Helfersyndrom oder Liebe als Orden

Wie Ihr liebe Follower festgestellt habt geht es in meinem Blog häufig um das Thema Toleranz. In meiner Lebensgeschichte war es immer wieder wichtig selber Toleranz zu erfahren. Ich erlaube es mir zu sagen dass ich selber auch ein großes Maß an Toleranz besitzte. Dies ist ein angeborener Persönlichkeitsanteil. Doch kenne ich auch Situationen wo dies auch neurotische Züge haben kann.

In der romantischen Liebe kannte ich das durchaus dass ich nicht verstanden habe dass man Liebe nicht so erwerben kann wie einen Orden.  Angagment und Verständniß und Identifikation mit dem Anderen, Opferbereitschaft die den Rahmen einer normalen Freunschaft sprengen veranlassen nicht unbedingt den Anderen auch dieses Gefühl zu erwiedern. Das ist mir lange schwer gefallen diese zu lernen. Helfersyndrom als neurotische Komponente definiert sich darüber dass man seinen Selbstwert durch das Helfen definiert. Bei mir ist das anders. Durch meine ADS-Erkrankung die angeboren ist habe ich viel ehrliches Mitgefühl dass manchmal auch normale Grenzen sprengt aber zu meiner Persönlichkeit gehört. Doch kommen romatnische Gefühle hinzu finde ich mich sehr schnell in einem Missverhältniss wieder. Ich führe mittlerweile eine gute und glückliche Beziehung mit meinem Lebenspartner und die Waage ist meistens ausgeglichen. Als Heranwachsender hatte ich da viele größere Probleme dies zu erkennen das Liebe nicht so verliehen wird wie ein Orden. Anerkennung ist auch nicht selbstverständlich aber häufig reicht mir auch das Gefühl die Welt weniger trostlos erscheinen zu lassen und sie in einen menschlicheren Platz zu verwandeln. Altruismus wird so häufig mit dem negativen Begriff Gutmenschentum belegt. Für mich sind Menschsein und Güte wichtige Werte die unsere Welt erst zivilisieren. Nur das Maß ist wichtig dabei. Das neue Testament der Bibel setzt die Grenze sehr klar. Jesus erhebt die Selbstliebe zum höchsten Gebot erst später fordert er die Nächstenliebe ein. Ohne Selbstliebe ist wirkliche Agape also helfende Liebe nicht möglich. Deswegen ist es wichtig auch sich selber nicht aus den   Augen zu verlieren.  Agape Liebe ist allerdings nie narzistisch. Sie handelt aus der Notwendigkeit heraus nicht wegen der zu erwartenden Anerkennung. Sie ist immer selbstlos darf aber das Selbst und seine Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren. Die unter Euch die Kinder haben werden auch das befriedigende Gefühl kennen, die ein lächeln spendet wenn das Kind getröstet ist. Das Kind macht keine großen Worte, es spielt wieder und lächelt. Auch wir brauchen manchmal dieses Gefühl des Trostes. Mich tröstet dass  Helfen häufig auch darüber hinweg wie Unvollkommen unsere Welt ist. Mit jedem Schritt den ich andere begleite, wenn es auch nur kleine Schritte sind, wachse ich mit dem Anderen. Und so etwas läßt uns reifen wenn wir das Maß nicht aus den Augen verlieren. Die Gefahr ist nicht nur das wir den anderen Verlieren und fallen lassen sondern auch uns. Und dies ist  eine Kunst die wir lernen müssen und Proben Tag für Tag in der wir auf der Welt sind. Doch ohne Mitgefühl wäre unsere Welt kalt und grau und wäre tot wie ein Eisplanet und dass dies nicht der Fall ist gibt uns allen Zuversicht . Zuversicht ist also der Lohn des Altruisten.

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