnehmung ganz richtig ist und Dortmund nicht das Köln Westfalens oder eine Ideenschmiede wie Jena in Thüringen ist.

Nur das es hier auch eine starke rechte Szene gibt verbindet uns mit der ostdeutschen Boomtown.

Das ist ein düsteres Bild das ich zeichne, dass sicher so nicht ganz stimmt. Mich stört allerdings schon dass wir immer versuchen unsere Gegend schön zu reden. Sie ist es hin und wieder aber die Probleme werden häufig auch herunter gespielt.

Niemand spricht etwa von den Profiteuren der Zuwanderung vom Balkan. Das müssen Journalisten von wo anders  tun. Und was tut unsere Stadtregierung heiße Luft von sich geben.

Dortmund hat gute Traditionen. Die der Kumpels aus dem Bergbau. Auf die alten Tugenden müssen wir uns besinnen wenn wir eine weltoffene Stadtgesellschaft sein wollen. Das heißt aber auch dass wir alle Probleme benennen und auch unbequeme Warheiten ertragen.

Dortmunds Menschen sind liebenswert und leistungsfähig. Und Dortmund war immer multikulturell, das vergessen wir zu schnell wenn wir an Zuwanderung denken.

Und ich finde es abartig dass sich die SPD durch die Schwusos auf dem CSD in einer Ausstellung feiern läßt aber sie gleichzeitig den eisernen Besen schwingt und gegen Straßenprostituierte und Alkoholkranke zu Felde zieht. Als wären dass keine Menschen.

Was ist aus der Stadt der kleinen Leute und Kumpels geworden? Diese Fragen darf und muss ich auch stellen. Und ich hoffe dass ich genug für Gesprächsstoff sorge.